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Neues zur Schweizer Erdbeerkampagne

Die Schweizer Erdbeerensaison hat begonnen; die Haupternte ist in den drei ersten Juniwochen zu erwarten. Die weiteren Schwerpunkte: Neue Resultate belegen, dass die Sortenwahl den gesundheitlichen Wert von Erdbeeren beeinflusst. Und mit dem neuen EDV-Programm «Beerenkost» lassen sich die Produktionskosten berechnen.

GeorG BreGy, SoV, ChriStoph Carlen, aCW, MarkuS leuMann, aGridea

Am 5. Mai befasste sich das Produktzentrum Beeren mit der aktuellen Situation im Anbau und auf dem Markt. Die Saison für Importerdbeeren verlief anfänglich wetterbedingt verhalten (vgl. F & G Ausgabe 04 / 10), die Einfuhrmengen entsprechen aber mittlerweile den Vorjahren. Das Produktzentrum beschloss, aufgrund des Vegetationsrückstands, die freie Importphase vorerst bis am 22. Mai zu verlängern. Der erste Produzentenrichtpreis wurde auf Fr. 6.80 / kg (500 g-Schale, offen, inkl. Gebinde) festgelegt. Die nächste Telefonkonferenz erfolgt am 27. Mai.

Vegetationsrückstand

Hervorzuheben ist der gegenwärtige Vegetationsrückstand auf ein normales Jahr. Mit der ausgeprägten andauernden Kältewelle von Anfang Mai vergrösserte sich dieser Rückstand vor allem für die Erdbeeren noch weiter auf etwa eine Woche. Bei den Strauchbeeren kann man annehmen, dass die Temperatursumme bis in den Sommer hinein noch ausgeglichen wird, so dass dort die Pflücke nicht mit grosser Verspätung beginnen wird.

Hauptsaison ab Juni

Mitte Juni handelsrelevante Mengen erwartet, und die Haupternte fällt auf die erste Julihälfte. Die Gesamtmengen bei den Erdbeeren dürften etwa im Bereich des Vorjahres liegen. Bei den Himbeeren ist nach dem bereits sehr guten letzten Jahr noch eine weitere leichte Steigerung möglich.

Weitere infos: www.swissmip.ch

Anfang Mai waren die Beerenkulturen in der ganzen Schweiz allgemein in einem guten Zustand. Die Himbeeren zeigen sogar teils einen sehr guten, viel versprechenden Austrieb. In der ersten Märzhälfte waren lokal leichte Frostschäden bei Erdbeeren zu beklagen, welche aber auf den Ertrag insgesamt keine Auswirkungen haben werden.

Seit den ersten Maitagen werden Erdbeeren aus beheizten Kulturen gepflückt. Am 10. Mai betrugen die die schweizweiten Erntemengen erst ca. zwei Tonnen pro Tag. Grössere Mengen für den Handel sind ab der zweiten Monatshälfte zu erwarten. Die Haupternte wird voraussichtlich in der ersten Juniwoche beginnen und sich bis gegen Ende des Monats Juni hinziehen. In dieser Zeit wird der Absatz von einer Welle TV-Spots unterstützt. Bei den Sommerhimbeeren werden etwa

Der tagesaktuelle Erntestand und die wöchentlichen Richtpreise von Erdbeeren, Strauchbeeren und Steinobst kann auf der Schweizerischen Marktinformationsplattform www.swissmip.ch abonniert werden. Ein Anmeldeflyer liegt dieser Ausgabe bei.

Georg Bregy, Schweiz. Obstverband

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Früchte & Gemüse 5 / 2010 Fruits & Légumes

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antioxidative kapazität von erdbeeren

Sortenwahl beeinflusst gesundheitlichen Wert

Erdbeeren enthalten wie das übrige Obst und Gemüse viele Antioxidantien (Vitamin C, Carotinoide, Polyphenole etc.), Mineralstoffe und Ballaststoffe. Aus ernährungsphysiologischen Gründen wird empfohlen, mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag zu essen, was das Auftreten von verschiedenen chronischen Krankheiten (Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs etc.) verringern kann. Da bei diesen Krankheiten oxidativer Stress beteiligt ist, kann eine vermehrte Aufnahme von Antioxidantien über die Nahrung Schutz gegen diese chronischen Krankheiten bieten. Beeren sind in diesem Zusammenhang von grosser Bedeutung, da sie im Vergleich zu andern Früchten eine hohe antioxidative Kapazität aufweisen (siehe Graphik einer italienischen Studie auf Seite 15).

sortenwahl ist der wichtigste Faktor

Clery, Darselect und Elsanta, die drei wichtigsten Sorten in der Schweiz, waren unter den Sorten mit höherer antioxidativer Kapazität.

Züchtung spielt eine wichtige rolle

Die übrigen untersuchten Faktoren hatten auch Auswirkungen auf die antioxidative Kapazität, aber in weit kleinerem Ausmass als die Sortenwahl. Zur Verbesserung des gesundheitlichen Wertes der Erdbeere spielt die Züchtung neuer Sorten also eine wichtige Rolle.

Pamela Crespo, Eva Arrigoni und Christoph Carlen,

Schweizer erdbeeren der ernte 2009. des fraises suisses de la récolte 2009.

Photo: FOB, Oeschberg

Agroscope Changins-Wädenswil ACW

Agroscope Changins-Wädenswil ACW hat während einer dreijährigen Dissertation Faktoren untersucht, die den gesundheitlichen Wert von Beeren, im speziellen Erdbeeren, beeinflussen können. Dabei wurde der Einfluss von verschiedenen Faktoren

auf die antioxidative Kapazität untersucht, wie die Sorte, Umweltbedingungen, die Ernteperiode, die Fruchtstellung am Fruchttrieb und die Dauer der Fruchtentwicklung von der Blüte bis zur Reife. Die Ergebnisse zeigten, dass der wichtigste Faktor die Sortenwahl war. Die antioxidative Kapazität schwankte sehr stark von Sorte zu Sorte.

«Beerenkost Verson 2010» - Via edV die Produktionskosten Von Beeren BerecHnen

Das neue von Agridea in Zusammenarbeit mit dem SOV entwickelte Excel-Programm «Beerenkost 2010» stellt ein praxiserprobtes Instrument dar, um die wirtschaftlichen Zusammenhänge der Beerenproduktion auf einem Einzelbetrieb zu erfassen und darzustellen. Zudem ermöglichen die hinterlegten StandardDaten erste Kenngrössen für die Planung bei einer Neuanlage. Die Beerenproduzenten lernen dank diesem Instrument die Kostenstruktur ihrer Produktion besser kennen und erhalten wichtige Kenngrössen, um ihre eigene Produktionsweise zu hinterfragen. Dies führt zu einem gesteigerten Kostenbewusstsein, visualisiert die Stärken und Schwächen der Produktion und kann AusMarkus Leumann, Agridea gangspunkt für einzelbetriebliche Veränderungsmassnahmen sein. Besonders wertvoll kann der eigene Vergleich mit Durchschnittsdaten d.h. den hinterlegten Standarddaten sein. Durch diesen Vergleich können wichtige Rückschlüsse auf die eigene Produktion gezogen und eventuell bereits erste Optimierungen eingeleitet werden. Weiter kann dieses Programm als Hilfsinstrument in Gruppenberatungen dienen. Es kann als «Starter-Tool» eingesetzt werden, um Arbeitskreise oder Erfahrungsgruppen zu initiieren oder den Gedanken- und Erfahrungsaustausch in bestehenden Gruppen zu fördern. infos und Bestellung Agridea, Eschikon 28, 8315 Lindau, Tel. 052 354 97 00 (Markus Leumann verlangen), Fax 052 354 97 97, E-Mail: [email protected] artikelbeschrieb Excel-Anwendung zur Produktionskostenberechnung für Erd- und Strauchbeeren. Arbeitsmappe zu Excel 97, 2000, XP, 2003 und 2007. kalkulation für die Beerenproduktion Artikelnummer: EDV-965, Preis: 95.00 CHF abonnement für die jährliche erneuerung Artikelnummer: EDV-966, Preis: 29.00 CHF einzelupdate für die jährliche erneuerung Artikelnummer: EDV-967, Preis: 39.00 CHF

Früchte & Gemüse 5 / 2010 Fruits & Légumes

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Nouvelles de la campagne des fraises

La saison suisse des fraises a commencé; le gros de la saison est attendu pour les trois premières semaines de juin. Autres thèmes: Comme le montrent de nouveaux résultats de recherche, le choix variétal influe sur la valeur nutritionnelle des fraises. A l'aide du nouveau logiciel «Beerenkost», le calcul des frais de production est facilité.

GeorG BreGy, FuS, ChriStoph Carlen, aCW, MarkuS leuMann, aGridea

trad. Le 5 mai, le Centre de produits (CP) Baies s'est penché sur la situation actuelle de la culture et du marché. La saison des fraises importées se déroule, en raison des conditions atmosphériques, avec une certaine retenue (cf. No F & L 04 / 10). Les quantités d'importation correspondent toutefois entretemps aux années précédentes. Etant donné le retard du développement végétal actuel, le Centre de produit a décidé de prolonger la phase libre pour l'instant jusqu'au 22 mai. Le premier prix indicatif à la production a été fixé à Fr. 6.80 / kg (barquettes à 500 g, ouvert, emballage compris). La prochaine conférence téléphonique du CP aura lieu le 27 mai.

saison en plein à partir de juin

Au début du mois de mai, les cultures de baies étaient en général dans un bon état. Le débourrement des cultures de framboises est même très prometteur. Dans la pre-

mière moitié de mars, de légers dégâts de gel ont été constatés localement pour les fraises. Ces derniers n'auront cependant pas de répercussions sur le rendement dans l'ensemble. Il est à noter qu'actuellement, la végétation est en retard par rapport à une année normale. Avec les vagues de froid continuelles et marquées de début mai, le retard s'est accrût plus spécialement pour les fraises, et se monte actuellement à une semaine environ. Pour les baies d'arbustes, on peut admettre que la somme des températures se rééquilibrera jusqu'en été, de telle manière à ce que les récoltes ne débuteront pas avec un grand retard. Depuis les premiers jours de mai, les fraises des cultures chauffées sont cueillies. Le 10 mai, les quantités journalières de fraises au niveau suisse se chiffraient seulement à 2 tonnes. De plus grandes quantités sont attendues dès le 15 mai. La récolte principale

est prévue à partir de la première semaine de juin et se poursuivra jusqu'à la fin juin. Pendant cette période, des spots télévisés soutiendront les ventes. Pour les framboises d'été, des quantités d'importance pour le commerce sont attendues dès la mi-juin, et la récolte principale aura lieu pendant la première quinzaine de juillet. Les quantités totales de fraises se situeront environ au niveau de celles de l'année précédente. Pour les framboises, il est possible que le très bon résultat de 2009 soit concurrencé.

Georg Bregy, FUS

«Beerenkost Version 2010» ­ LogicieL de caLcuL de coûts dans La Production des Baies

trad. Le nouveau programme Excel «Beerenkost Version 2010» d'Agridea, développé en collaboration avec la FUS, est un instrument ajusté à la pratique pour cerner et présenter les corrélations économiques de l'exploitation au niveau de la production des baies. En outre, les données standard consignées permettent de disposer de paramètres de départ pour la planification lors de l'aménagement d'un nouveau site de production. Les producteurs de baies apprennent grâce à cet instrument à mieux connaître la structure des coûts de leur production et découvrent d'importants paramètres inhérents à leur propre manière de produire. Cela les conduit à une meilleure prise de conscience des frais. Le programme peut servir d'ébauche à des mesures Markus Leumann, Agridea en vue de changements dans l'exploitation. Ce qui est particulièrement intéressant et valable c'est que la propre comparaison peut être établie avec des données moyennes, resp. des données standard consignées. Par cette comparaison, il est possible de tirer des conclusions importantes sur la propre production et d'opter éventuellement déjà dans un premier temps pour des moyens d'optimisation en conséquence. Par ailleurs, ce programme peut être utilisé comme instrument d'aide dans des groupes de conseil, pour initier des amorces de réflexion dans des milieux ou des groupes de travail ou pour favoriser les échanges d'idées et d'expériences au sein de groupes existants. infos et commande Agridea, Eschikon 28, 8315 Lindau, Tél. 052 354 97 00 (demander Markus Leumann), Fax 052 354 97 97, E-Mail: [email protected] description d'article Application Excel pour le calcul des frais de production pour fraises et baies d'arbustes. Dossier de travail pour Excel 97, 2000, XP, 2003 et 2007 Calcul pour la production des baies Numéro d'art.: EDV-965, Prix: 95.00 CHF abonnement pour renouvellement annuel Numéro d'art.: EDV-966, Prix: 29.00 CHF update individuel pour renouvellement annuel Numéro d'art.: EDV-967, Prix: 39.00 CHF

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Früchte & Gemüse 5 / 2009 Fruits & Légumes

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La capacité antioxydante des fraises

Choix variétal influence la qualité nutritionnelle

minéraux et de fibres. Les nutritionnistes recommandent de consommer au moins cinq portions de fruits et légumes par jour afin de se protéger au maximum contre l'apparition de diverses maladies chroniques (maladies cardiovasculaires, cancer etc.). L'augmentation de l'apport en antioxydants alimentaires pourrait aider à réduire l'apparition de ces maladies dans lesquelles un stress oxydant est potentiellement impliqué. Dans ce contexte, les baies sont d'une grande importance, car elles possèdent une haute capacité antioxydante par rapport à d'autres fruits (voir graphique avec résultats d'une étude italienne). Agroscope Changins-Wädenswil ACW a étudié des facteurs pouvant influencer la qualité nutritionnelle des baies, notamment des fraises, lors d'un travail de doctorat durant ces trois dernières années. L'étude a porté sur l'influence sur la capacité antioxydante de divers facteurs, tels que la variété, l'environnement, la période de récolte, la position du fruit sur la hampe et la durée de développement de la fleur à maturité. Les résultats ont montré que le facteur le plus important est le choix variétal. La capacité antioxydante des 10 variétés testées a fluctué fortement. Clery, Darselect et Elsanta, variétés bien répandues en Suisse, ont montré de hautes capacités antioxydantes. Les autres facteurs étudiés ont aussi eu des effets sur la capacité antioxydante des fraises, mais d'une moindre importance que le choix variétal. Afin d'améliorer la qualité nutritionnelle des fraises, la sélection de nouvelles variétés joue donc un rôle prépondérant pour le futur.

Pamela Crespo, Eva Arrigoni et Christoph Carlen,

Pellegrini et al., 2003. The Journal of Nutrition 133: 2812-2819

Les fraises ainsi que les autres fruits et légumes sont riches en antioxydants (vitamine C, caroténoïdes, polyphénols, etc.), de

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Agroscope Changins-Wädenswil ACW

(FRAP [mol Fe2+/g Frischgewicht])

Antioxodatives Kapazität Capacité antioxida nte

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Graphik: Vergleich der antioxidativen Kapazität von verschiedenen Früchten, Vergleich der antioxidativen kapazität von verschiedenen Früchten, gemessen mit der Methode FRAP (Ferric reducing ability of plasma). Graphique: Comparaison de la capacité antioxydante de divers fruits avecla Comparaison de la capacité antioxidante de divers fruits avec la méthode FRAP (Ferric reducing ability of plasma).

gemessen mit der Frap-Methode (Ferric reducing antioxidant power).

méthode Frap (Ferric reducing antioxidant power).

Quelle / Source: Pellegrini et al., 2003. The Journal of Nutrition 133: 2812-2819

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Früchte & Gemüse 5 / 2010 Fruits & Légumes

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