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Inhaltsverzeichnis

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Entwicklungsstadien der Weinrebe PARASITÄRE KRANKHEITEN Pilzkrankheiten

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Obstbaumspinnmilbe, Rote Spinne Panonychus ulmi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bohnenspinnmilbe, Gemeine Spinnmilbe Tetranychus urticae . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

53 56

Rebenperonospora Plasmopara viticola . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Echter Mehltau der Reben oder Oidium Uncinula necator . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Botrytis Botrytis cinerea. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Schwarzfleckenkrankheit Phomopsis viticola . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Roter Brenner Pseudopezicula tracheiphila . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Esca-Krankheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Eutypa Eutypa lata . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Schimmel oder Grünfäule Penicillium expansum, Trichothecium roseum . . . . . Schwarzfäule Guignardia bidwelli . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

14 18 23 28 30 32 34 36 37

Pflanzensauger

Rebenthrips Drepanothrips reuteri . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Reblaus Dactulosphaira vitifolii . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Schildläuse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Grüne Rebenzikade Empoasca vitis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Grüne Rebenwanze Lygus spinolaï. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

58 60 63 66 67

Schmetterlinge

Einbindiger Traubenwickler Eupoecilia ambiguella . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bekreuzter Traubenwickler Lobesia botrana . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Springwurmwickler Sparganothis pilleriana . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Rhombenspanner Peribatodes rhomboidaria. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Eulenraupen Noctua-Arten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

68 71 72 74 76

Bakterien Phytoplasmen Viren

Mauke Agrobacterium vitis. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Vergilbungskrankheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Komplex der Reisigkrankheit Grapevine fanleaf virus, Arabismosaic virus, Raspberry ringspot virus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Blattrollkrankheit Grapevine leafroll associated virus. . . . . . . . . . . . . . .

38 40

42 44

Käfer

Dickmaulrüssler Otiorrhynchus sulcatus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Rebstichler Byctiscus betulae . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

78 80

TIERISCHE SCHADERREGER Milben

Kräuselmilbe Calepitrimerus vitis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Blattgallmilbe, Pockenmilbe Eriophyes vitis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48 51

Zweiflügler Hautflügler

Essigfliege Drosophila melanogaster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Wespen Paravespula vulgaris, P. germanica, P. rufa . . . . . . . .

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6

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Inhaltsverzeichnis

Vögel

Drossel, Star . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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NICHTPARASITÄRE KRANKHEITEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Witterungsschäden

Hagelschäden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sonnenbrand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Verrieselung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Schäden durch Kälte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86 87 88 89

Physiologische Störungen Nährstoffmangel

Stiellähme der Trauben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Chlorose . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

90 91

Phosphatmangel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Stickstoffmangel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kalimangel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Magnesiummangel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bormangel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

92 92 93 94 95

Anhang

Glossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Pilzkrankheiten

Pilzkrankheiten

Echter Mehltau der Reben oder Oidium ­ Uncinula necator

Schadbild Der Echte Mehltau wurde Mitte des 19. Jahrhunderts aus Nordamerika nach Europa eingeschleppt und hat innerhalb weniger Jahre sämtliche europäischen Weinbaugebiete erfasst. Heute gehört er weltweit zu den wichtigsten Krankheiten der Weinrebe. Alle grünen Rebteile werden von dieser Krankheit befallen. Die ersten Anzeichen eines Befalls treten bereits im Frühjahr an einzelnen Trieben auf. Diese sogenannten Zeigertriebe sind von einem mehr oder weniger ausgedehnten weißen Belag überzogen. Befallene Blätter weisen zuerst auf der BlattBeginnender Befall auf dem Blatt

oberseite helle Flecken auf, die an der Unterseite des Blattes graubraun erscheinen. Später sind diese Flecken von weißem Pilzgeflecht überzogen, das bei manchen Sorten nur schwer von der natürlichen Behaarung der Blätter zu unterscheiden ist. Es kann die Ober- und die Unterseite des Blattes befallen werden. Im Sommer können sich die Befallsstellen bei starkem Befall schwarz verfärben. Der Echte Mehltau ist auf den Gescheinen zu Beginn des Befalls nur schwer auszumachen. Er ist als dünnes weißes Pilzgeflecht auf den

Blütenknospen und am Stielgerüst zu finden. Sobald die Blütenkäppchen abgeworfen werden, wächst der Pilz von befallenen Beerenstielchen auf die Beere über. Meist nimmt vom Gescheinsbefall der spätere Beerenbefall seinen Ausgang. Beerenbefall verursacht den größten Schaden. Hierbei bildet sich ein weißer Pilzbelag auf den Beeren. Der Pilz zerstört die Beerenhaut, während sich das darunterliegende Fruchtgewebe weiterentwickelt. Daher platzt die zerstörte Beerenhaut auf, wenn die Beere weiter an Größe zunimmt. An den aufgeplatzten Beeren wer-

den die Samen im Inneren sichtbar und es entsteht der sogenannte Samenbruch. Auf diesen Beeren siedeln sich Schimmelpilze und Essigsäurebakterien an, die später zusammen mit dem Mehltaubelag Fehltöne im Wein verursachen. Grüne Triebe können ebenfalls befallen werden. Wenn es sich um Triebspitzen handelt, sind sie verdreht und von weißem Pilzbelag überzogen. An älteren Trieben tritt der Befall zuerst nicht deutlich in Erscheinung. Im Lauf des Sommers verfärben sich die

Befallsstellen dunkelgrau. Im Winter ist der Triebbefall als schwarz-violette, unregelmäßige Flecken, die auch ,,Oidiumfiguren" genannt werden, zu sehen. Erreger Der Echte Mehltau wird durch den Pilz Uncinula necator hervorgerufen. Vielfach wird er nach seiner Konidienform als Oidium bezeichnet. Der Pilz lebt auf der Oberfläche von grünen Organen der Weinrebe und ist ein hochspezialisierter Parasit. Das Myzel und die Konidienträger des Pilzes sind als mehlartiger, weißer Belag sichtbar. Uncinula necaStarker Blattbefall

tor pflanzt sich während des Sommers durch Konidien fort. Diese sind nur kurze Zeit lebensfähig und dienen der schnellen Ausbreitung. Bei der Keimung, für die kein Wasser notwendig ist, wächst aus der Konidie eine Keimhyphe heraus, die ein Haftorgan, das Appressorium, bildet. Damit verbindet sich der Pilz mit der Oberfläche der Wirtspflanze und eine Penetrationshyphe dringt in die Pflanze ein.Aus der Konidie wächst eine zweite Hyphe, die sich verzweigt und weitere Appressorien bildet. Von diesen

Appressorien werden wiederum Penetrationshyphen gebildet, die in die Epidermis von Blättern, Gescheinen, Beeren und grünen Trieben eindringen und in der Zelle ein Saugorgan, das Haustorium, bilden. Hiermit entzieht der Pilz den Epidermiszellen Nährstoffe. Innerhalb weniger Tage bildet der Pilz auf der Oberfläche von Blättern bzw. Beeren ein Myzel, an dem sich Konidienträger entwickeln. An den Enden der Konidienträger entstehen Konidien, die kettenförmig aneinander gereiht sind. Laufend wird die jeweils oberste Konidie dieser Kette abgelöst und vom Wind verbreitet. Durch

die massenhafte Entwicklung der Konidienträger und die stetige Ablösung von Konidien breitet sich die Krankheit schnell aus. Auf stark befallenen Beeren und Blättern werden im Spätsommer und Herbst Geschlechtsorgane gebildet. Daraus entwickeln sich Asci mit Ascosporen, die in Fruchtkörper, den Kleistothezien, eingebettet sind. In einigen Weinbaugebieten

Einzelne Pilzkolonie auf der Blattunterseite

Triebbefall mit ,,Odiumfiguren"

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