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Merkblatt Hauttumore (Basaliom)

Sehr geehrte Patientin, Sehr geehrter Patient, Das Basaliom ist ein Hauttumor, der von der Basalzellschicht der Haut (der untersten Schicht der Oberhaut) ausgeht, daher leitet sich der Name ab. Der Begriff Basalzellkarzinom ist gleichbedeutend. Das Basaliom ist der häufigste bösartige Tumor der Haut. Dementsprechend werden bei health2beauty viele Patienten an einem Basaliom operiert. Die meisten Basaliome treten an den sonnenbelasteten Hautarealen, d.h. im Kopf-Hals-Bereich, seltener am Rumpf, Handrücken, oder anderen Stellen auf. Im Anfangsstadium sehen Basaliome meist wie ein Schorf aus, oder wie ein glasiges Knötchen in der Haut. Typischerweise bereiten sie keinerlei Beschwerden und fallen häufig erst auf, wenn sich aus Ihnen ein kleines, blutendes Geschwür bildet. Ein Basaliom wächst sehr langsam, meist über Jahre und kann im Verlauf auch in umgebendes Gewebe (z.B. Muskeln, Knochen) einwachsen und dieses zerstören. Das Basaliom wächst also örtlich aggressiv, ein Zeichen von Bösartigkeit. Dagegen kann ein Basaliom keine Metastasen, d.h. Absiedelungen in Lymphknoten oder in inneren Organen bilden. Diese Informationen sind wichtig für Sie, denn nach vollständiger örtlicher Entfernung des Basalioms ist in den allermeisten Fällen die Heilung erreicht. Ein Patient, bei dem ein Basaliom bekannt ist, besitzt ein deutlich erhöhtes Risiko ein zweites Basaliom zu bekommen. Deshalb ist eine sorgfältige körperliche Untersuchung vor der Operation (zum Entdecken eines evtl. vorhandenen weiteren Basalioms) und nach Abschluss der Behandlung in Form einer regelmäßigen Nachsorge / Kontrolle beim behandelnden Arzt erforderlich. Da Basaliome sehr unterschiedlich aussehen können, und für den Patienten meist nicht als solche zu erkennen sind, sollten Sie jede Hautveränderung die Ihnen auffällt, Ihrem Arzt zeigen. Bei Ihnen ist die Diagnose Basaliom gestellt worden, entweder aufgrund des typischen klinischen Bildes, oder durch eine Probeentnahme. Die sicherste Therapie des Basalioms ist die operative Entfernung mit ausreichendem Sicherheitsabstand, diese Therapie ist auch bei Ihnen geplant. In manchen Fällen kommen alternative Behandlungsmöglichkeiten in Frage, dieses bespricht im Einzelfall der Arzt mit Ihnen. Üblicherweise geht man bei der operativen Entfernung in zwei Schritten vor: · Schritt 1: Entfernung des Basalioms, hierbei müssen sämtliche Anteile des Tumors entfernt werden. Die vollständige Entfernung wird durch die mikroskopische Untersuchung des entnommenen Gewebes gesichert, das Ergebnis haben wir üblicherweise nach 1 bis 2 Tagen. Eventuell gelingt es bei der ersten Operation nicht, sämtliche Teile des Basalioms zu entfernen, dann muss eine Nachoperation erfolgen. Bei der Entfernung des Basalioms können eventuell auch Muskulatur, Nerven und Gefäße, nicht geschont werden.

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· Schritt 2: Verschluss des Wunddefektes, dieses erfolgt in einer zweiten Operation durch Dehnen der umgebenden Haut, eine Hautverschiebung oder eine Hautverpflanzung. Die im Einzelfall sinnvolle Operationstechnik wird vor der Operation ausführlich mit Ihnen besprochen. Kleinere Basaliome werden in örtlicher Betäubung, evtl. ergänzt durch eine Kreislaufüberwachung und/oder die Gabe von Beruhigungsmitteln operiert, größere Basaliome werden eventuell in Allgemeinnarkose entfernt. Nach der Operation können Schmerzen auftreten, diese sind durch Schmerzmedikamente gut beherrschbar. Bitte informieren Sie uns sofort, wenn Sie Schmerzen haben sollten! Unmittelbar nach der Operation ist das Wundgebiet geschwollen, ein Bluterguss kann auftreten und die Wundverbände sind auffällig. Dieses ändert sich zügig innerhalb kurzer Zeit. Die Wundpflege erfolgt durch die Ärzte, die Verbandschwester oder die Krankenschwestern, nach der Entlassung kann der überweisende Arzt die Wundbetreuung (teilweise) übernehmen. Entsprechendes gilt für das Entfernen einer eventuell notwendigen Wunddrainage, oder der Fäden. Die aus der Operation resultierenden Narben werden im Laufe der Zeit immer unauffälliger, im Idealfall sieht man nach einigen Monaten kaum noch etwas. Sollten störende Narben zurückbleiben, so kann eine Korrekturoperation sinnvoll sein. Die Entscheidung hierüber ist meist aber erst nach 6 ­12 Monaten möglich.

Verhalten nach der Operation · · · · · die Wundverbände an Ort und Stelle belassen. eventuell vorhandene Krusten nicht selbst abtragen. die Nähte bis zum Entfernen des Nahtmaterials vor Wasser und Seife schützen. die Narben in den Monaten nach der Operation regelmäßig massieren. Hierfür kann eine normale Creme (Bepanthen Salbe oder Ihre normale Pflegecreme) verwendet werden. die Narben in dem ersten Jahr nach der Operation konsequent vor Sonne schützen. Hierfür eignen sich sowohl ein Hut, als auch Sonnencreme (Lichtschutzfaktor 20 oder höher).

Einzelheiten und Besonderheiten der Behandlung, wird der operierende Arzt mit Ihnen besprechen. Wenn Sie Fragen haben, zögern Sie bitte nicht, uns anzusprechen. Wir geben Ihnen gerne Auskunft.

Ihr health2beauty-Team

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