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Allgemeines Recherchebuch (CA)

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SAP AG

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SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA)

Symbole

Symbol Bedeutung Achtung Beispiel Hinweis Empfehlung Syntax

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Allgemeines Recherchebuch (CA)

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Inhalt

Allgemeines Recherchebuch (CA) .................................................................... 8

Einführung in die Recherche ........................................................................................................ 9 Recherche: Funktionaler Überblick............................................................................................ 10 Architektur der Recherche .......................................................................................................... 11 Grundbegriffe der Recherche ..................................................................................................... 12 Ad-hoc-Bericht und Bericht mit Formular ................................................................................. 14 Ad-hoc-Bericht........................................................................................................................... 15 Bericht mit Formular.................................................................................................................. 16 Bericht ........................................................................................................................................... 20 Bericht anlegen/ändern ............................................................................................................... 22 Funktionen der Berichtsdefinition..............................................................................................23 Kennzahlen auswählen ............................................................................................................. 26 Merkmale auswählen ................................................................................................................ 27 Merkmale einschränken....................................................................................................... 28 Hierarchieauswahl ............................................................................................................... 30 Hierarchieknoten.................................................................................................................. 31 Variablen eingeben ................................................................................................................... 32 Ausgabeart ................................................................................................................................ 34 Ausgabeart einstellen ..........................................................................................................36 HTML-Vorlagen definieren................................................................................................... 38 HTML-Vorlage erstellen ....................................................................................................... 40 HTML-Vorlage erstellen: Spezielle Informationen .......................................................... 41 Berichtszuordnung .................................................................................................................... 43 Nachlesen ................................................................................................................................. 44 Einstellungen............................................................................................................................. 45 Zahlenformat........................................................................................................................ 46 Variablen ....................................................................................................................................... 47 Variablen für Merkmalswerte ....................................................................................................49 Variablen für Hierarchien und Hierarchieknoten ....................................................................... 51 Variablen für Texte.................................................................................................................... 52 Variablen für Formeln................................................................................................................ 54 Globale Variable definieren....................................................................................................... 55 Customer-Exit: globale Variablen.............................................................................................. 56 Beispiel: Verwenden von Variablen .......................................................................................... 57 Variablen eingeben ................................................................................................................... 59 Variable pflegen ................................................................................................................... 61 Merkmalshierarchien ................................................................................................................... 62 Eingabe und Verwendung von Hierarchieknoten...................................................................... 65 Hierarchiedarstellung ................................................................................................................ 68 Bearbeitungsfunktionen für Hierarchien.................................................................................... 71 Währungen und Mengeneinheiten ............................................................................................. 73 Beispiel: Inverse Kurse ............................................................................................................. 76 Bericht-Bericht-Schnittstelle: Überblick .................................................................................... 78 Arbeiten mit der Bericht-Bericht-Schnittstelle ........................................................................... 80 Beispiel: Bericht-Bericht-Schnittstelle ....................................................................................... 82

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Bericht-Bericht-Schnittstelle: Selektionsdatentransformation ................................................... 83 Formular ........................................................................................................................................ 87 Überblick: Formular ..................................................................................................................... 89 Formular anlegen/ändern ............................................................................................................ 90 Beispiel: Formular anlegen (CO-PA) ........................................................................................ 93 Beispiel: Formular anlegen (EC-EIS/CO-PC) ........................................................................... 95 Beispiel: Formular anlegen (FI)................................................................................................. 97 Elemente definieren ................................................................................................................... 100 Allgemeine Selektionen ............................................................................................................. 105 Aufrißliste und prozentuale Anteile definieren ....................................................................... 106 Formulareinstellungen vornehmen .......................................................................................... 107 Bericht ausführen....................................................................................................................... 109 Bericht ausführen mit Selektionsoptionen.............................................................................. 110 Varianten und Variantengruppen anlegen............................................................................... 111 Beispiel der Verwendung einer Variantengruppe ................................................................... 113 Informationen zum Bericht........................................................................................................ 114 Berichts- und Zellparameter....................................................................................................115 Kennzahlinformation ............................................................................................................... 117 Berichtstexte............................................................................................................................ 118 Kommentar pflegen................................................................................................................. 119 Kommentar markieren ....................................................................................................... 120 Dokument anzeigen ................................................................................................................ 121 Kopfzeilen pflegen................................................................................................................... 122 Fußzeilen pflegen.................................................................................................................... 123 Layoutanzeige............................................................................................................................. 124 Funktionsstufen für verschiedene Benutzer ........................................................................... 125 Arbeiten mit dem Bericht........................................................................................................... 126 Funktionen auf der Berichtsliste .............................................................................................. 127 Navigation ................................................................................................................................... 135 Berichtsliste ............................................................................................................................. 136 Aufrißliste ........................................................................................................................... 137 Aufriß.................................................................................................................................. 138 Aufriß wechseln ................................................................................................................. 139 -> Standardaufriß ............................................................................................................... 140 <- Aufriß zurücknehmen .................................................................................................... 141 Periodenaufriß ................................................................................................................... 142 Detailliste............................................................................................................................ 143 Grundliste........................................................................................................................... 144 Blätterfunktionen auf der Berichtsliste .................................................................................... 145 Erste Spalte........................................................................................................................ 146 Vorige Spalte...................................................................................................................... 147 Nächste Spalte................................................................................................................... 148 Letzte Spalte ...................................................................................................................... 149 Vorige Seite........................................................................................................................ 150 Nächste Seite..................................................................................................................... 151 Anderer Merkmalswert....................................................................................................... 152 Hierarchie ................................................................................................................................ 154

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Expandieren ....................................................................................................................... 155 Expandieren bis Stufe........................................................................................................ 156 Expandieren komplett ........................................................................................................ 157 Komprimieren..................................................................................................................... 158 Ausschnitt setzen............................................................................................................... 159 Ausschnitt aufheben .......................................................................................................... 160 Hierarchieauswahl ............................................................................................................. 161 Hierarchiedarstellung ......................................................................................................... 162 Bericht-Bericht-Schnittstelle .................................................................................................... 163 Merkmal ausschalten .............................................................................................................. 165 Merkmale sortieren ................................................................................................................. 166 Attribute ................................................................................................................................... 167 Einzelposten............................................................................................................................ 168 Stammdaten anzeigen ............................................................................................................169 Suchen nach ........................................................................................................................... 170 Hotspots auf der Berichtsliste .................................................................................................171 Beispiel: Navigation mit Hotspots ...................................................................................... 174 Navigation in grafischen Berichten ......................................................................................... 180 Ausgabebedingungen festlegen............................................................................................... 182 Funktionsstufen für verschiedene Benutzer............................................................................ 183 Rangliste erstellen................................................................................................................... 184 Bedingung anlegen ................................................................................................................. 186 Bedingung bearbeiten........................................................................................................ 187 Überblick: Exception Reporting............................................................................................... 188 Verwendung von Exceptions ............................................................................................. 190 Exception anlegen ............................................................................................................. 192 Exceptions bearbeiten .................................................................................................. 194 Analysefunktionen................................................................................................................... 195 Einstellungen auf der Berichtsliste .......................................................................................... 196 Zahlenformat ........................................................................................................................... 197 Währung.................................................................................................................................. 198 Merkmalsdarstellung ............................................................................................................... 199 Summenzeile........................................................................................................................... 200 Summenzeile zurücknehmen ............................................................................................ 201 Summenzeilen ...................................................................................................................202 Formatanzeige an/aus ............................................................................................................ 203 Kumulierte Ausgabe an/aus .................................................................................................... 204 Nullen an/aus .......................................................................................................................... 206 Spalte(n) Ein/Aus .................................................................................................................... 207 Spalten sortieren ..................................................................................................................... 208 Prozentual/Absolut .................................................................................................................. 209 Fußzeilen pflegen.................................................................................................................... 210 Kopfzeilen pflegen................................................................................................................... 211 Sortieren aufsteigend .............................................................................................................. 212 Sortieren absteigend ............................................................................................................... 213 Alle Einstellungen zurücknehmen........................................................................................... 214 Formulareinstellungen ....................................................................................................... 215 Sichern, Drucken, Exportieren, Senden, Grafik ...................................................................... 216 Sichern ........................................................................................................................................ 217

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Allgemeines Recherchebuch (CA)

Sichern Daten.......................................................................................................................... 218 Sichern Definition .................................................................................................................... 219 Berichtsdaten sichern im Hintergrund über Variante .............................................................. 220 Drucken ....................................................................................................................................... 221 Drucken aus dem SAP-System .............................................................................................. 223 Beispiel: Massendruck Aufrißliste ...................................................................................... 227 Drucken über Word ................................................................................................................. 230 Drucken von Grafiken ........................................................................................................ 232 Drucklayout ............................................................................................................................. 233 Drucken von Berichten mit Merkmalshierarchien ................................................................... 239 Drucken im Hintergrund über Varianten ................................................................................. 242 Einstellen der Druckparameter ............................................................................................... 244 Beispielausdruck ..................................................................................................................... 245 Druckeinstellungen.................................................................................................................. 249 Druck einzeilig/mehrzeilig .................................................................................................. 250 Druckansicht ...................................................................................................................... 251 Formatanzeige an/aus ....................................................................................................... 252 Fußzeilen pflegen ..............................................................................................................253 Kopfzeilen pflegen .............................................................................................................254 Leerzeilen........................................................................................................................... 255 Massendruck Einstellungen ............................................................................................... 256 Optimale/Gesetzte Spaltenbreite ....................................................................................... 257 Sonstige Einstellungen ...................................................................................................... 258 Spalte(n) Ein/Aus ............................................................................................................... 259 Spalten sortieren................................................................................................................ 260 Spaltenbreite auf Default setzen........................................................................................ 261 Spaltenbreite setzen .......................................................................................................... 262 SAP Titelseite an/aus......................................................................................................... 263 Titelseite pflegen................................................................................................................ 264 Unterstrich.......................................................................................................................... 265 Zahlenformat (Druck) ......................................................................................................... 266 Exportieren.................................................................................................................................. 267 Bericht an XXL übergeben ...................................................................................................... 269 Seite an XXL übergeben .........................................................................................................271 Sichern in Datei ....................................................................................................................... 272 Übergabe an Word.................................................................................................................. 273 Grafik an Word an/aus ....................................................................................................... 274 Übernahme ins Berichtsheft.................................................................................................... 275 Senden......................................................................................................................................... 276 Grafik ........................................................................................................................................... 277 Performance optimieren ............................................................................................................ 282 Verdichtungsebenen .................................................................................................................. 284 Beispiel: Performance optimieren ............................................................................................ 288 Reorganisation und Umsetzung ............................................................................................... 289

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Allgemeines Recherchebuch (CA)

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA)

Einführung in die Recherche [Seite 9] Bericht [Seite 20] Formular [Seite 87] Bericht ausführen [Seite 109] Arbeiten mit dem Bericht [Seite 126] Sichern, Drucken, Exportieren, Senden, Grafik [Seite 216] Performance optimieren [Seite 282] Reorganisation und Umsetzung [Seite 289]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Einführung in die Recherche

Einführung in die Recherche

Dieser Abschnitt bietet Ihnen einen Überblick über die Funktionen der Recherche und enthält die Definitionen der grundlegenden Recherchebegriffe. Recherche: Funktionaler Überblick [Seite 10] Architektur der Recherche [Seite 11] Grundbegriffe der Recherche [Seite 12] Ad-hoc-Bericht und Bericht mit Formular [Seite 14]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Recherche: Funktionaler Überblick

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Recherche: Funktionaler Überblick

Zur Auswertung der in Ihrer Applikation gesammelten Daten stellt SAP mit der Recherche ein dialogorientiertes Informationssystem zur Verfügung. Dieses ist in der Lage, den Datenbestand nach allen in der Datenbeschreibung enthaltenen Merkmalen auszuwerten. Bei dieser interaktiven Recherche können beliebige Kennzahlen zur Beschreibung herangezogen werden. Zu einer Kennzahl können mehrere Objekte angezeigt werden, zu einem Objekt mehrere Kennzahlen. Ebenso bietet das System die Möglichkeit, beliebige Abweichungsanalysen (z.B. Plan-Ist-Vergleich, Geschäftsjahresvergleich, Objektvergleich) durchzuführen. Innerhalb der Recherche können bzgl. des Layouts sowohl einfache datengesteuerte Listen (ad hoc Bericht) als auch komplexe formatierte Berichtslisten (Bericht mit Formular)angezeigt werden. Die Recherche enthält komfortable Funktionen zur Navigation im Datenbestand (z.B. nächste Stufe, nächstes Objekt innerhalb einer Stufe, Ausblenden einer Stufe, Detailliste/Aufrißliste). Daneben enthält es eine Vielzahl weiterer Funktionen zum interaktiven Bearbeiten einer Liste (Sortierungen, Bedingungsvorgaben, Ranglisten u.a.m.). Außerdem sind SAP-Grafik, SAP-Mail und Excel-Listviewer an die Recherche angeschlossen. Die Funktionen der Recherche sind in drei Stufen, die sich im Umfang unterscheiden, unterteilt. So kann ein Benutzer die für seinen Informationsbedarf geeignete Funktionsstufe auswählen. Neben den Dialogfunktionen, um Berichte anzuzeigen enthält die Recherche auch Funktionen, um Berichte zu drucken. Speziell für das Drucken von Berichten stehen diverse Druckaufbereitungsfunktionen zur Verfügung (bspw. Seitenumbruch, Kopf- und Fußzeilen, Unterstrich) um Ihren Bericht optisch nach Bedarf zu gestalten. Die Menüsteuerung und die Verlagerung vieler Funktionen in den Rechercheteil sorgen für eine einfache Handhabbarkeit des Informationssystems.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Architektur der Recherche

Architektur der Recherche

Wie aus der Grafik hervorgeht, können in die Definition von Berichten Merkmale, Kennzahlen und Formulare eingehen. Das Ergebnis eines Berichts ist eine Vielzahl interaktiv ansteuerbarer Listen und Grafiken, die am Bildschirm angezeigt werden. Berichtslisten können gedruckt und versendet werden (z.B. als Fax), im Internet bereitgestellt werden oder z.B. als Datei an Word und Excel übergeben werden.

Kennzahlen

Merkmale

Formulare

Berichtsname Anlegen Ändern Ausführen

Listen Graphiken

Drucken Online Hintergrund

Senden Fax Internet

Exportieren MS Word MS Excel

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Grundbegriffe der Recherche

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Grundbegriffe der Recherche

Merkmale und Merkmalswerte

Die Merkmale geben die Klassifizierungsmöglichkeiten des Datenbestands vor. Beispiele für Merkmale sind die SAP-Ordnungsbegriffe Kostenrechnungskreis, Buchungskreis, Geschäftsbereich und Sparte. Ebenfalls ist der Zeitbezug (Geschäftsjahr, Periode) ein solches Merkmal. Die Stammdaten umfassen die zulässigen Werte eines Merkmals, die sogenannten Merkmalswerte. Eine Kombination von Merkmalen bzw. Merkmalswerten wird in dieser Dokumentation allgemein als Objekt bezeichnet. Im Fall dreier Merkmale kann der Zusammenhang grafisch als dreidimensionaler Datenwürfel dargestellt werden. Die Kanten stellen Merkmale dar: Im folgenden Beispiel sind dies Region, Sparte und Kundengruppe. Jedes Merkmal untergliedert sich in mehrere Merkmalswerte. Die Einteilungen stellen Kombinationen von Merkmalswerten dar: Ein mögliches Auswertungsobjekt könnte beispielsweise Nordrhein-Westfalen, Pharma und Großhandel sein. In einem Bericht könnten Sie zu diesem Objekt verschiedene Kennzahlen, beispielsweise den Umsatz, die Absatzmenge und die Höhe der Erlösschmälerungen anzeigen lassen.

- Region -

-K un de ng ru pp e

Region: NRW Sparte: Pharmazeutika Kd.grp.: Großhandel

-

- Sparte -

Umsatz: 256,000 DM Absatz: 4,260 St. Erlösschm.: 11,500 DM

Kennzahlen

In Ihrer Anwendung gibt es eine Fülle von Kennzahlen, die für Auswertungen relevant sein können. Kennzahlen sind nicht nur Werte und Mengen, sondern Berechnungen hieraus nach selbst definierten Formeln. Beispiele für Kennzahlen können sein: Wert Menge: Kosten, Umsatz, Erlösschmälerungen Anzahl Mitarbeiter, Absatzmenge

Berechnung: Umsatz pro Mitarbeiter, Deckungsbeitrag

Formulare

Ein Formular beschreibt den grundlegenden inhaltlichen und formalen Aufbau von Berichtslisten. Ein Formular kann als Halbfabrikat für einen Bericht angesehen werden, welches später bei der

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Grundbegriffe der Recherche

Berichtsdefinition durch Merkmale und Kennzahlen vervollständigt wird. Merkmale gehen sowohl in das Formular als auch in den Bericht selbst ein. Kennzahlen können entweder im Formular oder im Bericht ausgewählt werden. Informationen über verschiedene Formulararten finden Sie unter Ad-hoc-Bericht und Bericht mit Formular [Seite 14]. Ausführliche Informationen zum Anlegen eines Formulars finden Sie im Abschnitt Formular [Seite 87].

Detail- und Aufrißliste

Bezüglich der auf einer Liste dargestellten Informationen wird zwischen der Detailliste und der Aufrißliste unterschieden. · Detailliste Bei der Detailliste wird immer ein einzelnes Objekt (z.B. NRW), entsprechend dem Formular, über alle Kennzahlen formatiert. Typischerweise stehen die Kennzahlen in den Zeilen der Detailliste (z.B. Absatzmenge, Erlös, Deckungsbeitrag I). · Aufrißliste Bei der Aufrißliste werden mehrere Objekte (z.B. Berlin, Hessen, NRW) anhand einer Auswahl an Kennzahlen formatiert. Hier stehen typischerweise die Kennzahlen in den Spalten der Liste (z.B. Absatzmenge, Erlös, Deckungsbeitrag I).

...

...

DETAILLISTE NRW

Absatzmenge Erlös DB I

...

...

AUFRISSLISTE Absatzmenge Erlös DB I

Region Berlin Hessen NRW ...

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Ad-hoc-Bericht und Bericht mit Formular

SAP AG

Ad-hoc-Bericht und Bericht mit Formular

Die Maxime bei der Gestaltung der Recherche lautet, daß einfache Berichte mit einfachen Mitteln erzeugbar sind, während für komplexe Berichte alle erforderlichen Funktionen zur Verfügung stehen. Einen Bericht können Sie demzufolge auf unterschiedliche Weise erstellen: · ad hoc Diese Vorgehensweise wird häufig gewählt, wenn spontan ein noch unbestimmter betriebswirtschaftlicher Effekt im Datenbestand gesucht wird, und man im voraus nicht genau weiß, wo oder nach was man suchen soll. Der Aufbau der Berichtsliste ist einfach. · mit Formular Diese Vorgehensweise wird häufig für das offizielle Berichtswesen gewählt. Der Aufbau der Berichtsliste ist aufwendiger und zielgerichtet. Formularberichte eignen sich auch besser zum Drucken von Berichten. Hieraus folgt die Unterscheidung zwischen Berichten, die Sie ad hoc definieren, sogenannte Adhoc-Berichte, und Berichten, die auf einem separat definierten Formular basieren. Letztere werden Berichte mit Formular (auch Formularberichte) genannt. Bei Berichten mit Formular wird je nach Komplexität danach differenziert, ob ihnen ein Formular mit einem oder zwei Koordinaten zugrunde liegt. Beim einkoordinatigen Formular unterscheidet man weiterhin, ob in der Definition eine Kennzahl verwendet wird oder nicht.

Sie können einkoordinatige Formulare als Teilprodukte definieren, so daß sie zunächst einzeln betrachtet als Vorlage für einen Bericht nicht sinnvoll sind, jedoch miteinander kombiniert, ein sinnvolles, vollständig definiertes Formular darstellen. Derartige Formulare können beliebig oft wiederverwendet werden. Weitere Informationen über die Besonderheiten der beiden Berichtsarten sowie Beispiele dazu finden Sie unter Ad-hoc-Bericht [Seite 15] und Bericht mit Formular [Seite 16] Siehe auch: Bericht anlegen [Seite 22].

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Ad-hoc-Bericht

Ad-hoc-Bericht

Für den Ad-hoc-Bericht ist kein Formular erforderlich. Bei der Definition eines Ad-hoc-Berichts wählen Sie neben den Merkmalen, über die Sie berichten möchte, auch die interessierenden Kennzahlen aus. In der Aufrißliste werden die Kennzahlen in die Spalten gestellt. In die Zeilen gehen alle Merkmalswerte des jeweils aufgerissenen Merkmals ein (im Beispiel das Merkmal Region). Auf der Detailliste werden zu dem einen ausgewählten Objekt (im Beispiel Nordrhein Westfalen) die Kennzahlen untereinander aufgelistet.

Beispiel: Ad-hoc-Bericht

BERICHTSDEFINITION

AUFRISSMERKMALE z.B.: Sparte Region ... KENNZAHLEN z.B.: Absatzmenge Erlös DBI AUFRISSLISTE Absatzmenge Erlös DBI

...

...

REGION NRW Hessen ...

...

...

DETAILLISTE NRW

Absatzmenge Erlös DBI

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht mit Formular

SAP AG

Bericht mit Formular

Bericht mit einkoordinatigem Formular ohne Kennzahl

Im einkoordinatigen Formular ohne Kennzahl werden lediglich in den Spalten Merkmale ausgewählt. Anhand einer Formel ist es auch möglich, weitere Merkmale innerhalb des Formulars zu definieren (z.B. Abweichung als Differenz von Plan und Ist). Diese im Formular ausgewählten Merkmale (z.B. Plan/Ist, Plan-/Ist-Abweichung) präzisieren die Spalteninhalte. Die Auswahl der Kennzahlen und Aufrißmerkmale, d.h. der Merkmale, durch deren Merkmalswerte Sie im Bericht navigieren möchten, wird bei der Berichtsdefinition vorgenommen (im Beispiel unten die Merkmale Sparte und Region sowie die Kennzahlen Erlös und Deckungsbeitrag I). In der Aufrißliste erhalten Sie eine zweizeilige Spaltenüberschrift, bei der die Kennzahlen in der ersten Zeile stehen (z.B. Erlös) und jeweils darunter die im Formular ausgewählten Merkmale (Plan, Ist, Abweichung) aufgeführt sind. Die Werte der Aufrißmerkmale stehen in den Zeilen (im Beispiel sind dies NRW, Hessen). In der Detailliste stehen die im Formular ausgewählten Merkmale in den Spalten, während die Kennzahlen in den Zeilen aufgelistet sind. Die Detailliste zeigt die Ergebnisse eines ausgesuchten Objekts (hier NRW) an.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht mit Formular

Beispiel: Bericht mit einkoordinatigem Formular ohne Kennzahl

FORMULAR Plan Ist Abw. BERICHTSDEFINITION AUFRISSMERKMALE z.B.: Sparte Region ... KENNZAHLEN z.B.: Absatzmenge Erlös DB I

...

...

AUFRISSLISTE Erlös Plan Ist Abw. DB I Plan Ist Abw.

REGION NRW Hessen ...

...

...

DETAILLISTE NRW Plan Ist Abw.

Erlös DBI

Bericht mit einkoordinatigem Formular mit Kennzahl

Hier werden in den Zeilen des Formulars die Kennzahlen festgelegt (z.B. Erlös, Prozent an Summe). Bei der Berichtdefinition werden die Aufrißmerkmale ausgewählt (z.B. Sparte, Region). In der Aufrißliste bilden die Kennzahlen die Spalten des Formulars, während die Werte der Aufrißmerkmale die Zeilen bilden (im Beispiel NRW, Hessen). Die Detailliste ist einspaltig und enthält das ausgesuchte Objekt (im Beispiel NRW), über das Sie berichten möchten, während die Kennzahlen in den Zeilen stehen.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht mit Formular

SAP AG

Beispiel: Bericht mit einkoordinatigem Formular mit Kennzahl

FORMULAR Erlös Proz: Summe Proz. Gesamts. DB I BERICHTSDEFINITION AUFRISSMERKMALE z.B.: Sparte Region ...

...

...

AUFRISSLISTE Erlös Proz Proz Ges DB I

REGION NRW Hessen ...

...

...

DETAILLISTE NRW

Erlös Proz: Summe Proz. Gesamts. DB I

Beachten Sie bitte, daß man beim Definieren eines Formulars die Detailliste festlegt. D.h., daß die Position der im Formular festgelegten Elemente der Position in der Detailliste entspricht. Deshalb werden beim einkoordinatigen Formular mit Kennzahl die Kennzahlen in den Zeilen festgelegt, im Vergleich zum einkoordinatigen Formular ohne Kennzahl, wo die im Formular ausgewählten Merkmale in den Spalten festgelegt werden.

Bericht mit zweikoordinatigem Formular mit Kennzahl

Im zweikoordinatigen Formular mit Kennzahl werden sowohl die Zeilen als auch die Spalten mit Kennzahlen oder Merkmalen definiert. Die Kennzahlen können wahlweise in den Zeilen oder in den Spalten des Formulars stehen. Stellen Sie die Kennzahlen in die Zeilen, gehen die Merkmale in die Spalten ein. Bei der Berichtsdefinition werden, wie immer, die Aufrißmerkmale ausgewählt.

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SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht mit Formular

Beispiel: Bericht mit zweikoordinatigem Formular mit Kennzahl

FORMULAR 1.Quart. 2.Quart. . . . Absatzmenge Erlös DB I BERICHTSDEFINITION AUFRISSMERKMALE z.B.: Sparte Region ...

...

...

AUFRISSLISTE Erlös Absatzmenge DB I 1.Quart. 2.Quart. 1.Quart. 2.Quart. 1.Quart. 2.Quart.

REGION NRW Hessen ...

...

...

DETAILLISTE NRW 1.Quart.

2.Quart.

Erlös Proz: Summe Proz. Gesamts. DB I

In der Beispielgrafik sind die Spalten der Aufrißliste zweistufig aufgebaut: In der ersten Zeile befinden sich die Kennzahlen (Absatzmenge, Erlös, Deckungsbeitrag I), in der zweiten Zeile die im Formular ausgewählten Merkmale (Quartal). In den Zeilen stehen die Werte der Aufrißmerkmale (NRW, Hessen). In der Detailliste stehen die im Formular ausgewählten Merkmale in den Spalten und die Kennzahlen in den Zeilen. Die Detailliste berichtet wieder über ein ausgesuchtes Objekt (hier NRW). Um ein Formular anzulegen, lesen Sie Überblick Formular [Seite 89].

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht

SAP AG

Bericht

Funktion Bericht anlegen Was Sie wissen sollten Sie verwenden diese Funktion, wenn Sie einen neuen Bericht anlegen wollen. Für eine ausführliche Dokumentation zu dieser Funktion siehe den Abschnitt Bericht anlegen [Seite 22]. Sie verwenden diese Funktion, wenn Sie sich die Definition eines Berichts anzeigen lassen wollen. Wenn Sie die Funktionen im Rahmen der Berichtsdefinition auswählen, verlassen Sie das aktuelle Bild und gelangen zum Anforderungsbild der Berichtsdefinition. Wenn Sie diese Funktion auf einer Berichtsliste auswählen, verlassen Sie den aktuell ausgeführten Bericht und gelangen zum Anforderungsbild der Berichtsdefinition. Vor dem Verlassen des aktuellen Bilds erhalten Sie über ein Dialogfenster jeweils die Möglichkeit, eventuelle Eingaben zu sichern. Auf dem Anforderungsbild geben Sie den Berichtsnamen des gewünschten Berichts ein. Über die Wertehilfe erhalten Sie eine Übersicht über die verfügbaren Berichte. Sie können die Teilobjekte des Berichts, z.B. Merkmale oder Kennzahlen, nacheinander anzeigen lassen. Mit der Funktion Bericht ® Anzeigen <-> Ändern können Sie dann jederzeit in den Änderungsmodus wechseln, ohne dabei das Bild zu verlassen. Bericht ändern Sie verwenden diese Funktion, wenn Sie die Definition eines Berichts ändern wollen. Wenn Sie die Funktionen im Rahmen der Berichtsdefinition auswählen, verlassen Sie das aktuelle Bild und gelangen zum Anforderungsbild der Berichtsdefinition. Wenn Sie diese Funktion auf einer Berichtsliste auswählen, verlassen Sie den aktuell ausgeführten Bericht und gelangen zum Anforderungsbild der Berichtsdefinition. Vor dem Verlassen des aktuellen Bilds erhalten Sie über ein Dialogfenster jeweils die Möglichkeit, eventuelle Eingaben zu sichern. Auf dem Anforderungsbild geben Sie den Namen des zu ändernden Berichts ein. Sie können die Teilobjekte des Berichts nacheinander ändern.

Bericht anzeigen

Viele Einstellungsänderungen (z.B. Einstellungen für den Massendruck) sind direkt in der Berichtsliste möglich, ohne daß Sie den Bericht verlassen und in die Berichtsdefinition springen. Dazu müssen Sie nach Änderung der Einstellungen die Funktion Sichern Definition aufrufen. Wenn Sie jedoch die Art der Datenselektion verändern wollen, z.B. ein Merkmal oder eine Kennzahl hinzufügen wollen, dann müssen Sie die Funktion Bericht ® Ändern verwenden.

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SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht

Formulareinstellung

Sie verwenden diese Funktion, wenn Sie einen Bericht mit geänderten Einstellungen wieder auf die im Formular festgelegten Einstellungen zurücksetzen wollen. Wenn Sie einen Bericht löschen möchten, können Sie dies aus der Änderungstransaktion heraus tun. Möchten Sie jedoch gleichzeitig eine Vielzahl von Berichten löschen, so empfiehlt es sich, die Funktionen der Reorganisation zu verwenden. Siehe dazu Reorganisation und Umsetzung [Seite 289].

Bericht löschen

Siehe auch: Formular [Seite 87]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht anlegen/ändern

SAP AG

Bericht anlegen/ändern

Vorgehensweise

1. Geben Sie den Namen für einen neuen Bericht ein bzw. wählen Sie den Namen des Berichts aus, dessen Definition Sie ändern wollen. 2. Entscheiden Sie sich im Falle eines neu anzulegenden Berichts für eine der beiden Berichtsarten (Ad-hoc-Bericht oder Bericht mit Formular). 3. Falls Sie einen Bericht mit Formular anlegen, müssen Sie das Formular auswählen. 4. Wählen Sie gegebenenfalls einen Vorlagebericht aus. 5. Wählen Sie im Falle eines neu anzulegenden Berichts Anlegen, um in die Berichtsdefinition zu wechseln. Bei einem zu ändernden Bericht wählen Sie Ändern. Siehe hierzu die Abschnitte: Kennzahlen auswählen [Seite 26] Merkmale auswählen [Seite 27] Variablen eingeben [Seite 59].

6. Nachdem Sie die gewünschten Einstellungen für den Bericht vorgenommen haben, sichern Sie den Bericht. 7. Sie können den Bericht jetzt ausführen. Das Ausführen eines Berichts ist unter Bericht ausführen [Seite 109] bzw. im entsprechenden Abschnitt in Ihrer applikationsspezifischen Dokumentation erläutert. Informationen zu den verschiedenen Berichtsarten finden Sie im Abschnitt Ad-hoc-Bericht und Bericht mit Formular [Seite 14]. Informationen über das Anlegen eines Formulars finden Sie im Abschnitt Überblick Formular [Seite 89]. Siehe auch: Bericht-Bericht-Schnittstelle [Seite 163]

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April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Funktionen der Berichtsdefinition

Funktionen der Berichtsdefinition

Die Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Funktionen, die Sie bei der Berichtsdefinition ausführen können. Berichtsdefinition anzeigen oder ändern Sie verwenden diese Funktion, um die Eigenschaften des ausgewählten Berichts anzuzeigen oder zu ändern. Sie gelangen auf ein Bild, wo Sie alle Einstellungen vornehmen können, gegliedert in die folgenden Bereiche: · · · · · Formulareinstellungen Kennzahlen auswählen [Seite 26] Merkmale auswählen [Seite 27] Merkmale einschränken [Seite 28] Variablen eingeben [Seite 59] Ausgabeart [Seite 34]

Sie verwenden diese Funktion, wenn Sie einen Bericht mit Formular definieren. Falls Sie für den Bericht Formatierungen (Einstellungen) geändert haben, können Sie mit dieser Funktion die Änderungen wieder rückgängig machen. Dadurch werden die Einstellungen des im Bericht verwendeten Formulars wieder aktiv.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Funktionen der Berichtsdefinition

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Anzeigen « Ändern

Die Funktion Anzeigen « Ändern ermöglicht es, vom Anzeige- in den Änderungsmodus zu wechseln und dabei auf dem aktuellen Bild zu bleiben. Wenn Sie einen Bericht anlegen, sind Sie immer im Änderungsmodus. Wenn Sie in den Anzeigemodus wechseln, erhalten Sie über ein Dialogfenster die Möglichkeit, eventuelle Eingaben zu sichern. Mit dieser Funktion führen Sie einen Bericht aus, d.h., zu einem ausgewählten Bericht werden die dazugehörigen Berichtsdaten auf Berichtslisten angezeigt. Weitere Informationen finden Sie unter Bericht ausführen [Seite 109]. Mit dieser Funktion können Sie sich einen schnellen Eindruck über das Layout des Berichts verschaffen, ohne daß zeitraubende Datenselektionen erfolgen. Weitere Informationen finden Sie unter Layoutanzeige [Seite 124]. Sie erhalten eine Liste mit allen Informationen über den Bericht und seine Erstellung. Zusätzlich sind alle Angaben aufgelistet, die nicht ständig auf der Liste angezeigt werden können. Weitere Informationen finden Sie unter Berichts- und Zellparameter [Seite 115]. Diese Funktion ist nur aktiv, wenn Hierarchien zu den Merkmalen existieren. Sie ermöglicht die Auswahl einer Hierarchie, um ein Merkmal auf der Berichtsliste hierarchisch darzustellen. Weitere Informationen finden Sie unter Hierarchieauswahl [Seite 161].

Bericht ausführen

Layoutanzeige

Berichtsparameter

Hierarchieauswahl

Merkmale bzw. Kennzahlen sortieren

Mit dieser Funktion legen Sie die Reihenfolge der Merkmale im Navigationsblock der Berichtsliste des ausgeführten Berichts fest. Die Reihenfolge der Merkmale ist entscheidend für den Standardaufriß. Das Sortieren der Kennzahlen wirkt sich auf die Spaltenreihenfolge des Berichts aus. Weitere Informationen finden Sie unter Merkmale sortieren [Seite 166]. Auf der Registerkarte Variablen können Sie Variablen manuell ersetzen. Es werden nur diejenigen Variablen angeboten, die mit `Ersetzung durch manuelle Eingabe' definiert sind. Andere Variablen werden automatisch ersetzt und erscheinen nicht auf diesem Bild. Weitere Informationen finden Sie unter Variablen eingeben [Seite 59].

Variablen eingeben

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Funktionen der Berichtsdefinition Sie können zu dem Merkmal, auf dem der Cursor positioniert ist, eine Variable eingeben. Sie erhalten in der Wertehilfe nicht mehr die Merkmalswerte, sondern die globalen Variablen zum entsprechenden Merkmal angeboten. Sie können auch lokale Variablen verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Variable an/aus [Extern]. Mit dieser Funktion können Sie den Bericht, den Sie gerade bearbeiten, löschen.

Variable an/aus

Bericht löschen

Mit dieser Funktion legen Sie für den Bericht eine eigene Kopfzeile an. Diese wird beim Berichtsdruck verwendet. Bereits existierende Kopfzeilen können mit dieser Funktion geändert werden. Mit dieser Funktion können Sie einen Kommentar zum Bericht pflegen. Bereits existierende Kommentare können mit dieser Funktion geändert werden. Mit dieser Funktion können Sie Ihrem Bericht weitere Berichte zuordnen, die Sie später über die Bericht-Bericht-Schnittstelle aufrufen können. Weitere Informationen finden Sie unter Berichtszuordnung [Seite 43]. Mit dieser Funktion können Sie die Texte, die in einem Bericht ausgegeben werden, in eine Zielsprache Ihrer Wahl übersetzen. Normalerweise geschieht dies bereits im Customizing. Sie können die Funktion aber verwenden, um neu angelegte Texte zu übersetzen oder um die Vollständigkeit der Übersetzung zu kontrollieren. Mit dieser Funktion erzeugen Sie einen Transportauftrag, um einen Bericht aus dem Implementierungssystem in ein produktives System zu transportieren. Sie verlassen das aktuelle Bild und gelangen zum Anforderungsbild der Berichtsdefinition zurück. Hier können Sie einen anderen Bericht auswählen. Je nachdem, ob Sie im Anzeige- oder Änderungsmodus waren, wird der andere Bericht auch im Anzeige- oder Änderungsmodus geöffnet.

Kopfzeilen pflegen

Kommentar pflegen

Berichtszuordnung

Übersetzen

Transportieren Anderer Bericht

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Kennzahlen auswählen

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Kennzahlen auswählen

Die Auswahl von Kennzahlen ist nicht in jedem Fall erforderlich. Wenn Sie einen Bericht mit Formular anlegen und ein Formular gewählt haben, in dem bereits Kennzahlen enthalten sind, können Sie im Bericht selbst keine Kennzahlen mehr auswählen. Beim Anlegen aller anderen Berichte müssen Sie die gewünschten Kennzahlen bestimmen. Auf der Registerkarte Kennzahlen erhalten Sie eine Liste aller verfügbaren Kennzahlen. Neben jeder Kennzahl finden Sie das Symbol . Wenn Sie darauf klicken, zeigt das System für gerechnete Kennzahlen die Formel an, aus der Sie ersehen können, aus welchen Basiskennzahlen die Kennzahl errechnet wird. Welche Kennzahlen angeboten werden, hängt vom Feldkatalog ab (siehe Customizing). Für jede Kennzahl ist dort abgelegt, ob sie bei der Kennzahlauswahl angeboten werden soll. Es kann dort auch festgelegt sein, daß eine Kennzahl ausgewählt werden muß. Kennzahlen dieser Art werden in der Berichtsdefinition automatisch angezeigt und können nicht verändert werden. Außerdem ist das Aggregationsverhalten der Kennzahlen in Abhängigkeit vom Merkmal festgelegt. Das Aggregationsverhalten einer Kennzahl kann z.B. Summe, Mittelwert, Durchschnitt oder letzter Wert sein. Beispielsweise könnte die Kennzahl "Bestandsgröße" als zeitliche Aggregation das Aggregationsverhalten Mittelwert haben. Manche Kennzahlen sind mit währungstragenden Merkmalen verknüpft. Beispielsweise benötigt die Kennzahl 'Umsatz in Buchungskreiswährung' das Merkmal 'Buchungskreis'. Dieses Merkmal muß in irgendeiner Form eindeutig spezifiziert sein, d.h. entweder über das Formular oder über den Bericht. Bei solchen Kennzahlen kann es zum einen vorkommen, daß sie bei der Kennzahlauswahl nicht angeboten werden (weil das währungstragende Merkmal nicht eindeutig ist (z.B. Intervall)). Zum anderen wird bei diesen Kennzahlen die Auswahl und die Spezifikation der währungstragenden Merkmale erzwungen, sobald die Kennzahl ausgewählt wurde. Wenn Sie hier eine Kennzahl auswählen, deren Währung von einem bestimmten Merkmal abhängig ist, und Sie das entsprechende Merkmal noch nicht ausgewählt haben, wird dieses Merkmal automatisch vom System ausgewählt. Das währungsbestimmende Merkmal wird zur Pflichteingabe und muß auf der Registerkarte Merkmale auf einen eindeutigen Wert eingeschränkt werden. Die Kennzahlen können in Kennzahlgruppen angeboten werden. Dabei kann eine Kennzahl mehreren Gruppen zugeordnet sein. Die Zusammenstellung dieser Gruppen führen Sie ebenfalls im Customizing durch. Falls auf der Registerkarte kein Eingabefeld für die Kennzahlgruppen angeboten wird, liegt dies daran, daß im Customizing noch keine Kennzahlgruppe definiert worden ist.

Kennzahlen sortieren

Mit dieser Funktion lassen sich die bei der Berichtsdefinition ausgewählten Kennzahlen in beliebiger Reihenfolge sortieren. Diese Reihenfolge bestimmt dann die Reihenfolge der Zeilen bzw. Spalten des Berichts. Siehe auch: Merkmale auswählen [Seite 27]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Merkmale auswählen

Merkmale auswählen

Auf der Registerkarte Merkmale erhalten Sie eine Liste mit allen verfügbaren Merkmalen. Sie markieren diejenigen Merkmale im Merkmalsvorrat, die Sie für Ihre Auswertung im Bericht verwenden wollen, und fügen sie mit den Pfeiltasten dem Bericht hinzu. Bei diesen Merkmalen handelt es sich um die sogenannten Aufrißmerkmale, durch die Sie im Bericht beliebig navigieren können. Welche Merkmale für die Merkmalsauswahl angeboten werden, hängt vom Feldkatalog ab (siehe Customizing). Für jedes Merkmal ist dort abgelegt, ob es bei der Merkmalsauswahl angeboten werden soll. Bei Berichten der Ergebnisrechnung wird in einer zusätzlichen Spalte für jedes Merkmal angezeigt, ob es sich um ein artikelbezogenes, kundenbezogenes oder sonstiges Merkmal handelt. Die angezeigte Merkmalsart richtet sich nach den Einstellungen der Tabellen, auf die der Bericht zugreift. Es kann dort auch festgelegt sein, daß ein Merkmal ausgewählt werden muß. In diesem Fall wird diese Auswahl in der Berichtsdefinition nur angezeigt. Sie kann also nicht verändert werden. Falls eine Kennzahl ausgewählt wurde, deren Währung von einem bestimmten Merkmal abhängig ist, so wird dieses Merkmal automatisch den von Ihnen ausgewählten Merkmalen hinzugefügt. Haben Sie beispielsweise die Kennzahl "Umsatz in Buchungskreiswährung" ausgewählt, so ist "Buchungskreis" das währungstragende Merkmal. Das währungsbestimmende Merkmal wird zur Pflichteingabe und muß auf einen eindeutigen Wert eingeschränkt werden. Die Merkmale können in Merkmalsgruppen angeboten werden. Die Zusammenstellung dieser Gruppen wird ebenfalls im Customizing durchgeführt. Falls kein Eingabefeld für Merkmalsgruppen angeboten wird, ist im Customizing noch keine Merkmalsgruppe definiert worden. Über die Funktion Hierarchieauswahl [Seite 161] können Sie pro Merkmal, für das Hierarchien angelegt sind, eine der möglichen Hierarchievarianten auswählen. Über die Funktion Merkmale sortieren [Seite 166] bestimmen Sie die Reihenfolge der Merkmale im Navigationsblock der Berichtsliste des ausgeführten Berichts. Die Reihenfolge der Merkmale ist entscheidend für den Standardaufriß.

Es ist zu beachten, daß die Menge der Merkmale, die bei der Merkmalsauswahl angeboten wird, durch die Selektionsbedingungen, die im Formular angelegt wurden, eingeschränkt wird. Wenn Sie im Formular ein Merkmal bereits eindeutig spezifiziert haben, wird dieses bei der Merkmalsauswahl nicht mehr angeboten. Wenn Sie ein Merkmal ausgewählt haben, werden alle Werte dieses Merkmals im Bericht berücksichtigt. Um die Wertemenge eines Merkmals für die Ausgabe im Bericht einzuschränken, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Weitere Informationen finden Sie unter Merkmale einschränken [Seite 28].

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Merkmale einschränken

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Merkmale einschränken

Verwendung

Auf der Registerkarte Merkmale können Sie für jedes ausgewählte Aufrißmerkmal die Merkmalswerte einschränken, die im Bericht berücksichtigt werden sollen. Je nach Berichtsdefinition und in Abhängigkeit vom gewählten Merkmal gibt es verschiedene Möglichkeiten: Sie machen keine Eingabe, sie legen das Merkmal auf einen Merkmalswert oder einen Hierarchieknoten fest, sie verwenden eine Variable für Merkmalswerte oder Sie folgen einer Systemaufforderung, ein Merkmal auf einen eindeutigen Wert festlegen.

Merkmale, die bereits auf der Registerkarte Variablen ausgewählt wurden, können auf der Registerkarte Merkmale nicht weiter eingeschränkt werden. Die entsprechenden Eingabefelder sind in diesem Fall deaktiviert. Weitere Informationen finden Sie unter Variablen eingeben [Seite 59]. · Sie machen keine Eingabe. Wenn Sie keine der nachfolgend beschriebenen Einschränkungen machen, werden beim Ausführen des Berichts alle Merkmalswerte selektiert. Z.B. erhalten Sie zum Merkmal "Branche" alle Branchen. Ansonsten wird nur der Merkmalswert gelesen, den Sie eingegeben haben, z.B. zum Merkmal "Branche" nur "Elektro".

Eine gezielte Auswahl an Merkmalen ist meist zu empfehlen, da die Menge der selektierten Daten dadurch deutlich verringert wird. Sie erreichen hierdurch bessere Antwortzeiten. · Sie legen das Merkmal auf einen Merkmalswert fest. Wenn Sie z.B. beim Merkmal Sparte nur am Wert Elektro interessiert sind, können Sie den Bericht darauf beschränken. Das Merkmal und der Merkmalswert stehen dann auf der Berichtsliste über dem Navigationsblock und sind festgelegt, d.h. das Merkmal steht als Aufrißmerkmal nicht zur Verfügung. · Sie legen das Merkmal auf einen Hierarchieknoten fest. Bei Merkmalen, für die Hierarchien definiert sind, haben Sie die Möglichkeit, das Merkmal auf einen Hierarchieknoten festzulegen. Dadurch können Sie über einen spezifischen Teil einer Merkmalshierarchie berichten. Sie tun dies über die Funktion Hierarchieknoten [Seite 31]. Ist z.B. für das Merkmal `Kunde' eine Hierarchie definiert, könnten Sie beispielsweise den Hierarchieknoten `Einzelhandel' auswählen und würden alle Kunden erhalten, die diesem Hierarchieknoten zugeordnet sind. Weitere Informationen über Hierarchieknoten finden Sie unter Eingabe und Verwendung von Hierarchieknoten [Seite 65]. · Sie verwenden eine Variable für Merkmalswerte. Es ist auch möglich, statt eines konkreten Wertes eine Variable für Merkmalswerte anzugeben. Durch die Verwendung einer Variablen erreichen Sie, daß der Merkmalswert erst beim Ausführen des Berichts angegeben werden muß. Als Variable sind zum einen globale Variablen [Seite 55] erlaubt, die vom System bzw. über einen User-Exit versorgt werden. Für Variablen dieses Typs können Sie zusätzlich einfache mathematische

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Merkmale einschränken

Operationen definieren: Zum Beispiel können Sie für die Periode eine globale Variable verwenden, die den aktuellen Monat liefert und von diesem Wert 1 subtrahieren, um die Werte des Vormonats zu erhalten. Zweitens können Sie auch solche Variablen verwenden (lokale bzw. globale), die durch eine Benutzereingabe zu füllen sind. Diese Variablen werden auf der Registerkarte Variablen bzw. beim Ausführen des Berichts in einem Dialogfenster zur manuellen Eingabe angeboten. Um Variablen einzugeben, wählen Sie Bearbeiten ® Variable an/aus oder die Drucktaste Variable an/aus. Zu dieser Funktion siehe auch: Variable an/aus [Extern]. Weitere Informationen zu Variablen für Merkmalswerte finden Sie unter Variablen für Merkmalswerte [Seite 49].

Beachten Sie den Unterschied zwischen dem Bild Variableneingabe und Merkmalsauswahl einschränken: Eine Selektionsbedingung, die unter Merkmalsauswahl einschränken eingegeben wurde, bezieht sich grundsätzlich auf alle Spalten und wird daher im Kopf der Liste angezeigt. Festlegungen, die unter Variableneingabe getroffen wurden, beziehen sich nur auf diejenige Zeile oder Spalte, in der die entsprechende Variable verwendet wurde. Wurde z.B. für Spalte 1 die Kundengruppe Einzelhandel in der Variableneingabe festgelegt, so können in Spalte 2 durchaus die Kundengruppe Großhandel und in Spalte 3 alle Kundengruppen betrachtet werden. · Das System fordert Sie auf, ein Merkmal auf einen eindeutigen Wert festzulegen. Im Feldkatalog (Customizing) kann festgelegt sein, daß ein Merkmal eingeschränkt werden muß. Wenn Sie ein Merkmal auf der Liste finden, das eingeschränkt werden muß, kann dies auch daran liegen, daß es sich um ein währungstragendes Merkmal handelt. Falls Sie eine Kennzahl ausgewählt haben, deren Währung von einem bestimmten Merkmal abhängig ist, wird dieses Merkmal automatisch vom System dem Bericht hinzugefügt und muß hier mit einem eindeutigen Wert oder einer Pflichtvariable versehen werden. Haben Sie beispielsweise die Kennzahl `Umsatz in Buchungskreiswährung' ausgewählt, so ist `Buchungskreis' das währungstragende Merkmal. Es muß immer dann ausgewählt und spezifiziert sein, wenn die zugehörige Kennzahl ausgewählt ist.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Hierarchieauswahl

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Hierarchieauswahl

Diese Funktion ist nur aktiv, wenn Hierarchien zu Merkmalen existieren. Die Funktion ermöglicht die Auswahl einer Hierarchie und die Navigation darin, um ein Merkmal auf der Berichtsliste hierarchisch darzustellen. Wenn die Funktion ausgeführt wird, erscheint ein Dialogfenster, in dem alle Merkmale des Berichts aufgeführt sind, für die eine Hierarchie existiert. Für jedes der aufgeführten Merkmale wählen Sie entweder eine der verfügbaren Hierarchievarianten, oder Sie legen fest, eine Hierarchievariante erst `beim Ausführen' anzugeben oder `keine Hierarchie' zu verwenden. Auf der Berichtsliste wird dann zum ausgewählten Merkmal die gesamte Hierarchie angezeigt. Dies kann durch Expandier- und Komprimierfunktionen verändert werden. Sie können auch jederzeit die hierarchische Darstellung ändern (siehe Hierarchiedarstellung [Seite 162]) oder ausschalten und auf die normale Aufrißliste umschalten, indem Sie bei Hierarchieauswahl `keine Hierarchie' auswählen. Um über einen ausgewählten Teil einer Hierarchie zu berichten, steht die Funktion Hierarchieknoten [Seite 31] zur Verfügung. Für eine ausführliche Dokumentation über Hierarchien siehe folgende Abschnitte: Überblick: Merkmalshierarchien [Seite 62] Hierarchiedarstellung [Seite 68] Bearbeitungsfunktionen für Hierarchien [Seite 71]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Hierarchieknoten

Hierarchieknoten

Mit dieser Funktion haben Sie die Möglichkeit, flexibel über ausgewählte Teile von Hierarchien, sogenannte Hierarchieknoten, zu berichten. Um über einen Hierarchieknoten zu berichten, müssen Sie im Rahmen der Formular- bzw. Berichtsdefinition auf dem Bild Merkmale einschränken anstatt eines Merkmalswerts einen Hierarchieknoten zum Merkmal auswählen. visualisiert. Dies wird durch das Symbol Das Merkmal wird dann im Bericht so behandelt, daß nur die Werte der Merkmale, die diesem Hierarchieknoten zugeordnet sind, angezeigt werden. Sie können z.B. speziell über alle Kostenarten berichten, die der Kostenartgruppe "Lohnkosten" zugeordnet sind. Über die Funktion Hierarchieauswahl [Seite 161] können Sie die gesamte Hierarchie eines Merkmals (gegebenenfalls in verschiedenen Varianten) anzeigen. Für eine ausführliche Dokumentation über Hierarchien siehe folgende Abschnitte: Überblick: Merkmalshierarchien [Seite 62] Eingabe und Verwendung von Hierarchieknoten [Seite 65] Hier wählen Sie entweder eine der möglichen Hierarchievarianten, die Möglichkeit, eine Hierarchievariante erst `beim Ausführen' anzugeben oder `keine Hierarchie'.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Variablen eingeben

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Variablen eingeben

Auf der Registerkarte Variablen können Sie Variablen manuell ersetzen. Hier werden nur diejenigen Variablen angeboten, die mit `Ersetzung durch manuelle Eingabe' definiert sind. Andere Variablen werden automatisch ersetzt und erscheinen hier nicht.

Merkmale, die auf der Registerkarte Variablen ausgewählt werden, können auf der Registerkarte Merkmale nicht weiter eingeschränkt werden. Die entsprechenden Eingabefelder sind in diesem Fall deaktiviert. Weitere Informationen finden Sie unter Merkmale einschränken [Seite 28]. Die Möglichkeiten für die Variableneingabe sind je nach Berichtsart unterschiedlich: · Bei einem Ad-hoc-Bericht gibt es kein vom Benutzer definiertes Formular. In diesem Fall werden ­ je nach Anwendung ­ bestimmte Variablen standardmäßig angeboten (z.B. Geschäftsjahr, Periode, Wertetyp). Beim Bericht mit Formular werden diejenigen Felder angeboten, die im zugrundeliegenden Formular als Variablen abgelegt wurden. Diese erscheinen in der Reihenfolge, die im Formular unter Zusätze ® Variablen ® Sortieren festgelegt wurde. Wurde im Formular beispielsweise das Feld Kundengruppe mit einer Variablen versehen, so ist auf dieser Registerkarte zu definieren, für welche Kundengruppe der Bericht angelegt werden soll. Nach dieser Eingabe wird im Bericht überall, wo der Parameter verwendet wurde, die entsprechende Ersetzung durchgeführt. Wenn im Formular keine Variablen verwendet wurden oder nur solche, die automatisch gefüllt werden, so wird diese Registerkarte gar nicht angezeigt.

·

Eingabebereitschaft

Sie können die gewählten Variablen entweder sofort oder erst beim Ausführen des Berichts spezifizieren. Wenn Sie eine Variable erst beim Ausführen des Berichts spezifizieren möchten, dann muß diese Variable eingabebereit sein. Sie können für jede Variable einstellen, daß Sie beim Ausführen des Berichts eingabebereit sein soll, indem Sie Eingabe beim Ausführen auswählen. Wenn mindestens eine Variable als eingabebereit gekennzeichnet wurde, wird beim Ausführen zunächst ein Dialogfenster angeboten. Die Vorschlagswerte, die in der Berichtsdefinition festgelegt wurden, können gegebenenfalls geändert werden. Falls das Feld Eingabe beim Ausführen für keine Variable ausgewählt ist, wird der Bericht sofort mit den bei der Berichtsdefinition spezifizierten Werten ausgeführt.

Bei der Variableneingabe werden auch alle diejenigen Variablen ersetzt, die bei der Berichtsdefinition auf der Registerkarte Merkmale mit der Funktion Variable an/aus [Extern] gesetzt wurden. Bei diesen Variablen ist grundsätzlich Eingabe beim Ausführen ausgewählt und kann nicht geändert werden. Bei den anderen Variablen können Sie dagegen wählen, ob sie auch beim Ausführen noch eingabebereit sein sollen.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Variablen eingeben

Variablen sortieren

Die Reihenfolge der Variablen kann über die Drucktaste Variablen sortieren verändert werden. Beim Ausführen des Berichts erscheinen im Dialogfenster Variable eingeben die Variablen in der von Ihnen festgelegten Reihenfolge. Siehe auch: Merkmale auswählen [Seite 27] Überblick: Variablen [Seite 47] Variable pflegen [Seite 61] Globale Variable definieren [Seite 55]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Ausgabeart

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Ausgabeart

Verwendung

In diesem Bereich der Berichtsdefinition können Sie bestimmen, wie der Bericht dargestellt werden soll. Die Ausgabeart, die Sie im Rahmen der Berichtsdefinition wählen, dient dabei lediglich als Voreinstellung. Wenn Sie den Bericht ausführen, ist die von Ihnen vorgegebene Ausgabeart bereits ausgewählt. Sie können aber von dieser Voreinstellung abweichen und eine andere Ausgabeart für die Berichtsausführung wählen. Die folgende Aufstellung soll Ihnen helfen, die für Ihre Zwecke am besten geeignete Berichtsart zu finden: · grafische Berichtsausgabe Sie verwenden die grafische Berichtsausgabe, wenn Sie die Berichtsdaten besonders ansprechend am Bildschirm präsentieren wollen, oder wenn Sie gleichzeitig mehrere Sichten auf die Berichtsdaten benötigen (z.B. Aufriß- und Detailliste). · klassischer Recherchebericht Sie verwenden klassische Rechercheberichte, wenn Sie hohe Performance benötigen (z.B. bei Berichten, die ein großes Datenvolumen auswerten), oder wenn die Berichtsdaten ausgedruckt werden sollen. · Objektliste Sie verwenden Objektlisten, wenn Sie für jede Berichtszeile die entsprechenden Merkmalswerte ausgewiesen haben wollen. Die Ausgabe von Objektlisten ist die einzige Möglichkeit, gleichzeitig mehrere Merkmale in der Führungsspalte anzuzeigen, wobei die Wertkombinationen der Berichtsmerkmale ausmultipliziert werden. Aus diesem Grund sind Objektlisten oft erheblich umfangreicher als klassische oder grafische Berichte über denselben Datenbestand. · Berichtsausgabe an XXL Sie verwenden die Berichtsausgabe an XXL (Extended Export of Lists), wenn Sie die Berichtsdaten mit Hilfe einer Tabellenkalkulation weiterbearbeiten wollen, oder wenn Sie auf die Daten auch dann zugreifen wollen, wenn Sie gerade keinen Zugriff auf ein R/3System haben.

Integration

Die Einstellung der Ausgabeart bestimmt, welche Art der Darstellung bei der Berichtsausführung voreingestellt ist.

Voraussetzungen

Im Falle der grafischen Berichtsausgabe ist es in der Regel erforderlich, zuerst eine geeignete HTML-Vorlage zu definieren und mit Hilfe des Business Document Navigator im SAP-System abzulegen. Sie erreichen den Business Document Navigator über den Menüpunkt Umfeld ® HTML-Vorlagen. Nähere Informationen über den Business Document Navigator erhalten Sie in der Hilfe zu SAP ArchiveLink [Extern]. Alternativ können Sie jedoch auch die mitgelieferte SAPStandardvorlage verwenden oder abändern.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Ausgabeart

Funktionsumfang

Sie können für die grafische Berichtsausgabe die gewünschten Ausgabebereiche festlegen und bestimmen, welche HTML-Vorlage für den Berichtskopf (Infobereich) verwendet werden soll. Hier können Sie beispielsweise Ihr Firmenlogo in den Bericht einbinden. Außerdem erscheinen dort Kopf- und Fußzeilen, falls diese definiert wurden und die HTML-Vorlage entsprechend vorbereitet ist. Die folgende Grafik zeigt ein Beispiel für eine grafische Berichtsausgabe aus dem Bereich Ergebnisrechnung:

Infobereich

Navigationsbereich

Aufrißbereich

Grafik- und/oder Detailbereich

Für klassische Rechercheberichte können Sie einstellen, welche Listenart als Grundliste verwendet werden soll, ob Kopf- und Fußzeilen gedruckt werden sollen und was darin enthalten sein soll. Für besondere Zwecke können Sie die Ausgabe von Objektlisten mit Hilfe des ABAP List Viewers vorsehen. Damit haben Sie die Möglichkeit, Berichte zu erzeugen, die mehrere Merkmalswerte in der Führungsspalte enthalten. Außerdem können Sie die zusätzlichen Möglichkeiten des ABAP List Viewer nutzen: flexible Filter- und Sortieroptionen, Definition von Anzeigevarianten usw. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Dokumentation zum ABAP List Viewer [Extern]. Schließlich können Sie einstellen, daß der Bericht mit Hilfe des Listenexportwerkzeugs XXL direkt an ein Tabellenkalkulationsprogramm übergeben wird, ohne daß die Berichtsliste von R/3 aufgebaut wird. Weitere Informationen finden Sie unter Ausgabeart einstellen [Seite 36].

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Ausgabeart einstellen

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Ausgabeart einstellen

Verwendung

In diesem Teil der Berichtsdefinition können Sie bestimmen, wie der Bericht dargestellt werden soll. Die Ausgabeart, die Sie im Rahmen der Berichtsdefinition wählen, dient dabei lediglich als Voreinstellung. Wenn Sie den Bericht ausführen, ist die von Ihnen vorgegebene Ausgabeart bereits ausgewählt. Sie können aber von dieser Voreinstellung abweichen und eine andere Ausgabeart für die Berichtsausführung wählen.

Voraussetzungen

Für die Ausgabeart "grafische Berichtsausgabe" muß auf dem Präsentationsserver ein aktuelles SAP-GUI der Version 4.6 (oder höher) installiert sein. Für die Ausgabeart "XXL" muß auf dem Präsentationsserver eines der von XXL unterstützten Tabellenkalkulationsprogramme installiert sein.

Vorgehensweise

· grafische Berichtsausgabe 1. Wählen Sie aus der Liste der verfügbaren Kombinationen von Ausgabebereichen die gewünschte aus. 2. Wenn Sie eine Kombination gewählt haben, die einen Infobereich enthält, wählen Sie zusätzlich die HTML-Vorlage aus, die im Berichtskopf angezeigt werden soll.

Es werden nur solche HTML-Vorlagen angezeigt, die mit Hilfe des Business Document Navigator im SAP-System abgelegt sind. In jedem Fall können Sie die von SAP ausgelieferte Standardvorlage verwenden oder auch modifizieren. Wie Sie vorgehen, um eine HTML-Vorlage zu erstellen und im SAP-System abzulegen, erfahren Sie im Abschnitt HTML-Vorlagen definieren [Seite 38]. · klassischer Recherchebericht 1. Stellen Sie die Listenart ein, die als Grundliste erscheinen soll, wenn der Bericht ausgeführt wird. Diese Einstellung bestimmt zugleich die Listenart des Berichts, wenn der Bericht in der Hintergrundverarbeitung ausgeführt wird. 2. Wählen Sie im Gruppenrahmen Layout, ob der Bericht Kopf- und Fußzeilen enthalten soll. Wählen Sie gegebenenfalls Pflegen, um den Text zu bearbeiten, der in Kopf- und Fußzeile angezeigt werden soll. 3. Wechseln Sie auf die Registerkarte Optionen und machen Sie im Gruppenrahmen Drucklayout weitere Einstellungen, um das Druckbild des Berichts zu beeinflussen. · Objektliste Es sind keine weiteren Angaben erforderlich. Beachten Sie bitte, daß die DatenimportOption Nachlesen bei jedem Navigationsschritt für Berichte dieser Art nicht geeignet ist. · XXL

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Ausgabeart einstellen

Es sind keine weiteren Angaben erforderlich. Beachten Sie bitte, daß die DatenimportOption Nachlesen bei jedem Navigationsschritt für Berichte dieser Art nicht geeignet ist.

Die Ausgabeart XXL unterscheidet sich von allen übrigen dadurch, daß die Berichtsliste nicht von R/3 aufbereitet und angezeigt wird, sondern direkt an ein auf dem Präsentationsserver verfügbares Tabellenkalkulationsprogramm übergeben wird.

Ergebnis

Nachdem Sie die Ausgabeart eingestellt haben, müssen Sie Ihre Eingaben speichern. Anschließend können Sie den Bericht mit den geänderten Einstellungen ausführen.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) HTML-Vorlagen definieren

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HTML-Vorlagen definieren

Verwendung

Sie definieren HTML-Vorlagen, um Inhalt und Gestaltung des Infobereichs für die Ausgabeart "grafische Berichtsausgabe" festzulegen. Der Infobereich wird als Berichtskopf oberhalb der Berichtsliste angezeigt und kann den Namen des Berichts, Grafiken (z.B. Ihr Firmenlogo) und andere Angaben enthalten.

Auf die Definition eigener HTML-Vorlagen können Sie verzichten, wenn Sie die im Standard ausgelieferte HTML-Vorlage verwenden wollen, oder wenn Sie sich entscheiden, nur diejenigen Kombinationen von Ausgabebereichen zu verwenden, die keinen Infobereich enthalten.

Voraussetzungen

Um die von Ihnen definierten HTML-Vorlagen für die Berichtsdefinition verfügbar zu machen, müssen Sie die Vorlagen mit Hilfe des Business Document Navigator im SAP-System ablegen. Nähere Informationen über den Business Document Navigator erhalten Sie in der Hilfe zu SAP ArchiveLink [Extern].

Vorgehensweise

1. Erstellen Sie mit Hilfe eines externen HTML-Editors oder durch direkte HTMLProgrammierung eine Datei im HTML-Format, die Sie als Vorlage für die Berichtsdefinition verwenden wollen. 2. Wählen Sie in der Berichtsdefinition von SAP R/3 Umfeld ® HTML-Vorlagen pflegen. Sie gelangen zum Einstiegsbild des Business Document Navigator. 3. Führen Sie im Business Document Navigator auf der Registerkarte Anlegen einen Doppelklick auf die Dokumentart HTML-Template aus. Es öffnet sich ein Dateiauswahldialog. 4. Geben Sie im Dateiauswahldialog den voll qualifizierten Namen der HTML-Datei an, die Sie als Vorlage in das SAP-System übernehmen wollen, und schließen Sie den Dialog mit OK. 5. Geben Sie einen beschreibenden Text für die HTML-Vorlage an und wählen Sie die zutreffende Sprache aus. Außerdem empfiehlt es sich, Schlagworte für die Vorlage anzulegen, mit deren Hilfe das Dokument später auch innerhalb einer großen Zahl von Dokumenten leicht identifiziert werden kann. Bestätigen Sie Ihre Eingaben. Der Name der HTML-Vorlage erscheint in der Liste der verfügbaren HTML-Vorlagen. 6. Wählen Sie Springen ® Zurück, um den Business Document Navigator zu verlassen und zur Berichtsdefinition zurückzukehren.

Ergebnis

Auf der Registerkarte Ausgabeart der Berichtsdefinition wird die neu angelegte HTML-Vorlage im Listenfeld HTML-Vorlage angeboten und kann für den Infobereich eines grafischen Berichts verwendet werden.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) HTML-Vorlagen definieren

Siehe auch: HTML-Vorlage erstellen [Seite 40]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) HTML-Vorlage erstellen

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HTML-Vorlage erstellen

Verwendung

Sie legen außerhalb des SAP-Systems eine Datei im HTML-Format an, um sie anschließend mit Hilfe des Business Document Navigators als HTML-Vorlage in das SAP-System zu übernehmen und im Berichtskopf grafischer Rechercheberichte anzuzeigen.

Voraussetzungen

Sie verfügen über einen externen HTML-Editor, oder Sie besitzen hinreichende HTMLKenntnisse, um eine HTML-Datei auch ohne einen HTML-Editor durch direkte Programmierung aufbauen zu können.

Vorgehensweise

1. Legen Sie im Dateisystem Ihres PC oder auf einem Serververzeichnis eine Datei im HTMLFormat an. 2. Bearbeiten Sie die Datei entsprechend Ihren Vorstellungen: Erstellen Sie Text, fügen Sie Grafiken ein usw. Beachten Sie bei der Gestaltung der Seite, daß die HTML-Vorlage im horizontalen Infobereich des Berichtsbildes dargestellt wird, so daß nur eine begrenzte Anzahl von Elementen gleichzeitig sichtbar ist. Wenn Sie viele Informationen auf der Seite plazieren, sind diese nur sichtbar, wenn der Benutzer im Infobereich auf- und abblättert. 3. Sie können im HTML-Code bei Bedarf spezielle Elemente einfügen, die beim Ausführen eines Rechercheberichts vom System als Variablen interpretiert und durch Werte ersetzt werden. Folgende Informationen können ausgegeben werden: Kopf- und Fußzeile, Berichtskommentar und Selektionsdatum, allgemeine Selektionen. Was Sie tun müssen, um diese Informationen in eine HTML-Vorlage einzubinden, erfahren Sie unter HTML-Vorlage erstellen: Spezielle Informationen [Seite 41]. 4. Speichern Sie die Datei.

Ergebnis

Sie können die von Ihnen erstellte HTML-Datei als HTML-Vorlage in das SAP-System einbinden und in der Berichtsdefinition Berichten zuordnen. Siehe auch: HTML-Vorlagen definieren [Seite 38]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) HTML-Vorlage erstellen: Spezielle Informationen

HTML-Vorlage erstellen: Spezielle Informationen

Verwendung

Sie fügen spezielle Elemente in eine HTML-Vorlage ein, um beim Ausführen eines Berichts dynamisch weitere Informationen über den Bericht ausgeben zu lassen.

Voraussetzungen

Sie verfügen über einen externen HTML-Editor, oder Sie besitzen hinreichende HTMLKenntnisse, um eine HTML-Datei auch ohne einen HTML-Editor durch direkte Programmierung aufbauen zu können.

Vorgehensweise

1. Öffnen Sie den Quellcode der HTML-Datei mit einem Editor zur Bearbeitung. 2. Fügen Sie an den gewünschten Stellen der HTML-Datei HTML-Kommentar-Tags ein, die bei der Ausführung eines Berichts vom System wie Variablen behandelt und durch entsprechende Werte ersetzt werden. Kommentar-Tags müssen immer am Zeilenanfang einer HTML-Datei stehen, um bei der Berichtsausführung korrekt erkannt zu werden. Das System kann folgende Kommentare interpretieren: Gültige Kommentararten: Kommentar <!%001> <!%002> <!%003> <!%004> Bedeutung Kopfzeile des Berichts Kommentartext zum Bericht und Selektionsdatum der angezeigten Daten Werte der allgemeinen Berichtsselektionen (z.B. Geschäftsjahr, Kostenrechnungskreis etc.) Fußzeile des Berichts

Beachten Sie, daß das System die Kommentare in derselben Reihenfolge durch Werte ersetzt, wie sie im HTML-Code eingetragen sind. Wenn Sie z.B. zuerst die allgemeinen Berichtsselektionen und danach den Kommentartext des Berichts ausgeben wollen, können Sie dies erreichen, indem Sie zuerst den Kommentar <!%003> eintragen und danach Kommentar <!%002>. Aus demselben Grund ist es im allgemeinen sinnvoll, den Kommentar <!%001> vor Kommentar <!%002> einzusetzen. 3. Speichern Sie die HTML-Datei.

Ergebnis

Nachdem Sie die HTML-Datei als HTML-Vorlage in das SAP-System eingebunden und einem Bericht zugeordnet haben, werden die in der Vorlage enthaltenen Kommentare beim Ausführen des Berichts durch aktuelle Werte ersetzt. Der Code der HTML-Datei könnte jetzt etwa so aussehen:

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Allgemeines Recherchebuch (CA) HTML-Vorlage erstellen: Spezielle Informationen <HTML> <HEAD>

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<META HTTP-EQUIV="Content-Type" CONTENT="text/html; charset=iso8859-1"> <META NAME="Author" CONTENT="SAP AG"> <META NAME="GENERATOR" CONTENT="Mozilla/4.05 [en] (WinNT; I) [Netscape]"> <TITLE>Demo HTML-Vorlage</TITLE> </HEAD> <A NAME="top"></A><IMG SRC="enjoy_small.gif" FACE="Tahoma" SIZE=+1> <BR> <HR> <FONT SIZE=-2> <A HREF="#top">Go to top of page</A></FONT> <hr> <!%001> <hr> <!%002> <hr> <!%003> <hr> <!%004> </HTML> ALIGN=TEXTTOP> <FONT

</FONT><FONT SIZE=+2>New Reporting Style</FONT></FONT> 

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Berichtszuordnung

Berichtszuordnung

Verwendung

Mit dieser Funktion können Sie Ihrem Bericht weitere Berichte zuordnen, die Sie später über die Bericht-Bericht-Schnittstelle aufrufen können.

Voraussetzungen

Es müssen weitere Berichte verfügbar sein, die Sie als Empfängerbericht zuordnen können. In der Regel sollte der Empfängerbericht Variablen [Seite 47] enthalten, die mit Informationen vom Senderbericht gefüllt werden sollen. Das Vorhandensein von derartigen Variablen ist aber nicht zwingend erforderlich.

Vorgehensweise

1. Definieren Sie den Senderbericht. 2. Ordnen Sie Ihrem Bericht einen Empfängerbericht zu. Wählen Sie dazu in der Berichtsdefinition Zusätze ® Berichts-Zuordnung bzw. die Funktion Bericht teilen. Sie finden diese Funktion auch auf der Registerkarte Optionen. 3. Wiederholen Sie die Zuordnung für alle Empfängerberichte, die vom aktuellen Bericht aus erreichbar sein sollen. 4. Speichern Sie die Änderungen.

Ergebnis

Auf der Berichtsliste des ausgeführten Senderberichts können Sie über die Funktion Bericht aufrufen [Extern] oder über das entsprechende Symbol einen Empfängerbericht aufrufen. Siehe auch: Für eine ausführliche Dokumentation zur Bericht-Bericht-Schnittstelle siehe den Abschnitt Überblick: Bericht-Bericht-Schnittstelle [Seite 78]. Weitere Informationen zur Navigation zwischen Berichten auf der Berichtsliste finden Sie im Abschnitt Bericht-Bericht-Schnittstelle [Seite 163].

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Nachlesen

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Nachlesen

Bei der Berichtsdefinition können Sie festlegen, ob die Daten beim Ausführen des Berichts vollständig gelesen werden sollen, oder ob die Berichtsdaten bei jedem Navigationsschritt nachgelesen werden. · Daten vollständig lesen Beim Ausführen des Berichts werden zuerst die Berichtsdaten in der von der Berichtsdefinition festgelegten Detaillierung in den Hauptspeicher geladen. Anschließend wird der Bericht angezeigt. Gegenüber der Option "Nachlesen bei jedem Navigationsschritt" hat diese Einstellung den Vorteil, daß hiermit keinerlei Einschränkungen bei anderen Berichtsfunktionen verbunden sind. Allerdings kann es bei großen Datenmengen zu Performanceproblemen kommen. Nachlesen bei jedem Navigationsschritt Nicht alle Berichtsdaten werden direkt beim Ausführen geladen. Stattdessen werden zunächst nur die Daten für die Grundliste geladen und dann bei jedem weiteren Navigationsschritt diejenigen Daten, die auf dem Bildschirm angezeigt werden. Diese Option führt (besonders bei großen Datenmengen) zu schnelleren Antwortzeiten, erlaubt aber keine Funktionen, die die gesamten Berichtsdaten benötigen (wie z.B. Bericht an XXL übergeben, Bericht drucken).

·

Sie können diese Einstellung an folgenden Stellen vornehmen: · · Nehmen Sie auf der Registerkarte Optionen in der Gruppe Datenimport die gewünschte Einstellung vor. Wählen Sie im Dialogfenster beim erstmaligen Sichern der Berichtsdefinition (nach dem Anlegen eines neuen Berichts) die gewünschte Option.

Siehe auch: Bericht an XXL übergeben [Seite 269] Drucken aus dem SAP-System [Seite 223]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Einstellungen

Einstellungen

Beim Anlegen eines Berichts können Sie bestimmte Informationen zum Bericht erfassen wie zum Beispiel Kopf- und Fußzeilen. Sie können auch Einstellungen zum Bericht vornehmen, z.B. welche Liste die Grundliste des Berichts ist und ob Kopf- und Fußzeilen online standardmäßig ein- oder ausgeblendet werden sollen. Außerdem können Sie Einstellungen für das Drucklayout der Aufriß- und Detailliste vornehmen. Siehe hierzu folgende Abschnitte: Kopfzeilen pflegen [Seite 254] Fußzeilen pflegen [Seite 253] Grundliste [Seite 144] Summenzeilen [Seite 202] Massendruck Einstellungen [Seite 256]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Zahlenformat

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Zahlenformat

Unter Zahlenformat versteht man die Kombination aus der Anzahl der Nachkommastellen und der Skalierung, mit der eine Zahl dargestellt wird.

Die Zahl eine Million, dargestellt mit einer Nachkommastelle und Skalierung 1000, liest sich als 1000,0. Die Einstellung des Zahlenformats für die einzelnen Zeilen, Spalten und Zellen eines Berichts kann auf verschiedenen Ebenen vorgenommen werden. Damit sind z.B. folgende Einstellungen möglich: · · Grobeinstellungen, die alle Berichte betreffen sollen, können Sie auf der Ebene des Rechenschemas bzw. Feldkatalogs treffen (z.B. Umsatz immer in Millionen) Einstellungen, die alle Berichte mit einem bestimmten Formular betreffen, können Sie auf der Ebene des Formulars festlegen (z.B. dritte Spalte des Formulars immer ohne Nachkommastellen) Einstellungen, die nur einen bestimmten Bericht betreffen sollen, können Sie auf der Berichtsliste selbst festlegen.

·

Bei den Einstellungen, die auf den verschiedenen Ebenen gemacht werden, ist zu beachten, daß Detail- und Aufrißliste bezüglich der Einstellung des Zahlenformats separat eingestellt werden. Dabei muß der Zusammenhang zwischen Spaltengruppen und Einzelspalten der Aufrißliste sowie Zeilen, Spalten und Zellen der Detailliste beachtet werden. Für ein zweikoordinatiges Formular besteht folgender Zusammenhang: Einzelspalte (Aufrißliste) « Zelle (Detailliste) Spaltengruppe (Aufrißliste) « Zeile oder Spalte (Detailliste) Das Konzept, wie miteinander konkurrierende Einstellungsinformationen behandelt werden, folgt dem Prinzip, daß die zeitlich zuletzt gemachte Einstellung gilt.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Variablen

Variablen

Definition

Variablen dienen zur flexibleren Einstellung von Formularen bzw. von Berichten. Variablen sind Parameter eines Berichts, die Sie erst beim Definieren oder beim Ausführen des Berichts festlegen müssen und die auf unterschiedliche Art ersetzt werden können. Je nachdem wie häufig eine Variable verwendet wird, kann man globale und lokale Variablen anlegen.

Globale Variablen

Werden Variablen öfter verwendet, sollten sie global definiert werden. Damit können Variablen in allen Formularen und Berichten verwendet werden. Die Pflege der Variablen erfolgt typgerecht, d.h. je nach Variablentyp können die erforderlichen Eingaben unterschiedlich sein. Bedenken Sie, daß von der Änderung einer globalen Variablen alle Berichte und Formulare betroffen sind, die diese Variable verwenden.

Die Definition von globalen Variablen [Seite 55] erfolgt für die meisten Anwendungen im Customizing über den Zweig Informationssystem der jeweiligen Anwendung. Ein Sonderfall ist die Komponente EC-EIS, wo Sie die Definition globaler Variablen im Anwendungsmenü unter Informationssystem ® Variablen ® Variablen definieren erreichen.

Lokale Variablen

Wollen Sie eine Variable anlegen, die nur in einem speziellen Formular bzw. Bericht verwendet wird, legen Sie eine lokale Variable an. Diese ist nur innerhalb des Formulars bzw. Berichts bekannt. Wird eine lokale Variable in einem Formular definiert, gilt diese in jedem Bericht, der das Formular verwendet. Eine lokale Variable, die im Bericht selbst definiert wurde, gilt nur in genau diesem Bericht. Die Pflege von lokalen Variablen erfolgt typgerecht, d.h. je nach Variablentyp sind andere Eingaben zu machen. Lesen Sie bitte zu den einzelnen Eingabefeldern die entsprechende Online-Hilfe (F1-Hilfe).

Die Pflege von lokalen Variablen erfolgt in Ihrer Anwendung entweder im Formular oder im Bericht selbst.

Variablentypen

Man unterscheidet derzeit folgende Variablentypen: · · · · Variablen für Merkmalswerte [Seite 49] Variablen für Hierarchien und Hierarchieknoten [Seite 51] Variablen für Texte [Seite 52] Variablen für Formeln [Seite 54]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Variablen

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Ersetzungsarten

Bei der Definition von Variablen müssen Sie u.a. eine Ersetzungsart angeben. Die Ersetzungsart gibt an, wie eine Variable durch einen Wert ersetzt wird. Dies kann entweder automatisch oder durch eine Eingabe erfolgen. Folgende Ersetzungsarten stehen zur Verfügung: · · · · · automatische Ersetzung (nur möglich bei Variablen für Texte und Formeln) Ersetzung durch manuelle Eingabe (beim Ausführen eines Berichts) Ersetzung durch Customer-Exit (weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt Customer-Exit: globale Variablen [Seite 56]) Ersetzung durch SAP-Exit Ersetzung durch Festwert (aus der Tabelle TKESV)

Sowohl Ersetzungsarten als auch weitere Eingabefelder, die im Zusammenhang mit der Definition von Variablen erscheinen, sind in der Online-Hilfe (F1-Hilfe) dokumentiert.

Namenskonvention

Variablen unterliegen folgender Namenskonvention: · Globale Variablen beginnen mit &. Von SAP definierte Variablen sind an der zweiten Stelle numerisch. Bei Variablen, die vom Benutzer angelegt werden, besteht die zweite Stelle aus einem Buchstaben. Lokale Variablen beginnen technisch mit &$.

·

Wenn vor dem Eingabefeld für eine Variable das Symbol `Variable an' steht, geben Sie jedoch & nicht mit an. Das System setzt das Zeichen in diesem Fall automatisch. Für die Verwendung der verschiedenen Typen von Variablen siehe auch das Beispiel: Verwenden von Variablen [Seite 57].

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Variablen für Merkmalswerte

Variablen für Merkmalswerte

Soll in einem Bericht der Wert zu einem Merkmal nicht fix eingegeben werden, so benötigt man hierfür eine Variable für Merkmalswerte. Diese können in allen Berichtstypen, ob ad-hoc oder mit Formular, verwendet werden. Variablen für Merkmalswerte können Sie sowohl im Formular als auch im Bericht selbst verwenden und werden erst beim Ändern oder beim Ausführen eines Berichts inhaltlich festgelegt (ersetzt). Bestimmte Variablen für Merkmalswerte, z.B. 0FP (laufende Geschäftsperiode) werden mit dem System ausgeliefert. Welches dies im einzelnen sind, hängt von der jeweiligen Applikation ab und wird in der Variablenpflege angezeigt.

Verwenden von Variablen für Merkmalswerte

Wollen Sie eine Variable für Merkmalswerte im Bericht verwenden, ist beim Definieren des entsprechenden Elements der Cursor auf das Eingabefeld des Merkmalswerts zu positionieren und die Funktion Bearbeiten ® Variable an/aus auszuführen. Wollen Sie eine Variable für Merkmalswerte im Formular verwenden, aktivieren Sie das Kennzeichen Variablen an/aus auf dem Dialogfenster für Merkmalswerte. Das System zeigt dann ein Dialogfeld an, wo Sie die zu verwendende Variable angeben können. Globale Variablen müssen zuerst im Customizing gepflegt werden und können dann im Bericht oder Formular über die Eingabehilfe ausgewählt werden. Zur Pflege von globalen Variablen siehe Überblick: Variablen [Seite 47]. Lokale Variablen sind innerhalb des aktuellen Formulars bzw. Berichts und innerhalb des jeweiligen Merkmals eindeutig. Somit ist es möglich, daß für zwei unterschiedliche Merkmale der gleiche Variablenname benutzt wird. Variablen für Merkmalswerte, die sich auf ein numerisches Eingabefeld beziehen (z.B. Year für aktuelles Geschäftsjahr 1999), können additiv mit Konstanten verknüpft werden (z.B.: Year-1 für Vorjahr 1998). Diese Funktion ist sowohl für globale als auch für lokale Variablen für Merkmalswerte unterstützt.

Sie möchten ein Formular anlegen, bei dem in der ersten Spalte das Jahr mit Hilfe einer Variablen eingehen soll. Die zweite Spalte soll das Vorjahr darstellen. In der ersten Spalte wählen Sie als Merkmal Geschäftsjahr aus und ordnen diesem die Variable Year als Wert zu. Year wurde zuvor als globale Variable mit Pflichteingabe definiert. In der zweiten Spalte wird ebenfalls Geschäftsjahr ausgewählt und lediglich der Variablenname Year-1 angegeben. Bei den Funktionen Bericht anlegen oder Bericht ausführen fragt das System lediglich das Geschäftsjahr für Variable Year ab, das Vorjahr wird vom System automatisch ermittelt.

Pflegen von lokalen Variablen für Merkmalswerte

Sie legen lokale Variablen an, indem Sie für ein Element bestimmen, daß es durch eine Merkmalswertvariable definiert sein soll. Beim Bearbeiten eines Formulars mit der Funktion Formular anlegen bzw. ändern können Sie sich einen Überblick über alle Variablen verschaffen, die im Formular verwendet werden. Klicken

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Variablen für Merkmalswerte

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Sie hierzu auf oder wählen Sie Zusätze ® Variablen ® Variablendefinition. Das System zeigt daraufhin in einem Dialogfenster eine Liste der lokalen und globalen Variablen an, die im Formular verwendet werden. Sie können für jede lokale Variable festlegen, ob die Angabe eines Werts im Bericht zwingend notwendig oder optional ist. Wird die Pflege unterlassen, dann wird die Variable im Bericht als Pflichtfeld interpretiert. Außerdem können Sie hier die Texte der lokalen Variablen pflegen. Beim Bericht anlegen pflegen Sie lokale Variablen, indem Sie für ein Merkmal das Kennzeichen Variable an/aus setzen und im nachfolgenden Dialogfenster die erforderlichen Angaben machen. Für ein ausführliches Beispiel zur Verwendung verschiedener Variablen siehe Beispiel: Verwenden von Variablen [Seite 57].

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Variablen für Hierarchien und Hierarchieknoten

Variablen für Hierarchien und Hierarchieknoten

Wenn Sie bei der Formular- oder Berichtsdefinition über einen speziellen Teil einer Merkmalshierarchie, d.h. über einen Hierarchieknoten berichten wollen, drücken Sie bei der Merkmalseinschränkung die Drucktaste Hierarchieknoten. Daraufhin werden Sie aufgefordert, einen Hierarchieknoten und gegebenenfalls eine Hierarchievariante einzugeben. Sie können an dieser Stelle statt eines festen Wertes auch jeweils eine Variable für Hierarchieknoten bzw. für Hierarchien eingeben (Siehe auch: Eingabe und Verwendung von Hierarchieknoten [Seite 65]). Variablen für Hierarchien und Hierarchieknoten sind vom Typ und von der Pflege der Variablen für Merkmalswerte ähnlich. Siehe dazu den Abschnitt Variablen für Merkmalswerte [Seite 49].

Besonderheiten bei Variablen für Hierarchien

Bei der Pflege von lokalen Variablen für Hierarchieknoten geben Sie lediglich die Ersetzungsart ein. Zusätzlich können Sie einen Bezeichner für die Variable pflegen. Bei lokalen Hierarchievariablen können Sie lediglich den Bezeichner der Variablen pflegen. Die Ersetzung der Variablen ist automatisch Pflicht. Weitere Eingaben werden hier nicht abgefragt. Bei der Pflege von globalen Hierarchievariablen mit der Ersetzungsart `2: Ersetzung durch Eingabe' geben Sie bitte immer im Feld Kanneingabe den Wert `3: Pflicht-Variable, die nicht initial ist' ein.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Variablen für Texte

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Variablen für Texte

Sollen in einem Bericht Texte, die in den Zeilen oder Spalten stehen, nicht fix, sondern über eine Variable hinterlegt werden, so benötigt man hierfür eine Textvariable. Wird beispielsweise bei der Definition eines Berichts für einen Merkmalswert eine Variable hinterlegt, ist zu diesem Zeitpunkt der Text des Elements noch nicht bekannt. In diesem Fall können Sie für den Text eine Textvariable hinterlegen. Textvariablen werden nur in Formularberichten, und zwar im Formular selbst, verwendet und bei der Funktion Bericht ausführen ersetzt. Bestimmte Textvariablen, z.B. &0RESULT (Text der Ergebniszeile im Bericht, z.B. `Summe'), werden mit dem System ausgeliefert. Welche dies im einzelnen sind, hängt von der jeweiligen Applikation ab und wird in der Variablenpflege angezeigt.

Verwenden von Variablen für Texte

Überall, wo Texte im Formular eingegeben werden können, können Sie eine Textvariable verwenden. Globale Variablen müssen zuerst im Customizing gepflegt werden und können dann im Textfeld des Formulars einfach eingegeben werden. Zur Pflege von globalen Variablen siehe Überblick: Variablen [Seite 47]. Bei lokalen Variablen müssen Sie das Zeichen `$' und einen passenden Namen eingeben. Eine lokale Variable kann entweder im Zeilen- oder Spaltentext selbst, oder auf dem Dialogfenster für Kurz-, Mittel- und Langtexte eingegeben werden. Anschließend müssen lokale Variablen gepflegt werden.

Pflegen von lokalen Variablen für Texte

Um lokale Variablen zu bearbeiten, klicken Sie auf oder wählen Sie Zusätze ® Variablen ® Variablendefinition. Das System zeigt daraufhin in einem Dialogfenster eine Liste der lokalen und globalen Variablen an, die im Formular verwendet werden. Sie können für jede lokale Variable festlegen, ob die Angabe eines Werts im Bericht zwingend notwendig oder optional ist. Wird die Pflege unterlassen, dann wird die Variable im Bericht als Pflichtfeld interpretiert. Außerdem können Sie hier die Texte der lokalen Variablen pflegen. Bei Variablen für Texte ist die Ersetzungsart entscheidend für die weiteren Eingaben. Im Regelfall wird man hier einen automatischen Ersetzungspfad hinterlegen, so daß der Text aus den Stammdaten herangezogen wird. Beachten Sie bitte, daß Variablen für Texte nur dann automatisch ersetzt werden können, wenn sie sich auf Merkmale beziehen und das entsprechende Merkmal bei der Definition des Elements ausgewählt wurde. Die Textlänge ist bei der Definition der Variablen anzugeben. Der Variablenname einer lokalen Variablen hat eine Maximallänge von 8 Stellen. Bei Ersetzung durch Eingabe ist die Textlänge identisch mit der Länge des Variablennamens.

Beachten Sie, daß beim Merkmalsfeld Periode/Jahr die Periode am Ende des Felds steht. Wenn Sie eine Textvariable durch die aktuelle Periode ersetzen wollen, dann müssen Sie in der Gruppe Ausgewähltes Feld des Dialogfensters Detail für Offset den Wert 6 und für Länge 3 eingeben.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Variablen für Texte

Für ein ausführliches Beispiel zur Verwendung verschiedener Variablen siehe Beispiel: Verwenden von Variablen [Seite 57].

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Variablen für Formeln

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Variablen für Formeln

Sollen in einem Bericht Teile einer Formel innerhalb des Formulars variabel sein, dann sind Formelvariablen zu verwenden. Variable für Formeln werden nur in Berichten mit Formularen verwendet und im Formular selbst definiert. Die Ersetzung erfolgt beim Ausführen des Berichts.

Mit Formelvariablen lassen sich auf einfache Weise Simulationen und Hochrechnungen abbilden.

Verwenden von Variablen für Formeln

Wollen Sie eine Formelvariable in einem Formular verwenden, verzweigen Sie beim Definieren des betroffenen Elements in den Formeleditor und geben die gewünschte Variable an. Globale Variablen müssen zuerst im Customizing gepflegt werden und können dann im Formeleditor als Formelbestandteile verwendet werden. Über die Taste Bezeichner umschalten können Sie sich alle möglichen Formelbestandteile anzeigen lassen. Zur Pflege von globalen Variablen siehe Überblick: Variablen [Seite 47]. Bei lokalen Variablen müssen Sie die Zeichen `&$' und einen passenden Namen eingeben. Um die Eigenschaften der Variable zu definieren, klicken Sie auf oder wählen Sie Zusätze ® Variablen ® Variablendefinition. Das System zeigt daraufhin in einem Dialogfenster eine Liste der lokalen und globalen Variablen an, die im Formular verwendet werden. Für ein ausführliches Beispiel zur Verwendung verschiedener Variablen siehe Beispiel: Verwenden von Variablen [Seite 57].

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Globale Variable definieren

Globale Variable definieren

Verwendung

Werden Variablen öfter verwendet, sollten sie nicht im Kontext eines Berichts oder Formulars definiert werden, sondern global. Dadurch können Variablen in allen Formularen und Berichten verwendet werden. Dies ist insbesondere sinnvoll für Merkmale, die häufig Bestandteil der allgemeinen Berichtsselektion sind, z.B. Periode, Geschäftsbereich, etc. Ein zusätzlicher Nutzen besteht darin, daß Sie nur bei der Verwendung globaler Variablen eine Mehrfachselektion durchführen können. D.h., Sie können bei der Berichtsausführung frei wählbare Werte oder Wertebereiche ein- oder ausschließen. Dabei kann der funktionale Umfang der Mehrfachselektion je nach Anwendung verschieden sein. Bei Verwendung lokaler Variablen steht die Mehrfachselektion grundsätzlich nicht zur Verfügung.

Vorgehensweise

1. Rufen Sie das Einstiegsbild zur Variablenpflege auf. In den meisten Anwendungen gelangen Sie im Customizing über den Zweig Informationssysteme der jeweiligen Anwendung zu diesem Bild; ein Sonderfall ist die Komponente EC-EIS, wo Sie die Definition globaler Variablen im Anwendungsmenü unter Informationssystem ® Variablen ® Variablen definieren erreichen. 2. Wählen Sie Bearbeiten ® Neue Einträge , um eine neue Variable zu definieren. 3. Geben Sie den gewünschten Variablentyp, einen Variablennamen und die Ersetzungsart ein. Beachten Sie, daß der Name einer globalen Variable mit & beginnen muß. Je nachdem, welchen Variablentyp und welche Ersetzungsart Sie wählen, wird das System Sie zu unterschiedlichen Eingaben in weiteren Feldern auffordern. 4. Wenn Sie die Variable für allgemeine Berichtsselektionen verwenden wollen, tragen Sie im Feld Parameter/Selectopt. S ein. 5. Vervollständigen Sie Ihre Eingaben und speichern Sie die Variable.

Ergebnis

Sie können die Variable in Formularen oder Berichten verwenden. In Feldern, wo die Verwendung der Variable technisch möglich ist, wird sie Ihnen über die Eingabehilfe angeboten.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Customer-Exit: globale Variablen

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Customer-Exit: globale Variablen

Wenn Sie mit globalen Variablen arbeiten, geben Sie anhand sogenannter Ersetzungsarten an, wie eine Variable durch einen Wert ersetzt wird. Die vom System angebotenen Ersetzungsarten (automatisch, manuelle Eingabe, SAP-Exit, Festwert aus Tabelle) reichen in den meisten Fällen aus. Falls es notwendig sein sollte, eine Variable auf andere Weise ersetzen zu müssen, bietet Ihnen die Recherche mit einem Customer-Exit für globale Variablen die Möglichkeit, eine eigens definierte Ersetzungsart einzurichten.

· ·

Ableitung des aktuellen Kalenderjahrs aus dem laufenden Geschäftjahr Ableitung einer 7-stelligen Periode aus der laufenden Periode

Die Beschreibung des Customer-Exits finden Sie ­ ausgehend vom R/3-Einstiegsbild ­ unter Werkzeuge ® ABAP Workbench ® Hilfsmittel ® Erweiterungen ® Definition (Erweiterung `KKDR0001') beschrieben. Hier finden Sie die notwendigen technischen Informationen, um einen Exit einzurichten und einen Hinweis auf Beispiel-Code.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Verwenden von Variablen

Beispiel: Verwenden von Variablen

Ein zweikoordinatiges Formular soll in den Zeilen vier Geschäftsjahre enthalten, in den Spalten den Erlös und einen inflationsbereinigten Erlöswert, bezogen auf das Geschäftsjahr 2001: Ergebnisbericht Erlös $GJT $GJT $GJT $GJT · Test

XXX.XXX.XXX XXX.XXX.XXX XXX.XXX.XXX XXX.XXX.XXX XXX.XXX.XXX XXX.XXX.XXX XXX.XXX.XXX XXX.XXX.XXX

Das Formular enthält Variablen für Merkmalswerte, für Texte und für Formeln: In den Zeilen wird das Merkmal Geschäftsjahr verwendet. Es sollen vier aufeinanderfolgende Geschäftsjahre dargestellt werden, wobei beim Ausführen des Berichts das erste Geschäftsjahr angegeben werden soll. In der Merkmalswertspflege wird in der ersten Zeile die lokale Variable für Merkmalswerte &$GJ verwendet. Die Folgejahre sind in der zweiten, dritten und vierten Zeile mit &$GJ+1, &$GJ+2 und &$GJ+3 anzugeben. Die Variablen sind in den Zeilen des Formulars nicht zu sehen. · In dem Dialogfenster zur Textpflege wird die Textvariable $GJT in die entsprechenden Textfelder eingetragen. Die Textvariable erscheint auf dem Formular (siehe oben). Die Textvariable soll im Bericht automatisch durch den Wert des Geschäftsjahres in der Zeile ersetzt werden. Dazu wählen Sie bzw. Zusätze ® Variablen ® Variablendefinition. Für die Variable $GJT legen Sie folgendes fest: Automatische Ersetzung durch den Wert des Von-Feldes des Merkmals Geschäftsjahr (ab Stelle 1 in Länge 4). · Der inflationsbereinigte Erlöswert Test wird durch folgende Formel im Formeleditor bestimmt: X001 / ( 1 + &$ZINS) ** ( &$GJZ - 2000) Auch dies erscheint nicht im Formular. Dabei ist X001 die Erlösspalte. Der Inflationswert &$ZINS soll auf dem Selektionsbild des Berichts eingegeben werden, und &$GJZ soll durch das Geschäftsjahr der Zeile automatisch ersetzt werden. Für die Formelvariable &$ZINS ist nichts weiter zu tun. Für die Formelvariable &$GJZ legen Sie folgendes fest: Automatische Ersetzung durch den Wert des Von-Feldes des Merkmals Geschäftsjahr (ab Stelle 1 in Länge 4). Ein ausgeführter Bericht mit dem Wert 0,04 für &$ZINS, &$GJ = 1998 könnte z.B. folgende Detailliste liefern: Ergebnisbericht Erlös 1998 1999 950,00 Test 1.155,82

1.210,00 1.415,53

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Verwenden von Variablen 2000 2001 1.380,00 1.552,31 1.500,00 1.500,00

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Variablen eingeben

Variablen eingeben

Auf der Registerkarte Variablen können Sie Variablen manuell ersetzen. Hier werden nur diejenigen Variablen angeboten, die mit `Ersetzung durch manuelle Eingabe' definiert sind. Andere Variablen werden automatisch ersetzt und erscheinen hier nicht.

Merkmale, die auf der Registerkarte Variablen ausgewählt werden, können auf der Registerkarte Merkmale nicht weiter eingeschränkt werden. Die entsprechenden Eingabefelder sind in diesem Fall deaktiviert. Weitere Informationen finden Sie unter Merkmale einschränken [Seite 28]. Die Möglichkeiten für die Variableneingabe sind je nach Berichtsart unterschiedlich: · Bei einem Ad-hoc-Bericht gibt es kein vom Benutzer definiertes Formular. In diesem Fall werden ­ je nach Anwendung ­ bestimmte Variablen standardmäßig angeboten (z.B. Geschäftsjahr, Periode, Wertetyp). Beim Bericht mit Formular werden diejenigen Felder angeboten, die im zugrundeliegenden Formular als Variablen abgelegt wurden. Diese erscheinen in der Reihenfolge, die im Formular unter Zusätze ® Variablen ® Sortieren festgelegt wurde. Wurde im Formular beispielsweise das Feld Kundengruppe mit einer Variablen versehen, so ist auf dieser Registerkarte zu definieren, für welche Kundengruppe der Bericht angelegt werden soll. Nach dieser Eingabe wird im Bericht überall, wo der Parameter verwendet wurde, die entsprechende Ersetzung durchgeführt. Wenn im Formular keine Variablen verwendet wurden oder nur solche, die automatisch gefüllt werden, so wird diese Registerkarte gar nicht angezeigt.

·

Eingabebereitschaft

Sie können die gewählten Variablen entweder sofort oder erst beim Ausführen des Berichts spezifizieren. Wenn Sie eine Variable erst beim Ausführen des Berichts spezifizieren möchten, dann muß diese Variable eingabebereit sein. Sie können für jede Variable einstellen, daß Sie beim Ausführen des Berichts eingabebereit sein soll, indem Sie Eingabe beim Ausführen auswählen. Wenn mindestens eine Variable als eingabebereit gekennzeichnet wurde, wird beim Ausführen zunächst ein Dialogfenster angeboten. Die Vorschlagswerte, die in der Berichtsdefinition festgelegt wurden, können gegebenenfalls geändert werden. Falls das Feld Eingabe beim Ausführen für keine Variable ausgewählt ist, wird der Bericht sofort mit den bei der Berichtsdefinition spezifizierten Werten ausgeführt.

Bei der Variableneingabe werden auch alle diejenigen Variablen ersetzt, die bei der Berichtsdefinition auf der Registerkarte Merkmale mit der Funktion Variable an/aus [Extern] gesetzt wurden. Bei diesen Variablen ist grundsätzlich Eingabe beim Ausführen ausgewählt und kann nicht geändert werden. Bei den anderen Variablen können Sie dagegen wählen, ob sie auch beim Ausführen noch eingabebereit sein sollen.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Variablen eingeben

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Variablen sortieren

Die Reihenfolge der Variablen kann über die Drucktaste Variablen sortieren verändert werden. Beim Ausführen des Berichts erscheinen im Dialogfenster Variable eingeben die Variablen in der von Ihnen festgelegten Reihenfolge. Siehe auch: Merkmale auswählen [Seite 27] Überblick: Variablen [Seite 47] Variable pflegen [Seite 61] Globale Variable definieren [Seite 55]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Variable pflegen

Variable pflegen

Mit dieser Funktion können Sie die lokalen Variablen pflegen, die Sie während der Berichtsdefinition angelegt haben (globale Variablen werden im Customizing gepflegt). Für diese Variablen können Sie einstellen, ob die Eingabe von Werten beim Ausführen des Berichts Pflicht ist oder nicht. Unter den im Bericht definierten Variablen kann es solche geben, die nicht zur Pflege angeboten werden. Dies kann verschiedene Gründe haben, wie z.B. Merkmalsklammerung, Variablenwerte werden intern gefüllt, Variablen für währungstragende Merkmale, oder beispielsweise kann es sich um Variable handeln, deren Eingabe Pflicht sein muß. Für weitere Informationen über die Verwendung von Variablen beim Anlegen eines Berichts siehe Variablen eingeben [Seite 59].

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Merkmalshierarchien

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Merkmalshierarchien

Sowohl im Führungsinformationssystem EC-EIS als auch in der Ergebnisrechnung (CO-PA) haben Sie die Möglichkeit, hierarchische Strukturen für Merkmale innerhalb der Recherche darzustellen. Sie können Merkmalshierarchien entweder in der jeweiligen Anwendung selbst anlegen oder Sie arbeiten mit Hierarchiegruppen, die in fremden Applikationen standardmäßig angelegt sind, z.B. Kostenartengruppen in der Kostenartenrechnung oder Kostenstellengruppen in der Kostenstellenrechnung. (Wie Sie Stammdatenhierarchien in EC-EIS anlegen, lesen Sie im Abschnitt Stammdatenhierarchie [Extern]. In CO-PA legen Sie diese im Customizing an.)

Im Falle der buchhalterischen Ergebnisrechnung stehen als Hierarchien lediglich Kostenartengruppen zur Verfügung, die aus der Kostenartenrechnung stammen. Bei Merkmalshierarchien werden Merkmale hierarchisch gegliedert, z.B. werden Kostenarten nach Kostenartengruppen gegliedert. Die oberste hierarchische Ebene besteht dann z.B. aus Personalkosten, Materialkosten, Verwaltungskosten, etc. Personalkosten teilen sich bspw. in die Kostenartengruppen Löhne, Gehälter und Personalnebenkosten auf. Die Kostenartengruppe Löhne enthält Lohneinzelkosten, Lohngemeinkosten und Sonstige Lohnkosten. Ein weiteres typisches Beispiel ist die Gliederung des Merkmals Gesellschaft in Teilkonzerne, die wiederum in Landesgesellschaften untergliedert sind.

Hierarchieknoten und Endknoten

Eine Merkmalshierarchie besteht aus mehreren Hierarchieknoten. Hierarchieknoten sind Teile einer Hierarchie, unter denen wiederum weitere Hierarchieknoten angeordnet sind oder die selbst Endknoten sind. Unter einem Endknoten stehen nur noch Werte; entweder Einzelwerte oder Wertintervalle. Die Kostenarten Lohneinzelkosten, Lohngemeinkosten, und Sonstige Lohnkosten sind Beispiele für Endknoten, denn darunter stehen jeweils Intervalle von Knotenwerten bzw. Einzelwerten.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Merkmalshierarchien

Hierarchie zum Merkmal Kostenart · PERSONALKOSTEN (Hierarchieknoten) Löhne (Hierarchieknoten) Lohneinzelkosten 420000 - 420999 Lohngemeinkosten 421000 - 421999 Sonstige Lohnkosten 423000(Einzelwert) Gehälter ... Personalnebenkosten · · MATERIALKOSTEN VERWALTUNGSKOSTEN (Endknoten) (Wertintervall)

usw.

Die Funktion Hierarchieauswahl

Vorausgesetzt, daß Hierarchien für ein Merkmal angelegt sind, haben Sie sowohl bei der Berichtsdefinition als auch auf der Berichtsliste die Möglichkeit einzugeben, daß das Merkmal in hierarchischer Darstellung aufgerissen wird. Mit dieser Funktion wird die ausgewählte Hierarchie vollständig angezeigt. Merkmalswerte, die nicht in der Hierarchie eingeordnet sind, erscheinen auf der Berichtsliste in einer Zeile `restliche Merkmalswerte'. Ein Aufriß dieser Zeile ist möglich. Über Zusätze ® Hierarchieauswahl (bei der Berichtsdefinition) oder über Bearbeiten ® Hierarchie ® Auswahl... (auf der Berichtsliste) bzw. über die entsprechende Drucktaste werden Ihnen die möglichen Hierarchien pro Merkmal angeboten. Sie können jederzeit die ausgewählte Hierarchie ändern, d.h. die gelesenen Daten können im Bericht dynamisch nach verschiedenen Hierarchien aggregiert und angeordnet werden. Mit der Eingabe `keine Hierarchie' können Sie die hierarchische Darstellung des Merkmals wieder zurücknehmen. Die hierarchische Darstellungsweise auf der Berichtsliste können Sie über Bearbeiten ® Hierarchie ® Darstellung... jederzeit ändern. Siehe dazu Hierarchiedarstellung [Seite 68] und Bearbeitungsfunktionen für Hierarchien [Seite 71].

Die Funktion Hierarchieknoten

Mit der Funktion Bearbeiten ® Hierarchieknoten haben Sie die Möglichkeit, speziell über ausgewählte Teile von Hierarchien zu berichten. Um über einen Hierarchieknoten zu berichten, müssen Sie im Rahmen der Formular- bzw. Berichtsdefinition bei der Auswahl der Merkmalswerte die Funktion bzw. Drucktaste Hierarchieknoten an/aus drücken und die geforderten Eingaben durchführen. Anstatt eines

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Merkmalshierarchien

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Merkmalswerts wählen Sie zum Merkmal einen Hierarchieknoten aus. Das Merkmal wird dann im Bericht so behandelt, daß nur die Werte der Merkmale, die diesem Hierarchieknoten zugeordnet sind, angezeigt werden. Sie können z.B. speziell über alle Kostenarten berichten, die der Kostenartgruppe Lohnkosten zugeordnet sind. Wenn Sie dagegen bei der Definition eines Berichts statt eines Hierarchieknotens einen Einzelwert eingeben (bzw. alle Merkmalswerte auswählen, indem Sie das Feld frei lassen), erhalten Sie beim Ausführen des Berichts entweder nur die Daten zum Einzelwert, z.B. zur Kostenart Personal, oder die Daten aller Kostenarten angezeigt. Beachten Sie bitte, daß durch die Eingabe eines Hierarchieknotens auf dem Bild 'Merkmale einschränken' das Merkmal festgelegt wird, d.h., daß das Merkmal nicht länger als Aufrißmerkmal auf der Berichtsliste zur Verfügung steht. Das Merkmal und der ausgewählte Hierarchieknoten stehen oberhalb des Navigationsblocks als festgelegtes Merkmal, über das verdichtet berichtet wird.

Gruppen (z.B. Kostenarten-, Kostenstellen-, Profit-Center-Gruppen) werden in der Formular- und Berichtsdefinition nur angeboten, wenn der Kostenrechnungskreis vorher eindeutig gesetzt wurde. Siehe auch: Eingabe und Verwendung von Hierarchieknoten [Seite 65].

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Eingabe und Verwendung von Hierarchieknoten

Eingabe und Verwendung von Hierarchieknoten

Eingaben

Sie können Hierarchieknoten entweder im Formular oder bei der Berichtsdefinition eingeben. Sie wählen zunächst ein Merkmal aus, zu dem Sie ein Hierarchieknoten interessiert. Bei der Auswahl der Merkmalswerte bestimmen Sie dann über die Drucktaste Hierarchieknoten an/aus, daß Sie als Merkmalswert einen Hierarchieknoten auswählen können. Im Formular erscheint die Drucktaste auf dem Dialogfenster für die Eingabe von Merkmalswerten für Zeilen, Spalten, Zellen und für die Allgemeine Selektion. Bei der Berichtsdefinition selbst erscheint die Drucktaste auf dem Bild `Merkmalswerte einschränken'. Wenn für das ausgewählte Merkmal mehrere Hierarchieklassen vorhanden sind, folgt ein Dialogfenster, indem Sie die gewünschte festlegen. Z.B. können für das Merkmal Kostenart sowohl die aus der Kostenartenrechnung stammende Hierarchieklasse Kostenartengruppe als auch (in Ihrer Anwendung) selbst definierte Stammdatenhierarchien zur Auswahl stehen. In der buchhalterischen Ergebnisrechnung stehen lediglich Kostenartengruppen aus der Kostenartenrechnung zur Verfügung. Anschließend geben Sie für den Fall, daß Sie eine Hierarchiegruppe ausgewählt haben, den gewünschten Hierarchieknoten ein. Bei Stammdatenhierarchien werden an dieser Stelle zwei Felder abgefragt: ein Hierarchieknoten und zusätzlich eine Hierarchievariante. Dadurch ist die Eingabe von Varianten einer Hierarchie möglich.

Sie können z.B. im Rahmen einer Bezirksumstrukturierung Ihres Unternehmens zum Merkmal Hauptbezirk verschiedene Varianten von Hierarchien anlegen und diese in einem Formular miteinander vergleichen. Hierarchievariante A Hierarchievariante B Hauptbezirk NORD Bezirk 1 Bezirk 2 Hauptbezirk SÜD Bezirk 3 Bezirk 4 Hauptbezirk SÜD Bezirk 2 Bezirk 3 Bezirk 4 Hauptbezirk NORD Bezirk 1

Variablen für Hierarchien und Hierarchieknoten

Sowohl für Hierarchien als auch für Hierarchieknoten können Variablen angegeben werden. Hierfür müssen entweder globale Variablen [Seite 55] für Hierarchien bzw. für Hierarchieknoten im Customizing definiert oder lokale Variablen im Formular bzw. bei der Berichtsdefinition definiert werden. Variablen für Hierarchien bzw. für Hierarchieknoten sind vom Typ und von der Pflege mit Variablen für Merkmalswerte zu vergleichen.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Eingabe und Verwendung von Hierarchieknoten

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Wollen Sie eine Variable angeben, drücken Sie die Drucktaste Variable an/aus auf dem Eingabebild für Hierarchieknoten bzw. für Hierarchien und Hierarchieknoten. Die möglichen globalen Variablen zu einem Feld erhalten Sie über die Eingabehilfe (F4). Wollen Sie eine lokale Variable verwenden, geben Sie im Eingabefeld einen Namen für die Variable, entsprechend der Namenskonvention, ein und pflegen anschließend die Variable.

In Zusammenhang mit Variablen für Hierarchien und Hierarchieknoten bietet sich die Verwendung von Variablen für Texte an. Wenn Sie bspw. als Hierarchievariante eine Variable eingeben, müssen Sie den Text der Variante nicht gleich festlegen, sondern können ihn dynamisch belegen lassen, passend zur Hierarchie, die später eingegeben wird. Definieren Sie dafür eine Textvariable mit automatischer Ersetzung. Bei der Abfrage, wodurch die Variable ersetzt werden soll, wählen Sie Hierarchiefeld und geben eine Hierarchievariante ein. Für Besonderheiten von Variablen für Hierarchien und Hierarchieknoten siehe auch Variablen für Hierarchien und Hierarchieknoten [Seite 51].

Darstellung auf der Berichtsliste

Ein bei der Berichtsdefinition eingegebener Hierarchieknoten wird (wie die übrigen festgelegten Merkmale auch) über den Navigationsblock gestellt. Der Hierarchieknoten steht somit nicht als Aufrißmerkmal zur Verfügung. Die Werte auf der Berichtsliste werden über den Hierarchieknoten verdichtet angezeigt. Wenn Sie im Formular einen Hierarchieknoten eingegeben haben und sich bei der Berichtsdefinition doch dafür entscheiden, die Hierarchie aufreißen zu wollen, gehen Sie wie folgt vor. Wählen Sie auch bei der Berichtsdefinition das Merkmal aus und spezifizieren Sie dafür keinen Merkmalswert. Auf diese Weise steht das Merkmal als Aufrißmerkmal auf der Berichtsliste in hierarchischer Form zur Verfügung.

Für einen international operierenden Konzern wird eine Hierarchie für das Merkmal Gesellschaft angelegt, die sich in mehrere Teilkonzerne und diese wiederum in verschiedene Landesgesellschaften untergliedern. Die User eines Teilkonzerns sind nur für den Zugriff auf Daten des jeweiligen Teilkonzerns berechtigt. Für den einzelnen User wurde für das Merkmal Gesellschaft die Berechtigung für die Merkmalswerte Teilkonzern vergeben. Pro Teilkonzern und dessen Gesellschaften soll ein Hierarchiebericht angelegt werden. Im Formular wird in den Allgemeinen Selektionskriterien das Merkmal Gesellschaft ausgewählt. Bei der Merkmalseinschränkung wird Hierarchieknoteneingabe gewählt und als Hierarchieknoten eine Variable eingegeben. In der Berichtsdefinition wird wieder das Merkmal Gesellschaft, hier als Aufrißmerkmal, gewählt, d.h. es wird nicht durch einen Merkmalswert festgelegt. Beim Ausführen des Berichts erhält jeder User entsprechend seiner Berechtigung eine Berichtsliste nur mit den Daten seines Teilkonzerns. Für die grafische Darstellung eines aufgerissenen Hierarchieknotens können Sie zwischen verschiedenen Hierarchiedarstellungen wählen: Kompakt-, Stern-, Linien- und Liniendarstellung mit Leerzeilen.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Eingabe und Verwendung von Hierarchieknoten

Siehe dazu: Hierarchiedarstellung [Seite 68] und Bearbeitungsfunktionen für Hierarchien [Seite 71].

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Hierarchiedarstellung

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Hierarchiedarstellung

Die Hierarchie eines Merkmals können Sie auf unterschiedliche Arten darstellen: · · · · Kompaktdarstellung Sterndarstellung Liniendarstellung Liniendarstellung mit Leerzeile

In den Grafiken zur Hierarchiedarstellung werden die Symbole + (expandieren), (komprimieren) und > (unterste Stufe) verwendet. Weitere Informationen über Expandieren und Komprimieren finden Sie im Abschnitt Bearbeitungsfunktionen für Hierarchien [Seite 71].

Kompaktdarstellung

In der Kompaktdarstellung wird in der ersten Spalte, in Form von Symbolen, angezeigt, ob eine Zeile expandiert oder komprimiert werden kann bzw. ob eine Zeile bereits vollkommen expandiert ist, d.h. bereits die unterste Hierarchiestufe darstellt. Durch Doppelklicken auf ein Symbol wird eine expandierbare Zeile expandiert bzw. eine komprimierbare Zeile komprimiert.

Kostenart > > > > > + > 1 2 3 400001 3 400004 3 400005 2 3 431000 3 439000 2 1 Gesamtkosten Materialkosten Rohmaterial Fertigerzeugnisse Halberzeugnisse Personalkosten Löhne Gehälter Kalk. Abschreibungen Sonstige Kosten

Wert 120.963,00 109.563,00 700,00 1.100,00 107.763,00 10.300,00 3.000,00 7.300,00 1.100,00 27.520,00

Die dargestellte Hierarchie besteht aus zwei Teilbäumen. Ein Teilbaum beginnt grundsätzlich mit der Stufe 1. In der Grafik besteht der erste Teilbaum aus insgesamt drei Stufen. Die Stufe 2 (Materialkosten) ist komplett expandiert und kann nach Bedarf reduziert werden (-). Dies hätte zur Folge, daß die darunter folgenden mit Stufe 3 gekennzeichneten Zeilen (Rohmaterial, Fertigerzeugnisse und Halberzeugnisse) ausgeblendet würden. Die Position Kalkulatorische Abschreibungen kann noch weiter aufgegliedert werden und zeigt deshalb ein Expandier-Symbol an (+).

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Hierarchiedarstellung

Bei der Zeile Sonstige Kosten handelt es sich um einen obersten Knoten (Stufe 1), der nicht weiter untergliedert ist, also auch einen untersten Knoten darstellt und als solcher gekennzeichnet ist (>). In der Schlüsselspalte (Kostenart) steht in der Kompaktdarstellung zuerst die Angabe der Hierarchiestufe in Form von Zahlen. Hier gilt, daß eine Eins immer die oberste Stufe anzeigt. Je höher die Zahlen, desto tiefer ist das Merkmal gegliedert. Die Schlüsselspalte enthält weiterhin, wie gewohnt, Schlüssel bzw. Bezeichnungen der Merkmalswerte.

Sterndarstellung

Die Sterndarstellung zeigt in der ersten Spalte an, ob eine Zeile expandiert oder komprimiert werden kann bzw. ob die unterste Stufe erreicht ist. Die Angabe der jeweiligen Stufe wird mit Sternen dargestellt. Je mehr Sterne vor einer Zeile stehen, desto höher ist die Stufe angesiedelt. In der Grafik sind die obersten Stufen mit zwei Sternen und die direkt darunter liegenden Stufen mit einem Stern gekennzeichnet. Die untersten Ebenen weisen grundsätzlich kein Sternsymbol auf.

Kostenart > > > > > + > * ** * 431000 439000 ** * 400001 400004 400005 Gesamtkosten Materialkosten Rohmaterial Fertigerzeugnisse Halberzeugnisse Personalkosten Löhne Gehälter Kalk. Abschreibungen Sonstige Kosten

Wert 120.963,00 109.563,00 700,00 1.100,00 107.763,00 10.300,00 3.000,00 7.300,00 1.100,00 27.520,00

Liniendarstellung

Die Liniendarstellung entspricht der Darstellung, wie sie im SAP-Mailsystem und an vielen anderen Stellen im SAP-System eingesetzt wird. Symbole direkt auf den Knotenpunkten zeigen an, ob die Stufe expandiert oder komprimiert werden kann bzw. ob die unterste Stufe erreicht ist. Die Hierarchie wird in einer Baumdarstellung angezeigt. Die unterschiedlichen Stufen werden über Einrückungen verdeutlicht.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Hierarchiedarstellung

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Kostenart > > > > > + > 431000 439000 Gesamtkosten Materialkosten 400001 Rohmaterial 400004 400005 Fertigerzeugnisse Halberzeugnisse Personalkosten Löhne Gehälter Kalk. Abschreibungen Sonstige Kosten

Wert 120.963,00 109.563,00 700,00 1.100,00 107.763,00 10.300,00 3.000,00 7.300,00 1.100,00 27.520,00

Liniendarstellung mit Leerzeile

Diese Darstellungsform entspricht der der Liniendarstellung mit dem Unterschied, daß sich zwischen den unterschiedlichen Stufen jeweils eine Leerzeile befindet. Die Liniendarstellung mit Leerzeile ist im Vergleich übersichtlicher, verlängert jedoch einen Bericht unter Umständen erheblich.

Kostenart > > > > > + > 431000 439000 400001 400004 400005 Gesamtkosten Materialkosten Rohmaterial Fertigerzeugnisse Halberzeugnisse Personalkosten Löhne Gehälter Kalk. Abschreibungen Sonstige Kosten

Wert 120.963,00 109.563,00 700,00 1.100,00 107.763,00 10.300,00 3.000,00 7.300,00 1.100,00 27.520,00

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Bearbeitungsfunktionen für Hierarchien

Bearbeitungsfunktionen für Hierarchien

Die hierarchische Darstellung eines Merkmals erfolgt stufenweise. Die Anzahl der Stufen, die angezeigt werden sollen, ist zum einen mit Hilfe der Symbole expandieren (+) und komprimieren (-) möglich. · Eine Hierarchiestufe expandieren bedeutet, daß die Darstellung der Stufe, auf der der Cursor steht, um eine Stufe erweitert wird, d.h. die Stufe wird dadurch um eine Ebene tiefer gegliedert. Umgekehrt kann die Hierarchie wieder um eine Stufe reduziert, d.h. komprimiert werden.

·

Über das Menü besteht weiterhin die Möglichkeit, die Stufen einer Hierarchie detaillierter zu bearbeiten. Diese Funktionen reagieren cursorsensitiv, d.h. nur die direkt einem Teilbaum zugeordneten Zeilen werden bearbeitet.

Siehe die Beispielgrafik zur Kompaktdarstellung im Abschnitt Hierarchiedarstellung [Seite 68]. · Führen Sie z.B. die Funktion Komprimieren auf der Stufe 1 der Kompaktdarstellung des ersten Teilbaums aus, werden alle dazu gehörenden Positionen zurückgenommen, und nur die Stufe 1 von diesem Teilbaum bleibt stehen. Andere Teilbäume bleiben hiervon unberührt. Wird diese Funktion auf der Zeile Materialkosten ausgeführt, verschwinden die Positionen Rohmaterial, Fertigerzeugnisse und Halberzeugnisse. Die Funktion Expandieren reagiert ebenfalls cursorsensitiv und blendet jeweils nur die entsprechende nächste Stufe ein. Die Funktion Expandieren komplett blendet immer alle im Teilbaum enthaltenen Stufen ein. Expandieren bis Stufe ermöglicht das Ausblenden von uninteressanten bzw. unbedeutenden Hierarchieebenen. Mit der Funktion Ausschnitt setzen können Sie eine interessierende Stufe zur Ansicht auswählen. Positioniert man in der Beispielgrafik zur Kompaktdarstellung den Cursor z.B. auf die Zeile Personalkosten und wählt Ausschnitt setzen, erscheint ausschließlich die expandierte Stufe, also die Zeilen Personalkosten, Löhne und Gehälter. Von diesem Ausschnittsbild aus können Sie, durch Doppelklicken auf das entsprechende Feld direkt wieder zur Hierarchie zurückspringen.

· · · ·

Hierarchische Sortierung

Ein Bericht kann nach unterschiedlichen Kriterien sortiert werden: Je nachdem, in welcher Spalte der Cursor positioniert ist, können die Zeilen nach den Schlüsseln, den Bezeichnungen oder nach den Werten einer Kennzahl, alternativ aufsteigend oder absteigend, sortiert werden. Alternativ können Sie, wenn für ein Merkmal eine Hierarchie ausgewählt wurde, die Zeilen hierarchisch sortieren. Auch in diesem Fall können Sie zwischen auf- und absteigender Sortierung wählen.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Bearbeitungsfunktionen für Hierarchien

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Der Cursor muß auf einem Symbol (+,-,>) positioniert sein, bevor Sie die Funktion Sortieren aufsteigend bzw. absteigend ausführen. Die in der Beispielgrafik zur Kompaktdarstellung dargestellte Hierarchie ist absteigend sortiert. Zusätzlich können Sie im Falle der Kompakt- und der Sterndarstellung die Hierarchie auf zwei verschiedene Arten darstellen, so daß einmal die höchste Stufe (Stufe 1) über den Stufen 2 und 3 steht, während im anderen Fall die höchste Stufe am Ende des Teilbaums positioniert ist. Im ersten Fall spricht man von der Top-Down, im zweiten von der Bottom-Up Darstellung. Die Darstellung auf der Beispielgrafik zur Kompaktdarstellung ist Top-Down.

Grafiken zu Hierarchielisten

Auf einer Hierarchieliste werden nur die zeilenbezogenen Grafiktypen angeboten.

Für den Fall, daß Sie mit Hilfe der Funktion Hierarchie ® Stufe setzen genau eine Stufe einer Hierarchie betrachten, sind je nach Cursorposition alle Grafiktypen, wie auf einer Aufrißliste ohne Hierarchie, verfügbar. Siehe auch: Hierarchie... [Seite 154] Grafik [Seite 277]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Währungen und Mengeneinheiten

Währungen und Mengeneinheiten

In der Formular- bzw. Berichtsdefinition legen Sie fest, ob unterschiedliche Währungen und Mengeneinheiten nur in den Spalten oder auch in den Zeilen erlaubt sind: · · sind unterschiedliche Währungen pro Spalte (Währung pro Element) erlaubt, so ist die Währungsumrechnung möglich; sind unterschiedliche Währungen pro Zeile (beliebige Währungen) erlaubt, d.h. weisen die Berichte pro Berichtszeile der Aufrißliste unterschiedliche Währungen auf, so ist keine Währungsumrechnung möglich. Die Währung ist dann als Merkmal im Navigationsblock vorhanden und steht für Drilldown zur Verfügung.

Die Behandlung von Währungen und Mengeneinheiten kann für jede Applikation unterschiedlich sein. Lesen Sie hierzu auch den entsprechenden Abschnitt der applikationsspezifischen Dokumentation bzw. im Customizing.

Währungen

In der Recherche können Währungseinstellungen vorgenommen werden. Zu beachten ist, daß die Währungseinstellungen auf Aufriß- und Detailliste identisch sind. Das bedeutet, daß eine Einzelspalte der Aufrißliste dieselbe Zielwährung und Umrechnungsart hat wie die der Einzelspalte entsprechende Zelle der Detailliste.

Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung ist durch die · · Umrechnungsart und die Zielwährung

eindeutig festgelegt. Bei Rechenspalten im Formular, die sich auf verschiedene Währungen beziehen, erfolgt eine automatische Währungsumrechnung. Dafür wird die Währungsumrechnungsart 999 verwendet. Wird im Bericht die Währungsumrechnung auf der Detailliste durchgeführt, wird auch die entsprechende Spalte der Aufrißliste umgerechnet. Bei der Währungsumrechnung kann es sinnvoll sein, eine Dummyspalte zu definieren, die bei der Währungsumrechnung nicht berücksichtigt wird, um die ursprüngliche Währung weiterhin ausweisen zu können.

(Vergleichen Sie dazu den Bericht 0-SAP05 in der buchhalterischen Ergebnisrechnung, Ergebnisbereich S001.) Ein Bericht besteht aus vier Spalten, die wie folgt definiert sind: · · Spalte A in Kostenrechnungskreiswährung DEM Spalte B in Transaktionswährung US$, die in DEM umgerechnet wird (aufgrund von Spalte C)

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Währungen und Mengeneinheiten · · Spalte C wird definiert als A minus B in DEM

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Spalte D definieren Sie als Dummyspalte mit einem zusätzlichen Merkmal zur Unterscheidung von Spalte B. Die Dummyspalte wird nicht in DEM umgerechnet, um den ursprünglichen Inhalt der Spalte B weiterhin auszuweisen.

Umrechnungsart

Es gibt allerdings auch Währungsumrechnungsarten, die die Zielwährung schon beinhalten. Einige wichtige Währungsumrechnungsarten werden schon mit dem System ausgeliefert, wie zum Beispiel: Art 1 2 3 4 5 6 Bedeutung Mittelkurs, Stichtag heute Briefkurs, Stichtag heute Geldkurs, Stichtag heute Briefkurs, Stichtag Periodenanfang Mittelkurs, Stichtag Periodenanfang Geldkurs, Stichtag Periodenanfang

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, neue Umrechnungsarten zu definieren. Die dafür relevanten Funktionen finden Sie im Customizing. Die Umrechnungsart ist eine Kombination von verschiedenen Vorgaben, die bestimmen, wie eine spezielle Währungsumrechnung durchgeführt werden soll. Die Einstellungen, die Sie in einer Umrechnungsart zusammenfügen können, sind: 1. Kurstyp (z.B. Geldkurs, Durchschnittskurs) Die erlaubten Kurstypen sind in einer zentralen R/3-Tabelle abgelegt und können dort gepflegt werden. 2. Zielwährung, in die umgerechnet werden soll Hierbei ist zwischen fixer und variabler Zielwährung zu unterscheiden: Im Falle einer festen Zielwährung (fix) können Sie diese anschließend festlegen. Es empfiehlt sich aber in den meisten Fällen, das entsprechende Feld leer zu lassen. In der Recherche wollen Sie zum Umrechnen von währungsabhängigen Größen oft dieselbe Umrechnungsart für verschiedene Zielwährungen benutzen. Hierfür sind nur Umrechnungsarten ohne explizite Angabe einer Zielwährung geeignet. Im Falle einer variablen Zielwährung müssen Sie anschließend durch Eingabe eines Tabellen- und Feldnamens den Bezug zu einem Merkmal herstellen. Wenn Sie beispielsweise festlegen wollen, daß die Zielwährung in Abhängigkeit von einem Land ausgewählt werden soll, geben Sie die Tabelle mit den Landesdaten (T005) und z.B. das Feld mit den Länderschlüsseln (LAND1) an. Dabei muß der Länderschlüssel als Merkmal im Ergebnisbereich definiert sein. 3. Kennzeichen, ob es sich um eine fixe oder um eine variable Umrechnung handelt Bei einem fixen Umrechnungsdatum handelt es sich entweder um das aktuelle Datum oder um einen bestimmten Stichtag, ab dem der Kurs gilt. Bei einem variablen Umrechnungsdatum muß der Zeitbezug (z.B. Periodenanfang, Jahresende) spezifiziert werden.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Währungen und Mengeneinheiten

4. Kennzeichen, ob es sich um einen inversen Kurs handelt Eine Umrechnungsart mit inversem Kurs ist dann sinnvoll, wenn die Beträge schon einmal umgerechnet wurden und in der Recherche wieder die ursprünglichen Werte angezeigt werden sollen. 5. Von-Währung Bei Umrechnungsarten für die Recherche ist dieses Feld leerzulassen, da in der Recherche die Von-Währung für alle Größen bekannt ist. 6. Zeitbezug (nur bei zeitvariabler Währungsumrechnung) Folgende Ausprägungen des Zeitbezugs werden unterstützt: a) Ende Geschäftsjahr b) Ende Periode c) Anfang Periode d) Ende Woche (nicht bei allen Anwendungen verfügbar) e) tagesgenau (nur, wenn die Bewegungsdatentabelle Merkmale vom Typ Datum (z.B. Börsentag) enthält) Voraussetzung für die Benutzung dieser Ausprägungen des Zeitbezugs in der Recherche ist, daß die entsprechenden Merkmale für den Bericht ausgewählt sind. Bei der Periode ist noch zu beachten, daß sie nur im Zusammenhang mit dem Geschäftsjahr eindeutig ist.

Inverse Kurse

Eine exakte Rückberechnung eines inversen Kurses ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Insbesondere dürfen zum einen bei einer Datenübernahme nicht mehrere Sätze mit verschiedenen Umrechnungskursen zu einem Satz verdichtet werden. Zum anderen muß das Datum, zu dem der Umrechnungskurs aus der zentralen SAP-Tabelle besorgt wird, entweder ein Stichtag sein (z.B. der 31.12.1995) oder sich aus einem Merkmal ableiten lassen, das sowohl im Sendersatz als auch in der Recherche enthalten ist. Einige Beispiele zur Veranschaulichung finden Sie im Abschnitt Beispiel: Inverse Kurse [Seite 76].

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Inverse Kurse

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Beispiel: Inverse Kurse

Die in die Bewegungsdatentabelle zu übernehmenden drei Sätze sollen folgende Struktur haben: GJahr Periode Buchungstag Gebiet Umsatz Währung 1995 1995 1995 001 001 002 5.1.95 9.1.95 7.2.95 B3Z A3F 27A 100 200 200 DEM DEM DEM

Die Sätze sollen in der Währung USD in die Bewegungsdatentabelle, die den Buchungstag nicht als Merkmal enthalten soll, gebucht werden. Dann gibt es folgende Szenarien: 1. Umrechnung zu einem Stichtag, z.B. den 31.12.1994, mit Geldkurs. Der Wechselkurs hierfür sei 0,7 USD/DEM. Die Sätze in der Bewegungsdatentabelle sehen dann wie folgt aus: GJahr Periode Gebiet Umsatz 1995 1995 1995 001 001 002 B3Z A3F 27A 70 140 140

In der Recherche erhalten Sie für das Geschäftsjahr 1995 den Umsatz von 350 USD. Diese können Sie mit dem inversen Kurs 1 / (0,7 USD/DEM) = (1 DEM)/(0,7 USD) umrechnen und erhalten den Wert 350 USD * (1 DEM)/(0,7 USD) = 500 DEM, d.h. den Originalbetrag. Dies bedeutet, daß die Rückrechnung mit dem inversen Kurs immer funktioniert, wenn Sie bei der Datenübernahme mit einem einheitlichen Stichtagskurs umgerechnet haben. 2. Zeitvariable Umrechnung zum Periodenende mit Geldkurs. Die Wechselkurse hierfür seien 0,6 DEM/USD für den 31.1.1995 0,8 DEM/USD für den 28.2.1995. Die Sätze in der Bewegungsdatentabelle sehen dann wie folgt aus: GJahr Periode Gebiet Umsatz 1995 1995 1995 001 001 002 B3Z A3F 27A 60 120 160

In der Recherche erhalten Sie für das Geschäftsjahr 1995 den Umsatz von 340 USD. Wenn Sie in der Berichtsdefinition das Geschäftsjahr und die Periode oder alternativ die

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Inverse Kurse

7-stellige Periode YYYYMMM ausgewählt haben, dann können Sie auch in diesem Fall mit den inversen Kursen den Originalbetrag ermitteln. Die Recherche arbeitet mit den inversen Periodenkursen: 1 / (0,6 USD/DEM) = (1 DEM)/(0,6 USD) und 1 / (0,8 USD/DEM) = (1 DEM)/(0,8 USD) und ermittelt den Wert (60 USD + 120 USD) * (1 DEM)/(0,6 USD) + ( 160 USD) * (1 DEM)/(0,8 USD) = 500 DEM, also den Originalbetrag. 3. Zeitvariable Umrechnung zum Buchungstag mit Geldkurs. Die Wechselkurse hierfür seien: 0,6 DEM/USD für den 5.1.1995 0,8 DEM/USD für den 9.1.1995 0,8 DEM/USD für den 7.2.1995. Über den Buchungstag wird bei der Datenübernahme verdichtet, da diese Größe nicht als Merkmal in der Bewegungsdatentabelle enthalten ist (s.o.). Die Sätze in der Bewegungsdatentabelle sehen dann wie folgt aus: Table Caption Gjahr Periode Gebiet Umsatz 1995 001 1995 001 1995 002 B3Z A3F 27A 60 160 160

In der Recherche erhalten Sie für das Geschäftsjahr 1995 den Umsatz von 380 USD. Diesen Betrag können Sie aber aus prinzipiellen Gründen nicht mehr exakt in den Originalbetrag zurückrechnen, da Sie durch die Verdichtung über den Buchungstag die Information über den Umrechnungstag verloren haben. Sie können lediglich versuchen, durch Umrechnung den Originalbetrag näherungsweise zu bestimmen. Hierzu eignen sich Stichtagsmischkurse und periodenendgenaue Umrechnungskurse. In letzterem Fall ergäbe sich folgendes Resultat: (60 USD + 160 USD) * (1 DEM)/(0,6 USD) + ( 160 USD) * (1 DEM)/(0,8 USD) = 566,67 DEM, also nicht der Originalbetrag von 500 DEM.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht-Bericht-Schnittstelle: Überblick

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Bericht-Bericht-Schnittstelle: Überblick

Verwendung

Mit der Bericht-Bericht-Schnittstelle können Sie mehrere einzelne Berichte, mit jeweils einer begrenzten Anzahl von Merkmalen, bausteinweise miteinander verknüpfen, um so flexible Datenauswertungen online zu ermöglichen. Sie vermeiden dadurch das Problem sehr umfangreicher Berichte, die u.U. infolge des großen Datenvolumens online nicht aufgebaut und nur als Hintergrundjob eingeplant werden können.

Integration

Mit der Bericht-Bericht-Schnittstelle können Sie z.B. · Berichte verknüpfen, die unterschiedliche Merkmale einer Applikation enthalten. Dadurch ist es möglich, über eine größere Anzahl von Ergebnisobjekten zu berichten als jeweils mit den einzelnen Berichten. Berichte verknüpfen, die in verschiedenen Applikationsklassen angelegt wurden.

·

Als Beispiel für eine Bericht-Bericht-Schnittstelle zwischen Berichten innerhalb einer Applikationsklasse (kalkulatorische Ergebnisrechnung) siehe die Standardberichte 0-SAP07 (Senderbericht mit den Merkmalen Kunden- und Warengruppe) und 0SAP08 und 0-SAP09 (Empfängerberichte mit den Merkmalen Kunde und Artikel).

Funktionsumfang

Datenaustausch zwischen Berichten

Mit der Bericht-Bericht-Schnittstelle können Sie Informationen mehrerer Berichte miteinander verknüpfen. Dazu werden Senderberichte und Empfängerberichte definiert. Die Übergabe der Informationen von einem Senderbericht zu einem Empfängerbericht erfolgt über Variablen. Diese werden entweder im Empfängerbericht oder im darin verwendeten Formular definiert. Bei der Berichtsausführung werden die Variablen mit Daten des Senderberichts versorgt. Siehe auch: Beispiel: Bericht-Bericht-Schnittstelle [Seite 82] Arbeiten mit der Bericht-Bericht-Schnittstelle [Seite 80]

Berichte teilen

Die Funktion Bericht teilen stellt eine vereinfachte Alternative zur Bericht-Bericht-Schnittstelle dar für den speziellen Fall einer Schnittstelle zwischen zwei Recherche-Berichten. Sie können einen `großen' Bericht, dessen Definition eine Vielzahl an Merkmalen enthält, in zwei Berichte aufteilen, um ein effizienteres Ausführen der Berichte und ein übersichtlicheres Navigieren innerhalb der Berichtslisten zu erzielen. Sie erreichen die Funktion über Informationssystem ® Bericht definieren ® Teilen. Nachdem Sie die erforderlichen Eingaben und den Namen des zu teilenden Berichts eingegeben haben, sichern Sie Ihre Eingaben. Führen Sie den Bericht nun aus und wählen Sie

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht-Bericht-Schnittstelle: Überblick

die Aufrißmerkmale aus, die in den neuen Bericht eingehen sollen. Vergeben Sie einen Namen für den Bericht, der durch die Teilung neu entsteht. Nachdem der Bericht erfolgreich geteilt wurde, können Sie ihn ausführen. Wenn Sie auf der untersten Aufrißstufe des ersten Berichts angelangt sind, wird der zweite Bericht automatisch über die Bericht-Bericht-Schnittstelle gestartet. Sie können dann einfach zwischen den beiden Berichten hin- und zurücknavigieren.

Sie können einen Bericht auch in mehr als zwei Berichte teilen. Ist genau ein Bericht hinterlegt, wird dieser `Defaultbericht' genannt. In diesem Fall erscheint im Navigationsblock das Symbol für die Bericht-Bericht-Schnittstelle (Berichtsauswahl). Wird das Symbol gedrückt, wird automatisch der Defaultbericht ausgeführt.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Arbeiten mit der Bericht-Bericht-Schnittstelle

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Arbeiten mit der Bericht-Bericht-Schnittstelle

Siehe auch das Beispiel: Bericht-Bericht-Schnittstelle [Seite 82]

Berichtszuordnung

Zuerst definieren Sie einen Empfängerbericht mit den Variablen, die mit Informationen vom Senderbericht gefüllt werden sollen. Als nächsten Schritt definieren Sie einen entsprechenden Senderbericht und sichern diesen. Nach der Definition des Senderberichts müssen Sie die Berichtszuordnung, d.h. die Zuordnung des Senderberichts zu einem oder mehreren Empfängerberichten, vornehmen. Auf dem Bild `Bericht Anzeigen <-> Ändern' erscheint über Zusätze ® Berichtszuordnung ein Dialogfenster, in dem Sie Empfängerberichte eingeben können oder eine bereits bestehende Berichtszuordnung ändern können. Über ein weiteres Dialogfenster, in dem Sie eine Applikationsklasse eingeben müssen, können Sie auch Berichte anderer Applikationsklassen als Empfängerberichte auswählen. Zum Schluß sichern Sie bitte Ihre Eingaben.

Bericht aufrufen

Auf der Berichtsliste des Senderberichts kann von jeder Stufe der Aufrißliste aus, über Springen ® Bericht aufrufen, ein Empfängerbericht aufgerufen werden. Hier werden Ihnen alle Berichte zur Auswahl angeboten, die Sie in der Berichtszuordnung angegeben haben.

Über Springen ® Aufrufkette können Sie von einem Empfängerbericht aus zu einem Bericht, den Sie zuvor bereits ausgeführt hatten wieder zurückspringen.

Voraussetzungen für Bericht-Bericht-Schnittstellen

Variablen Die Übertragung von Informationen zwischen Berichten erfolgt bei der Bericht-BerichtSchnittstelle über die Definition von Variablen im Empfängerbericht, die mit Werten des Senderberichts belegt werden. Möglich sind hier sowohl lokale als auch globale Variablen. Diese können Sie entweder im Bericht selbst oder im Formular definieren. Damit die Variablen über die Bericht-Bericht-Schnittstelle mit Werten versorgt werden ist wichtig, daß Sie bei der Berichtsdefinition auf dem Bild `Variableneingabe' das Feld Eingabe beim Ausführen ankreuzen. Siehe auch: Überblick: Variablen [Seite 47] Verdichtungsebenen (nur für CO-PA) Beim Anlegen eines Berichts erscheint nach dem Sichern das Dialogfenster `Verdichtungsebene lesen'. Als Default ist die Option `Fehlermeldung' eingestellt. Im Empfängerbericht werden jedoch i.d.R. nur wenige Datensätze gelesen, da die Selektionsbedingungen durch die übergebenen Informationen stark eingeschränkt werden. Eine

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Arbeiten mit der Bericht-Bericht-Schnittstelle

Verdichtungsebene ist deshalb nicht unbedingt notwendig. Aus diesem Grund ist zu empfehlen, im oben erwähnten Dialogfenster als `Reaktion' entweder `Warnung' oder `Keine Meldung' auszuwählen. Da ein Senderbericht unter Umständen ein umfangreiches Datenvolumen erreichen kann, empfiehlt sich hierfür ein Bericht, für den eine Verdichtungsebene definiert ist. Beim Anlegen des Berichts sollte im Dialogfenster `Verdichtungsebene lesen' die Defaulteinstellung `Fehlermeldung' übernommen werden, um einen eventuellen Systemabbruch zu vermeiden. Diese Einstellung kann jederzeit auf dem Bild `Bericht Anzeigen <-> Ändern' unter Zusätze ® Verdichtungsebene wieder geändert werden.

Falls Sie nicht mit Verdichtungsebenen arbeiten, sondern Verdichtungsdaten führen, sind im Dialogfenster `Verdichtungsdaten führen' die folgenden Einstellungen zu empfehlen: · · Empfängerbericht: keine Verdichtungsdaten führen Senderbericht: Verdichtungsdaten führen, Reaktion: `Fehlermeldung'

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Bericht-Bericht-Schnittstelle

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Beispiel: Bericht-Bericht-Schnittstelle

Als Beispielberichte für die Bericht-Bericht-Schnittstelle eignen sich die ausgelieferten Standardberichte aus der Ergebnisrechnung 0-SAP07 als Senderbericht und 0-SAP08 und 0SAP09 als Empfängerberichte. Im Bericht 0-SAP07 wurden die Merkmale `Kundengruppe' und `Warengruppe' ausgewählt. In den Empfängerberichten sind für die Merkmale Kundengruppe und Artikelgruppe lokale Variablen für Merkmalswerte definiert worden. Im Bericht 0-SAP08 wurde zudem das Merkmal `Kunde' und im Bericht 0-SAP09 das Merkmal `Artikel' ausgewählt.

Die Berichtsparameter können Sie, nachdem Sie den Bericht ausgeführt haben, unter Zusätze ® Berichtsparameter anzeigen lassen. Führen Sie den Bericht 0-SAP07 aus. Reißen Sie zunächst die Grundliste nach dem Merkmal Kundengruppe auf. Von hier aus können Sie über Springen ® Bericht aufrufen in einen anderen Bericht, z.B. 0-SAP09, wechseln. Die Werte der Merkmale Kunden- und Artikelgruppe aus dem Senderbericht werden an den ausgewählten Empfängerbericht übergeben. In diesem Bericht können Sie dadurch nun nach den Merkmalen Kundengruppe, Warengruppe und Artikel aufreißen. Vorausgesetzt entsprechende Berichte sind definiert, können Sie von hier aus über Springen ® Bericht aufrufen in einen weiteren Empfängerbericht springen. Nach Bedarf können Sie über Springen ® Aufrufkette in einen bereits ausgeführten Bericht zurückspringen.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht-Bericht-Schnittstelle: Selektionsdatentransformation

Bericht-Bericht-Schnittstelle: Selektionsdatentransformation

Über die Bericht-Bericht-Schnittstelle können aus einem Senderbericht Empfängerberichte (ABAP-Reports, Transaktionen, ABAP-Query, Report-Writer-Berichte, Recherche-Berichte) aufgerufen werden. Dabei werden die Sender-Selektionsdaten auf die EmpfängerSelektionsdaten abgebildet. Um die Senderfelder auf die Empfängerfelder abzubilden, werden folgende Schritte abgearbeitet: 1. Zunächst erfolgt die Transformation über Datenelementgleichheit. Falls Senderfeld und Empfängerfeld das gleiche Datenelement besitzen und es kein weiteres Senderfeld oder Empfängerfeld mit dem gleichen Datenelement gibt (Eindeutigkeit), wird der Senderwert in das Empfängerfeld gestellt. 2. War die Transformation über die Datenelemente nicht erfolgreich, so wird auf ähnliche Weise eine Transformation über Domänengleichheit durchgeführt. Dieses Verfahren können Sie durch Definition virtueller Domänen steuern (siehe unten). 3. Wurde zu einem Empfängerfeld immer noch kein Senderwert gefunden, so wird eine Transformation über semantisch äquivalente Domänen unternommen. Es werden die Domänen der noch nicht transformierten Sender- und Empfängerfelder durch die äquivalenten Domänen ersetzt und die Verarbeitung wie unter 2. gestartet (siehe unten).

Bei den nachfolgend beschriebenen Verfahren ist es wichtig darauf zu achten, daß die technischen Domänen der miteinander assoziierten Datenelemente gleichwertig sein müssen (Datentyp, Feldlänge usw.). Anderenfalls wird die Datenübergabe über die Bericht-Bericht-Schnittstelle nicht korrekt ablaufen.

Transformation über Domänengleichheit: virtuelle Domänen

Sie können die Selektionsdatentransformation entsprechend den Schritten 2 und 3 beeinflussen. In Schritt 2 können Sie anstelle der echten Domänen virtuelle Domänen verwenden. Unter einer virtuellen Domäne ist ein frei definierbarer Name zu verstehen, den Sie den ineinander zu überführenden Datenelementen einheitlich zuordnen. Dies können Sie erreichen, indem Sie für jedes betroffene Datenelement einen neuen Datensatz in der Tabelle TVIRTDOM anlegen und sowohl den Namen des Datenelements als auch den der zu verwendenden virtuellen Domäne eintragen. Aus der Namensgleichheit der virtuellen Domänen ermittelt das System die korrekte Zuordnung der Datenelemente beim Aufruf der Bericht-Bericht-Schnittstelle. Eine Variante dieses Verfahrens besteht darin, daß Sie für ein Datenelement A dessen tatsächliche Domäne eintragen, während Sie für ein anderes Datenelement B, das Sie dem ersten zuordnen wollen, ebenfalls die Domäne von A eintragen. In diesem Fall handelt es sich bei dem Eintrag für Datenelement B um eine virtuelle Domäne, da der Datenelementdefinition von B eine andere technische Domäne zugeordnet ist.

Zum Beispiel werden in verschiedenen Anwendungen für das Merkmal Periode verschiedene Datenelemente verwendet. Um dennoch eine korrekte Zuordnung der Berichtsdaten zu erreichen, können Sie in der Tabelle TVIRTDOM folgende Datensätze eintragen:

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht-Bericht-Schnittstelle: Selektionsdatentransformation TVIRTDOM Datenelement CFPERDE CO_PERIO KKB_PERBL PERIODE virtuelle Domäne PERDE PERDE PERDE PERDE Bemerkungen Recherche EIS CO-OM Transaktion KKBC FI-LC

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Die Einträge in der Tabelle TVIRTDOM sind mandantenunabhängig. Änderungen, die Sie hier vornehmen, wirken sich auf alle Anwendungen aus, die die BerichtBericht-Schnittstelle verwenden. Die nachfolgende Grafik zeigt den Einsatz virtueller Domänen:

Senderbericht EC-EIS Sparte: Periode: Pharma 001 Empfängerbericht CO-OM Sparte: Periode: Pharma 001

Geschäftsjahr: 2000

Geschäftsjahr: 2000

TVIRTDOM Datenelement CFPERDE KKB_PERBL CO_PERIO PERIODE virtuelle Domäne PERDE PERDE PERDE PERDE Bemerkungen Recherche EIS Transaktion KKBC CO-OM FI-LC

Der Senderbericht liefert die Periode mit dem Datenelement CFPERDE, der Empfängerbericht erwartet jedoch das Datenelement CO_PERIO. Die Bericht-Bericht-Schnittstelle ermittelt deshalb wegen der unterschiedlichen Datenelemente die virtuelle Domäne, die CFPERDE zugeordnet ist. Von den in Frage kommenden Datenelementen, die dieser virtuellen Domäne ebenfalls zugeordnet sind, wird das gesuchte Datenelement CO_PERIO ausgewählt, und das Periodenfeld des Empfängerberichts kann gefüllt werden.

Transformation über Domänengleichheit: äquivalente Domänen

Falls beim Versuch, passende Datenelemente für die Übergabe der Selektionsdaten zu finden, keine Zuordnung zu virtuellen Domänen ermittelt werden konnte, besteht noch die Möglichkeit, die den Datenelementen tatsächlich zugeordneten "realen" Domänen aufeinander abzubilden. Bei diesen Domänen handelt es sich also um die im Data Dictionary definierten Domänen, die Bestandteil der technischen Definition der betroffenen Datenelemente sind. Um eine Äquivalenzbeziehung zwischen zwei Domänen zu definieren, gehen Sie folgendermaßen vor:

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht-Bericht-Schnittstelle: Selektionsdatentransformation

1. Öffnen Sie in der Tabellensichtpflege (Transaktion SM31) die Tabelle TEQUIVDOM zur Bearbeitung. 2. Legen Sie für ein Domänenpaar, das Sie als äquivalent kennzeichnen wollen, einen neuen Datensatz an. 3. Tragen Sie in die Felder Domäne und Gleichwertige Domäne die technischen Namen der beiden Domänen ein, und fügen Sie ggf. einen erklärenden Kommentar hinzu.

Es ist technisch nicht möglich festzustellen, ob ein von Ihnen eingetragenes Domänenpaar unter betriebswirtschaftlichem Aspekt tatsächlich äquivalent ist. Aus diesem Grund finden auch keine Konsistenzprüfungen statt. Sie müssen die Konsistenz Ihrer Einträge selbst sicherstellen. Die Beziehung zwischen den beiden Domänen ist nicht gerichtet. D.h., es spielt keine Rolle, welche der beiden Domänen zum Senderfeld gehört und welche zum Empfängerfeld. Die Einträge in der Tabelle TEQUIVDOM sind mandantenunabhängig. Änderungen, die Sie hier vornehmen, wirken sich auf alle Anwendungen aus, die die BerichtBericht-Schnittstelle verwenden.

Die Merkmale Kostenart (KSTAR) und Sachkonto (SAKNR) sind semantisch äquivalent, obwohl sie unterschiedliche Datenelemente besitzen.

Aufruf mit Variante

Über die Bericht-Bericht-Schnittstelle können ABAP-Reports, ABAP-Query und RechercheBerichte vieler Applikationen mit Varianten aufgerufen werden. Bei der Berichtszuordnung wird dazu neben dem Berichtsnamen auch die gewünschte Variante eingegeben. Dabei werden die Sender-Selektionsdaten an den Empfängerbericht weitergereicht und die Eingabefelder des Empfängerberichtes automatisch gefüllt, so daß die Ausgabe des Selektionsbildes des Empfängerberichtes in den meisten Fällen vermieden werden kann. Falls auch der Empfängerbericht mit einer Variante aufgerufen wird, so werden neben den Sender-Selektionsdaten auch die Variantenwerte des Empfängers berücksichtigt. Das Zusammenspiel zwischen den Sender-Selektionsdaten und den Variantenwerten des Empfängerberichts ist folgendermaßen geregelt:

· · ·

Die Sender-Selektionsdaten überschreiben normalerweise die Variantenwerte. Eine Ausnahme bilden jedoch Eingabefelder, die in der Variantendefinition als "geschützt" deklariert wurden. Diese geschützten Variantenfelder werden nicht überschrieben. Wurde das Eingabefeld bei der Variantendefinition als "Mußfeld" deklariert, dann wird dieses Feld beim Aufruf über die Bericht-Bericht-Schnittstelle auch als Pflichteingabefeld behandelt. Das bedeutet: Wenn weder ein Senderwert noch ein Variantenwert für dieses Feld vorliegt, so wird das Selektionsbild angezeigt und eine Eingabe vom Benutzer gefordert.

Mit dieser Funktionalität können Sender-Selektionsdaten exakter auf Empfänger-Eingabefelder abgebildet werden. Zudem können Sie die Ausgabe des Empfänger-Selektionsbildes weitgehend kontrollieren:

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht-Bericht-Schnittstelle: Selektionsdatentransformation · ·

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Wenn der Empfängerbericht mehr Eingabevariablen als der Senderbericht hat, wird dennoch kein Selektionsbild ausgegeben, da die Variablen mit den Variantenwerten gefüllt werden. Wenn der Empfängerbericht zwei Variablen mit gleichen Datenelement besitzt, so war es bisher nicht möglich, den Variablen einen Senderwert zuzuordnen, da bei der Zuordnung Datenelementgleichheit zwischen Sender- und Empfängerbericht und Eindeutigkeit gefordert wird. Jetzt ist es möglich, eine Variable in der Variantendefinition als geschützt zu erklären. Auf diese Weise wird diese Variable aus der Zuordnung herausgenommen, und eine eindeutige Zuordnung eines Senderwertes ist wieder möglich.

Transformation globaler Variablen

In einem Recherche-Bericht können mehrere Variablen für dasselbe Merkmal definiert werden. Z.B. können in zwei Spalten eines Formulars die beiden Variablen PER1 und PER2 für das Merkmal Periode definiert werden, um eine Anfangs- und eine Endeperiode darzustellen. Wird ein Bericht, der ein solches Formular verwendet, über die Bericht-Bericht-Schnittstelle aufgerufen, so können die Variablen PER1 und PER2 zunächst nicht mit Senderwerten gefüllt werden, da zwischen Sender- und Empfänger-Selektionsdaten zwar Datenelementgleichheit, aber keine Eindeutigkeit besteht (siehe oben). Als Lösung für dieses Problem kann eine Transformation für globale Variablen durchgeführt werden. Hierbei werden Sendervariablen auf Empfängervariablen abgebildet, wenn sie den gleichen globalen Variablennamen besitzen. Hat zum Beispiel der Senderbericht die globale Variable PER1, so wird die Empfängervariable PER1 gefüllt. Hat der Senderbericht auch noch die globale Variable PER2, so wird auch PER2 des Empfängerberichts gefüllt.

Systemübergreifender Berichtsaufruf

Sie können über die Bericht-Bericht-Schnittstelle auch Berichte (ABAP-Report, Transaktion, ABAP-Query, Report-Writer-Bericht, Recherche-Bericht, BW-Query) aus anderen Systemen aufrufen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie Zusätze ® Berichtszuordnung. 2. Wählen Sie im Dialogfeld

Externen Bericht einfügen.

Es erscheint ein weiteres Dialogfeld. 3. Geben Sie den Namen der RFC-Destination ein, über die Sie eine Verbindung zu dem anderen System aufbauen wollen. Wenn die Verbindung erfolgreich aufgebaut werden kann, erhalten Sie ein Dialogfeld, wo Sie aus den Berichten des anderen Systems einen Empfängerbericht auswählen können. Es ist auch möglich, Queries aus einem BW-System zuzuordnen und aufzurufen. Voraussetzung dafür ist jedoch, daß im Sendersystem das BW-ADD-ON eingespielt ist. Eine Transformation zwischen den Sender-Selektionsdaten und Empfänger-Selektionsdaten des BW-Systems erfolgt, wenn die Daten des entsprechenden BW-InfoCubes aus dem Sendersystem stammen.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Formular

Formular

Funktion Formular anlegen Menüpfad Formular ® Anlegen Was Sie wissen sollten

Sie legen ein Formular an, wenn Sie die grundlegende Zeilen-/Spaltenstruktur für einen komplexen Bericht festgelegen wollen. Das Formular kann dann in beliebig vielen Berichten verwendet werden. Für eine ausführliche Dokumentation zu dieser Funktion siehe den Abschnitt Formular anlegen [Seite 90]. Sie ändern ein Formular, wenn Sie die Struktur der Berichte ändern möchten, die auf diesem Formular basieren. Die entsprechende Änderung wird dann soweit möglich in allen Berichten mit diesem Formular automatisch durchgeführt. Es empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

·

Formular ändern

Formular ® Ändern

Wenn Sie das Layout aller mit diesem Formular angelegten Berichte verändern wollen, sollten Sie das Formular ändern. Sollen nicht alle Berichte, die auf dem betreffenden Formular basieren geändert werden, dann legen Sie ein neues Formular an. Hierfür können Sie das alte Formular als Vorlage verwenden.

·

Von einer Formularänderung nicht betroffen sind folgende Einstellungen:

·

Im Bericht vorgenommene Einstellungen des Zahlenformats. Siehe hierzu auch Zahlenformat [Seite 197]. Im Bericht speziell getroffene Auswahl und Sortierung von Zeilen und Spalten für die Aufrißliste.

·

Wenn Änderungen nicht automatisch übernommen werden können, wird dies vom System mitgeteilt.

Formular prüfen Formular ® Prüfen

Mit dieser Funktion können Sie überprüfen, ob Sie alle Formularbestandteile richtig definiert haben. Mit dieser Funktion können Sie alle Informationen zum Thema `Definition des Formulars' anzeigen. Wollen Sie von hier aus ein Formular ändern, wählen Sie die Funktion Anzeigen <-> Ändern. Wollen Sie von hier aus einen Bericht anlegen, wählen Sie Umfeld ® Bericht anlegen.

Formular anzeigen

Formular ® Anzeigen

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Formular Siehe auch:

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Bericht [Seite 20]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Überblick: Formular

Überblick: Formular

Ein Formular beschreibt den inhaltlichen und formalen Aufbau einer Liste. Ein Formular kann als Halbfabrikat für Berichte oder für weitere Formulare angesehen werden, das bei der Berichtsdefinition noch durch (weitere) Merkmale und eventuell Kennzahlen vervollständigt wird. Der Inhalt eines Formulars sollte als fix angesehen werden und nur in Ausnahmefällen verändert werden. Verändert sich nämlich ein Formular, so wirkt sich diese Veränderung in allen Berichten aus, die dieses Formular verwenden.

Formulararten

Es gibt einkoordinatige und zweikoordinatige Formulare. Bei einkoordinatigen Formularen definieren Sie immer nur eine Dimension, d.h. entweder Spalten oder Zeilen. Bei zweikoordinatigen definieren Sie sowohl Spalten als auch Zeilen. Im einzelnen gibt es die folgenden Formulararten:

· Einkoordinatiges Formular ohne Kennzahl

Beim einkoordinatigen Formular ohne Kennzahl definieren Sie entweder die Zeilen oder die Spalten des Formulars mit Merkmalen. Über Grundbild gelangen Sie zunächst auf eine inhaltlich leere Liste mit Spalten. Sie können über Springen ® Zeilendarstellung das Formular jederzeit kippen. Sie können also frei entscheiden, ob Sie bei dieser Formularart die Zeilen oder Spalten definieren.

· Einkoordinatiges Formular mit Kennzahl

Beim einkoordinatigen Formular mit Kennzahl definieren Sie entweder die Zeilen oder Spalten des Formulars mit Kennzahlen. Über Grundbild gelangen Sie zunächst auf eine inhaltlich leere Liste mit Zeilen. Sie können über Springen ® Spaltendarstellung das Formular jederzeit kippen. Sie können also frei entscheiden, ob Sie bei dieser Formularart die Zeilen oder Spalten definieren.

· Zweikoordinatiges Formular mit Kennzahl

Beim zweikoordinatigen Formular mit Kennzahl definieren Sie sowohl die Zeilen als auch die Spalten des Formulars mit Kennzahlen und Merkmalen. Über Grundbild gelangen Sie auf eine inhaltlich leere Liste mit Zeilen und Spalten. Ob Kennzahlen in den Zeilen und Merkmale in den Spalten stehen oder umgekehrt, ist optional und hängt davon ab, worüber Sie berichten wollen. Welche Art von Formular Sie verwenden, hängt davon ab, welches Layout bzw. welchen (fixen) Inhalt Sie für Ihre Berichte benötigen. Weitere Informationen über die verschiedenen Formulararten finden Sie im Abschnitt Ad-hocBericht und Bericht mit Formular [Seite 14]. Siehe auch die folgenden Themengebiete, die im Zusammenhang mit Formularen stehen: Überblick: Variablen [Seite 47] Eingabe und Verwendung von Hierarchieknoten [Seite 65]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Formular anlegen/ändern

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Formular anlegen/ändern

Sowohl auf dem Einstiegsbild der Transaktion Bericht anlegen über Umfeld ® Formular anlegen als auch im Customizing oder über Informationssystem ® Formular ® Anlegen können Sie ein Formular anlegen bzw. ändern. Sie wählen die Art des Formulars und geben einen neuen Namen ein. Wenn Sie ein Formular anlegen möchten, das Berichte mit vollständig formatierter Detailliste ermöglicht, dann wählen Sie die Formularart Zwei Koordinaten (Matrix) aus.

Grundbild

Über Anlegen gelangen Sie zu einer inhaltlich leeren Liste. Je nach Art des Formulars erhalten Sie eine Liste mit Zeilen, Spalten oder eine Liste mit vier Zeilen und vier Spalten und damit den prinzipiellen Aufbau einer formatierten Liste. Jedes definierbare Feld auf dem Bild wird als Element bezeichnet. Somit ist jede Zeile, jede Spalte und jede Zelle ein Element des Formulars.

Elemente

Sie können die Zeilen, Spalten und Zellen eines Formulars einzeln definieren. Sie positionieren den Cursor auf dem zu bearbeitenden Element und wählen die Menüfolge Bearbeiten ® Element ® Element definieren bzw. Ändern/Anzeigen. Sie können ein Element auch direkt mit einem Doppelklick darauf definieren. Es erscheint ein Dialogfenster, in dem Sie das Element definieren können:

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Formular anlegen/ändern

Außer auf bereits definierten Zeilen und Spalten können Sie überall im Formular ein Element definieren. Möchten Sie ein weiteres Element definieren, können Sie dieses entweder über die Menüfolge Bearbeiten ® Element ® Element einfügen zwischen bereits definierten Zeilen bzw. Spalten einfügen, oder aber Sie definieren das Element direkt per Doppelklick an der entsprechenden Stelle. Ein bereits definiertes Element können Sie durch Doppelklick ändern. Eine Zelle können Sie erst dann definieren, wenn die zugehörige Zeile und die zugehörige Spalte bereits definiert sind. Definierte Zellen werden durch Symbole visualisiert.

Wenn die Gesamtbreite der von Ihnen definierten Spalten 255 Zeichen überschreitet, werden die Spalten jenseits dieser Grenze weder am Bildschirm angezeigt noch ausgedruckt. Sie können den Bereich jenseits des 255. Zeichens jedoch für Hilfsspalten nutzen, in denen Sie Formelberechnungen oder andere Kennzahlen verwenden können, auf die im sichtbaren Bereich des Berichts Bezug genommen wird. Weitere Informationen zu zeilen-, spalten- und zellenspezifischen Bearbeitungen finden Sie im Abschnitt Elemente definieren [Seite 100].

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Formular anlegen/ändern

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Falls ein einzelnes Merkmal bzw. ein einzelner Merkmalswert für das gesamte Formular gelten soll, also in jede Zeile oder Spalte eines Formulars eingehen soll, können Sie dieses Element über Bearbeiten ® Allgemeine Selektionen zentral festlegen. Die Festlegung von Elementen über Allgemeine Selektionen kann zu verbesserten Antwortzeiten führen. Siehe auch Allgemeine Selektionen [Seite 105]. Für applikationsspezifische Beispiele zum Thema Formular anlegen siehe:

· · ·

Beispiel: Formular anlegen (CO-PA) [Seite 93] Beispiel: Formular anlegen (EC-EIS / CO-PC) [Seite 95] Beispiel: Formular anlegen (FI) [Seite 97]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Formular anlegen (CO-PA)

Beispiel: Formular anlegen (CO-PA)

1. Sie befinden sich beispielsweise in einem zweikoordinatigen Formular und möchten die erste Spalte definieren. Hierfür positionieren Sie den Cursor auf die zu definierende Spalte und wählen die Funktion mit Doppelklick. 2. Anschließend legen Sie fest, ob Sie das Element von Grund auf definieren wollen (Auswahl Merkmale, Wertfelder bzw. Rechenschema-Elemente) oder ob Sie ein Element eines einkoordinatigen Formulars als Vorlage nutzen möchten (Auswahl Vordefiniertes Element). Wenn Sie Merkmale auswählen, erscheint ein Dialogfenster, in dem Sie die gewünschten Merkmale auswählen. In der weiteren Bearbeitung müssen Sie ein Merkmal, ein vordefiniertes Element oder eine Formel für jede Spalte auswählen. Die Wertfelder bzw. Elemente eines Rechenschemas werden in den Zeilen festgelegt. Wenn Sie Wertfelder auswählen, erscheint ein Dialogfenster, wo Sie zunächst ein Feld auswählen und dieses zusätzlich durch Merkmalswerte einschränken können. In der weiteren Bearbeitung müssen Sie ein Wertfeld, ein vordefiniertes Element oder eine Formel für jede Spalte auswählen. Wenn Sie in der kalkulatorischen Ergebnisrechnung Rechenschema-Elemente auswählen, erscheint eine Liste der möglichen Rechenschemata. Aus dieser Liste wählen Sie ein Rechenschema aus. Anschließend wählen Sie in einem weiteren Dialogfenster ein Element dieses Schemas aus, das Sie zusätzlich durch Merkmalswerte einschränken können. In der weiteren Bearbeitung müssen Sie ein Wertfeld, ein vordefiniertes Element oder eine Formel für jede Spalte auswählen. In diesem Beispiel wählen wir Wertfelder aus. 3. Bei der Festlegung der Merkmalswerte können Sie statt fester Werte Variablen hinterlegen. Hierzu positionieren Sie den Cursor auf das entsprechende Eingabefeld und wählen Variable an/aus. Hierauf wird vor das Eingabefeld ein markiertes Ankreuzfeld gestellt und das Eingabefeld entsprechend angepaßt. Möchten Sie lokale Variablen verwenden, dann ist dem Variablennamen ein $ voranzustellen. Ansonsten wird die Variable als globale Variable angesehen und entsprechend geprüft. Möchten Sie dagegen gleich Merkmalswerte auswählen, geben Sie entweder einen Einzelwert oder ein Intervall an. Mit der Drucktaste Mehr... ist es möglich, mehrere Einzelwerte bzw. Intervalle einzugeben.

In der buchhalterischen Ergebnisrechnung muß ein Merkmal, das die Währung eines ausgewählten Wertfeldes bestimmt, eindeutig festgelegt werden. Für solche Merkmale darf kein Intervall definiert sein. Wenn Sie einen bereits ausgewählten Merkmalswert korrigieren, wird die Merkmalswertsbezeichnung über Auffrischen nachgelesen. 4. Klicken Sie auf das Symbol , um Texte in drei unterschiedlichen Längen einzugeben, die als Spaltenüberschrift des Elements verwendet werden. Wird das Element neu definiert, dann wird als Vorschlagswert der Text des Von-Werts des ersten Merkmals übernommen. Über die Textart kann später für alle Spalten bestimmt werden, welcher Text herangezogen wird. Wenn Sie eine zweizeilige Überschrift wünschen, können Sie den Zeilenumbruch durch ein in den Langtext eingefügtes ";" (Semikolon) steuern.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Formular anlegen (CO-PA)

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5. Ab der Definition des zweiten Elements in einer Koordinate wählen Sie auf dem ersten Dialogfenster aus, ob das Element über Wertfelder (bzw. Merkmale), über vordefinierte Elemente oder über eine Formel definiert wird. Wenn Sie Formel wählen, dann können Sie im Formeleditor eine Formel auf Basis der Elemente der gleichen Koordinate des Formulars und auf zuvor definierte Zellen hinterlegen.

Wenn Sie in der buchhalterischen Ergebnisrechnung ein Wertfeld, dessen Währung von einem Merkmal bestimmt ist, in verschiedenen Elementen auswählen, können Sie jeweils einen anderen Merkmalswert eingeben, z.B. mehrere Buchungskreise mit verschiedenen Währungen. Dies bedeutet, daß mehrere Währungen in einem Bericht nebeneinander dargestellt werden können.

Sie können ein vollständiges Rechenschema [Extern] in einem einzigen Bearbeitungsschritt in einen Bericht aufnehmen. Gehen Sie dazu wie folgt vor: Wählen Sie Bearbeiten ® Zeilen ® Alle Z. ersetzen und dann Alle Merkmalswerte eines Merkmals. Wählen Sie anschließend aus der Merkmalsliste den Eintrag "El. d. Rechenschemas". Nachdem Sie eines der verfügbaren Rechenschemata ausgewählt haben, setzt das System alle Kennzahlen, die zu diesem Schema gehören, in das Formular ein.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Formular anlegen (EC-EIS/CO-PC)

Beispiel: Formular anlegen (EC-EIS/CO-PC)

1. Sie befinden sich beispielsweise in einem zweikoordinatigen Formular und möchten die erste Spalte definieren. Hierfür positionieren Sie den Cursor auf die zu definierende Spalte und wählen die Funktion mit Doppelklick. 2. Anschließend legen Sie fest, ob Sie das Element von Grund auf definieren wollen (Auswahl Merkmale bzw. Kennzahlen) oder ob Sie ein Element eines einkoordinatigen Formulars als Vorlage nutzen möchten (Auswahl Vordefiniertes Element). Wenn Sie Merkmale auswählen, erscheint ein Dialogfenster, in dem Sie die gewünschten Merkmale auswählen. In der weiteren Bearbeitung müssen Sie ein Merkmal, ein vordefiniertes Element oder eine Formel für jede Spalte auswählen. Die Kennzahlen werden in den Zeilen festgelegt. Wenn Sie Kennzahlen auswählen, erscheint ein Dialogfenster, wo Sie zunächst eine Kennzahl auswählen und diese zusätzlich durch Merkmalswerte einschränken können. In der weiteren Bearbeitung müssen Sie eine Kennzahl, ein vordefiniertes Element oder eine Formel für jede Spalte auswählen. In diesem Beispiel wählen wir Kennzahlen aus. 3. Bei der Festlegung der Merkmalswerte können Sie statt fester Werte Variablen hinterlegen. Hierzu positionieren Sie den Cursor auf das entsprechende Eingabefeld und wählen Variable an/aus. Hierauf wird vor das Eingabefeld ein markiertes Ankreuzfeld gestellt und das Eingabefeld entsprechend angepaßt. Drucken Sie F4, um die eingerichteten globalen Variablen anzuzeigen. Wollen Sie lokale Variablen verwenden, dann ist dem Variablennamen ein $ voranzustellen. Ansonsten wird die Variable als globale Variable angesehen und entsprechend geprüft. Möchten Sie dagegen gleich Merkmalswerte auswählen, geben Sie entweder einen Einzelwert oder ein Intervall an. Mit der Drucktaste Mehr... ist es möglich, mehrere Einzelwerte bzw. Intervalle einzugeben.

Ein Merkmal, das die Währung einer ausgewählten Kennzahl bestimmt, muß eindeutig festgelegt werden. Für solche Merkmale sind keine Intervalle zulässig. Wenn Sie einen bereits ausgewählten Merkmalswert korrigieren, wird die Merkmalswertbezeichnung über Auffrischen nachgelesen. 4. Klicken Sie auf das Symbol , um Texte in drei unterschiedlichen Längen einzugeben, die das Element beschreiben. Wird das Element neu definiert, dann wird als Vorschlagswert der Text des Von-Werts des ersten Merkmals übernommen. Über die Textart kann später für alle Spalten bestimmt werden, welcher Text herangezogen wird (Format ® Alle Spalten ® Textart...). Wenn Sie eine Variable für den Merkmalswert definiert haben, ist es auch sinnvoll, hier eine Variable für den Text zu hinterlegen. 5. Ab der Definition des zweiten Elements in einer Koordinate können Sie im ersten Dialogfenster zusätzlich auswählen, ob das Element über eine Formel definiert wird. Wenn Sie Formel auswählen, dann kann im Formeleditor eine Formel auf Basis der Elemente der gleichen Koordinate des Formulars und auf zuvor definierte Zellen hinterlegt werden.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Formular anlegen (EC-EIS/CO-PC)

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Wenn man ein Wertfeld, dessen Währung von einem Merkmal bestimmt ist, in verschiedenen Elementen auswählt, kann man jeweils einen anderen Merkmalswert eingeben, z.B. mehrere Gesellschaften mit verschiedenen Währungen. Dies bedeutet, daß mehrere Währungen in einem Bericht nebeneinander dargestellt werden können. Sie pflegen die Zeilen in ähnlicher Weise wie die Spalten. Zeilen-, spalten- und zellenspezifische Bearbeitungen sind im Abschnitt Elemente definieren [Seite 100] beschrieben.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Formular anlegen (FI)

Beispiel: Formular anlegen (FI)

1. Wählen Sie im Einführungsleitfaden der Buchhaltung den Arbeitsschritt "Formular bearbeiten". 2. Geben Sie die Berichtsart Bilanzanalyse an und geben Sie eine Bezeichnung für das Formular ein und wählen Sie als Formularart Eine Koordinate mit Kennzahl (dies gilt für Bilanzanalysen jeder Art).

Es werden von SAP Standardformulare ausgeliefert, die Sie als Vorlage zur Gestaltung eigener Formulare nutzen können. Der hierfür vorgesehene Namensraum umfaßt 0SAPBLNCE-01 bis 0SAPBLNCE-NN und darf für Ihre eigenen Formulare nicht benutzt werden. 3. Wählen Sie Anlegen. Sie befinden sich defaultmäßig in der Zeilendarstellung eines Formulars. Sie können über Springen ® Spaltendarstellung in die Spaltendarstellung wechseln.

Merkmale für alle Spalten definieren:

4. Sie definieren zunächst die Merkmale, die für alle Spalten Ihres Formulares gelten. Da in alle Spalten Ihres Formulares Ist-Daten eingehen sollen, können Sie dieses allgemeine Merkmal über Bearbeiten ® Allgemeine Selektionen festlegen. Es erscheint ein Dialogfenster, in dem Sie die Merkmale für die allgemeinen Selektionen auswählen können. Hier fügen Sie das Merkmal Plan-/Ist-Kennzeichen in die Tabelle Ausgewählte Merkmale ein und legen das Merkmal auf den Wert "0" für Ist-Daten fest.

Erste Spalte definieren:

5. Nachdem Sie die allgemeinen Merkmale definiert haben, legen Sie anschließend die Merkmale der einzelnen Spalten fest. Hierzu positionieren Sie den Cursor auf der ersten Spalte und wählen Bearbeiten ® Element ® Element definieren. 6. Es erscheint ein Dialogfenster, in dem Sie die Option Kennzahl mit Merkmalen ankreuzen. 7. Es erscheint ein weiteres Dialogfenster. Wählen Sie die Kennzahl Bilanzwert aus der Liste der verfügbaren Kennzahlen. Die Kennzahl steht in diesem Fall für die Werte der Bilanz, die für Ihren Bericht ausgewertet werden soll. Für einen Ist-/Ist-Jahresvergleich benötigen Sie zusätzlich das Merkmal Geschäftsjahr. Wenn Sie beispielsweise einen Plan-/Ist-Vergleich machen wollen, müßten Sie zusätzlich auch noch das Merkmal Planversion in die Tabelle Ausgewählte Merkmale aufnehmen. Anschließend legen Sie die Merkmalswerte der von Ihnen gewählten Merkmale fest: ­ als Geschäftsjahr können Sie entweder feste Werte oder Variablen eingeben. Zur Angabe von Variablen positionieren Sie den Cursor auf das entsprechende Eingabefeld und wählen Variable ein/aus. Hierauf wird das Eingabefeld entsprechend angepaßt. Über die F4-Hilfe erhalten Sie eine Liste der im System bereits vordefinierten globalen Variablen für das Geschäftsjahr. Für die erste Spalte des Jahresvergleiches wählen Sie die Variable "1FY" aus.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Formular anlegen (FI)

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Möchten Sie dagegen feste Werte eingeben, geben Sie einen Einzelwert, z.B. 1995 an. Die Verwendung von Variablen hat den Vorteil, daß Sie das Formular für verschiedene Berichte verwenden können, da die Werte für die Variablen erst beim Ausführen eines Berichtes festgelegt werden. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Variablenbewertung [Extern] der Dokumentation FI Finanzinformationssystem. 8. Klicken Sie auf das Symbol , um Texte in drei unterschiedlichen Längen einzugeben, die als Spaltenüberschrift des Elements verwendet werden sollen. Sie haben die Möglichkeit, einen Kurz-, Mittel- oder Langtext zu erfassen. Über die Textart kann später für alle Spalten bestimmt werden, welcher Text herangezogen wird. Möchten Sie eine zweizeilige Überschrift, dann ist beim Langtext darauf zu achten, daß der Text an der Trennungsstelle durch ein Semikolon (;) zu trennen ist. Falls Sie mit Variablen arbeiten, müssen Sie in der Spaltenüberschrift auch Variablen angeben. Für den Jahresvergleich können Sie beispielsweise folgende Texte hinterlegen: ­ ­ ­ als Kurztext: GJ;1FY als Mitteltext: GeschJ;1FY als Langtext: Geschäftsjahr;1FY Über Format ® Spalte ® Spaltenbreite können Sie die Spaltenbreite verändern. Über Format ® Alle Spalten ® Textart können Sie die Textart ändern. Variablen in Spaltentexten werden erst bei der Ausführung eines Berichtes mit Werten gefüllt.

Zweite Spalte definieren

9. Nachdem Sie die erste Spalte definiert haben, haben Sie Möglichkeit, die zweite bzw. weitere Spalte(n) zu definieren, wie unter Schritt 5-8 beschrieben. Sie können jedoch auch Spalteneigenschaften von einer Spalte zu einer anderen kopieren. Hierzu markieren Sie die zu kopierende Spalte, positionieren den Cursor auf die noch zu definierende Spalte und wählen Bearbeiten ® Markierter Bereich ® Kopieren. Die Spalteneigenschaften der ersten Spalte werden auf die zweite übertragen. Sie müssen jetzt nur noch die Eigenschaften, durch die sich die zweite von der ersten unterscheidet, festlegen. Für den Jahresvergleich müssen Sie in der zweiten Spalte ein anderes Geschäftsjahr eintragen, in unserem Fall "1995". Wenn Sie Variablen verwenden, geben Sie als Merkmalswert für die Variable "1FY-1" ein.

Abweichung definieren

10. In der dritten Spalte muß die Abweichung zwischen der ersten und der zweiten Spalte definiert werden. Hierzu positionieren Sie den Cursor auf der dritten Spalte und wählen Bearbeiten ® Element ® Element definieren. 11. Auf dem folgenden Bild wählen Sie den Elementtyp Formel aus.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Formular anlegen (FI)

12. Sie gelangen in den Formeleditor, in dem Sie die Formel für die Berechnung der Abweichung hinterlegen müssen. Mit dem Formeleditor können Sie die Standardrechenoperationen (+, -, *,/) mit beliebigen Elementen durchführen. Wählen Sie nun unter Bezeichner durch Doppelklick den ersten Wert aus, wählen Sie das Minuszeichen aus und unter Bezeichner den zweiten Wert. 13. Auf dem folgenden Bild pflegen Sie abschließend noch die Textarten für die Spalte "Abweichung" ein. 14. Überflüssige Spalten können Sie löschen, indem Sie die Spalten markieren und Bearbeiten ® Löschen wählen. 15. Sichern Sie das Formular.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Elemente definieren

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Elemente definieren

Elementtypen bei der Zeilen- und Spaltendefinition

Mit der Funktion Bearbeiten ® Element definieren können Sie Zeilen und Spalten in einem Formular definieren. Es erscheint ein Dialogfenster, in dem Sie einen Elementtyp auswählen müssen. Welche Elementtypen wann angeboten werden, ist abhängig von der Festlegung der Dimension (Zeile oder Spalte) mit einer Kennzahl oder mit einem Merkmal.

Elementtyp (reine) Merkmale Erläuterung Festlegung · · · Kennzahl (Wertfeld) mit Merkmalen Wird angeboten

eines oder mehrerer Merkmale, der Merkmalswerte und des erscheinenden Texts

in der Dimension, in der (noch) keine Kennzahlen festgelegt sind

Festlegung · · · ·

einer Kennzahl, der Merkmale, die die Kennzahl einschränken, der Merkmalswerte und des erscheinenden Texts

in der Dimension, in der noch keine (reinen) Merkmale festgelegt sind

RechenschemaElement

Festlegung ·

(nur in der Ergebnisrechnung möglich)

einer Kennzahl, die bereits als Element im verwendeten Rechenschema vorkommt, der Merkmale, die die Kennzahl einschränken, der Merkmalswerte und des erscheinenden Texts

in der Dimension, in der keine Merkmale festgelegt sind

· · ·

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April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Elemente definieren

Vordefiniertes Element

Festlegung

eines Elements mit Vorlage D.h., hier ist es möglich, Elemente aus einem bereits definierten eindimensionalen Formular zu übernehmen. Sie wählen zunächst ein Formular aus und dann das gewünschte Element. Die gleiche Folge an Dialogfenstern wird durchlaufen, wobei alle Werte bereits aus dem Vorlageelement vorbelegt sind. Wo sinnvoll, können die Werte auch verändert werden.

·

wenn noch keine Dimension festgelegt ist, werden eindimensionale Formulare mit und ohne Kennzahl angeboten in der Dimension, in der Kennzahlen festgelegt sind, werden nur ein-dimensionale Formulare mit Kennzahl angeboten in der Dimension, in der Merkmale festgelegt sind, werden nur eindimensionale Formulare ohne Kennzahl angeboten

·

·

Formel

Definition

einer Formel mit bereits definierten Elementen der gleichen Dimension

·

in jeder Dimension, in der bereits mindestens ein Element definiert wurde

Zeilenspezifische Bearbeitung

Über den Menüpunkt Bearbeiten ® Zeilen werden spezielle Zeilenfunktionen angeboten. Leerzeile einfügen bzw. Trennlinie einfügen fügt in der aktuellen Zeile (Cursorposition) eine Leerzeile bzw. eine Zeile mit bestimmter Zeichenfolge ein. Freier Text setzt ab Cursorposition ein 40-stelliges Feld ein. Mit der Funktion Alle Zeilen ersetzen können alle Zeilen des aktuellen Formulars durch alle Werte eines Merkmals oder durch ein passendes einkoordinatiges Formular ersetzt werden. Mit 'passend' ist ein einkoordinatiges Formular mit oder ohne Kennzahl gemeint, abhängig davon, ob Sie bereits ein Element definiert haben. Falls Sie noch kein Element definiert haben, werden einkoordinatige Formulare sowohl mit als auch ohne Kennzahl angeboten. Wenn Sie jedoch z.B. bereits eine Spalte mit einer Kennzahl definiert haben, können in die Zeilen nur noch Merkmale eingehen. Entsprechend werden vom System nur Formulare ohne Kennzahl angeboten. Für den Fall, daß im passenden einkoordinatigen Formular die Spalten definiert sind, können Sie die Zeilen-Spaltenstruktur des Formulars über Springen ® Zeilendarstellung nach Bedarf kippen.

Die Ersetzungsfunktion ist nur bei zweikoordinatigen Formularen möglich. Beim einkoordinatigen Formular kann beim Anlegen mit einer Vorlage gearbeitet werden.

April 2001

101

Allgemeines Recherchebuch (CA) Elemente definieren

SAP AG

Die Funktion Bearbeiten ® Zeilen ® Ausblenden blendet die Zeile, auf der der Cursor steht, aus. Die ausgeblendete Zeile bleibt inhaltlich erhalten und kann weiterhin in Formeln verwendet werden. Die ausgeblendeten Zeilen können über Ausgeblendete Zeilen ® Ändern bearbeitet werden. Ebenso ist ein Löschen und Einblenden dieser Zeilen möglich.

Spaltenspezifische Bearbeitung

Über den Menüpunkt Bearbeiten ® Spalten werden spezielle Spaltenfunktionen angeboten. Mit der Funktion Alle Spalten ersetzen können alle Spalten des aktuellen Formulars durch ein passendes einkoordinatiges Formular ersetzt werden. Mit `passend' ist ein einkoordinatiges Formular mit oder ohne Kennzahl gemeint, abhängig davon, ob Sie bereits ein Element definiert haben. Falls Sie noch kein Element definiert haben, werden einkoordinatige Formulare sowohl mit als auch ohne Kennzahl angeboten. Wenn Sie jedoch z.B. bereits eine Zeile mit einer Kennzahl definiert haben, können in die Spalten nur noch Merkmale eingehen. Entsprechend werden vom System nur Formulare ohne Kennzahl angeboten. Für den Fall, daß im passenden einkoordinatigen Formular die Zeilen definiert sind, können Sie die Zeilen-Spaltenstruktur des Formulars über Springen ® Spaltendarstellung nach Bedarf kippen.

Diese Funktion ist nur beim zweikoordinatigen Formular möglich. Beim einkoordinatigen Formular ist zu empfehlen, mit Vorlage zu arbeiten. Die Funktionen Bearbeiten ® Spalten ® Ausblenden und Bearbeiten ® Spalten ® Ausgeblendete Spalten funktionieren analog zu den entsprechenden Funktionen für Zeilen.

Zelltypen bei der Zelldefinition

Der Inhalt einer Zelle wird in der Regel durch die Zeile und Spalte bestimmt, deren Schnittpunkt sie bildet. Reicht dies zur inhaltlichen Bestimmung nicht aus, muß die Zelle selbst definiert werden. Hierfür positionieren Sie entweder den Cursor auf eine Zelle und wählen Bearbeiten ® Element ® Element definieren, oder Sie führen direkt einen Doppelklick auf der Zelle aus. Auf dem folgenden Dialogfenster definieren Sie die Zelle, indem Sie zunächst einen der angebotenen Zelltypen auswählen. Im folgenden werden die möglichen Zelltypen vorgestellt und erklärt, wann sie vom System zur Auswahl angeboten werden.

· Formelpriorität festlegen Formelpriorität festlegen wird angeboten, wenn sowohl die zugehörige Spalte als auch die zugehörige Zeile Formeln enthalten. Hier legen Sie fest, welche der Formeln für die Berechnung der Zelle benutzt werden soll. Ergebnis aus Spaltenformel bedeutet, daß die Formel, die in der Spalte hinterlegt ist, berechnet wird. Analoges gilt für Ergebnis aus Zeilenformel. Zellen, bei denen die Formelpriorität festgelegt werden muß, erscheinen im Formular mit einem roten Fragezeichen.

Die Visualisierung der gewählten Formel erfolgt mittels eines Pfeilsymbols, das auf die Dimension zeigt, die Vorrang hat (Spaltenformel hat Vorrang: é, Zeilenformel hat Vorrang: ç).

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April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Elemente definieren

Neben den zwei Formelprioritäten Ergebnis aus Zeilenformel und Ergebnis aus Spaltenformel wird Ihnen auch die Einstellung Keine Festlegung zur Auswahl angeboten. Bei der Einstellung der Formelpriorität gilt das Prinzip `Die letzte Einstellung gilt'. Mit der Einstellung Keine Festlegung erhalten Sie die Möglichkeit, die letzte Einstellung rückgängig zu machen.

· Selektion mit Kennzahl (Wertfeld)

Wählen Sie Selektion mit Kennzahl (Wertfeld), wenn eine gesonderte Selektion auf der Zellebene erfolgen soll. Die Definition erfolgt anschließend durch Auswahl einer Kennzahl, Merkmale und deren Werte sowie durch Angabe eines gesonderten Zelltextes. Visualisiert wird diese Zellendefinition über das folgende Zeichen: ¨. Beachten Sie bitte, daß diese Sonderzelle nicht den Wert enthalten muß, der sich aus dem Kreuzungspunkt der Zeilen- und Spaltenselektion ergeben würde.

· Formel Formel wird genau dann angeboten, wenn mindestens eine Ausnahme-Zelle zuvor definiert wurde, die in die Formel einfließen kann. Bei Auswahl dieses Zelltyps wird automatisch in den Formeleditor verzweigt. Dort können Sie eine Formel auf Basis der bereits vorhandenen Ausnahme-Zellen definieren. Die Zelle wird durch einen gesonderten Zelltext beschrieben.

Beachten Sie bitte, daß auch diese Sonderzelle nicht den Wert enthalten muß, der sich aus dem Kreuzungspunkt der Zeilen- und Spaltenselektion ergeben würde.

· Inaktiv Inaktiv dient dazu, eine Zelle auszuschalten für den Fall, daß der Wert der Zelle keinen Sinn ergibt.

Die Zelle ist damit leer und erscheint im Formular als 0 (Null).

· Markiert

Wählen Sie Markiert, wenn auf der Zelle selbst keine besondere Verarbeitung erfolgt, diese jedoch in Formeln eingehen soll. Verzweigen Sie dann bei der Formeldefinition in den Formeleditor, werden Ihnen die markierten Zellen zur Auswahl angeboten. Sonderzellen, also Zellen mit Formelpriorität, Selektionen oder Formel sind automatisch markiert. Die markierten Zellen werden im Formular im sogenannten Markiermodus (Zusätze ® Markiermodus Zellen) visualisiert. Den Markiermodus können Sie mit der Taste Zellen übernehmen wieder deaktivieren.

· Keine Sonderverarbeitung Keine Sonderverarbeitung löscht die Sonderverarbeitung der Zelle, falls eine definiert wurde. Die Zelle ist dann eine normale Zelle, deren Wert das Ergebnis aus Zeilen- und Spaltendefinition ist.

Dieser Zellentyp wird nicht angeboten, wenn eine Sonderverarbeitung auf der Zelle zwingend notwendig ist. Dies ist dann der Fall, wenn die Zelle den Schnittpunkt einer Formelzeile und einer Formelspalte bildet, wobei mindestens eine der Formeln nicht nur additive Verknüpfungen enthält.

April 2001

103

Allgemeines Recherchebuch (CA) Elemente definieren

SAP AG

Im Gegensatz zu den Zeilen und Spalten kann der Zellentyp jederzeit verändert werden.

104

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Allgemeine Selektionen

Allgemeine Selektionen

Merkmale und Merkmalswerte

Über Bearbeiten ® Allgemeine Selektionen ® Anzeigen/ändern bzw. mit einem Doppelklick direkt auf die Bezeichnung Formular legen Sie die Merkmale und Merkmalswerte fest, die für das gesamte Formular gelten, z.B. die Werte von Periode/Jahr für den Fall, daß das Formular sich auf das gesamte Geschäftsjahr bezieht. Das jeweilige Merkmal steht dann für die Definition von weiteren Zeilen und Spalten nicht mehr zur Verfügung.

Die Funktion Allgemeine Selektionen empfiehlt sich in jedem Fall für ein Merkmal, welches für ein gesamtes Formular gilt, im Vergleich zur Festlegung des Merkmals je Einzelelement. Zum einen verringert sich der Aufwand bei der Definition des Formulars erheblich. Zum anderen führt dies beim Ausführen des Berichts zu verbesserten Antwortzeiten, da weniger Daten gelesen werden.

Formelpriorität

Die Funktion Allgemeine Selektionen ® Formelpriorität regelt Konflikte bei der Berechnung von Zellen für den Fall, daß sowohl für Spalten als auch für Zeilen Formeln definiert sind. Sollen die Zeilenformeln Vorrang haben, wählen Sie Ergebnis aus Zeilenformel. Die definierten Zellen werden in diesem Fall mit dem folgenden Symbol gekennzeichnet: ç. Sollen die Spaltenformeln Vorrang haben, wählen Sie Ergebnis aus Spaltenformel. Die definierten Zellen erhalten das Symbol: é. Die mit dieser Funktion getroffenen Einstellungen gelten immer für ein gesamtes Formular. Sie können die Formelpriorität über Bearbeitung ® Element ® Formelpriorität für eine einzelne Zeile oder Spalte ändern, während für den Rest des Formulars die unter Allgemeine Selektionen getroffene Formelpriorität weiterhin gültig bleibt. Wollen Sie die Formelpriorität für eine einzelne Zelle ändern, machen Sie dies direkt per Doppelklick auf die Zelle.

Neben den zwei Formelprioritäten Ergebnis aus Zeilenformel und Ergebnis aus Spaltenformel wird Ihnen auch die Einstellung Keine Festlegung zur Auswahl angeboten. Da bei der Einstellung der Formelpriorität das Prinzip gilt `Die letzte Einstellung zieht', wird Ihnen mit Keine Festlegung die Möglichkeit gegeben, die letzte Einstellung nach Bedarf rückgängig zu machen.

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105

Allgemeines Recherchebuch (CA) Aufrißliste und prozentuale Anteile definieren

SAP AG

Aufrißliste und prozentuale Anteile definieren

Aufrißliste definieren Online

Nachdem Sie ein Formular definiert haben, können Sie die dazugehörige Aufrißliste für einen Bericht im Online definieren. Wählen Sie die Funktion Zusätze ® Aufrißliste ® Auswahl Zeilen/Spalten. Markieren Sie dann alle Zeilen und Spalten, die Bestandteil der Aufrißliste sein sollen. Nachdem Sie Übernehmen gedrückt haben, wird Ihnen das Layout der Aufrißliste zur Kontrolle angezeigt. Die Aufrißliste wird beim Sichern des Formulars mit gesichert. Dieses Layout gibt den formalen Aufbau jedes Berichts vor, der auf der Grundlage des Formulars definiert wird.

Aufrißliste definieren für den Ausdruck

Es kann nützlich sein, für den Ausdruck eines Berichts eine etwas andere Aufrißliste zu definieren als für den Bericht im Online. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn Sie wegen der Übersichtlichkeit einen Bericht im Online auf die wichtigsten Spalten beschränken, jedoch das Querformat des Blatts beim Druck ausnutzen wollen und weitere Spalten in der Aufrißliste für den Ausdruck definieren. Die Aufrißliste für den Ausdruck definieren Sie unter Zusätze ® Aufrißliste Druck und erfolgt analog zur Definition der Aufrißliste im Online.

Bevor Sie das Formular sichern, sollten Sie zuerst Formular ® Prüfen ausführen. Falls etwas falsch oder gar nicht definiert wurde, wird eine entsprechende Nachricht ausgegeben. Sie können anschließend die nötigen Änderungen durchführen und damit sicher sein, daß das Formular korrekt ist, bevor Sie es bei einem Bericht verwenden.

Prozentuale Anteilsspalten und -zeilen

Sie können für Zeilen und Spalten im Formular prozentuale Anteile von Summen definieren. Dazu stehen bei der Formeldefinition im Formeleditor die Rechenoperationen prozentualer Anteil an der Gesamtsumme (Syntax: %T ( ABC) wobei für ABC das Element `Gesamtsumme' eingetragen wird) und prozentualer Anteil an der Summe (Syntax: %S ( XYZ) wobei für XYZ das Element `Summe' eingetragen wird) zur Verfügung. Der Anteil der Gesamtsumme bezieht sich dabei immer auf das oberste Merkmal in der Navigation. Der Anteil an der Summe ergibt in jeder Navigationsstufe 100%. Für weitere Informationen dazu siehe auch die Online-Hilfe (F1). Für ein Beispiel zu diesen Rechenoperationen vergleichen Sie den Bericht 0-SAP05 der kalkulatorischen Ergebnisrechnung im Ergebnisbereich S001.

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April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Formulareinstellungen vornehmen

Formulareinstellungen vornehmen

Sie können beim Anlegen eines Formulars Formulareinstellungen vornehmen, die beispielsweise die Zeilen- und Spaltendarstellung oder das Zahlenformat betreffen. Diese Formulareinstellungen legen fest, in welcher Formatierung die Elemente auf der Berichtsliste eines Berichts angezeigt werden, der auf der Vorlage dieses Formulars basiert. Sie können die vorgegebenen Formulareinstellungen zur Formatierung beim Anlegen eines Berichts auch verändern (siehe Formulareinstellungen im Abschnitt Funktionen der Berichtsdefinition [Seite 23]).

Vorgehensweise

Sie formatieren die Elemente eines Formulars (Farbeinstellungen, Zahlenformat, Vorzeichenumkehr, usw.), indem Sie das Element markieren und über das Menü Format die entsprechende Funktion auswählen. Die Formatanweisung wird unmittelbar sichtbar.

Zur Vereinfachung können Sie ein oder mehrere Elemente gleichzeitig formatieren, indem Sie diese zunächst markieren und anschließend nacheinander die gewünschten Formatierungen einstellen bzw. auswählen. Die Markierungen bleiben solange erhalten bis sie mit Alle Markierungen löschen wieder aufghoben werden.

· · Farbeinstellung

Mit dieser Funktion können Sie ein markiertes Element farblich hervorheben.

Zahlenformat

Mit dieser Funktion wird erstens die Skalierung und zweitens die Anzahl der Dezimalstellen festgelegt. Es ist zu beachten, daß die hier durchgeführte Festlegung immer auf bestimmte Spaltengruppen Bezug nimmt. Nachdem man einen Bericht ausgeführt hat, läßt sich diese Definition verfeinern, d.h. es können für einzelne Spalten andere Einstellungen vorgenommen werden. Weitere Informationen zum Zahlenformat befinden sich im Abschnitt Zahlenformat [Seite 197].

· Vorzeichenumkehr

Diese Funktion bewirkt, daß im Bericht die Vorzeichen umgekehrt dargestellt werden. Negative Werte werden positiv angezeigt, positive Werte werden mit einem MinusZeichen angezeigt. Im Formular wird dies mit einem `-' visualisiert.

· Nullunterdrückung

Mittels der Funktion Nullunterdrückung bleiben Zellen, die den Wert Null enthalten, im Bericht leer. Im Formular wird diese Formatierung mit kleinen `xxx.xxx.xxx' visualisiert.

· Zeile

Mit der Funktion Einrückungszeichen können Sie den Text einzelner Zeilen einrücken, um z.B. eine grafische Gliederung darzustellen.

· Alle Zeilen

Diese Funktionen beziehen sich immer auf alle Zeilen eines Formulars.

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Formulareinstellungen vornehmen

SAP AG

Die Funktion Flatterrand hat nur dann eine Auswirkung, wenn Zeilen zuvor mit der Funktion Zeile ® Einrückungszeichen formatiert wurden. Durch die Funktion werden alle Zeilen an der am weitest eingerückten Zeile bündig ausgerichtet. Mit der Funktion Textart wird festgelegt, welcher Text (Kurztext, mittellanger Text, Langtext) in den Zeilen angezeigt wird.

· Spalte

Mit der Funktion Spaltenbreite können Sie die Spaltenbreite verändern. Markieren Sie zunächst die Spalte(n), die Sie bearbeiten möchten und führen dann die Funktion durch. Wählen Sie schließlich Alle Markierungen löschen.

· Alle Spalten

Diese Funktionen beziehen sich immer auf alle Spalten eines Formulars. Mit der Funktion Ausrichtung Spaltentext wird die Positionierung des Textes innerhalb der Spalten festgelegt (linksbündig, zentriert, rechtsbündig). Die Funktion Textart legt fest, welcher Text in den Spalten angezeigt wird. Wählen Sie `Langtext zweizeilig', dann ist in jeder Spalte der Langtext an der Umbruchstelle mit einem `;' zu kennzeichnen.

· Grundeinstellung

Grundeinstellung setzt alle Formatierungen auf Initial zurück.

Zellenspezifische Formatierungen sind zur Zeit noch nicht unterstützt.

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April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht ausführen

Bericht ausführen

Mit dieser Funktion führen Sie einen Bericht aus, d.h., zu einem ausgewählten Bericht werden die dazugehörigen Berichtsdaten auf Berichtslisten angezeigt. Da das Ausführen von Berichten in den Applikationen unterschiedlich gehandhabt wird, lesen Sie bitte den entsprechenden Abschnitt in Ihrer applikationsspezifischen Dokumentation. Wenn Sie einen Bericht ausführen, für den Variablen definiert sind, dann erscheint ein Selektionsbild, in dem Sie für die Variablen entweder Einzelwerte, Intervalle oder komplexe Selektionen eingeben können. Außerdem können Sie auf dem Selektionsbild die endgültige Ausgabeart [Seite 34] des Berichts einstellen und dabei auf Wunsch auch von der Ausgabeart abweichen, die in der Berichtsdefinition voreingestellt wurde. Nachdem Sie einen Bericht ausgeführt haben, können Sie, abhängig von der eingerichteten Funktionsstufe, den Bericht auf verschiedenste Art bearbeiten und beliebig durch den Bericht und seinen Datenbestand navigieren. Durch Navigation in einem Bericht können Sie verschiedene Berichtslisten anzeigen und die Berichtsdaten analysieren. Weitere Informationen über die Navigationsfunktionen finden Sie im Abschnitt Navigation [Seite 135]. Eine Beschreibung der Navigationstechnik auf der Berichtsliste finden Sie unter Hotspots auf der Berichtsliste [Seite 171] (gilt nur für die Ausgabeart 'klassischer Recherchebericht'). Informationen zur Navigation in grafischen Berichtslisten erhalten Sie unter Navigation in grafischen Berichten [Seite 180]. Informationen zur Verwendung der Bericht-Bericht-Schnittstelle, der Merkmalshierarchien, des Exception Reporting sowie von Währungen und anderen Einstellungen beim Arbeiten mit dem Bericht finden Sie im Abschnitt Arbeiten mit dem Bericht [Seite 126]. Um die Laufzeit der Berichtsausführung zu verringern, können Sie vor dem Ausführen von Berichten mit Hilfe von Varianten und Variantengruppen Berichtsdaten in der Hintergrundverarbeitung sichern. In der Übersichtsliste der in Ihrer Anwendung verfügbaren Berichte sind zu jedem Bericht die dazu definierten Varianten als Unterknoten des Berichts dargestellt.

Siehe auch:

Sichern [Seite 217] Varianten und Variantengruppen anlegen [Seite 111] Nachlesen [Seite 44] Bericht ausführen mit Selektionsoptionen [Seite 110]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht ausführen mit Selektionsoptionen

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Bericht ausführen mit Selektionsoptionen

Wenn Sie einen Bericht ausführen, in dem für ein oder mehrere Merkmale globale Variablen [Seite 55] mit manueller Ersetzung selektiert sind, so können Sie über ein Selektionsbild komplexe Selektionen eingeben.

Die Verwendung von Selektionoptionen ist applikationsspezifisch. Lesen Sie hierzu den entsprechenden Abschnitt in der Dokumentation Ihrer Applikation. Über das Selektionsbild können sie Einzelwerte, eine Unter- und Obergrenze für Intervalle und beliebige Kombinationen von Einzelwerten und Intervallen eingeben (entsprechend den ABAP Selektionsbildern). Sie können über komplexe Selektionen z.B. erreichen, daß ein Wert von der Selektion ausgeschlossen werden soll. Im Kopf der Berichtsliste werden dann neben dem entsprechenden Merkmal der Text

komplexe Selektion und das Symbol angezeigt. Wählen Sie das Symbol, um sich die Selektionsoptionen anzeigen zu lassen.

Sichern der Selektionsoptionen über Berichtsvarianten

Sie können die eingegebenen Selektionskriterien als Variante eines Berichts sichern und später wieder aufrufen bzw. für die Hintergrundverarbeitung einplanen.

Siehe auch:

Varianten und Variantengruppen anlegen [Seite 111] Allgemeine Dokumentation zum Selektionsbild (Hilfe Selektionsbild )

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Varianten und Variantengruppen anlegen

Varianten und Variantengruppen anlegen

Verwendung

Varianten und Variantengruppen dienen dazu, zu definierten Zeitpunkten Berichte im Hintergrund zu sichern oder auszudrucken. Dies ist vor allem dann vorteilhaft, wenn ein Bericht sehr große Datenmengen verarbeitet und lange Verarbeitungszeiten benötigt. Außerdem können Sie Varianten dazu benutzen, um häufig benötigte Kombinationen von Merkmalswerten für die Datenselektion abzuspeichern und abrufbereit zu halten.

Die Varianten und Variantengruppen unter Release 4.0 ersetzen die Variablengruppen früherer Releases. Die Details der Umsetzung von Release 3.x auf 4.0 entnehmen Sie bitte den Release-Informationen im System.

Funktionsumfang

Mit Hilfe von Selektionsvarianten können Sie die Variableneingaben und weitere Einstellungen als Variante zu einem Bericht sichern. Sie können mehrere Berichte mit den zugehörigen Varianten zu einer Variantengruppe zusammenfassen. Anschließend können Sie die gesamte Variantengruppe für die Hintergrundverarbeitung einplanen. Um Berichte im Hintergrund über Varianten zu sichern oder zu drucken, arbeiten Sie mit den folgenden Funktionen:

Varianten anlegen

In einer Variante legen Sie die Selektionsdaten für den Bericht fest und bestimmen, wie die Variablen zu füllen sind. Außerdem stellen Sie ein, wie der Bericht im Hintergrund verarbeitet werden soll. Sie sichern diese Einstellungen als Variante zu einem Bericht.

Bericht mit Variante ausführen

Die Varianten, die zu einem Bericht definiert sind, werden in der Übersichtsliste der Berichte als Unterknoten des Berichts angezeigt. Um einen Bericht mit den Einstellungen auszuführen, die in einer Variante gespeichert sind, markieren Sie die Variante und wählen Bericht mit Variante ausführen aus dem Kontextmenü der Variante.

Variantengruppe anlegen

Falls es erforderlich ist, mehrere Berichte mit den zugehörigen Varianten in der Hintergrundverarbeitung einzuplanen, können Sie diese Berichtsvarianten zu einer Variantengruppe zusammenfassen. Legen Sie eine Variantengruppe an. Dazu vergeben Sie einen sprechenden Namen, einen Text und eine Beschreibung.

Variantengruppe pflegen

Fassen Sie alle Varianten eines oder mehrerer Berichte zu einer Variantengruppe zusammen. Über eine Variantengruppe können Sie:

· ·

mehrere Varianten eines Berichts zusammenfassen, d.h. verschiedene Berichtsselektionen eines Berichts gemeinsam verarbeiten Varianten unterschiedlicher Berichte gemeinsam verarbeiten.

April 2001

111

Allgemeines Recherchebuch (CA) Varianten und Variantengruppen anlegen

SAP AG

Tragen Sie die Berichte und Varianten in die Tabelle ein, die unter dieser Variantengruppe zusammengefaßt werden sollen. Sichern Sie die Variantengruppe.

Variantengruppe einplanen

Sie können eine gesamte Variantengruppe für die Hintergrundverarbeitung einplanen oder auch nur einzelne Berichte der Variantengruppe auswählen. Ausgehend von der Variantengruppe und den selektierten Berichten wird ein Job in der Hintergrundverarbeitung eingeplant.Sie können den Job regelmäßig zu definierten Zeitpunkten ausführen lassen. Weitere Informationen zur Hintergrundverarbeitung finden Sie in der Dokumentation BC Computing Center Management System [Extern].

Varianten reorganisieren

Mit Hilfe eines Selektionsbildes können Sie Variantengruppen spezifizieren, die Sie anschließend aus einer Übersichtsliste heraus löschen können.

Aktivitäten

Die Pflege von Varianten und Variantengruppen wird in den Applikationen unterschiedlich gehandhabt (z.B. über den Menüpfad Informationssystem ® Berichtsdaten oder im Customizing). Lesen Sie bitte den entsprechenden Abschnitt in Ihrer applikationsspezifischen Dokumentation.

Siehe auch:

Beispiel der Verwendung einer Variantengruppe [Seite 113] Berichtsdaten sichern im Hintergrund über Variante [Seite 220] Drucken im Hintergrund über Varianten [Seite 242]

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April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel der Verwendung einer Variantengruppe

Beispiel der Verwendung einer Variantengruppe

Ein Bericht REPORT1 enthält eine Variable für die Periode und eine Variable für eine zu untersuchende Sparte. Ein zweiter Bericht REPORT2 enthält die Variablen Periode und Vertriebsregion. Die Abteilung Marketing Ihres Betriebes interessiert sich besonders für die Sparte Pharma sowie für die Regionen Hessen und Bayern in der Periode 1. Für diese Abteilung legen Sie eine Variante MARKA an. In der Variante MARKA des REPORT1 setzen Sie die Periode auf 1 und die Sparte auf Pharma. In die Variante MARKB des Berichts REPORT2 geben Sie die Variablenkombinationen Periode 1, Region Hessen sowie Periode 1, Region Bayern ein. Sie legen anschließend eine Variantengruppe MARKET an und geben die Varianten MARKA und MARKB zu den Berichten REPORT1 und REPORT2 ein. Um die Berichte zu drucken bzw. zu sichern, planen Sie die Variantengruppe MARKET in der Hintergrundverarbeitung ein.

April 2001

113

Allgemeines Recherchebuch (CA) Informationen zum Bericht

SAP AG

Informationen zum Bericht

Bei der Berichtsdefinition und auf der Berichtsliste stehen Ihnen folgende Informationen zum Bericht zur Verfügung:

· ·

Berichts- und Zellparameter [Seite 115] Kennzahlinformation [Seite 117].

Sie haben zusätzlich verschiedene Möglichkeiten, Informationen zum Bericht zu erfassen und abzurufen - Sie können Texte und Kommentare (bei der Berichtsdefinition und zur Berichtsliste) oder Dokumente (nur zur Berichtsliste) zum Bericht anlegen und anzeigen.

· · · · ·

Berichtstexte [Seite 118] Kommentar pflegen [Seite 119] Dokument anzeigen [Seite 121] Kopfzeilen pflegen [Seite 254] Fußzeilen pflegen [Seite 253].

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April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Berichts- und Zellparameter

Berichts- und Zellparameter

Funktionsumfang

Die Berichtsparameter zeigen Basisinformationen zum Bericht (z.B. Grundliste, Währungsbehandlung), Informationen über seine Erstellung (z.B. Autor, letzter Änderer), technische Informationen (z.B. Dauer der Datenselektion) und Informationen zu den Berichtsselektionen. Sie enthalten Angaben, die nicht ständig auf der Berichtsliste angezeigt werden können. Je nachdem, wo Sie den Cursor positioniert haben, sehen Sie entweder die Parameter zum gesamten Bericht oder zunächst nur die Parameter zu einer einzelnen Zelle (Zellparameter). In einem Formularbericht können Sie aus der Zellinformation zu einer Formelzelle zur besseren Erläuterung der Formel umschalten zwischen der Formeldarstellung als Text oder als Wert. Zu den Berichtsparametern gehören u.a.:

· · · · · · · · · · · · · ·

Berichtsname und Berichtslangtext sowie Berichtskurztext und Berichtsbeschreibung Berichtstyp Autor Erstellungsdatum letzter Änderer letzter Aufruf Anzahl der Aufrufe Grundliste Behandlung der Währung Variable ausgewählte Merkmale ausgewählte Kennzahlen ausgewählte Spalten für die Aufrißliste ausgewählte Zeilen für die Aufrißliste

Wählen Sie Technische Information, um sich technische Details wie beispielsweise Dauer der Datenselektion (der einzelnen Berichtsvarianten), Angabe des generierten Programms oder die Größe der internen Tabellen anzeigen zu lassen. Sie können sich - sofern vorhanden - zu den einzelnen Feldern der Berichtsparameter Kommentare bzw. Kennzahlinformationen anzeigen lassen. Mit Kommentare markieren können Sie feststellen, zu welchen Feldern Kommentare hinterlegt sind. Wählen Sie Formular, um sich die zugrundeliegende Formulardefinition des Berichts anzeigen zu lassen.

Aktivitäten

Aufruf der Zellparameter

April 2001

115

Allgemeines Recherchebuch (CA) Berichts- und Zellparameter

SAP AG

Positionieren Sie den Cursor auf einer Zelle der Berichtsliste und wählen Sie Berichtsparameter. Sie erhalten zunächst eine Übersicht über die dazugehörigen Zellparameter. Dazu gehören z.B. allgemeine Selektionen, die für die Zelle ausgewählte Kennzahl und die Zahldarstellung. Von diesem Fenster aus können Sie über das -Symbol auch die Berichtsparameter anzeigen lassen.

Aufruf der Berichtsparameter

Positionieren Sie den Cursor in den Kopfbereich der Berichtsliste und wählen Sie Berichtsparameter. Sie erhalten die Übersicht der Berichtsparameter. Von hier aus können Sie sich technische Informationen zum Bericht und gegebenenfalls auch Kommentare, Kennzahlinformationen sowie die Formulardefinition anzeigen lassen.

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April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Kennzahlinformation

Kennzahlinformation

Sie erhalten Informationen über die Kennzahl, auf die Sie den Cursor positioniert haben. In einem Dialogfenster werden Ihnen die Formel angezeigt, d.h. wie sich die Kennzahl aus anderen Kennzahlen errechnet, und verschiedene Kennzahlattribute, z.B. wie sie aggregiert wird. Wenn Sie eine Basiskennzahl ausgewählt haben, also eine Kennzahl, die in der Datenbank abgelegt ist, sind keine weiteren Informationen vorhanden.

April 2001

117

Allgemeines Recherchebuch (CA) Berichtstexte

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Berichtstexte

Sie erhalten ein Dialogfenster, mit dem Sie eine Kurzbeschreibung, eine Berichtsbeschreibung und einen Text für den Bericht anlegen bzw. ändern können. Diese erscheinen dann unter den Berichtsparametern.

Berichtstext an/aus

Mit dieser Funktion können Sie die Berichtszeile, in der Berichtsname, Selektionsdatum und -zeit stehen ein- oder ausblenden.

118

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Kommentar pflegen

Kommentar pflegen

Mit dieser Funktion können Sie Kommentare zu einem Bericht, zu einer Berichtsvariante und zu Bewegungsdaten pflegen.

Im SAP-EIS können Sie auch zu weiteren Objekten, z.B. Merkmalen oder Kennzahlen, Kommentare pflegen. Dies erfolgt in der Anwendung über den Menüpfad Stammdaten ® Kommentare ® Pflegen. Sie können einen Kommentar im Texteditor anlegen oder (wenn Sie an einem PC arbeiten) alle anderen Dokumenttypen von Microsoft-Office importieren. Bereits existierende Kommentare können mit dieser Funktion geändert werden.

Kommentar anzeigen

Mit dieser Funktion können Sie sich einen Kommentar zum Bericht anzeigen lassen.

Falls Sie im SAP-EIS Kommentare zu weiteren Objekten gepflegt haben, müssen Sie zunächst den Cursor auf das entsprechende Objekt positionieren, um den Kommentar anzeigen zu können. Über Kommentar markieren [Seite 120] können Sie sich zuvor anzeigen lassen, zu welchen Objekten Kommentare hinterlegt sind.

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Kommentar markieren

SAP AG

Kommentar markieren

Mit dieser Funktion werden im SAP-EIS alle Felder markiert, die auf der Berichtsliste sichtbar sind und zu denen ein Kommentar hinterlegt ist. Diese Felder werden invers angezeigt. Es ist empfehlenswert, diese Funktion anzuwenden, bevor Sie Kommentar anzeigen aufrufen, damit Sie eine falsche Positionierung des Cursors vermeiden können. Wenn Sie auf ein anderes Bild wechseln bzw. eine Funktion aufrufen, die das aktuelle Bild verändert, so erhalten Sie wieder die gewohnte Darstellung ohne inverse Felder. Wie Sie Kommentare im SAP-EIS anlegen, lesen Sie im Abschnitt Kommentar pflegen [Seite 119].

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April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Dokument anzeigen

Dokument anzeigen

In bestimmten Applikationen, z.B. EC-EIS, können Sie Dokumente zu Stammdaten anlegen. Für weitere Informationen zum Anlegen von Dokumenten siehe die jeweilige applikationsspezifische Dokumentation. Mit der Funktion Dokument anzeigen können Sie, falls vorhanden, ein Dokument auf der Berichtsliste anzeigen. Zuvor können Sie mit der Funktion Dokument markieren alle Objekte des Berichts markieren lassen, zu denen ein Dokument hinterlegt ist.

Dokument markieren

Mit dieser Funktion lassen sich alle die Felder markieren, zu denen ein Dokument hinterlegt ist. Diese Felder werden invers angezeigt. Es ist empfehlenswert, diese Funktion zu benutzen, bevor Sie Dokument anzeigen aufrufen, da Sie so eine falsche Positionierung des Cursors vermeiden können. Wenn Sie auf ein anderes Bild wechseln bzw. eine Funktion aufrufen, die das aktuelle Bild verändert, so erhalten Sie wieder die gewohnte Darstellung ohne inverse Felder.

April 2001

121

Allgemeines Recherchebuch (CA) Kopfzeilen pflegen

SAP AG

Kopfzeilen pflegen

Mit dieser Funktion legen Sie für den vorliegenden Bericht eine eigene Kopfzeile an. Diese wird beim Berichtsdruck verwendet.

Kopfzeilen an/aus

Mit dieser Funktion legen Sie fest, ob die für den Druck des Berichts angelegte Kopfzeile auch online angezeigt wird.

122

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Fußzeilen pflegen

Fußzeilen pflegen

Mit dieser Funktion legen Sie für den vorliegenden Bericht eine eigene Fußzeile an. Diese wird beim Berichtsdruck verwendet.

Fußzeilen an/aus

Mit dieser Funktion legen Sie fest, ob die für den Druck des Berichts angelegte Fußzeile auch online angezeigt wird.

April 2001

123

Allgemeines Recherchebuch (CA) Layoutanzeige

SAP AG

Layoutanzeige

Mit dieser Funktion erhalten Sie eine Vorschau auf die Berichtsliste, ohne Daten in den Bericht laden zu müssen. Dies ist hilfreich, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie der Bericht am Bildschirm ausgegeben wird, auch wenn keine Daten verfügbar sind oder wenn das Laden von Daten zu zeitaufwendig sein würde. Sie können in der Berichtsliste zwischen der Detailliste und der Aufrißliste wechseln. Anders als bei der Funktion Bericht ausführen [Seite 110] müssen Sie für die Layoutanzeige keine Berichtsparameter mit Werten versorgen, da keine Datenselektion erfolgt. Aus demselben Grund werden in der Layoutanzeige zwar vorhandene Navigationsmerkmale angezeigt, ohne daß aber eine echte Navigation möglich wäre.

124

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Funktionsstufen für verschiedene Benutzer

Funktionsstufen für verschiedene Benutzer

Die Funktionen der Recherche sind in drei Gruppen unterteilt, so daß verschiedene Benutzerkategorien entsprechend ihres Informationsbedarfs und ihrer Aufgaben eine der definierten Funktionsstufen benutzen können. Dies bedeutet, daß Benutzer die Handhabung der Recherche in kürzester Zeit erlernen können. Die Stufenauswahl erreichen Sie, nachdem Sie einen Bericht ausgeführt haben, über Zusätze ® Weitere Funktionen.

· Stufe 1 beinhaltet die Grundfunktionen der Recherche sowie die Anbindung an das SAPmail. Mittels der zugeordneten Funktionen kann innerhalb der vorgegebenen Merkmalshierarchie eines vordefinierten Berichts navigiert werden. Zur gezielten Analyse größerer Datenmengen können die Funktionen der Detailliste genutzt werden. In dieser Funktionsstufe stehen bestimmte Funktionen nicht zur Verfügung, z.B. Funktionen zum Pflegen von Berichten, zur Änderung von Einstellungen auf der Berichtsliste oder zur Anbindung an weitere Produkte wie den EXCEL List Viewer.

Diese Stufe ist für Benutzer, die sporadisch bestimmte Formularberichte der Recherche zur weiteren Analyse verwenden wollen, ohne dabei die volle Funktionalität der Navigation zu benötigen.

· Stufe 2 umfaßt die volle Funktionalität der Recherche (alle Funktionen der Navigation) und bietet die Anbindung an den EXCEL List Viewer, den PC-Download, Grafikfunktionen, Funktionen zur Änderung der Darstellung und alle Funktionen auf Hierarchien. Exceptions können angezeigt werden. In dieser Funktionsstufe stehen bestimmte Funktionen nicht zur Verfügung, z.B. Funktionen um Berichte zu pflegen und um das Drucklayout individuell einzurichten.

Diese Stufe ist für Benutzer, die die volle Funktionalität der Analyse in der Recherche und darüber hinaus die oben genannten Anbindungen benötigen.

· Alle Funktionen umfaßt zusätzlich die Funktionen der Druckaufbereitung, der Berichtssicherung, der Definition von Exceptions und die Berichtspflege direkt aus der Recherche heraus - also alle Funktionen, die die Recherche bietet.

Die volle Funktionalität ist für Benutzer gedacht, die über die Funktionen der `Stufe 2' hinaus Berichte pflegen bzw. die Druckaufbereitung einrichten. Die Stufenauswahl kann auf der Berichtsliste unter Zusätze ® Weitere Funktionen geändert werden. Vor dem Umschalten der Funktionsstufe erfolgt jedoch eine Berechtigungsprüfung (siehe Customizing).

Über die Parameter-ID RLV1 (Stufe 1), RLV2 (Stufe 2) und RLV0 (Alle Funktionen) ist es möglich, die Stufenzuordnung im Benutzerstammsatz über System ® Benutzervorgaben ® Benutzerparameter festzulegen. Somit ist es möglich, einzelnen Anwendern eine Funktionsstufe zuzuordnen

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Arbeiten mit dem Bericht

SAP AG

Arbeiten mit dem Bericht

Verwendung

Dieser Abschnitt enthält Beschreibungen zu Funktionen, die Ihnen im ausgeführten Bericht ­ also auf der Berichtsliste ­ zur Verfügung stehen.

Voraussetzungen

Um die Berichtsliste anzeigen zu können, sind neben einer korrekten Definition von Bericht und ggf. Formular auch Daten erforderlich, die der Bericht anzeigen soll. Falls keine geeigneten Daten zur Verfügung stehen, wird anstelle der Berichtsliste eine Seite mit Informationen zu dem Bericht ausgegeben.

Funktionsumfang

Mit Hilfe der Navigation [Seite 135] im Datenbestand, der Ausgabebedingungen (Ausgabebedingungen festlegen [Seite 182]) und der Grafikfunktionalität (Grafik [Seite 277]) können Sie die Berichtsdaten auswerten. Über die Einstellungen auf der Berichtsliste [Seite 196] bestimmen Sie, wie die Daten auf der Berichtsliste online angezeigt und ausgedruckt werden. Sie können die Berichtsdaten Sichern, Drucken, Exportieren und Senden (Sichern, Drucken, Exportieren, Senden, Grafik [Seite 216]). Erläuterungen zu Funktionen, die als Drucktasten wählbar sind, finden Sie im Abschnitt Drucktasten auf der Berichtsliste [Seite 127]. Spezielle Funktionen, die sich ausschließlich auf Ausgabeart "grafischer Bericht" beziehen, finden Sie im Abschnitt Navigation in grafischen Berichten [Seite 180].

Siehe auch:

Informationen zum Bericht [Seite 114]

126

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Funktionen auf der Berichtsliste

Funktionen auf der Berichtsliste

Die Tabelle gibt einen Überblick über Funktionen, die Sie auf der Berichtsliste ausführen können. Die meisten Funktionen stehen auch als Drucktasten zur Verfügung.

April 2001

127

Allgemeines Recherchebuch (CA) Funktionen auf der Berichtsliste

SAP AG

Berichtsparameter

Sie erhalten eine Liste mit allen Informationen über den Bericht und seine Erstellung. Zusätzlich sind alle Angaben aufgelistet, die nicht ständig auf der Liste angezeigt werden können. Weitere Informationen finden Sie unter Berichts- und Zellparameter [Seite 115]. Sie können Berichte und Teile von Berichtslisten exportieren. Sie können beispielsweise den Bericht oder die Seite an XXL übergeben, in eine Datei sichern, an Word übergeben oder ins Berichtsheft übernehmen. Je nach Applikation und Art der Einstellungen auf der Berichtsliste erhalten Sie ein Dialogfenster, aus dem Sie die gewünschte Exportfunktion auswählen können. Falls auf der Liste nur eine Funktion möglich ist, entfällt das Dialogfenster und die entsprechende Funktion wird sofort aufgerufen. Weitere Informationen finden Sie unter Exportieren [Seite 267].

Exportieren

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April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Funktionen auf der Berichtsliste Sie können zu einer Berichtsliste eine Grafik anzeigen und drucken. Je nachdem, wo

Grafik

der Cursor beim Aufruf der Funktion positioniert ist, bezieht sich die Grafik auf die Werte einer Zeile oder auf die Werte einer Spalte, eines Spaltenblocks oder auf den gesamten Datenbestand der Berichtsliste. Die jeweils verfügbaren Grafiktypen werden in einem Dialogfenster angeboten. Ist nur ein Grafiktyp möglich, wird die Grafik direkt aufgerufen. Weitere Informationen finden Sie unter Grafik [Seite 277]. Mit dieser Funktion können Sie die aktuelle Seite Ihrer Berichtsliste über SAPmail an ein oder mehrere Empfänger versenden. Weitere Informationen finden Sie unter Senden [Seite 276]. Mit dieser Funktion können Sie die Datenbankwährung für eine oder sämtliche Währungsspalten in eine andere Währung umrechnen lassen. Über die Umrechnungsart wird der Umrechnungskurs automatisch ermittelt. Umrechnungsarten legen Sie im Customizing an. Mit dieser Funktion blättern Sie seitlich bis zur ersten Spalte bzw. Spaltengruppe, d.h. die Anzahl der angezeigten Spalten bzw. Spaltengruppen bleibt erhalten und die Spalte bzw. Spaltengruppe ganz links (die erste Spalte bzw. Spaltengruppe des Berichts) wird angezeigt.

Senden

Währung

Erste Spalte

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Funktionen auf der Berichtsliste

SAP AG

Vorige Spalte

Mit dieser Funktion blättern Sie eine Spalte bzw. eine Spaltengruppe weiter nach links. Mit dieser Funktion blättern Sie eine Spalte bzw. eine Spaltengruppe weiter nach rechts. Mit dieser Funktion blättern Sie seitlich bis zur letzten Spalte bzw. Spaltengruppe, d.h. die Anzahl der angezeigten Spalten bzw. Spaltengruppen bleibt erhalten und die Spalte bzw. Spaltengruppe ganz rechts (die letzte Spalte bzw. Spaltengruppe des Berichts) wird angezeigt. Mit dieser Funktion sortieren Sie die Zeilen Ihrer Berichtsliste aufsteigend. Diese Funktion ist cursorsensitiv, d.h., daß Sie immer die Zeilen der Spalte bzw. des Spaltenblocks sortieren, auf der der Cursor positioniert ist. Über ein Dialogfenster können Sie dann wählen, ob Sie die Spalte bzw. den Spaltenblock nach den Merkmalswerten oder Merkmalsbezeichnungen sortieren möchten, die Kennzahl der Höhe nach, oder falls vorhanden, eine Hierarchie nach der Hierarchiedarstellung (nur bei Sterndarstellung möglich).

Nächste Spalte

Letzte Spalte

Sortieren aufsteigend

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April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Funktionen auf der Berichtsliste

Sortieren absteigend

Mit dieser Funktion sortieren Sie die Zeilen Ihrer Berichtsliste absteigend. Diese Funktion ist cursorsensitiv, d.h., daß Sie immer die Zeilen der Spalte bzw. des Spaltenblocks sortieren, auf der der Cursor positioniert ist. Über ein Dialogfenster können Sie dann wählen, ob Sie die Spalte bzw. den Spaltenblock nach den Merkmalswerten oder Merkmalsbezeichnungen sortieren möchten, die Kennzahl der Höhe nach, oder falls vorhanden, eine Hierarchie nach der Hierarchiedarstellung (nur bei Sterndarstellung möglich).

Diese Funktion ist nur aktiv, wenn Hierarchien zu den Merkmalen existieren. Sie ermöglicht die Auswahl einer Hierarchie, um ein Merkmal auf der Berichtsliste hierarchisch darzustellen.

Hierarchieauswahl

Weitere Informationen finden Sie unter Hierarchieauswahl [Seite 161]. Diese Funktion ist nur aktiv, wenn Sie für mindestens ein Merkmal eine Hierarchie ausgewählt haben. Die Hierarchie wird um eine Stufe erweitert, d.h. alle auf der Liste sichtbaren '+' Zeichen werden gleichzeitig aktiviert. Steht der Cursor dabei in einer Berichtszeile, so ist nur der zu dieser Zeile gehörige Teilbaum davon betroffen. Ansonsten sind alle Berichtszeilen betroffen. Weitere Informationen finden Sie unter Expandieren [Seite 155].

Expandieren

April 2001

131

Allgemeines Recherchebuch (CA) Funktionen auf der Berichtsliste

SAP AG

Komprimieren

Mit dieser Funktion können Sie eine expandierte Hierarchie wieder komprimieren. Die Hierarchie wird um eine Stufe reduziert, d.h. in jedem Teilbaum wird das letzte sichtbare '-' Zeichen aktiviert. Steht der Cursor dabei in einer Berichtszeile, so ist nur der zu dieser Zeile gehörige Teilbaum davon berührt. Ansonsten sind alle Berichtszeilen betroffen. Weitere Informationen finden Sie unter Komprimieren [Seite 158]. Über diese Funktion können Sie weitere, dem Bericht bei der Berichtsdefinition zugeordnete Berichte aufrufen. Um einen Bericht aufzurufen, positionieren Sie den Cursor auf die Zeile der Berichtsliste, für die Sie den neuen Bericht aufrufen wollen. Eventuell erscheint ein Dialogfenster, das Parameter, die vom Senderbericht an den Empfängerbericht übergeben werden, abfragt. Weitere Informationen finden Sie unter Bericht aufrufen [Extern].

Sie können Einstellungen für das Zahlenformat verschiedener Spaltentypen oder für das Vorzeichen vornehmen. Welche Einstellungen möglich sind, ist abhängig vom Bericht und von der Art der Liste. Weitere Informationen finden Sie unter Zahlenformat [Seite 197].

Bericht aufrufen

Zahlenformat

Anderer Bericht

Sie verlassen das aktuelle Bild und gelangen zum Anforderungsbild der Transaktion Bericht ausführen. Hier können Sie einen anderen Bericht auswählen. Je nachdem, ob Sie im Anzeige- oder Änderungsmodus waren wird der andere Bericht auch im Anzeige- oder Änderungsmödus geöffnet.

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April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Funktionen auf der Berichtsliste

Sie erhalten ein Dialogfenster zur Anzeige aller Attribute des Merkmals.

Attribute Im Navigationsbereich der Berichtsliste

Weitere Informationen finden Sie unter Attribute [Seite 167].

Aufrißliste

Mit dieser Funktion wechseln Sie von der Detailliste auf die Aufrißliste zu dem ausgewählten Merkmal. Weitere Informationen finden Sie unter Aufrißliste [Seite 137]. Mit dieser Funktion gelangen Sie auf die Detailliste zu dem selektierten Auswertungsobjekt. Weitere Informationen finden Sie unter Detailliste [Seite 143]. Die Funktion Grundliste führt Sie zu jener Liste zurück, die zu Beginn der Berichtsausführung angezeigt wurde. Dies kann sowohl eine Detailliste als auch eine Aufrißliste sein. Weitere Informationen finden Sie unter Grundliste [Seite 144]. Diese Funktion macht die Festlegung eines Merkmals auf einen bestimmten Merkmalswert rückgängig. Positionieren Sie den Cursor vor Aufruf der Funktion im Navigationsbereich der Liste auf dem entsprechenden Merkmal oder auf dem zugehörigen Merkmalswert. Weitere Informationen finden Sie unter Merkmal ausschalten [Seite 165].

Detailliste

Grundliste

Merkmal ausschalten

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Funktionen auf der Berichtsliste

SAP AG

Nächster Merkmalswert

Positionieren Sie den Cursor auf eines der festgelegten Merkmale und führen Sie die Funktion Nächster Merkmalswert aus, um zum nächsten Merkmalswert zu blättern und die entsprechende Liste anzuzeigen. Positionieren Sie den Cursor auf eines der festgelegten Merkmale und blättern Sie zum vorigen Merkmalswert. Positionieren Sie den Cursor auf einem festgelegten Merkmal im Navigationsbereich der Liste und führen Sie die Funktion Beliebiger Merkmalswert aus. Es erscheint ein Dialogfenster mit allen möglichen Merkmalswerten, zu denen geblättert werden kann. Die entsprechende Liste wird angezeigt. Weitere Informationen finden Sie unter Beliebiger Merkmalswert [Extern].

Voriger Merkmalswert

Beliebiger Merkmalswert

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April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Navigation

Navigation

Die interaktive Recherche bietet komfortable Funktionen zur Navigation im Datenbestand der verschiedenen Berichte. Sie können mit Hilfe der Navigation:

· · · ·

verschiedene Arten von Berichtslisten erzeugen (Berichtsliste [Seite 136]) auf der Berichtsliste blättern (Blätterfunktionen auf der Berichtsliste [Seite 145]) Anzeigevarianten für Hierarchien auswählen (Hierarchie... [Seite 154]) zwischen Berichten wechseln (Bericht-Bericht-Schnittstelle [Seite 163]).

Zusätzlich stehen Ihnen noch folgende Navigationsfunktionen zum Arbeiten mit der Berichtsliste zur Verfügung: Merkmal ausschalten [Seite 165] Merkmale sortieren [Seite 166] Attribute [Seite 167] Einzelposten [Seite 168] Stammdaten anzeigen [Seite 169] Suchen nach [Seite 170]. Eine Beschreibung der Navigationstechnik auf der Berichtsliste finden Sie in den Abschnitten Hotspots auf der Berichtsliste [Seite 171] und Drucktasten auf der Berichtsliste [Seite 127].

April 2001

135

Allgemeines Recherchebuch (CA) Berichtsliste

SAP AG

Berichtsliste

Bezüglich der auf einer Berichtsliste dargestellten Information wird zwischen der Detailliste und der Aufrißliste unterschieden. Mit Hilfe der Navigationsfunktionen können Sie zwischen den verschiedenen Berichtslisten wechseln und dadurch unterschiedliche Sichten auf die Berichtsdaten erzeugen:

· · · · · · · ·

Aufrißliste [Seite 137] Aufriß [Seite 138] Aufriß wechseln [Seite 139] -> Standardaufriß [Seite 140] <- Aufriß zurück [Seite 141] Periodenaufriß [Seite 142] Detailliste [Seite 143] Grundliste [Seite 144].

136

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Aufrißliste

Aufrißliste

Mit dieser Funktion wechseln Sie von der Detailliste auf die Aufrißliste zu dem ausgewählten Merkmal. Diese Funktion wird nur auf der Detailliste angeboten. Sie können das aktuelle Aufrißmerkmal durch ein anderes Merkmal im Kopf der Liste austauschen. Dabei können Sie sowohl die Merkmale im Navigationsblock als auch die, durch einen Navigationsschritt auf einen Wert festgelegten Merkmale, zum Aufrißwechsel auswählen (Rotation). Das Merkmal, das vorher Aufrißmerkmal war wird dann als letztes Merkmal in den Vorrat der Navigationsmerkmale aufgenommen.

Diese Funktion können Sie über das folgende Symbol im Navigationsblock der Hotspot-Technik ausführen.

mit

Für eine ausführliche Beschreibung zur Navigation über Hotspots siehe Hotspots auf der Berichtsliste [Seite 171].

Siehe auch:

Detailliste [Seite 143]

April 2001

137

Allgemeines Recherchebuch (CA) Aufriß

SAP AG

Aufriß

Diese Funktion ist nur auf der Aufrißliste aktiv und ermöglicht einen Drilldown mit freier Merkmalswahl. Durch positionieren des Cursors bestimmen Sie zunächst die Zeile, die Sie näher analysieren wollen. Der gewählte Merkmalswert wird dann in der nächsten Liste im Navigationsbereich ans Ende der übrigen bereits aufgerissenen Merkmalswerte angefügt. In einem Dialogfenster wählen Sie anschließend das gewünschte Aufrißmerkmal aus. Sie können die Reihenfolge der Merkmale aber auch mit der Funktion Merkmale sortieren [Seite 166] festlegen.

138

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Aufriß wechseln

Aufriß wechseln

Mit der Funktion Aufriß wechseln erhalten Sie in einem Dialogfenster die Merkmale des Berichts, die Sie in der Berichtsdefinition nicht auf einen Merkmalswert festgelegt haben. Wählen Sie eines dieser Merkmale aus, so wird die aktuelle Liste durch einen Aufriß nach dem ausgewählten Merkmal ersetzt.

April 2001

139

Allgemeines Recherchebuch (CA) -> Standardaufriß

SAP AG

-> Standardaufriß

Diese Funktion wird im Menü dynamisch aufgeführt, d.h. der Menüpunkt verändert sich abhängig von der Reihenfolge der freien Merkmale. Mit dieser Funktion können Sie einen Merkmalswert nach dem nächsten freien Merkmal aufreißen. Damit navigieren Sie jeweils eine Stufe nach unten in der Drilldown-Hierarchie Die Reihenfolge der freien Merkmale wird bestimmt durch die Definition des Berichts und kann über die Funktion Merkmale sortieren [Seite 166] geändert werden. Durch positionieren des Cursors bestimmen Sie die Zeile, die Sie näher analysieren wollen. Im Menüpunkt erscheint immer das nächste freie Merkmal, nach dem der gewählte Merkmalswert aufgerissen wird. Der Merkmalswert wird dann in den Navigationsblock gestellt. Mit der Funktion <- Aufriß zurück [Seite 141] können Sie durch die Reihenfolge der Merkmale wieder zurück navigieren. Wenn Sie nach einem beliebigen Merkmal aufreißen wollen, also eventuell auch nach einem bereits festgelegten Merkmal, so benutzen Sie die Funktion Aufriß wechseln [Seite 139].

140

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) <- Aufriß zurücknehmen

<- Aufriß zurücknehmen

Diese Funktion wird im Menü dynamisch aufgeführt, d.h. der Menüpunkt verändert sich abhängig von der Reihenfolge der freien Merkmale. Mit dieser Funktion führen Sie die Navigationsschritte, die Sie mit der Funktion -> Standardaufriß [Seite 140] durchgeführt haben, wieder rückläufig aus. Damit navigieren Sie jeweils wieder eine Stufe nach oben in der Drilldown-Hierarchie. Die Drilldown-Hierarchie, d.h. die Reihenfolge der freien Merkmale wird bestimmt durch die Definition des Berichts und kann über die Funktion Merkmale sortieren [Seite 166] geändert werden. Sie positionieren den Cursor auf eine Zeile und führen die Funktion aus. Der letzte Aufriß wird dadurch zurückgenommen. Der Merkmalswert verschwindet dann wieder aus dem Navigationsblock. Wenn Sie nach einem beliebigen Merkmal aufreißen wollen, also eventuell auch nach einem bereits festgelegten Merkmal, so benutzen Sie bitte die Funktion Aufriß wechseln [Seite 139].

Diese Funktion können Sie über das folgende Symbol im Navigationsblock der Hotspot-Technik ausführen.

mit

Für eine ausführliche Beschreibung zur Navigation über Hotspots siehe Hotspots auf der Berichtsliste [Seite 171].

April 2001

141

Allgemeines Recherchebuch (CA) Periodenaufriß

SAP AG

Periodenaufriß

Mit dieser Funktion können Sie auf der Aufrißliste einen Aufriß nach Perioden durchführen. Die durch die Cursorposition markierte Zeile wird dabei nach dem Merkmal Periode aufgerissen. Dazu muß das Merkmal Periode in der Berichtsdefinition über "Merkmale auswählen" markiert worden sein. Die Funktion ist nicht aktiv, wenn bereits auf der aktuellen Aufrißstufe ein Periodenaufriß vorliegt. Wurde bereits in einer früheren Aufrißstufe eine Periode ausgewählt, wird über diesen Aufriß hinweg summiert und der Aufriß an der durch die Cursorposition markierten Stelle durchgeführt.

142

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Detailliste

Detailliste

Mit dieser Funktion gelangen Sie auf die Detailliste zu dem selektierten Auswertungsobjekt. Auf der Detailliste werden zu einem ausgewählten Auswertungsobjekt alle Kennzahlen angezeigt. Durch die Positionierung des Cursors bestimmen Sie, zu welcher Zeile Sie eine Detailliste erhalten wollen. Für das ausgewählte Objekt werden alle Spalten ausgegeben, und zwar genau in der Form, wie sie im Formular definiert wurde.

Diese Funktion können Sie über das folgende Symbol im Navigationsblock der Hotspot-Technik ausführen.

mit

Für eine ausführliche Beschreibung zur Navigation über Hotspots siehe Hotspots auf der Berichtsliste [Seite 171]. Von der Detailliste aus können Sie zur Aufrißliste wechseln, auf der mehrere Objekte und eine Auswahl an Kennzahlen dargestellt werden können. Markieren Sie das Symbol für die Aufrißliste und dann eines der freien Merkmale im Navigationsblock oder eines der durch einen vorhergehenden Navigationsschritt auf einen Merkmalswert festgelegten Merkmale.

Siehe auch:

Aufrißliste [Seite 137]

April 2001

143

Allgemeines Recherchebuch (CA) Grundliste

SAP AG

Grundliste

Die Funktion Grundliste führt Sie zu jener Liste zurück, die zu Beginn der Berichtsausführung angezeigt wurde. Dies kann sowohl eine Detailliste als auch eine Aufrißliste sein und wird mit der Funktion Grundliste... (im Menü z.B. unter Zusätze) eingestellt. Es ist zu beachten, daß die von Ihnen zwischenzeitlich durchgeführten Einstellungsänderungen (z.B. Zahldarstellung) erhalten bleiben. Daher muß die Liste, die Sie erhalten, nicht vollständig mit der ersten Liste identisch sein.

Diese Funktion können Sie über das folgende Symbol im Navigationsblock der Hotspot-Technik ausführen.

mit

Für eine ausführliche Beschreibung zur Navigation über Hotspots siehe Hotspots auf der Berichtsliste [Seite 171].

144

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Blätterfunktionen auf der Berichtsliste

Blätterfunktionen auf der Berichtsliste

Sie verwenden die Blätterfunktionen auf der Berichtsliste, um zwischen den angezeigten Spalten, Spaltengrupen und Seiten zu blättern. Außerdem können Sie für alle festgelegten Merkmale über die Funktion Anderer Merkmalswert [Seite 152] bzw. über die Hotspots auf der Berichtsliste zwischen den verschiedenen Merkmalswerten blättern.

April 2001

145

Allgemeines Recherchebuch (CA) Erste Spalte

SAP AG

Erste Spalte

Mit dieser Funktion blättern Sie seitlich bis zur ersten Spalte bzw. Spaltengruppe, d.h. die Anzahl der angezeigten Spalten bzw. Spaltengruppen bleibt erhalten und die Spalte bzw. Spaltengruppe ganz links (die erste Spalte bzw. Spaltengruppe des Berichts) wird angezeigt.

146

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Vorige Spalte

Vorige Spalte

Mit dieser Funktion blättern Sie eine Spalte bzw. eine Spaltengruppe weiter nach links.

April 2001

147

Allgemeines Recherchebuch (CA) Nächste Spalte

SAP AG

Nächste Spalte

Mit dieser Funktion blättern Sie eine Spalte bzw. eine Spaltengruppe weiter nach rechts.

148

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Letzte Spalte

Letzte Spalte

Mit dieser Funktion blättern Sie seitlich bis zur letzten Spalte bzw. Spaltengruppe, d.h. die Anzahl der angezeigten Spalten bzw. Spaltengruppen bleibt erhalten und die Spalte bzw. Spaltengruppe ganz rechts (die letzte Spalte bzw. Spaltengruppe des Berichts) wird angezeigt.

April 2001

149

Allgemeines Recherchebuch (CA) Vorige Seite

SAP AG

Vorige Seite

Mit dieser Funktion blättern Sie auf die vorige Seite zurück.

150

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Nächste Seite

Nächste Seite

Mit dieser Funktion blättern Sie auf die nächste Seite weiter.

April 2001

151

Allgemeines Recherchebuch (CA) Anderer Merkmalswert

SAP AG

Anderer Merkmalswert

Voraussetzung

Im Navigationsbereich der Berichtsliste wird ein Auswertungsobjekt angezeigt. D.h. alle in bereits erfolgten Navigationsschritten festgelegten Merkmale werden mit Feldname und Merkmalswert oder Text angezeigt.

Vorgehensweise

Um die einzelnen Funktionen der Tabelle aufzurufen, positionieren Sie den Cursor auf einem der festgelegten Merkmale und wählen Sie Navigieren ® Anderer Merkmalswert und die entsprechende Funktion oder wählen Sie das Symbol der Funktion im Navigationsblock (Hotspot).

Funktion Erster Merkmalswert Menüpfad/Hotspot Navigieren ® Anderer Merkmalswert ® Erster Merkmalswert Navigieren ® Anderer Merkmalswert ® Letzter Merkmalswert Navigieren ® Anderer Merkmalswert ® Nächster Merkmalswert Navigieren ® Anderer Merkmalswert ® Voriger Merkmalswert Navigieren ® Anderer Merkmalswert ® Beliebiger Merkmalswert Was Sie wissen sollten

Sie verwenden diese Funktion, wenn Sie zum ersten Merkmalswert blättern und die entsprechende Liste anzeigen lassen wollen. Sie verwenden diese Funktion, wenn Sie zum letzten Merkmalswert blättern und die entsprechende Liste anzeigen lassen wollen. Sie verwenden diese Funktion, wenn Sie zum nächsten Merkmalswert blättern und die entsprechende Liste anzeigen lassen wollen. Sie verwenden diese Funktion, wenn Sie zum vorigen Merkmalswert blättern und die entsprechende Liste anzeigen lassen wollen. Sie verwenden diese Funktion, wenn Sie zu einem beliebigen Merkmalswert blättern wollen. Es erscheint ein Dialogfenster mit allen möglichen Merkmalswerten, zu denen geblättert werden kann. Je nach gewähltem Merkmalswert wird die entsprechende Liste angezeigt.

Letzter Merkmalswert

Nächster Merkmalswert

Voriger Merkmalswert

Beliebiger Merkmalswert

Die Menüpfade Ihrer Applikation können von den in der Tabelle genannten Menüpfaden abweichen. Bitte beachten Sie hierzu die applikationsspezifische Dokumentation.

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April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Anderer Merkmalswert

Siehe auch:

Hotspots auf der Berichtsliste [Seite 171]

April 2001

153

Allgemeines Recherchebuch (CA) Hierarchie

SAP AG

Hierarchie

Verwendung

Diese Funktion ermöglicht auf der Berichtsliste die Auswahl, Darstellung und Navigation mit Hilfe einer Merkmalshierarchie.

Integration

Diese Funktion steht Ihnen zur Verfügung, wenn Hierarchien zu den Merkmalen des Berichts existieren.

Funktionsumfang

Wenn die Funktion ausgeführt wird, erscheint pro Merkmal, für das Hierarchien angelegt sind, ein Dialogfenster. Hier können Sie zwischen verschiedenen Anzeigevarianten der Hierarchie wählen:

·

Über Hierarchieauswahl [Seite 161] können Sie wählen, welche Hierarchie angezeigt werden soll oder auf die normale Aufrißliste umschalten, indem Sie `keine Hierarchie' auswählen Sie können über die Funktion Hierarchiedarstellung [Seite 162] jederzeit die hierarchische Darstellung ändern. Über verschiedene Funktionen (z.B. Expandier- und Komprimierfunktionen) können Sie wählen, ob sie zu einem Merkmal die gesamte Hierarchie oder nur ausgewählte Teilbereiche anzeigen möchten. Siehe hierzu: Expandieren [Seite 155] Expandieren bis Stufe [Seite 156] Expandieren komplett [Seite 157] Komprimieren [Seite 158] Ausschnitt setzen [Seite 159] Ausschnitt aufheben [Seite 160]

· ·

Für eine ausführliche Dokumentation über Hierarchien siehe folgende Abschnitte: Überblick: Merkmalshierarchien [Seite 62] Hierarchiedarstellung [Seite 68] Bearbeitungsfunktionen für Hierarchien [Seite 71]

154

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Expandieren

Expandieren

Diese Funktion ist nur aktiv, wenn Sie für mindestens ein Merkmal eine Hierarchie ausgewählt haben. Sie wählen eine Hierarchie mit der Funktion Bericht ® Hierarchieauswahl [Seite 161] aus. Die Hierarchie wird um eine Stufe erweitert, d.h. alle auf der Liste sichtbaren '+' Zeichen werden gleichzeitig aktiviert. Steht der Cursor dabei in einer Berichtszeile, so ist nur der zu dieser Zeile gehörige Teilbaum davon betroffen. Ansonsten sind alle Berichtszeilen betroffen. Für eine ausführliche Dokumentation über Hierarchien siehe folgende Abschnitte: Überblick: Merkmalshierarchien [Seite 62] Hierarchiedarstellung [Seite 68] Bearbeitungsfunktionen für Hierarchien [Seite 71]

April 2001

155

Allgemeines Recherchebuch (CA) Expandieren bis Stufe

SAP AG

Expandieren bis Stufe

Diese Funktion ist nur aktiv, wenn Sie für mindestens ein Merkmal eine Hierarchie ausgewählt haben. Sie wählen eine Hierarchie mit der Funktion Bericht ® Hierarchieauswahl [Seite 161] aus. Die Hierarchie wird bis zu einer gewissen Stufe eingeblendet. Zusätzlich werden jene Berichtszeilen, die zu einer höheren Stufe gehören, ausgeblendet. Diese Funktion eignet sich deshalb besonders dazu, eine inhomogene Liste zu homogenisieren. Steht der Cursor dabei in einer Berichtszeile, so ist nur der zu dieser Zeile gehörige Teilbaum davon betroffen. Ansonsten sind alle Berichtszeilen betroffen. Für eine ausführliche Dokumentation über Hierarchien siehe folgende Abschnitte: Überblick: Merkmalshierarchien [Seite 62] Hierarchiedarstellung [Seite 68] Bearbeitungsfunktionen für Hierarchien [Seite 71]

156

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Expandieren komplett

Expandieren komplett

Diese Funktion ist nur aktiv, wenn Sie für mindestens ein Merkmal eine Hierarchie ausgewählt haben. Sie wählen eine Hierarchie mit der Funktion Bericht ® Hierarchieauswahl [Seite 161] aus. Die Hierarchie wird komplett eingeblendet, d.h. alle Stufen werden angezeigt. Steht der Cursor dabei in einer Berichtszeile, so ist nur der zu dieser Zeile gehörige Teilbaum davon betroffen. Ansonsten sind alle Berichtszeilen betroffen. Für eine ausführliche Dokumentation über Hierarchien siehe folgende Abschnitte: Überblick: Merkmalshierarchien [Seite 62] Hierarchiedarstellung [Seite 68] Bearbeitungsfunktionen für Hierarchien [Seite 71]

April 2001

157

Allgemeines Recherchebuch (CA) Komprimieren

SAP AG

Komprimieren

Diese Funktion ist nur aktiv, wenn Sie für mindestens ein Merkmal eine Hierarchie ausgewählt haben. Sie wählen eine Hierarchie mit der Funktion Bericht ® Hierarchieauswahl [Seite 161] aus. Die Hierarchie wird um eine Stufe reduziert, d.h. in jedem Teilbaum wird das letzte sichtbare '-' Zeichen aktiviert. Steht der Cursor dabei in einer Berichtszeile, so ist nur der zu dieser Zeile gehörige Teilbaum davon berührt. Ansonsten sind alle Berichtszeilen betroffen. Für eine ausführliche Dokumentation über Hierarchien siehe folgende Abschnitte: Überblick: Merkmalshierarchien [Seite 62] Hierarchiedarstellung [Seite 68] Bearbeitungsfunktionen für Hierarchien [Seite 71]

158

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Ausschnitt setzen

Ausschnitt setzen

Diese Funktion ist nur aktiv, wenn Sie für mindestens ein Merkmal eine Hierarchie ausgewählt haben. Sie wählen eine Hierarchie mit der Funktion Bericht ® Hierarchieauswahl [Seite 161] aus. Mit dieser Funktion können Sie einen bestimmten Teilbaum einer Hierarchie alleine anzeigen, um eine bessere Übersicht zu erhalten. Der Rest des Berichts wird ausgeblendet. Sie können auch innerhalb eines gesetzten Ausschnitts erneut einen Ausschnitt setzen. Um die Funktion wieder rückgängig zu machen wird die Funktion Ausschnitt aufheben [Seite 160] direkt auf der Berichtsliste angeboten, damit Sie nach Bedarf die komplette Hierarchie wieder anzeigen können. Für eine ausführliche Dokumentation über Hierarchien siehe folgende Abschnitte: Überblick: Merkmalshierarchien [Seite 62] Hierarchiedarstellung [Seite 68] Bearbeitungsfunktionen für Hierarchien [Seite 71]

April 2001

159

Allgemeines Recherchebuch (CA) Ausschnitt aufheben

SAP AG

Ausschnitt aufheben

Mit dieser Funktion können Sie den gesetzten Ausschnitt einer Hierarchie (siehe Ausschnitt setzen [Seite 159]) zurücknehmen. Die Funktion Ausschnitt setzen wird direkt auf der Berichtsliste angeboten. Falls Sie innerhalb eines bereits gesetzten Ausschnitts einen weiteren Ausschnitt gesetzt haben, erscheint auf der Berichtsliste, neben der Funktion Ausschnitt aufheben, der zuerst ausgeblendete Teilbaum. Durch Doppelklick darauf können Sie diesen Ausschnitt zurücknehmen. Für eine ausführliche Dokumentation über Hierarchien siehe folgende Abschnitte: Überblick: Merkmalshierarchien [Seite 62] Hierarchiedarstellung [Seite 68] Bearbeitungsfunktionen für Hierarchien [Seite 71]

160

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Hierarchieauswahl

Hierarchieauswahl

Diese Funktion ist nur aktiv, wenn Hierarchien zu Merkmalen existieren. Die Funktion ermöglicht die Auswahl einer Hierarchie und die Navigation darin, um ein Merkmal auf der Berichtsliste hierarchisch darzustellen. Wenn die Funktion ausgeführt wird, erscheint ein Dialogfenster, in dem alle Merkmale des Berichts aufgeführt sind, für die eine Hierarchie existiert. Für jedes der aufgeführten Merkmale wählen Sie entweder eine der verfügbaren Hierarchievarianten, oder Sie legen fest, eine Hierarchievariante erst `beim Ausführen' anzugeben oder `keine Hierarchie' zu verwenden. Auf der Berichtsliste wird dann zum ausgewählten Merkmal die gesamte Hierarchie angezeigt. Dies kann durch Expandier- und Komprimierfunktionen verändert werden. Sie können auch jederzeit die hierarchische Darstellung ändern (siehe Hierarchiedarstellung [Seite 162]) oder ausschalten und auf die normale Aufrißliste umschalten, indem Sie bei Hierarchieauswahl `keine Hierarchie' auswählen. Um über einen ausgewählten Teil einer Hierarchie zu berichten, steht die Funktion Hierarchieknoten [Seite 31] zur Verfügung. Für eine ausführliche Dokumentation über Hierarchien siehe folgende Abschnitte: Überblick: Merkmalshierarchien [Seite 62] Hierarchiedarstellung [Seite 68] Bearbeitungsfunktionen für Hierarchien [Seite 71]

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Hierarchiedarstellung

SAP AG

Hierarchiedarstellung

Diese Funktion ist nur aktiv, wenn Sie für mindestens ein Merkmal eine Hierarchie ausgewählt haben. Sie wählen eine Hierarchie mit der Funktion Bericht ® Hierarchieauswahl [Seite 161] aus. Diese Funktion ist nur aktiv, wenn Sie für mindestens ein Merkmal eine Hierarchie ausgewählt haben. Sie wählen eine Hierarchie mit der Funktion Bericht ® Hierarchieauswahl [Seite 161] aus. Mit dieser Funktion können Sie die hierarchische Darstellung eines Merkmals verändern. Folgende Hierarchiedarstellungen stehen zur Verfügung:

· · · ·

Kompaktdarstellung Sterndarstellung Liniendarstellung Liniendarstellung mit Leerzeilen

Für eine ausführliche Dokumentation über Hierarchien siehe folgende Abschnitte: Überblick: Merkmalshierarchien [Seite 62] Hierarchiedarstellung [Seite 68] Bearbeitungsfunktionen für Hierarchien [Seite 71]

162

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht-Bericht-Schnittstelle

Bericht-Bericht-Schnittstelle

Verwendung

Über die Bericht-Bericht-Schnittstelle können Sie Informationen mehrerer Berichte miteinander verknüpfen, indem Sie Daten eines Senderberichts an einen oder mehrere Empfängerberichte weitergeben. Sie können über die Bericht-Bericht-Schnittstelle auch zwischen geteilten Recherche-Berichten navigieren. Ausführliche Informationen zur Bericht-Bericht-Schnittstelle finden Sie im Abschnitt Überblick: Bericht-Bericht-Schnittstelle [Seite 78].

Voraussetzungen

Bevor Sie mit Hilfe der Bericht-Bericht-Schnittstelle navigieren können, muß der Recherchebericht geteilt sein oder dem Bericht müssen andere Berichte zugordnet sein. Die Berichts-Zuordnung [Seite 43] und das Teilen eines Berichts findet im Rahmen der Berichtsdefinition statt.

Funktionsumfang

Funktion Bericht aufrufen Menüpfad/Hotspot Springen ® Bericht aufrufen Was Sie wissen sollten

Sie verwenden diese Funktion, wenn Sie weitere, dem Bericht zugeordnete Berichte aufrufen möchten. Um einen Bericht aufzurufen, positionieren Sie den Cursor auf die Zeile der Berichtsliste, für die Sie den neuen Bericht aufrufen wollen. Eventuell erscheint ein Dialogfenster, in dem Parameter, die von Senderbericht an Empfängerbericht übergeben werden, abgefragt werden. Je weiter Sie durch den Senderbericht navigieren, desto mehr Übergabe-Parameter sind im Dialogfenster automatisch festgelegt. Sind alle PflichtParameter bereits festgelegt, entfällt das Dialogfenster gänzlich.

Je mehr Übergabe-Parameter Sie festlegen, desto weniger Daten müssen bei der Funktion Bericht aufrufen gelesen werden. Dies führt zu verbesserten Antwortzeiten.

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht-Bericht-Schnittstelle Aufrufkette Springen ® Aufrufkette

SAP AG

Mit dieser Funktion erhalten Sie eine Liste mit der Reihenfolge der Berichte, die Sie mit Hilfe der Bericht-Bericht-Schnittstelle seit dem Ausführen des ursprünglichen Berichts aufgerufen haben. Sie verwenden diese Funktion z.B. dann, wenn Sie von einem Empfängerbericht in den Senderbericht zurückspringen möchten.

Die Menüpfade Ihrer Applikation können von den in der Tabelle genannten Menüpfaden abweichen. Bitte beachten Sie hierzu die applikationsspezifische Dokumentation.

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April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Merkmal ausschalten

Merkmal ausschalten

Im Kopf bzw. im Navigationsbereich der Liste wird Ihnen angezeigt, welche Merkmale auf einen bestimmten Merkmalswert festgelegt worden sind. Diese Einschränkung eines Merkmals kann entweder zum Zeitpunkt der Berichtsdefinition geschehen oder während der Berichtsausführung in einem Drilldown-Schritt erfolgen. Bei allen Merkmalen, die Sie erst während der Recherche spezifiziert haben, können Sie diese Festlegung wieder rückgängig machen, d.h. Sie können solche Merkmale wieder ausschalten. Dazu müssen Sie den Cursor vor Aufruf der Funktion im Navigationsbereich der Liste auf das entsprechende Merkmal oder auf den zugehörigen Merkmalswert positionieren. In allen Zeilen Ihrer Liste wird anschließend über das ausgeschaltete Merkmal summiert (kumuliert), und es kommen eventuell neue Zeilen hinzu. Ausgeschaltete Merkmale können Sie nun wieder an beliebiger Stelle für einen Drilldown-Schritt verwenden. Dadurch ist es möglich, die selektierten Daten nach allen denkbaren Auswertungshierarchien anzuzeigen.

Diese Funktion können Sie über das folgende Symbol im Navigationsblock der Hotspot-Technik ausführen.

mit

Für eine ausführliche Beschreibung zur Navigation über Hotspots siehe Hotspots auf der Berichtsliste [Seite 171].

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Merkmale sortieren

SAP AG

Merkmale sortieren

Mit dieser Funktion ändern Sie die Reihenfolge der Merkmale im Navigationsblock der Berichtsliste des ausgeführten Berichts. Die Reihenfolge der Merkmale ist entscheidend für den Standardaufriß und wird ursprünglich bei der Berichtsdefinition festgelegt. Diese kann sowohl für die Anzeige online (über Navigieren ® Merkmale sortieren) als auch für den Ausdruck (über Bericht ® Drucklayout ® Aufriß- u. Detailliste ® Massendruck einst.) unterschiedlich festgelegt werden. Es ist zu beachten, daß Merkmale, die schon bei der Berichtsdefinition auf einen Merkmalswert festgelegt wurden, über dem Navigationsblock stehen und nicht umsortiert werden können. Auch jene Merkmale, die durch den Drilldown bereits festgelegt wurden, lassen sich zunächst nicht umsortieren. Dies können Sie jedoch erreichen, indem Sie auf die Grundliste zurückgehen und über Navigieren ® Merkmale sortieren die gewünschte Reihenfolge festlegen. Merkmale, die in der Recherche nicht benötigt werden, sollten zur besseren Performance gelöscht werden. Auch für einen Ausdruck sollten nur die nötigsten Merkmale aktiv bleiben, da sonst unnötige Zwischensummen ausgegeben werden.

166

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Attribute

Attribute

Es werden grundsätzlich zwei Arten von Attributen verwendet:

· Anzeigeattribute Anzeigeattribute können auf der Berichtsliste entweder in der Führungsspalte oder in einem eigenen Dialogfenster angezeigt werden. Die Anzeige von Attributen setzt voraus, daß ein Merkmalswert eindeutig festgelegt ist, also nicht über Intervalle oder Selektionsoptionen. Navigationsattribute (z.B. im EC-EIS verwendet) Navigationsattribute stehen wie Merkmale im Feldkatalog und können für die Selektion und Navigation im Bericht verwendet werden. Sie können auch an die Bericht-BerichtSchnittstelle als Selektionsoptionen übergeben werden.

·

Anzeigeattribute in der Führungsspalte

In der Führungsspalte der Berichtsliste können neben Schlüssel und Bezeichnung eines Merkmalswerts auch Attribute zum Merkmal angezeigt werden. Markieren Sie dazu einen Merkmalswerts in der Führungsspalte und wählen Sie Einstellungen ® Merkmalsdarstellung ® Führungsspalte. Sie können nun eines oder mehrere der Attribute für die Darstellung in der Führungsspalte auswählen.

Anzeigeattribute über Dialogfenster

Sie können zu Merkmalswerten, zu denen Attribute existieren, alle zugehörigen Attribute anzeigen. Positionieren Sie den Cursor auf dem entsprechenden Merkmalswert und wählen sie die Funktion über das Symbol . In einem zusätzlichen Dialogfenster werden dann die Attribute zu dem Merkmal angezeigt. Haben Sie ein Formular definiert, in dem zu einem Element mehrere Merkmale mit Attributen festgelegt werden, so können Sie in der Detailliste den Cursor auf die entsprechende Zelle positionieren und in einem Dialogfenster zusätzliche Spalten sehen, in denen alle attributetragenden Merkmale mit ihren Werten ausgegeben werden.

April 2001

167

Allgemeines Recherchebuch (CA) Einzelposten

SAP AG

Einzelposten

Mit dieser Funktion werden Einzelposten nachgelesen. Beachten Sie, daß Sie das Objekt genügend eingeschränkt haben, um Wartezeiten oder einen eventuellen Abbruch zu vermeiden. Wenn jedoch die Selektionsbedingungen nicht genügend eingeschränkt sind, wird vom System eine entsprechende Meldung mit Empfehlungen ausgegeben.

168

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Stammdaten anzeigen

Stammdaten anzeigen

Über diese Funktion können Sie die Stammdatenanzeige zu dem durch die Cursorposition markierten Merkmalswert aufrufen. Sie finden diese Funktion bei Berichten der Ergebnisrechnung (CO-PA) unter Springen ® Stammdaten anzeigen.

April 2001

169

Allgemeines Recherchebuch (CA) Suchen nach

SAP AG

Suchen nach

Mit der Funktion Suchen nach... können Sie in der angezeigten Liste nach einer beliebigen Zeichenfolge suchen. Die Trefferzeilen (also diejenigen Zeilen, in denen die gesuchte Zeichenfolge enthalten ist) werden angezeigt. Die Auswahl einer Trefferzeile führt zur Positionierung der Liste auf diese Zeile.

170

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Hotspots auf der Berichtsliste

Hotspots auf der Berichtsliste

Hotspot

Ein Hotspot beeinflußt die Darstellung des Mauszeigers und die Wirkung des Einfachklicks. Fährt man mit dem Mauszeiger über Zeilen oder Felder, die mit einem Hotspot markiert sind, dann wechselt der Mauszeiger von der Standarddarstellung (i.d.R. ein Pfeil) zur Darstellung einer Hand mit gestrecktem Zeigefinger. Ein Hotspot kann sowohl auf Text, auf Zahlen als auch auf Symbolen hinterlegt sein. Drückt man einen Hotspot, dann wird entweder direkt eine Funktion ausgeführt oder zunächst nur ein Feld markiert. Wichtig für das Verständnis der Hotspot-Technik ist der Unterschied zwischen einstufigen und zweistufigen Navigationsschritten.

Einstufige und zweistufige Navigation

·

Ein Einfachklick auf einem Hotspot bei einstufigen Funktionen (z.B. Stufe zurück, Blättern zum nächsten Merkmalswert, Grundliste) bewirkt die direkte Auslösung einer Funktion. Bei zweistufigen Funktionen (z.B. Detailliste zu einer bestimmten Zeile der Aufrißliste, Aufriß einer bestimmten Zeile der Aufrißliste nach einem bestimmten freien Merkmal, Merkmal wechseln, Sprung von der Detailliste zur Aufrißliste zu einem bestimmten Merkmal) führen Sie zunächst einen Einfachklick aus, mit dem Sie etwas markieren. Anschließend führen Sie mit einem zweiten Einfachklick eine Funktion tatsächlich aus. Mit dem ersten Einfachklick wird sowohl der gedrückte Hotspot als auch die zu dieser Funktion "sinnvollen Hotspots" farbig markiert. Dadurch wird deutlich gemacht, daß noch eine weitere Aktion folgen muß, um die Funktion vollständig auszuführen. Der zuerst gedrückte Hotspot wird dabei weniger intensiv markiert als die gleichzeitig markierten sinnvollen Hotspots. Drückt man bei zweistufigen Funktionen einen Hotspot zweimal hintereinander (Doppelklick), so wird beim ersten Drücken wie oben beschrieben markiert und beim zweiten Drücken wieder demarkiert.

·

Die einstufige und zweistufige Navigation wird nochmals im Abschnitt Beispiele: Navigation mit Hotspots [Seite 174] anhand von praktischen Beispielen erläutert.

Symbole

Hotspots können sowohl auf Text, auf Zahlen als auch auf Symbolen hinterlegt sein. Einen Hotspot auf der Berichtsliste erkennen Sie daran, daß sich der Cursor in seiner Darstellung verändert. Texte und Zahlen, auf denen Hotspots hinterlegt sind, werden in aktivem Zustand zusätzlich farbig hervorgehoben. Die in der Recherche verwendeten wichtigsten Symbole und deren Bedeutung entnehmen Sie der folgenden Auflistung:

Symbol Bedeutung Navigationsstufen Markierte `sinnvolle' Hotspots

April 2001

171

Allgemeines Recherchebuch (CA) Hotspots auf der Berichtsliste

SAP AG

Detailliste

2

Alle mit à gekennzeichneten Zeilen Alle Symbole für "Spezielle Zeile" ¨

Aufrißliste Normale Zeile markieren Spaltengruppe markieren Aufriß Zurücknehmen Zurück zur Grundliste Merkmal ausschalten Voriger Merkmalswert Nächster Merkmalswert Beliebiger Merkmalswert Defaultbericht aufrufen

2 2 2 1 1 1 1 1 1 1: Detailliste 2: Aufrißliste

Aktuelles Merkmal Alle freien Merkmale Symbol für Detailliste Alle freien Merkmale Alle zur Spaltengruppe gehörenden Einzelspalten

à

O

Pop-Up aller erlaubten Merkmalswerte Alle mit à gekennzeichneten Zeilen

Zusätzlich zu den oben aufgeführten Symbolen finden Sie auf einer Berichtsliste eventuell weitere Visualisierungssymbole.

· ·

Das Symbol ¨ - Spezielle Zeile z.B. erscheint bei Summen, Zwischensummen und dem Wert `Restliche'. In Zellen können Symbole stehen, die auf nicht erlaubte Rechenoperationen hinweisen, z.B. ·/o - `durch Null dividiert'. Mit einem Einfachklick auf das jeweilige Symbol erhalten Sie eine Kurzerklärung dazu.

Besonderheit

Die Hotspot-Technik bietet eine objektbezogene Funktionsauswahl, d.h. daß auf der Berichtsliste dynamisch immer nur die Funktionen aktiv angeboten werden, die in Zusammenhang mit einem markierten Objekt sinnvoll sind. Als Objekte gelten Einzelspalten, Spaltengruppen, Zeilen, Zellen, Merkmale usw., also alle Listobjekte, die durch einen Hotspot gekennzeichnet sind und die zweistufig ausgeführt werden.

172

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Hotspots auf der Berichtsliste

Weiterhin können Sie mit der Hotspot-Technik ohne Benutzung eines Menüs einfach und schnell entweder direkt per Einfachklick (bei einstufigen Navigationsschritten) oder nach dem Prinzip `zuerst markieren, dann ausführen' (bei zweistufiger Navigation) gezielt durch den Datenwürfel navigieren.

Die Anwendung der Symbole in der Recherche wird anhand von praktischen Beispielen im Abschnitt Beispiele: Navigation mit Hotspots [Seite 174] erläutert.

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Navigation mit Hotspots

SAP AG

Beispiel: Navigation mit Hotspots

In diesem Abschnitt finden Sie praktische Beispiele, die Ihnen das Navigieren auf einer Berichtsliste mit der Hotspot-Technik verständlich machen. Dabei werden auch die Symbole, die als Hotspots auf der Berichtsliste zu finden sind erläutert.

Wechsel zwischen Detail- und Aufrißliste

Symbole:

Aufrißliste Detailliste Zeilenmarkierer Grundliste

· Von Detail- zur Aufrißliste

à

Ist für ein Bericht die Grundliste als Detailliste definiert, wird diese beim Ausführen Ihres Berichts als erstes Bild angezeigt. Wenn Sie von der Detailliste zur Aufrißliste wechseln wollen, klicken Sie zunächst einmal auf das Symbol Aufrißliste . Dabei werden alle freien Merkmale im Navigationsblock farbig hervorgehoben. Wählen Sie dann ein Merkmal per Einfachklick aus und die gewünschte Aufrißliste wird angezeigt.

· Von Aufriß- zur Detailliste

Wollen Sie von der Aufrißliste zur Detailliste wechseln, klicken Sie zunächst das Symbol Detailliste . Damit sind alle Zeilenmarkiersymbole farbig hervorgehoben. Sie wählen dann das gewünschte Auswertungsobjekt mit einem Einfachklick aus und die entsprechende Detailliste wird angezeigt.

· Zurück zur Grundliste

à

Wenn Sie zur Grundliste zurückkehren möchten, drücken Sie das Symbol . Beachten Sie bitte, daß zwischenzeitlich durchgeführte Einstellungsänderungen, z.B. Zahlenformatsänderungen, erhalten bleiben.

Navigation auf der Aufrißliste

Symbole:

Zeilenmarkierer Nächster Merkmalswert Voriger Merkmalswert Beliebiger Merkmalswert Merkmal ausschalten

à

174

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Navigation mit Hotspots

·

Aufrißmerkmal wechseln

Geschäftsbereich 0001 Navigation Kundengruppe Region Artikelgruppe

Sparte

Erlös 1 DEM

00000001 Glaswaren 00000014 Kaffeebasisprodukte 00000016 Fertigmenüs

149,99 34,75 10,00

Geschäftsbereich 0001 Navigation Kundengruppe Region Sparte

Artikelgruppe

Erlös 1 DEM

00000010 Obst 00000020 Gemüse

149,99 34,75

Sie sind auf der Aufrißliste, auf der das Merkmal Sparte aufgerissen ist. Weitere Merkmale stehen im Navigationsbereich zum Aufriß zur Verfügung. Wenn Sie das Merkmal Sparte durch ein anderes Merkmal austauschen möchten, z.B. Artikelgruppe, markieren Sie zunächst Sparte und anschließend Artikelgruppe mit einem Einfachklick. Die beiden Merkmale vertauschen dadurch ihre Positionen: Sparte steht jetzt als freies Merkmal im Navigationsblock zur Verfügung, während Artikelgruppe aufgerissen über alle Merkmalswerte angezeigt wird.

· Merkmalswert aufreißen

April 2001

175

Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Navigation mit Hotspots

SAP AG

Geschäftsbereich 0001 Navigation Kundengruppe Region Artikelgruppe

Sparte

Erlös 1 DEM

00000001 Glaswaren 00000014 Kaffeebasisprodukte 00000016 Fertigmenüs

149,99 34,75 10,00

Geschäftsbereich 0001 Navigation Region Artikelgruppe Sparte 00000001 Glaswaren

Kundengruppe

Erlös 1 DEM

00000001 Einzelhandel Resultat

149,99 149,99

Sie sind auf der Aufrißliste und haben das Merkmal Sparte über alle Merkmalswerte aufgerissen. Wenn Sie eines der Merkmalswerte, z.B. Glaswaren, weiter aufreißen möchten, machen Sie einen Doppelklick darauf. Glaswaren wird dadurch über alle Merkmalswert des nächsten freien Merkmals aufgerissen, d.h. Glaswaren wird über alle Kundengruppen aufgerissen. Sparte und Glaswaren wandern dabei nach rechts oben in den Navigationsblock. Wenn Sie Glaswaren nach einem anderen als dem nächsten freien Merkmal aufreißen möchten, markieren Sie zunächst Glaswaren per Einfachklick auf dem und wählen dann ein freies Merkmal aus dem Zeilenmarkiersymbol Navigationsblock. Damit können Sie z.B. Glaswaren statt nach Kundengruppen nach Artikelgruppen aufreißen.

à

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April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Navigation mit Hotspots

Wenn Sie von der aktuellen Aufrißstufe aus weiter navigieren möchten, z.B. Einzelhandel über alle Regionen aufreißen möchten, erreichen Sie dies auch über einen Doppelklick auf Einzelhandel.

Geschäftsbereich 0001 Navigation Region Artikelgruppe Sparte 00000001 Glaswaren

Kundengruppe

Erlös 1 DEM

00000001 Einzelhandel Resultat

149,99 149,99

Geschäftsbereich 0001 Navigation Artikelgruppe Sparte Kundengruppe Region Erlös 1 DEM 00000009 Süd 00000015 Nord 14,00 20,75 00000001 Glaswaren 00000001 Einzelhandel

Resultat

34,75

·

Blättern durch Merkmalswerte

Zum aufgerissenen Merkmal Sparte werden die Merkmalswerte Glaswaren, Kaffeebasisprodukte und Fertigmenüs angezeigt.

April 2001

177

Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Navigation mit Hotspots

Geschäftsbereich 0001 Navigation Kundengruppe Region Artikelgruppe

SAP AG

Sparte

Erlös 1 DEM

00000001 Glaswaren 00000014 Kaffeebasisprodukte 00000016 Fertigmenüs

149,99 34,75 10,00

Im nächsten Schritt wurde der Merkmalswert Glaswaren nach allen Kundengruppen aufgerissen. Dabei ist Glaswaren in den Navigationsblock nach rechts gewandert. Wenn Sie anstatt Glaswaren eine andere Sparte aufreißen möchten, z.B. - Nächster Kaffeebasisprodukte, benutzen Sie hierfür das Blättersymbol Merkmalswert. Damit können Sie durch sämtliche Merkmalswerte des Merkmals Sparte blättern.

Geschäftsbereich 0001 Navigation Region Artikelgruppe Sparte 00000001 Glaswaren

Kundengruppe

Erlös 1 DEM

00000001 Einzelhandel Resultat

149,99 149,99

Im Falle Glaswaren können Sie jedoch lediglich nach unten blättern, da vor Glaswaren kein weiterer Merkmalswert steht (in der Grafik zur Verdeutlichung rot - Voriger Merkmalswert ist deshalb inaktiv. Bei durchgekreuzt). Das Blättersymbol Kaffeebasisprodukte können Sie sowohl nach oben blättern (zurück zu Glaswaren) als auch nach unten (zu Fertigmenüs) blättern. Wenn Sie von Glaswaren direkt auf den Merkmalswert Fertigmenüs springen wollen, können Sie dies über das Symbol - beliebiger Merkmalswert.

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April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Navigation mit Hotspots

Geschäftsbereich 0001 Navigation Region Artikelgruppe Sparte 00000001 Kaffeebasisprodukte

Kundengruppe

Erlös 1 DEM

00000001 Einzelhandel 00000002 Großhandel Resultat

149,99 999,01 1149,00

Schließlich können Sie jederzeit den Aufriß nach dem letzten Merkmal mit dem Symbol - Stufe zurück rückgängig machen oder ein beliebiges Merkmal mit dem Symbol Merkmal ausschalten wieder zurücknehmen. In beiden Fällen steht das Merkmal dadurch wieder im Navigationsblock als freies Merkmal zur Verfügung.

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Navigation in grafischen Berichten

SAP AG

Navigation in grafischen Berichten

Verwendung

Bei Berichten, die in der Ausgabeart [Seite 34] "grafische Berichtsausgabe" angezeigt werden, haben Sie zusätzliche Navigationsalternativen durch die Möglichkeit, Objekte der Berichtsliste durch Drag & Drop bzw. Doppelklick direkt zu manipulieren.

Voraussetzungen

Die hier beschriebenen Verfahren können nur bei grafischer Berichtsausgabe angewandt werden. Sie können die Verfahren anwenden, wenn für den Bericht mindestens die Ausgabebereiche "Aufrißbereich" und "Navigationsbereich" verfügbar sind.

Vorgehensweise

Aufrißwechsel

Drag & Drop

1. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf ein Merkmal aus dem Navigationsbereich und ziehen Sie es bei gedrückter Maustaste an eine beliebige Stelle im Aufrißbereich. 2. Lassen Sie die Maustaste los. Die Berichtsdaten werden nach den Werten des gewählten Merkmals aufgeschlüsselt.

Doppelklick

1. Führen Sie einen Doppelklick auf einem Merkmal aus dem Navigationsbereich aus. Die Berichtsdaten werden nach den Werten des gewählten Merkmals aufgeschlüsselt.

Drilldown

Drag & Drop

1. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf einen Merkmalswert aus dem Aufrißbereich und ziehen Sie ihn bei gedrückter Maustaste auf ein Zielmerkmal im Navigationsbereich. 2. Lassen Sie die Maustaste los. Es wird ein Drilldown für den gewählten Merkmalswert durchgeführt, und die Berichtsdaten werden nach dem Zielmerkmal aufgeschlüsselt. Gleichzeitig erscheinen im Navigationsbereich Pfeiltasten für das Merkmal, dessen Wert Sie im vorigen Schritt aus dem Aufriß- in den Navigationsbereich gezogen haben. Mit diesen Pfeiltasten können Sie durch die Werte des Merkmals blättern, wobei sich der Aufrißbereich entsprechend verändert.

Ein Bericht ist nach dem Merkmal "Land" aufgeschlüsselt. Um herauszufinden, welche Kunden ihren Sitz in Deutschland haben, ziehen Sie den Merkmalswert "Deutschland" aus dem Aufrißbereich auf das Merkmal Kunde im Navigationsbereich. Der Bericht zeigt jetzt die Daten aufgeschlüsselt nach deutschen

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April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Navigation in grafischen Berichten

Kunden an. Mit den Pfeiltasten, die jetzt neben dem Merkmal "Land" sichtbar sind, können Sie die Daten auch nach Kunden aus anderen Ländern aufschlüsseln.

Doppelklick

1. Führen Sie einen Doppelklick auf einem Merkmalswert aus dem Aufrißbereich aus. Es wird ein Drilldown für den gewählten Merkmalswert durchgeführt, und die Berichtsdaten werden nach den Werten des Merkmals aufgeschlüsselt, das in der Berichtsdefinition als nächstes in der Reihenfolge der Merkmale aufgeführt ist. Gleichzeitig erscheinen im Navigationsbereich Pfeiltasten für das Merkmal, dessen Wert Sie den Doppelklick ausgeführt haben. Mit diesen Pfeiltasten können Sie durch die Werte des Merkmals blättern, wobei sich der Aufrißbereich entsprechend verändert.

Drilldown zurücknehmen

Drag & Drop

1. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf einen Merkmalswert aus dem Navigationsbereich und ziehen Sie ihn bei gedrückter Maustaste an eine beliebige Stelle im Aufrißbereich. 2. Lassen Sie die Maustaste los. Der Drilldown für den gewählten Merkmalswert wird aufgehoben, und die Berichtsdaten werden nach dem Merkmal aufgeschlüsselt, zu dem der gewählte Merkmalswert gehört.

Doppelklick

1. Führen Sie einen Doppelklick auf einem Merkmalswert aus dem Navigationsbereich aus. Der Drilldown für den gewählten Merkmalswert wird aufgehoben, und die aktuelle Aufschlüsselung der Berichtsdaten bleibt erhalten.

April 2001

181

Allgemeines Recherchebuch (CA) Ausgabebedingungen festlegen

SAP AG

Ausgabebedingungen festlegen

Sie können die Daten eines ausgeführten Berichts auswerten, indem Sie unterschiedliche Ausgabebedingungen für die Berichtsliste festlegen. Diese Ausgabebedingungen bestimmen:

· · · ·

welche Auswahl an Funktionen dem Benutzer auf der Berichtsliste zur Verfügung steht (Funktionsstufen für verschiedene Benutzer [Seite 183]) was die höchsten und niedrigsten Zahlenwerte einer Spalte sind (Rangliste erstellen [Seite 184]) welche Werte zusammengefaßt und welche einzeln aufgeführt werden (Bedingung anlegen [Seite 186]) oder welche Wert farbig gekennzeichnet werden sollen (Exception anlegen [Seite 192]).

182

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Funktionsstufen für verschiedene Benutzer

Funktionsstufen für verschiedene Benutzer

Die Funktionen der Recherche sind in drei Gruppen unterteilt, so daß verschiedene Benutzerkategorien entsprechend ihres Informationsbedarfs und ihrer Aufgaben eine der definierten Funktionsstufen benutzen können. Dies bedeutet, daß Benutzer die Handhabung der Recherche in kürzester Zeit erlernen können. Die Stufenauswahl erreichen Sie, nachdem Sie einen Bericht ausgeführt haben, über Zusätze ® Weitere Funktionen.

· Stufe 1 beinhaltet die Grundfunktionen der Recherche sowie die Anbindung an das SAPmail. Mittels der zugeordneten Funktionen kann innerhalb der vorgegebenen Merkmalshierarchie eines vordefinierten Berichts navigiert werden. Zur gezielten Analyse größerer Datenmengen können die Funktionen der Detailliste genutzt werden. In dieser Funktionsstufe stehen bestimmte Funktionen nicht zur Verfügung, z.B. Funktionen zum Pflegen von Berichten, zur Änderung von Einstellungen auf der Berichtsliste oder zur Anbindung an weitere Produkte wie den EXCEL List Viewer.

Diese Stufe ist für Benutzer, die sporadisch bestimmte Formularberichte der Recherche zur weiteren Analyse verwenden wollen, ohne dabei die volle Funktionalität der Navigation zu benötigen.

· Stufe 2 umfaßt die volle Funktionalität der Recherche (alle Funktionen der Navigation) und bietet die Anbindung an den EXCEL List Viewer, den PC-Download, Grafikfunktionen, Funktionen zur Änderung der Darstellung und alle Funktionen auf Hierarchien. Exceptions können angezeigt werden. In dieser Funktionsstufe stehen bestimmte Funktionen nicht zur Verfügung, z.B. Funktionen um Berichte zu pflegen und um das Drucklayout individuell einzurichten.

Diese Stufe ist für Benutzer, die die volle Funktionalität der Analyse in der Recherche und darüber hinaus die oben genannten Anbindungen benötigen.

· Alle Funktionen umfaßt zusätzlich die Funktionen der Druckaufbereitung, der Berichtssicherung, der Definition von Exceptions und die Berichtspflege direkt aus der Recherche heraus - also alle Funktionen, die die Recherche bietet.

Die volle Funktionalität ist für Benutzer gedacht, die über die Funktionen der `Stufe 2' hinaus Berichte pflegen bzw. die Druckaufbereitung einrichten. Die Stufenauswahl kann auf der Berichtsliste unter Zusätze ® Weitere Funktionen geändert werden. Vor dem Umschalten der Funktionsstufe erfolgt jedoch eine Berechtigungsprüfung (siehe Customizing).

Über die Parameter-ID RLV1 (Stufe 1), RLV2 (Stufe 2) und RLV0 (Alle Funktionen) ist es möglich, die Stufenzuordnung im Benutzerstammsatz über System ® Benutzervorgaben ® Benutzerparameter festzulegen. Somit ist es möglich, einzelnen Anwendern eine Funktionsstufe zuzuordnen

April 2001

183

Allgemeines Recherchebuch (CA) Rangliste erstellen

SAP AG

Rangliste erstellen

Verwendung

Mit den Funktionen Top N, Top %, Last N und Last % können Sie eine Rangliste für die Spalten der Berichtsliste erstellen. Dadurch können Sie Top- oder Last-Werte einer Spalte ermitteln. Für die ersten oder letzten Zahlenwerte einer Spalte wird ein 'Zwischenergebnis' ermittelt, während die unterdrückten Werte, die die Ausgabebedingung nicht erfüllen, in der Zeile 'Restliche...' summiert bzw. aggregiert werden.

Eine Ausgabebedingung löscht eine vorher gesetzte Bedingung, so daß pro Berichtsliste immer nur eine Ausgabebedingung aktiv sein kann.

Aktivitäten

Positionieren Sie den Cusor auf der Spalte, für die Sie die Rangliste erstellen wollen. Die Funktion ist immer für alle Spalten der Berichtsliste aktiv. Weitere Informationen zum Ändern oder Löschen einer Rangliste finden Sie im Abschnitt Bedingung bearbeiten [Seite 187].

Funktionsumfang

Funktio n Top N Menüpfad Bearbeiten ® Rangliste ® Top N Was Sie wissen sollten

Sie verwenden diese Funktion, wenn Sie in einer Spalte beispielsweise die 10 höchsten Zahlenwerte anzeigen lassen möchten. Im Dialogfenster geben Sie im Feld `N' die Anzahl der gewünschten Top-Werte an. Für diese Zeilen wird ein 'Zwischenergebnis' ermittelt, während die unterdrückten Zeilen in der Zeile 'Restliche...' summiert bzw. aggregiert werden. Die betreffende Spalte wird farbig hervorgehoben und die Werte werden absteigend sortiert.

Top %

Bearbeiten ® Rangliste ® Top %

Sie verwenden die Funktion, wenn Sie für eine Spalte die größten Werte anzeigen lassen, die zusammen beispielsweise 50% des Umsatzes ausmachen. Im Dialogfenster geben Sie im Feld `%' den gewünschten Prozentsatz an. Für diese Zeilen wird ein 'Zwischenergebnis' ermittelt, während die unterdrückten Zeilen in der Zeile 'Restliche...' summiert bzw. aggregiert werden. Die betreffende Spalte wird farbig hervorgehoben und die Werte werden absteigend sortiert.

184

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Rangliste erstellen

Last N

Bearbeiten ® Rangliste ® Last N

Sie verwenden die Funktion, wenn Sie für eine Spalte beispielsweise die 10 niedrigsten Umsätze anzeigen lassen möchten (Vorzeichen beachten). Im Dialogfenster geben Sie im Feld `N' die Anzahl der gewünschten Last-Werte an. Für diese Zeilen wird ein 'Zwischenergebnis' ermittelt, während die unterdrückten Zeilen in der Zeile 'Restliche...' summiert bzw. aggregiert werden. Die betreffende Spalte wird farbig hervorgehoben und die Werte werden aufsteigend sortiert.

Last %

Bearbeiten ® Rangliste ® Last %

Sie verwenden die Funktion, wenn Sie für eine Spalte die niedrigsten Werte anzeigen lassen, die zusammen beispielsweise 50% des Umsatzes ausmachen. Im Dialogfenster geben Sie im Feld `%' den gewünschten Prozentsatz an. Für diese Zeilen wird ein 'Zwischenergebnis' ermittelt, während die unterdrückten Zeilen in der Zeile 'Restliche...' summiert bzw. aggregiert werden. Die betreffende Spalte wird farbig hervorgehoben und die Werte werden aufsteigend sortiert.

Die Menüpfade Ihrer Applikation können von den in der Tabelle genannten Menüpfaden abweichen. Bitte beachten Sie hierzu die applikationsspezifische Dokumentation.

April 2001

185

Allgemeines Recherchebuch (CA) Bedingung anlegen

SAP AG

Bedingung anlegen

Sie können für genau eine Spalte eine Bedingung anlegen. Auf der Berichtsliste werden dann nur die Objekte angezeigt, die diese Bedingung erfüllen. Die anderen Objekte werden zusammengefaßt ausgegeben. Eine Ausgabebedingung löscht eine vorher gesetzte Bedingung, so daß immer nur höchstens eine Bedingung aktiv sein kann.

Diese Funktion steht nicht auf Hierarchielisten zur Verfügung.

Vorgehensweise

1. Durch Positionierung des Cursors wählen Sie eine Spalte aus, für die Sie die Bedingung setzen wollen. 2. Sie erhalten dann ein Dialogfenster, in dem Sie eine Operation (z.B. '>', '=' oder '<') und einen Wert eingeben können.

Ergebnis

Sie erhalten eine Berichtsliste, in der nur noch jene Zeilen angezeigt werden, bei denen die entsprechende Bedingung erfüllt ist. Für diese Zeilen wird ein 'Zwischenergebnis' ermittelt, während die unterdrückten Zeilen in eine Zeile 'Restliche...' summiert bzw. aggregiert werden. Die betreffende Spalte wird farbig hervorgehoben und die Werte werden aufsteigend bzw. absteigend sortiert.

Siehe auch:

Bedingung bearbeiten [Seite 187]

186

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Bedingung bearbeiten

Bedingung bearbeiten

Funktion Bedingung anlegen Menüpfad Bearbeiten ® Bedingung ® Anlegen Was Sie wissen sollten

Sie verwenden diese Funktion, wenn Sie eine neue Bedingung anlegen wollen. Für eine ausführliche Dokumentation zu dieser Funktion siehe den Abschnitt Bedingung anlegen [Seite 186]. Mit dieser Funktion können Sie den unter Bedingung anlegen gesetzten Wert bzw. die gesetzte Operation ändern. Sie können auch die Ausgabebedingungen der Ranglisten ändern, die Sie zuvor mit der Funktion Rangliste erstellen [Seite 184] festgelegt haben. Mit dieser Funktion löschen Sie eine zuvor unter Bedingung anlegen oder Rangliste erstellen festgelegte Ausgabebedingung. Siehe auch: Alle Einstellungen zurücknehmen [Seite 214].

Bedingung ändern

Bearbeiten ® Bedingung ® Ändern

Bedingung löschen

Bearbeiten ® Bedingung ® Löschen oder Einstellungen ® Zurücknehmen ® Alle Einstellungen

Die Menüpfade Ihrer Applikation können von den in der Tabelle genannten Menüpfaden abweichen. Bitte beachten Sie hierzu die applikationsspezifische Dokumentation.

April 2001

187

Allgemeines Recherchebuch (CA) Überblick: Exception Reporting

SAP AG

Überblick: Exception Reporting

Als Exception wird eine Ausnahmebedingung verstanden, die festlegt, ob ein Objekt als auffällig gilt. Bezogen auf eine frei wählbare Kennzahl in einer Zelle oder einer Spalte können Sie sogenannte Exceptions oder Ausnahmebedingungen in einem Bericht anlegen. Diese Exceptions bestehen aus zwei Schwellen, die den Toleranzbereich nach oben und nach unten markieren. Wenn ein Zahlenwert für dieses Objekt eine bestimmte Schwelle über- oder unterschreitet, wird dies durch eine entsprechende Farbe (rot bzw. grün) markiert. Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Exceptions. Sie können eine Exception entweder für eine bestimmte Spalte oder für eine ganze Zelle definieren.

Exceptions für Spalten

Relative Kennzahlen, wie beispielsweise Abweichungen, sind normalerweise auch auf verschiedenen Aufrißstufen vergleichbar. Es ist deshalb sinnvoll, eine einzige Exception für die Spalte zu definieren. Dies bedeutet, daß die Exception auf jeder Liste des Berichts und unabhängig von der Aufrißstufe ausgewertet wird.

Land: USA Land Belgien Frankreich BRD USA GB Italien Japan Spanien Mexico Schweden Österreich Afrika Umsatz 1996 Abw.% '95/'96 1.300.000 1.600.000 2.450.000 2.700.000 1.200.000 1.600.000 1.800.000 1.350.000 1.100.000 1.550.000 1.250.000 1.100.000 10 12 23 25 14 13 17 11 21 16 12 14 Artikel Tomaten Zwiebeln Melonen Mais Äpfel . . . . . . . Umsatz 1996 Abw.% '95/'96 150.000 120.000 130.000 150.000 170.000 . . . . . . . 12 10 15 22 17 . . . . . . .

Abw. < 12 % Abw. > 20 %

Im Beispiel wird für verschiedene Länder der Umsatz für das Jahr 1996 und die daraus ermittelte Abweichung zum Vorjahr in einer Liste dargestellt. Für die Spalte Abw. % 95/96 wird eine Exception mit einer unteren Schwelle von -12 und einer oberen Schwelle von +20 definiert. Das Intervall zwischen -12 und +20 wird als normal definiert. Im Bericht werden folglich Abweichungen größer als +20 % grün, Abweichungen kleiner als -12 % rot und Abweichungen zwischen -12 % und +20 % in der Hintergrundfarbe angezeigt. Wenn dann ein Aufriß auf dem Land USA gemacht wird, erscheinen die dort verkauften Artikel, deren Umsatz 1996 und die prozentualen Abweichungen. Die Exception wird auch auf dieser zweiten Liste ausgewertet, d.h. die Exception wird sowohl in der Länder- als auch in der Artikelliste ausgewertet.

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April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Überblick: Exception Reporting

Exceptions für Zellen

Die zweite Art von Exception bezieht sich auf eine einzige Zelle und ist deshalb bei absoluten Kennzahlen, wie beispielsweise Umsatz, sinnvoll.

Land: USA Land Belgien Frankreich BRD USA GB Italien Japan Spanien Mexico Schweden Österreich Afrika Umsatz 1996 Abw.% '95/'96 1.300.000 1.600.000 2.450.000 2.700.000 1.200.000 1.600.000 1.800.000 1.350.000 1.100.000 1.550.000 1.250.000 1.100.000 10 12 23 25 14 13 17 11 21 16 12 14 Artikel Tomaten Zwiebeln Melonen Mais Äpfel . . . . . . . Umsatz 1996 Abw.% '95/'96 150.000 120.000 130.000 150.000 170.000 . . . . . . . 12 10 15 22 17 . . . . . . .

Umsatz in USA < 1.500.000 Umsatz in USA > 2.000.000

Exception nicht sichtbar

In diesem Beispiel wird im selben Bericht eine Exception für die Zelle USA/Umsatz 1996 definiert mit einer unteren Schwelle von -1.500.000 und einer oberen Schwelle von +2.000.000. Wenn man anschließend das Land USA weiter aufreißt, wird die Exception in der zweiten Liste nicht ausgewertet. Da die Zahlen keinen Bezug zum Aufrißmerkmal haben, wäre die Exception hier nicht sinnvoll. Da die Definition solcher Exceptions für Zellen mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden sein kann, gibt es auch eine weitere Möglichkeit. Sie können eine Exception für alle Zellen einer Spalte definieren, die nur in einer Liste bewertet werden. Die Exception wird anschließend nur in der Liste, in der sie angelegt wurde, bewertet. Um eine Exception für alle Zellen einer Spalte zu definieren, positionieren Sie den Cursor auf die Spaltenüberschrift, anstatt auf eine einzige Zelle, und wählen den Gültigkeitsbereich Zelle. Geben Sie * statt den Inhalt einer bestimmten Zelle ein.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Verwendung von Exceptions

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Verwendung von Exceptions

Exceptions anlegen

Das Anlegen einer Exception erfolgt immer auf der Aufrißliste. Nachdem eine Exception definiert wurde, wird sie auch auf der Detailliste ausgewertet und kann dort geändert werden. Beim Anlegen wird die Cursorpositionierung ausgewertet. Dadurch wird festgelegt, worauf sich die Exception bezieht. Wie der Gültigkeitsbereich einer Exception ermittelt wird, soll an einem Beispiel erläutert werden. Der Beispielbericht ist so angelegt, daß sich eine zweizeilige Überschrift der Spalten ergibt. Die Spalten sind also zu Spaltengruppen zusammengefaßt.

Land: USA Umsatz 1998 B A C 1999 Kunde: Smith Deckungsbeitrag 1999 1998

Artikel Tomaten Zwiebeln Melonen

Wenn Sie sich für eine Exception mit dem Gültigkeitsbereich Spalte entscheiden, werden nur die folgenden Fälle unterschieden:

· ·

Wenn Sie den Cursor auf A positionieren, so wird eine Exception zum Umsatz 1998 angelegt. Wenn Sie den Cursor auf B positionieren, machen Sie deutlich, daß die Exception auf die Spaltengruppe 1998 Bezug nehmen soll. Sie gilt damit sowohl für Umsatz 1998 als auch für Deckungsbeitrag 1998. Wenn Sie den Cursor auf C positionieren, nimmt man Bezug auf den Umsatz. Die Exception wird sowohl bei Umsatz 1998 als auch bei Umsatz 1999 ausgewertet.

·

Wenn eine Exception auf eine Zelle Bezug nimmt, wird auch der Bezug auf Merkmalswerte gesichert. Unabhängig von der Cursorposition ist durch den Kopf der Liste klar, auf welches Land und auf welchen Kunden sich die Exception beziehen soll. Wird der Cursor auf A positioniert, wird dadurch festgelegt, daß sich die Exception auf den Artikel Tomaten beziehen soll.

Exceptions anzeigen, ändern und löschen

Sie können sich die für einen Bericht angelegten Exceptions über Zusätze ® Exceptions anz. anzeigen lassen. Sie erhalten eine Liste über alle Exceptions im Bericht. Wählen Sie eine Exception mit dem Cursor aus. Im folgenden Fenster werden die Eingaben zur Exception angezeigt. Falls Sie weitere Exceptions für diesen Bericht angelegt haben, können Sie diese mit den Funktionen Vorige Exception und Nächste Exception anzeigen. Das Ändern und Löschen von einer Exception erfolgt in ähnlicher Weise über den Menüpunkt Exception ändern. Wenn Sie jedoch alle Exceptions in einem Bericht löschen wollen, wählen Sie Exceptions löschen.

Verwendung von Exceptions auf Berichtslisten

Aus der obigen Beschreibung, wie Exceptions definiert werden, ergibt sich, daß sich zu einer Zelle mehrere Exceptions überlagern können. Es könnte sein, daß eine Exception den Zustand

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Verwendung von Exceptions

normal, eine zweite den Zustand grün und eine dritte den Zustand rot hat. In diesem Fall gilt die folgende Priorität: rot, grün, normal. Damit ist gemeint, daß wenn mindestens eine der Exceptions den Zustand rot hat, die Farbe rot vergeben wird. Tritt rot nicht auf, und ist mindestens eine der Exceptions grün, wird die Farbe grün vergeben. Die normale Farbe wird nur vergeben, wenn alle Exceptions zu der Zelle den Zustand normal haben.

Siehe auch:

Exception anlegen [Seite 192] Exceptions bearbeiten [Seite 194]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Exception anlegen

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Exception anlegen

Verwendung

Eine Exception ist eine Bedingung, die angibt, wann ein Zahlenwert als auffällig - in positiver sowie in negativer Hinsicht - gekennzeichnet werden soll. Der Zahlenwert wird beim Über- bzw. Unterschreiten eines Schwellenwertes durch eine besondere Farbe hervorgehoben. Mit der Funktion Exception anlegen können Sie einen solchen Schwellenwert festlegen. Sie können in einem Bericht beliebig viele Exceptions definieren.

Vorgehensweise

1. Führen Sie einen Bericht aus. 2. Positionieren Sie den Cursor auf einer der Wertspalten, auf die sich die Exception beziehen soll. Je nachdem, ob Sie den Cursor auf eine einzelne Spalte oder aber auf den Spaltenkopf für eine Spaltengruppe positionieren, wird sich die Exception entweder auf die einzelne Spalte oder auf die ganze Spaltengruppe beziehen. Durch die Positionierung auf eine Zeile wird der Bezug auf einen bestimmten Merkmalswert des Aufrißmerkmals hergestellt. 3. Wählen Sie Zusätze ® Exception anlegen. 4. Im Dialogfenster klicken Sie auf den entsprechenden Gültigkeitsbereich. Wählen Sie Spalte, wenn Sie die Exception für eine Spalte in allen Listen des Berichts bewerten lassen wollen. Wählen Sie Zelle, wenn Sie die Exception für eine Zelle oder die Zellen in einer Spalte in einer einzigen Liste des Berichts definieren wollen. Drücken Sie Weiter. 5. Im nachfolgenden Dialogfenster können Sie eine Beschreibung der Exception eingeben. Der von Ihnen in der Liste ausgewählte Gültigkeitsbereich wird angezeigt. Wenn sich der Inhalt auf alle Merkmalswerte einer Spalte auf der aktuellen Liste beziehen soll, geben Sie * ein. 6. In einem weiteren Dialogfenster legen Sie fest, welche Schwellen und Farben verwendet werden sollen. Sie können entweder eine oder zwei Schwellen definieren. Bei einer zu definierenden Schwelle geben Sie einen Wert ein, und stellen die Schwelle auf Aktiv. Wählen Sie die entsprechende Farbe aus. Wenn eine Schwelle nicht zu definieren ist, vergewissern Sie sich, daß das entsprechende Kennzeichen auch nicht auf Aktiv gesetzt ist. Folgende Möglichkeiten stehen zur Verfügung: zwei rote Bereiche, zwei grüne Bereiche, ein roter und ein grüner Bereich, ein roter oder ein grüner Bereich.

Ergebnis

Auf der Berichtsliste sind diejenigen Zahlenwerte, die die in der Exception spezifizierte Ausgabebedingung erfüllen, in der von Ihnen gewählten Farbe markiert.

Es ist zu beachten, daß das Anlegen einer Exception grundsätzlich von der Aufrißliste aus erfolgt. Auf der Detailliste können die Exceptions geändert und angezeigt werden, aber nicht angelegt werden.

Siehe auch:

Exceptions bearbeiten [Seite 194]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Exception anlegen

Überblick: Exception Reporting [Seite 188]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Exceptions bearbeiten

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Exceptions bearbeiten

Funktion Exception anlegen Menüpfad Zusätze ® Exception anlegen Was Sie wissen sollten

Sie verwenden diese Funktion, wenn Sie eine neue Exception anlegen wollen. Für eine ausführliche Dokumentation zu dieser Funktion siehe den Abschnitt Exception anlegen [Seite 192]. Mit dieser Funktion erhalten Sie ein Dialogfenster mit einer Liste aller Exceptions, die in diesem Bericht angelegt sind. Sie können dann in dieser Liste eine Exception auswählen und dazu detaillierte Informationen erhalten. Mit dieser Funktion können Sie Exceptions ändern und auch einzelne Exceptions löschen. Man erhält eine Liste aller bereits definierten Exceptions. Von dort aus gelangt man zu einem Dialogfenster, in dem die Schwellen und Farben festgelegt werden. In diesem Dialogfenster können Sie alle Angaben zu diesen Schwellen und Farben ändern. Der Gültigkeitsbereich einer Exception wird dagegen nur beim Anlegen bestimmt und kann nicht mehr geändert werden. Falls Sie den Gültigkeitsbereich einer Exception ändern wollen, löschen Sie die alte, und legen Sie dann eine neue an. Mit dieser Funktion werden alle Exceptions zu diesem Bericht gelöscht. Wenn Sie eine einzelne Exception löschen möchten, verwenden Sie bitte die Funktion Exceptions ändern. Siehe auch: Alle Einstellungen zurücknehmen [Seite 214].

Exceptions anzeigen

Zusätze ® Exceptions anzeigen

Exceptions ändern

Zusätze ® Exceptions ändern

Exceptions löschen

Zusätze ® Exception löschen oder Einstellungen ® Zurücknehmen ® Alle Einstellungen

Die Menüpfade Ihrer Applikation können von den in der Tabelle genannten Menüpfaden abweichen. Bitte beachten Sie hierzu die applikationsspezifische Dokumentation.

Siehe auch:

Überblick: Exception Reporting [Seite 188] Verwendung von Exceptions [Seite 190]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Analysefunktionen

Analysefunktionen

Von der Berichtsliste aus können Sie über Bearbeiten ® Analysefunktionen gezielte Auswertungen von Merkmalswerten vornehmen und passende Grafiken dazu anzeigen lassen. Die folgenden Analysefunktionen stehen Ihnen zur Verfügung. Für weitere Informationen und Beispiele zu den einzelnen Analysefunktionen siehe das entsprechende Kapitel:

· · ·

ABC-Analyse [Extern] Klassifikation [Extern] Summenkurve [Extern]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Einstellungen auf der Berichtsliste

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Einstellungen auf der Berichtsliste

Über die Einstellungen auf der Berichtsliste bestimmen Sie, wie die Daten auf der Berichtsliste online angezeigt und ausgedruckt werden. Zu diesen Einstellungen gehören unter anderem Währung [Seite 198], Merkmalsdarstellung [Seite 199], die Darstellung der Summenzeile [Seite 200], Sortierungen (z.B. Spalten sortieren [Seite 260]), das Ein- oder Auschalten von Anzeigevarianten (z.B. Kumulierte Ausgabe an/aus [Seite 204]) sowie Einstellungen für den Massendruck (Massendruck Einstellungen [Seite 256]). Sie können entweder alle vorgenommenen Einstellungen rückgängig machen (Alle Einstellungen zurücknehmen [Seite 214]) oder auf die Einstellungen des zugrundeliegenden Formulars zurücksetzen (Formulareinstellungen [Seite 215]).

Siehe auch:

Ausgabebedingungen festlegen [Seite 182] Druckeinstellungen [Seite 249]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Zahlenformat

Zahlenformat

Unter Zahlenformat versteht man die Kombination aus der Anzahl der Nachkommastellen und der Skalierung, mit der eine Zahl dargestellt wird.

Die Zahl eine Million, dargestellt mit einer Nachkommastelle und Skalierung 1000, liest sich als 1000,0. Die Einstellung des Zahlenformats für die einzelnen Zeilen, Spalten und Zellen eines Berichts kann auf verschiedenen Ebenen vorgenommen werden. Damit sind z.B. folgende Einstellungen möglich:

· ·

Grobeinstellungen, die alle Berichte betreffen sollen, können Sie auf der Ebene des Rechenschemas bzw. Feldkatalogs treffen (z.B. Umsatz immer in Millionen) Einstellungen, die alle Berichte mit einem bestimmten Formular betreffen, können Sie auf der Ebene des Formulars festlegen (z.B. dritte Spalte des Formulars immer ohne Nachkommastellen) Einstellungen, die nur einen bestimmten Bericht betreffen sollen, können Sie auf der Berichtsliste selbst festlegen.

·

Bei den Einstellungen, die auf den verschiedenen Ebenen gemacht werden, ist zu beachten, daß Detail- und Aufrißliste bezüglich der Einstellung des Zahlenformats separat eingestellt werden. Dabei muß der Zusammenhang zwischen Spaltengruppen und Einzelspalten der Aufrißliste sowie Zeilen, Spalten und Zellen der Detailliste beachtet werden. Für ein zweikoordinatiges Formular besteht folgender Zusammenhang: Einzelspalte (Aufrißliste) « Zelle (Detailliste) Spaltengruppe (Aufrißliste) « Zeile oder Spalte (Detailliste) Das Konzept, wie miteinander konkurrierende Einstellungsinformationen behandelt werden, folgt dem Prinzip, daß die zeitlich zuletzt gemachte Einstellung gilt.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Währung

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Währung

Mit dieser Funktion können Sie die Datenbankwährung für eine oder sämtliche Währungsspalten in eine andere Währung umrechnen lassen. Über die Umrechnungsart wird der Umrechnungskurs automatisch ermittelt. Umrechnungsarten legen Sie im Customizing an.

Währung zurücknehmen

Mit dieser Funktion nehmen Sie sämtliche Währungsumrechnungen, die auf der Berichtsliste eingestellt wurden, zurück. Die Kennnzahlenwerte erscheinen anschließend in der Datenbankwährung. Wählen Sie Einstellungen ® Zurücknehmen ® Währung. Eine ausführliche Dokumentation zum Thema Währungsumrechnung finden Sie im Abschnitt Währungen [Seite 73].

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Merkmalsdarstellung

Merkmalsdarstellung

Mit der Funktion können Sie die Darstellung der Merkmalswerte auf der Berichtsliste wählen. Die Anzeige der Merkmalswerte auf der Berichtsliste kann wahlweise mit Schlüssel und Bezeichnung erfolgen. Mit Einstellungen ® Merkmalsdarstellung entscheiden Sie sich in einem Dialogfenster für eine von vier möglichen Darstellungen.

Merkmalsdarstellung zurücknehmen

Mit der Funktion Einstellungen ® Zurücknehmen ® Merkmalsdarstellung, machen Sie diese Einstellung rückgängig. Es wird die letzte gesicherte Merkmalsdarstellung, die für alle Merkmale eingestellt wurde genommen. Beinhaltet die letzte gesicherte Merkmalsdarstellung einen Text, so wird für alle Merkmale, die keine Texttabelle besitzen, der Schlüssel angezeigt.

In bestimmten Applikationen, z.B. SAP-EIS, kann im Feldkatalog (Feld DIMPR) ein Defaultwert für die Merkmalsdarstellung hinterlegt werden. Ist ein Defaultwert hinterlegt, so wird dieser genommen.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Summenzeile

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Summenzeile

Abhängig von der Cursorposition können Sie entweder für ein Merkmal oder für alle Merkmale die Darstellung der Summenzeile (oben, unten, keine Summenzeile) verändern.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Summenzeile zurücknehmen

Summenzeile zurücknehmen

Die Darstellung der Summenzeile wird zurückgenommen. Es wird die letzte gesicherte Summendarstellung ("Alle Merkmale") genommen. Ist für ein hierarchiebehaftetes Merkmal die Summenzeile ausgeschaltet, so bleibt sie unabhängig vom der letzten gesicherten Summendarstellung auf "ausgeschaltet".

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Summenzeilen

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Summenzeilen

Mit dieser Funktion können Sie Unterstriche und Leerzeilen vor oder nach Summenzeilen einfügen. Für den Unterstrich müssen Sie ein Muster angeben, d.h. das Zeichen, mit dem der Unterstrich dargestellt werden soll. Sie müssen auch die Anzahl der gewünschten Leerzeilen angeben (maximal 9). In diesem Dialogfenster können Sie weiterhin die Farbe und deren Intensität auswählen. Es stehen sieben Farben jeweils in zwei Intensitäten zur Verfügung. Schließlich können Sie auch Fettdruck für Unterstriche auswählen. Alle diese Einstellungen können Sie pro Merkmal angeben. Mit `Reihenfolge' legen Sie fest, ob der Unterstrich jeweils vor oder nach einer Leerzeile erscheinen soll.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Formatanzeige an/aus

Formatanzeige an/aus

Funktionsumfang

Mit dieser Funktion können Sie die Darstellungszeile mit dem Zahlenformat für die BildschirmAnzeige und für den Ausdruck ein- oder ausblenden. Das Zahlenformat gibt an, auf welche Größe sich die Zahlen der Berichtsliste beziehen. Die Darstellung besteht im allgemeinen aus dem Produkt aus einem Skalierungsfaktor und einer Einheit. Der Faktor ist dabei immer eine Zahl. Die Einheit kann sich auf Beträge, Mengen, Preise und sonstige Werte beziehen.

Wird der Umsatz in '1000 DM' dargestellt und erscheint in der Spalte 'Umsatz' die Zahl 123, so bedeutet dies, daß der Umsatz 123.000 DM beträgt. In diesem Beispiel ist der Faktor '1000' und die Einheit 'DM'. Auf der Detailliste kann jede Zelle eine eigene Darstellung haben; deshalb können diese Angaben nicht ständig angezeigt werden. Nach Betätigung dieser Funktion wird in allen Zellen die Darstellung eingeblendet. Diese Anzeige verschwindet wieder automatisch, falls Sie eine beliebige Funktion oder die Datenfreigabe benutzen.

Aktivitäten

Sie können dies für die Bildschirm-Anzeige (über Einstellungen ® Formatanzeige an/aus) und für den Ausdruck der Aufrißliste (über Bericht ® Drucklayout ® Aufriß- und Detailliste ® Sonstige Einstellungen) unabhängig voneinander einstellen.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Kumulierte Ausgabe an/aus

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Kumulierte Ausgabe an/aus

Mit dieser Funktion schalten Sie die kumulierte Anzeige auf der Aufrißliste ein und wieder aus. Ist die kumulierte Anzeige aktiv, wird dies für das aktuelle Merkmal mit einem kleinen Summenzeichen visualisiert. Die Sortierung der Aufrißliste wird entsprechend den Schlüsseln der Berichtsliste durchgeführt. Die einzelnen Spaltenwerte werden kumuliert dargestellt. Diese Anzeige eignet sich besonders gut, um die aufgelaufenen Werte eines Jahres darzustellen.

Kumulierte Anzeige nicht aktiv: Periode Erlös

001 Januar 002 Februar 003 März 004 April 005 Mai 006 Juni 007 Juli 008 August 009 September 010 Oktober 011 November 012 Dezember

Kumulierte Anzeige aktiv: Periode

992.110,00 1.776.200,00 60.100,00 4.346.236,10 822.747,37 15.442.985,93 18.831.728,88 82.962,57 68.100,00 49.431,00 71.040,00 77.100,00

Erlös

001 Januar 002 Februar 003 März 004 April 005 Mai 006 Juni 007 Juli 008 August

992.110,00 2.768.310,00 2.828.410,00 7.174.646,10 7.997.393,47 23.440.379,40 42.272.108,28 42.355.070,85

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April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Kumulierte Ausgabe an/aus

009 September 010 Oktober 011 November 012 Dezember

42.423.170,85 42.472.601,85 42.543.641,85 42.620.741,85

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Nullen an/aus

SAP AG

Nullen an/aus

Wenn in der Ausgabeliste Werte gleich Null auftauchen, existieren zwei sinnvolle Arten der Darstellung. Entweder werden diese Nullen mit angezeigt oder die Ausgabe der Nullen wird unterdrückt. Standardeinstellung ist die Anzeige der Nullen. Mit der Funktion 'Nullen an/aus' können Sie von der einen auf die andere Art der Darstellung umstellen. Werden keine Nullen angezeigt, so verschwinden in der Übersichtsliste alle Zeilen, die in allen angezeigten Spalten den Wert Null haben.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Spalte(n) Ein/Aus

Spalte(n) Ein/Aus

Diese Funktion dient dazu, Spalten auf der Berichtsliste ein- bzw. auszublenden. Es ist zu beachten, daß die Funktion cursorabhängig ist. Wenn Sie einen Bericht mit Spaltenblöcken haben (zweizeilige Spaltenüberschriften), legen Sie mit Hilfe der Cursorposition fest, ob Sie einzelne Spalten oder ganze Spaltenblöcke ein- bzw. ausschalten.

Ihr Bericht zeigt mehrere Regionen, die sich jeweils in mehrere Geschäftsjahre aufteilen. Steht der Cursor auf einer Region, also auf einem Spaltenblock, so werden Ihnen im folgenden Dialogfenster alle Spaltenblöcke zur Auswahl angeboten. Die mit einem `X' ausgewählten Spaltenblöcke werden auf der Berichtsliste eingeblendet. Steht der Cursor dagegen auf einer einzelnen Spalte, also auf einem Geschäftsjahr, werden Ihnen im Dialogfenster alle Spalten zur Auswahl angeboten.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Spalten sortieren

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Spalten sortieren

Mit dieser Funktion können Sie die Anordnung der Spalten in der Aufrißliste ändern. Dazu positionieren Sie den Cursor auf eine der Spaltenüberschriften. Es ist zu beachten, daß diese Funktion cursorabhängig ist. Wenn Sie einen Bericht mit Spaltenblöcken haben (zweizeilige Spaltenüberschriften), legen Sie mit Hilfe der Cursorposition fest, ob Sie einzelne Spalten oder ganze Spaltenblöcke umsortieren möchten.

Ihr Bericht zeigt mehrere Regionen, die sich jeweils in mehrere Geschäftsjahre aufteilen. Steht der Cursor auf einer Region, also auf einem Spaltenblock, so werden im folgenden Dialogfenster alle Spaltenblöcke aufgeführt. Mit Ziffern können Sie die Reihenfolge, in der die Spaltenblöcke auf der Berichtsliste erscheinen, festlegen. Steht der Cursor dagegen auf einer einzelnen Spalte, also auf einem Geschäftsjahr, werden im Dialogfenster alle Spalten aufgeführt. Haben Sie zuvor eine Spalte bzw. einen Spaltenblock mit der Funktion Spalten Ein/Aus ausgeschaltet, werden sie beim Sortieren nicht mit angeboten.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Prozentual/Absolut

Prozentual/Absolut

Alle Mengen- oder Wertspalten können in der Aufrißliste auch als prozentualer Anteil an der Summenzeile dargestellt werden. Soll eine bestimmte Spalte immer in dieser Anteilsdarstellung angezeigt werden, so verwenden Sie bitte die Operation '%S' im Formeleditor des Formulars.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Fußzeilen pflegen

SAP AG

Fußzeilen pflegen

Mit dieser Funktion legen Sie für den vorliegenden Bericht eine eigene Fußzeile an. Diese wird beim Berichtsdruck verwendet.

Fußzeilen an/aus

Mit dieser Funktion legen Sie fest, ob die für den Druck des Berichts angelegte Fußzeile auch online angezeigt wird.

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April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Kopfzeilen pflegen

Kopfzeilen pflegen

Mit dieser Funktion legen Sie für den vorliegenden Bericht eine eigene Kopfzeile an. Diese wird beim Berichtsdruck verwendet.

Kopfzeilen an/aus

Mit dieser Funktion legen Sie fest, ob die für den Druck des Berichts angelegte Kopfzeile auch online angezeigt wird.

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Sortieren aufsteigend

SAP AG

Sortieren aufsteigend

Mit dieser Funktion sortieren Sie die Zeilen Ihrer Berichtsliste aufsteigend. Diese Funktion ist cursorsensitiv, d.h., daß Sie immer die Zeilen der Spalte bzw. des Spaltenblocks sortieren, auf der der Cursor positioniert ist. Über ein Dialogfenster können Sie dann wählen, ob Sie die Spalte bzw. den Spaltenblock nach den Merkmalswerten oder Merkmalsbezeichnungen sortieren möchten, die Kennzahl der Höhe nach, oder falls vorhanden, eine Hierarchie nach der Hierarchiedarstellung (nur bei Sterndarstellung möglich).

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April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Sortieren absteigend

Sortieren absteigend

Mit dieser Funktion sortieren Sie die Zeilen Ihrer Berichtsliste absteigend. Diese Funktion ist cursorsensitiv, d.h., daß Sie immer die Zeilen der Spalte bzw. des Spaltenblocks sortieren, auf der der Cursor positioniert ist. Über ein Dialogfenster können Sie dann wählen, ob Sie die Spalte bzw. den Spaltenblock nach den Merkmalswerten oder Merkmalsbezeichnungen sortieren möchten, die Kennzahl der Höhe nach, oder falls vorhanden, eine Hierarchie nach der Hierarchiedarstellung (nur bei Sterndarstellung möglich).

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Alle Einstellungen zurücknehmen

SAP AG

Alle Einstellungen zurücknehmen

Mit dieser Funktion nehmen Sie alle auf der Berichtsliste vorgenommenen Einstellungen zurück. Dazu gehören z.B. Bedingungen, Ranglisten, Exceptions und alle unter dem Menü `Einstellungen' stehenden Funktionen. Wählen Sie Einstellungen ® Zurücknehmen ® Alle Einstellungen.

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April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Formulareinstellungen

Formulareinstellungen

Für den Fall, daß Sie für Ihren Bericht Formatierungen geändert haben, können Sie mit dieser Funktion diese Änderungen wieder rückgängig machen. Die Einstellungen des im Bericht verwendeten Formulars werden wieder aktiv.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Sichern, Drucken, Exportieren, Senden, Grafik

SAP AG

Sichern, Drucken, Exportieren, Senden, Grafik

Die Recherche bietet eine Vielzahl von Funktionen zum interaktiven Bearbeiten einer Berichtsliste:

· · · · ·

Sie können die Berichtsdaten oder nur die Berichtsdefinition sichern [Seite 217], Berichtslisten drucken [Seite 221], Berichtslisten exportieren [Seite 267] (z.B. mit Hilfe des Excel-Listviewers), Berichtslisten senden [Seite 276] (SAP-Mail), und Sie können Grafiken [Seite 277] zu Berichten erstellen (mit SAP-Grafik).

Siehe auch:

Arbeiten mit dem Bericht [Seite 126]

216

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Sichern

Sichern

Sie können Berichtsdaten vor und nach dem Ausführen des Berichts sichern.

·

Mit Hilfe von Varianten und Variantengruppen können sie in Hintergrundverarbeitung die Berichtsdaten sichern, so daß beim Ausführen des Berichts keine Daten von der Datenbank selektiert werden müssen. Dies verringert die Laufzeit des Berichts. Nach dem Ausführen haben Sie zwei Möglichkeiten, den Bericht zu sichern: Sie können mit der Funktion Sichern Daten [Seite 218] die selektierten Berichtsdaten sichern. Gleichzeitig sichern Sie damit auch alle Änderungen, die Sie an der Berichtsdefinition vorgenommen haben. Diese Funktion nutzen Sie dann, wenn Sie auf die Berichtsdaten zurückgreifen möchten. Mit der Funktion Sichern Definition [Seite 219] sichern Sie nur die veränderten Einstellungen des Berichts, ohne die zugehörigen Berichtsdaten. Diese Funktion nutzen Sie dann, wenn die Veränderungen (wie beispielsweise Bedingungen, Währung oder Sortierungen), die Sie während der Berichtsausführung durchgeführt haben, dauerhaft für diesen Bericht gelten sollen.

·

Siehe auch:

Einstellungen auf der Berichtsliste [Seite 196] Berichtsdaten sichern im Hintergrund über Variante [Seite 220]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Sichern Daten

SAP AG

Sichern Daten

Berichtsdaten werden entweder von der Datenbank selektiert oder von einem Zwischenspeicher (COIX_DATA) gelesen. Mit dieser Funktion können die verdichteten Berichtsdaten gesichert werden. Sie ist nur aktiv, wenn von der Datenbank selektiert wurde und kann in einer Sitzung auch nur einmal ausgeführt werden. Dabei wird die aktuelle - im Laufe der Recherche möglicherweise veränderte Berichtsdefinition abgespeichert, d.h. es wird zusätzlich die Funktion Sichern Definition [Seite 219] ausgeführt. Sind für diesen Bericht in einer früheren Sitzung bereits Verdichtungssätze abgelegt, so fordert das System eine Bestätigung, ob diese Daten überschrieben werden sollen.

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April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Sichern Definition

Sichern Definition

Diese Funktion sollten Sie dann nutzen, wenn Sie Veränderungen, die Sie während der Berichtsausführung durchgeführt haben, dauerhaft sichern möchten. Es ist dadurch möglich, den Bericht beim 'Anlegen' nur grob zu definieren. Die Feineinstellung kann dann hier in der Berichtsausführung erfolgen. Dazu zählen insbesondere folgende Einstellungen:

· · · · · · · · · · ·

Reihenfolge der Merkmale (Zusätze ® Merkmale sortieren) Sortierungen der Listen (Bearbeiten ® Spalte(n) ® Sortieren) Bedingungen (Bearbeiten ® Spalte ® Bedingungen anlegen) Ranglisten (Top N, Top %, Last N, Last %) Anordnung der Spalten (Zusätze ® Spalten sortieren) Anzeige von Schlüssel oder Text (Einstellungen ® Merkmalsdarstellung) Dezimaldarstellung (Einstellungen ® Zahlenformat) Rundungsfaktor (Einstellungen ® Zahlenformat) Währungen (Einstellungen ® Währung) Anzeige der Einheiten in der Übersichtsliste (Darstellung an/aus) Anzeige von Nullen (Einstellungen ® Nullen an/aus)

Änderungen des Berichts, die Sie in der Berichtsanzeige vornehmen, haben keinen Einfluß auf gespeicherte Verdichtungsdaten (Sichern Daten [Seite 218]).

April 2001

219

Allgemeines Recherchebuch (CA) Berichtsdaten sichern im Hintergrund über Variante

SAP AG

Berichtsdaten sichern im Hintergrund über Variante

Sie können zu definierten Zeitpunkten Berichtsdaten im Hintergrund zu einem Bericht sichern. Durch das Sichern der Berichtsdaten mit Hilfe von Varianten und Variantengruppen erreichen Sie, daß beim Ausführen eines Berichts keine Daten mehr von der Datenbank selektiert werden müssen. Die Daten stehen dann bereits in einem Format zur Verfügung, das die Laufzeit des Berichts deutlich verringert.

Siehe:

Varianten und Variantengruppen anlegen [Seite 111]

220

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucken

Drucken

Verwendung

Das Drucken von Berichten bzw. Berichtslisten kann entweder

· ·

direkt über das R/3-System oder über Microsoft Word für Windows erfolgen.

Wenn Sie über das R/3-System drucken, können Sie das Drucklayout individuell gestalten und einen Bericht als Ganzes ausdrucken. Wenn Sie über Word für Windows drucken, können Sie den Inhalt Ihrer Berichtsliste nach Bedarf manuell verändern.

Funktionsumfang

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick darüber, wann Sie typischerweise mit welchem System drucken.

Drucken über SAP-System eignet sich für: Massendruck ganzer Berichte: großes Datenvolumen Hintergrundverarbeitung oft periodisch einfacher Ausdruck

Drucken über Microsoft Word für Windows eignet sich für: EC-EIS Berichtsheft beim Druck mehrerer Berichte einer Benutzergruppe einer Berichtsklasse mit Inhaltsverzeichnis mit Kapitelgliederung mit Grafiken editierbar

Berichtslistendruck: aktuelle Bildschirmsicht einfacher Ausdruck

Berichtslistendruck: aktuelle Bildschirmsicht ohne Navigationsblockdarstellung editierbar

Die verschiedenen Druckausgaben unterscheiden sich in Spaltenaufbau und Listinhalt. Die Druckfunktionen werden dynamisch, d.h. je nachdem welche Druckausgabe in Zusammenhang mit der Berichtsliste möglich bzw. sinnvoll ist, in einem Dialogfenster angeboten. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Druckfunktionen mit deren Resultaten und Besonderheiten:

April 2001

221

Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucken

Menüpfad Bericht Drucken Funktion Angezeigte Spalten (Aufrißu. Detailliste) Alle Spalten (Aufrißliste) Resultat Ausdruck der aktuellen Bildschirmseite ohne Navigationsblock und Sonderzeichen Ausdruck der aktuellen Bildschirmseite inklusive weiterer nicht angezeigter Spalten ohne Navigationsblock und Sonderzeichen Ausdruck des Berichts über mehrere Aufriß- bzw. Detailstufen entsprechend der Einstellungen unter Bericht -> Drucklayout im EIS Berichtsheft Ausdruck des gesamten Berichts restl. Applikationen Ausdruck der aktuellen Bildschirmseite ohne Navigationsblock und Sonderzeichen Echter Bildschirmabgriff, d.h. aktuelle Bildschirmseite mit Navigationsblock und Sonderzeichen Besonderheiten Hier werden nur die am Bildschirm angezeigten Spalten gedruckt Hier werden alle im Bericht definierten Spalten ausgedruckt. Reicht die Papierbreite nicht aus, so erfolgt einoder mehrzeiliger Druck. Umfang und Layout des Ausdrucks können individuell bestimmt werden, i.d.R. nicht identisch mit Bildschirmbild Inhalt der Berichtsliste kann editiert werden

SAP AG

Bericht

Drucken

Bericht

Drucken

Massendruck Aufrißliste/ Detailliste

Bericht

Drucken

Übergabe an WORD

System

Liste

Drucken

Sonderzeichen können beim Druck Probleme bereiten

Die Einstellungen, die Sie unter Bericht ® Drucklayout vornehmen, bestimmen die Druckausgabe für die entsprechenden Druckfunktionen unter Bericht ® Drucken. Sie haben aber keinen Einfluß auf die Druckausgabe über die Funktion System ® Liste.

Aktivitäten

Das Drucken einer Berichtsliste über das SAP R/3-System wird über den Menüpunkt Bericht ® Drucken angestoßen. Das Drucken über Microsoft Word für Windows wird über Bericht ® Drucken ® Übergabe an WORD angestoßen.

Siehe auch:

Drucken aus dem R/3-System [Seite 223] Drucken über Word [Seite 230] Drucken von Grafiken [Seite 232] Druckeinstellungen [Seite 249] Beispielausdruck [Seite 245]

222

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucken aus dem SAP-System

Drucken aus dem SAP-System

Verwendung

Beim Drucken von Berichtslisten aus dem SAP-System gibt es zwei Typen von Funktionen, die sich im Druckresultat unterscheiden:

· Ausdruck gemäß Bildschirmanzeige

Haben Sie durch Navigation die gewünschte Aufrißstufe erreicht und möchten nun die aktuelle Sicht auf die vom Bericht selektierten Daten (also die aktuelle Berichtsliste) ausdrucken, wählen Sie eine der beiden Funktionen: ­ ­

Bericht ® Drucken ® Angezeigte Spalten Bericht ® Drucken ® Alle Spalten

Der Ausdruck erfolgt dann entsprechend der Bildschirmanzeige. Dabei wird nur eine Aufrißstufe des Berichts gedruckt.

· Formatierter Ausdruck gemäß Einstellungen über Drucklayout

Wollen Sie Inhalt, Umfang und Layout Ihrer gedruckten Berichtsliste einrichten, so wählen Sie vor dem Drucken Bericht ® Drucklayout. Entsprechend der unter Drucklayout vorgenommenen Einstellungen werden beim Massendruck vom Programm systematisch Sichten auf die Berichtsdaten erzeugt und ausgedruckt. Das Drucklayout wird nicht am Bildschirm angezeigt. Daher spiegelt ein Ausdruck nicht zwingend die aktuelle Bildschirm-Anzeige Ihrer Berichtsliste wider. Zum Massendruck gehören folgende Funktionen: ­ ­

Bericht ® Drucken ® Massendruck Aufrißliste Bericht ® Drucken ® Massendruck Detaillliste

Beim Massendruck können viele bis alle Aufrißstufen des Berichts gedruckt werden. Massendruckfunktionen können daher - je nach gewählten Einstellungen - zu sehr umfangreichen Ausdrucken führen. Weitere Informationen zu den Druckeinstellungen finden Sie im Abschnitt Drucklayout [Seite 233].

Funktionsumfang

Alle Druckfunktionen sind über den Menüpunkt Bericht ® Drucken oder über das Druckersymbol erreichbar. Nachdem Sie die Funktion gewählt haben, erscheint ein Dialogfenster mit folgenden Druckmöglichkeiten:

· · · · ·

Angezeigte Spalten Alle Spalten Massendruck Aufrißliste Massendruck Detailliste Übergabe an WORD

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucken aus dem SAP-System

SAP AG

Die Funktion Massendruck Detailliste ist für Ad-hoc-Berichte und Berichte mit einkoordinatigen Formularen mit Kennzahl nicht aktiv, da ein solcher Ausdruck zu unsinnigen, einspaltigen Ausgaben führen würde. Einzelne Berichtslisten für diese Berichte können Sie jedoch mit der Funktion Angezeigte Spalten ausdrucken.

Angezeigte

Spalten

Mit dieser Funktion drucken Sie Ihre Berichtsliste entsprechend der aktuellen Aufrißstufe und der am Bildschirm angezeigten Spalten. Damit können Sie also eine der Bildschirm-Anzeige entsprechende Berichtsliste einfach ausdrucken. Diese Funktion eignet sich von allen hier aufgeführten am besten für den Druck von Detaillisten. Sie stellt auch die einfachsten Möglichkeit dar, die aktuelle Bildschirm-Anzeige schnell auszudrucken.

Alle Spalten

Mit dieser Funktion drucken Sie Ihre Berichtsliste entsprechend der aktuellen Aufrißstufe und aller definierter Spalten. Passen dabei nicht alle Spalten auf den Ausdruck, wird je nach Einstellung unter Bericht ® Drucklayout (® Aufriß- und Detailliste ® Sonstige Einstellungen ® Anordnung) die Berichtsliste ein- oder mehrzeilig gedruckt. Mit dieser Funktion können Sie auf einfache Weise eine der Bildschirm-Anzeige entsprechende vollständige Berichtsliste ausdrucken. Diese Funktion ist nur auf der Aufrißliste aktiv, d.h. sie wird für das Drucken von Detaillisten nicht angeboten, da diese meist nur einspaltig sind. Wenn Sie jedoch eine bestimmte Detailliste, wie aktuell am Bildschirm angezeigt, ausdrucken möchten, wählen Sie die Funktion Angezeigte Spalten.

Massendruck Aufrißliste

Unter Massendruck ist ein i.d.R. sehr umfangreicher Ausdruck zu verstehen, der dadurch entsteht, daß viele Aufrißstufen eines Berichts gedruckt werden. Bei der Datenaufbereitung für den Druck erfolgt dabei automatisch ein vollständiger Drilldown durch alle ausgewählten Merkmale und dazugehörigen Merkmalswerte.

Wegen des erforderlichen Drilldowns beim Massendruck steht diese Funktion nur zur Verfügung, wenn bei den Performance-Einstellungen des Berichts die Option "Daten vollständig lesen" gewählt wurde. Dagegen kann bei der Einstellung "Nachlesen bei jedem Navigationsschritt [Seite 44]" die Massendruckfunktion nicht ausgeführt werden. Mit dieser Funktion können Sie eine Aufrißliste entsprechend den unter Bericht ® Drucklayout ® Aufriß- und Detailliste vorgenommenen Einstellungen ausdrucken. Diese Druckeinstellungen bestimmen den Umfang, Inhalt und das Layout des Ausdrucks und werden nicht am Bildschirm angezeigt.

Massendruckfunktionen können zu sehr umfangreichen Ausdrucken führen. Entscheidend für Inhalt und Umfang des Ausdruck sind insbesondere die unter

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SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucken aus dem SAP-System

Bericht ® Drucklayout ® Aufriß- und Detailliste ® Massendruck Einstellungen stehenden Einstellungen Merkmale sortieren, Feinste Auflösung und Seitenumbruch. Diese Einstellungen werden am Bildschirm nicht angezeigt. Um ungewolltes Druckvolumen zu vermeiden, überprüfen Sie bitte vor dem Drucken diese Einstellungen. ·

Mit Feinste Auflösung legen Sie fest, welche Merkmale beim Drilldown berücksichtigt werden und welche verdichtet behandelt werden. Wenn Sie z.B. möchten, daß nur zwei Merkmale `ausmultipliziert' werden und die restlichen Merkmale als Summe behandelt werden, markieren Sie bei Feinste Auflösung das zweite Merkmal. Dafür muß die Reihenfolge unter Merkmale Sortieren so eingestellt sein, daß die zwei auszumultiplizierenden Merkmale an Stelle eins und zwei stehen. Nachdem Sie die Druckansicht kontrolliert haben, entscheiden Sie schließlich, ob ein Seitenumbruch nach jedem Merkmalswert des ersten Merkmals sinnvoll ist (d.h. beispielsweise Kunde A wird mit allen Artikeln ausmultipliziert, - Seitenumbruch, Kunde B mit allen Artikeln ausmutipliziert, - Seitenumbruch, usw.) oder ob ein Seitenumbruch nach jedem Merkmalswert des zweiten Merkmals übersichtlicher ist (d.h. Kunde A mit Artikel 1 - Seitenumbruch, Kunde A mit Artikel 2 - Seitenumbruch, usw.). Letztere Einstellung erzeugt ein wesentlich umfangreicheres Druckvolumen.

· ·

Es ist sehr wichtig, diese Einstellungen über Bericht ® Drucklayout ® Aufrißliste ® Druckansicht zu überprüfen, bevor Sie drucken. Dadurch können Sie das Druckvolumen steuern. Die Arbeitsweise der Druckfunktion Massendruck Aufrißliste und die Bedeutung einiger im Drucklayout einstellbarer Parameter wird im Beispiel: Massendruck Aufrißliste [Seite 227] verdeutlicht. Eine Beschreibung aller möglichen Druckeinstellungen finden Sie im Abschnitt Drucklayout [Seite 233].

Die Zahl der Druckzeilen bei der Funktion Massendruck Aufrißliste hängt wesentlich von der Anzahl der Stufen ab, über die der im Druck automatisierte Drilldown ausgeführt wird, sowie von der Zahl der Werte eines Merkmals, die sich für die jeweilige Liste qualifiziert haben. Bei einem Drill-Down über 4 Merkmale (d.h. feinste Auflösung auf Merkmal Nr. 5) und einer Qualifizierung von jeweils 10 Werten für jede Liststufe, ergeben sich bereits 100.000 Druckzeilen bzw. bei 100 Zeilen je Druckseite ein Druckvolumen von ca. 1000 Seiten. Aus diesem Grund empfehlen wir vor dem Drucken, das Drucklayout über Bericht ® Drucklayout ® Aufrißliste ® Druckansicht zu kontrollieren.

Massendruck Detailliste

Mit dieser Funktion können Sie eine Detailliste entsprechend den unter Bericht ® Drucklayout vorgenommenen Einstellungen ausdrucken. Auch hier bestimmen die Einstellungen Umfang, Inhalt und Layout des Ausdrucks. Analog zu Massendruck Aufrißliste erfolgt bei der Datenaufbereitung für den Druck ein automatisierter Drilldown entlang der von Ihnen eingestellten Auswertungshierarchie. Diese Funktion ist nicht für Ad-hoc-Berichte und Berichte mit einkoordinatigen Formularen mit Kennzahl aktiv, da diese zu unsinnigen, einspaltigen Ausdrucken führen würden. Einzelne Berichtslisten für diese Berichte können Sie jedoch mit der Funktion Angezeigte Spalten ausdrucken.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucken aus dem SAP-System Siehe auch:

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Drucklayout [Seite 233] Einstellen der Druckparameter [Seite 244] Druckeinstellungen [Seite 249] Beispiel: Massendruck Aufrißliste [Seite 227]

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SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Massendruck Aufrißliste

Beispiel: Massendruck Aufrißliste

Im folgenden Beispiel wird die Arbeitsweise der Druckfunktion Massendruck Aufrißliste und die Bedeutung einiger im Drucklayout einstellbarer Parameter verdeutlicht.

Einstellungen des Drucklayouts

Merkmale sortieren

Der Beispielbericht verfügt insgesamt über die 4 freien Merkmale Kundengruppe, Artikelgruppe, Region und Sparte in der genannten Reihenfolge. Beachten Sie, daß die Sortierung der Merkmale für das Drucken (unter Bericht ® Drucklayout ® Aufriß- und Detailliste ® Massendruck Einstellungen) von der Sortierung für die Online-Anzeige (Navigieren ® Merkmale sort.) abweichen kann. Im diesem Beispiel entspricht die Sortierung für das Drucken der Reihenfolge in der Online-Anzeige.

Einstellungen: Feinste Auflösung und Seitenumbruch

Die feinste Auflösung wurde auf das dritte Merkmal Region gesetzt und der Seitenumbruch auf das erste Merkmal Kundengruppe. Beachten Sie, daß der Seitenumbruch nur auf die Merkmale eingestellt werden kann, die in der Merkmalsreihenfolge vor dem Merkmal liegen, das feinste Auflösung trägt oder es wird die Einstellung Kein Seitenumbruch ausgewählt. Die Einstellungen sind in der folgenden Tabelle zusammengefaßt:

Merkmal

Position

Feinste Auflösung

Seitenumbruch

Kundengruppe

1

X

Artikelgruppe

2

Region

3

X

nicht möglich

Sparte

4

nicht möglich

Datenaufbereitung

1. Die Datenaufbereitung für den Berichtsdruck als Aufrißliste beginnt entsprechend der obigen Einstellungen mit der Aufrißliste nach Kundengruppe. 2. Nun wird die erste Zeile dieser Aufrißliste (Kundengruppe 1) weiter nach Artikelgruppe aufgerissen.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Massendruck Aufrißliste

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3. Die beiden im Beispielbericht für diesen Aufriß erhaltenen Artikelgruppen (2 und 7) werden aufeinanderfolgend weiter nach Region aufgerissen. Die beiden auf der Aufrißstufe 3 entstandenen Aufrißlisten könnten Sie auch im Online mit den entsprechenden Navigationsschritten erzeugen. Diese Navigationsschritte sind in nachfolgenden Grafik schematisch dargestellt. Da das Merkmal Region die feinste Auflösung trägt, werden Aufrißlisten nach Region nicht weiter (nach Sparten) aufgerissen, sondern jeweils mit den gefundenen Werten ausgedruckt.

Druckresultat

Drilldown für Drucken ® Massendruck Aufrißliste

Region 1 Region 2 Region 3 Artikelgruppe 2-> Artikelgruppe 7 Aufriß

Kundengruppe 1-> Kundengruppe 2

Aufriß

nächste Zeile

Region 6 Region 20

nächste Zeile

Artikelgruppe 2 Artikelgruppe 7 ->

Aufriß Region 1 Region 2 Region 3 * Artikelgruppe 2 Region 6 Region 20 Übernahme ins Druckbild

Kundengruppe 1 Kundengruppe 2 ->

Insgesamt ergeben sich auf der Aufrißstufe 3 also zwei Aufrißlisten nach Region, deren Zeilen auf der Druckliste hintereinander ausgedruckt werden. Dabei werden jeweils auch die Summen für die einzelnen Artikelgruppen und schließlich für die erste Kundengruppe ausgewiesen. Nach der Zeile mit der Summe für die Kundengruppe 1 wird entsprechend der Einstellungen ein Seitenumbruch gesetzt. Die Summen werden im Druck je nach Liststufe, für die sich die Summe berechnet, mit einer entsprechenden Zahl von Sternen gekennzeichnet. Die Zwischensummen für die jeweiligen Artikelgruppen werden mit einem Stern, die Summen für die Kundengruppen mit zwei Sternen und die Gesamtsumme über alle Kundengruppen schließlich mit drei Sternen gekennzeichnet. In der nachfolgenden Tabelle ist der Ablauf des automatisierten Drilldowns und der Übertrag von Zeilen in das Druckbild nochmals dargestellt.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Massendruck Aufrißliste

Kundengruppe Liste auf Stufe 1 Kundengruppe 1 -> Kundengruppe 2 ...

Artikelgruppe Listen auf Stufe 2 Artikelgruppe 2-> Artikelgruppe 7 Artikelgruppe 2 Artikelgruppe 7->

Region Listen auf Stufe 3 Region 1 Region 2 Region 3 Region 6 Region 20

Druckzeilen Region 1 Region 2 Region 3 * Artikelgruppe 2 Region 6 Region 20 * Artikelgruppe 7 ** Kundengruppe 1 Seitenumbruch Region 2 Region 4 Region 6 * Artikelgruppe 2 Region 14 Region 24 * Artikelgruppe 10 Region 2 Region 14 Region 23 * Artikelgruppe 12 * Kundengruppe 2 Seitenumbruch

Kundengruppe 1 Kundengruppe 2 -> ...

Artikelgruppe 2-> Artikelgruppe 10 Artikelgruppe 12 Artikelgruppe 2 Artikelgruppe 10 -> Artikelgruppe 12 Artikelgruppe 2 Artikelgruppe 10 Artikelgruppe 12 ->

Region 2 Region 4 Region 6 Region 14 Regiopn 24

Region 2 Region 14 Region 23

Wie das Beispiel zeigt, hängt die Zahl der Druckzeilen wesentlich

· ·

von der Anzahl der Stufen ab, über die der im Druck automatisierte Drilldown ausgeführt wird, sowie von der Zahl der Werte eines Merkmals, die sich für die jeweilige Liste qualifiziert haben.

Bei einem Drill-Down über 4 Merkmale (d.h. feinste Auflösung auf Merkmal Nr. 5) und einer Qualifizierung von jeweils 10 Werten für jede Liststufe, ergeben sich bereits 100.000 Druckzeilen bzw. bei 100 Zeilen je Druckseite ein Druckvolumen von ca. 1000 Seiten. Aus diesem Grund empfehlen wir vor dem Drucken, das Drucklayout über Bericht ® Drucklayout ® Aufrißliste ® Druckansicht zu kontrollieren.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucken über Word

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Drucken über Word

Mit der Funktion Bericht ® Drucken ® Übergabe an WORD können Sie, wie unter Drucken ® Angezeigte Spalten bzw. Alle Spalten, die aktuell am Bildschirm angezeigte Berichtsliste ausdrucken. Hier erfolgt jedoch der Ausdruck nicht über das SAP R/3-System, sondern über Microsoft Word für Windows.

Diese Funktion setzt voraus, daß Microsoft Word für Windows 6.0 in der Länderversion Englisch, Deutsch oder Französisch installiert ist. (Ab Release 3.0E wird auch Microsoft Word für Windows 7.0 unterstützt. Für den Einsatz von Word für Windows 7.0 in Verbindung mit Releaseständen kleiner 3.0E siehe Hinweis 46630.) Die Druckfunktionen sind nur in den Betriebssystemen Windows 3.x, Windows NT und Windows 95 aktiv. Für das Installieren der ausgelieferten Vorlage SAP-REP.dot und das Einrichten der Schnittstelle zu Microsoft Word für Windows lesen Sie bitte im Customizing nach. Wenn Sie Übergabe an WORD wählen, erscheint ein Dialogfenster, in dem zwei verschiedene Eingabemöglichkeiten angeboten werden. 1. Über Winword direkt aufrufen können Sie direkt über ein weiteres Dialogfenster eine Berichtsliste als Datei in ein beliebiges Verzeichnis übergeben und nach Bedarf ausdrucken. Geben Sie ein Verzeichnis an und wählen einen Dateinamen, der mit .rtf endet. Die aktuelle Berichtsliste wird direkt als Datei an Word übergeben und geöffnet. 2. Sie können andererseits über Winword mit Zusatzeinstellungen drucken. Dabei können neben der Berichtsliste zusätzliche Informationen an Word übergeben und ausgedruckt werden.

WORD-Makro

Wenn Sie Ihre Berichtsliste standardmäßig ausdrucken möchten, lassen Sie das Feld leer. Für den Fall, daß Sie für den Ausdruck ein spezielles, bereits in Word angelegtes Makro verwenden möchten, tragen Sie hier den Namen des gewünschten Makros ein.

Deckblatt

In der von SAP ausgelieferten Vorlage (SAP-REP.dot) wird ein SAP StandardDeckblatt mit ausgeliefert. Dieses Deckblatt können Sie entsprechend Ihren Anforderungen in Word ändern und mit Ihrer Berichtsliste ausdrucken.

Nur drucken

Diese Einstellung ist nur sinnvoll in Verbindung mit der Funktion nicht interaktiv Drucken und führt dazu, daß eine Berichtsliste gedruckt wird, ohne daß sie als Datei dauerhaft in ein Verzeichnis gestellt wird. Sie können dadurch verhindern, daß die Berichtsliste ungewollt verändert wird.

Die Berichtsliste wird vor dem Drucken vorübergehend in eine Datei geschrieben. Da nach dem Druckvorgang alle Dateien wieder gelöscht werden, müssen Sie sicherstellen, daß in dem Verzeichnis, das Sie für das Drucken verwenden, keine

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucken über Word

weiteren Dateien mit den Namenserweiterungen *.txt, *.rtf, *.ini, *.doc, *.wmf, *.tmp und *.log existieren.

-

Einstellungen für interaktives Drucken

Drucken nicht interaktiv Wenn Sie nicht interaktiv drucken, wird ohne weitere Eingaben die aktuelle Berichtsliste in den vorgegebenen Pfad gestellt und unter dem vorgegebenen Dateinamen in Word geöffnet. Sie können dann die Berichtsliste nach Bedarf verändern und wie bekannt in Word ausdrucken. Der vorgegebene Pfad wird im Customizing eingerichtet. Drucken interaktiv

Über die Möglichkeit des interaktiven Druckens können Sie die aktuelle Berichtsliste in einen beliebigen Pfad stellen und unter einen frei wählbaren Dateinnamen in Word öffnen. Die Berichtsliste kann nach Bedarf verändert werden und wie bekannt in Word ausgedruckt werden. Nachdem Sie den gewünschten Pfad und Dokumentnamen eingegeben haben, wird Word gestartet. In Word wählen Sie über Datei ® Neu die Vorlage SAP_REP.dot aus. Im folgenden Dialogfenster öffnen Sie die INI-Datei (die im Customizing unter dem oben angegebenen Pfad abgelegt wurde). Es folgt die Abfrage nach einer Kurzdokumentation. Anschließend geben Sie den Namen des zu öffnenden Dokuments an (wie oben angegeben, oder nach Belieben einen anderen). Das Dokument mit der Berichtsliste wird in Word geöffnet und kann nach Bedarf verändert und gedruckt werden.

Siehe auch:

Übergabe an WORD [Seite 273]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucken von Grafiken

SAP AG

Drucken von Grafiken

Sie können zu den Berichtslisten alle Arten von Grafiken drucken. Das Drucken einer Grafik erfolgt über Microsoft Word für Windows. Der Druckvorgang für eine Grafik funktioniert analog zum Drucken von Berichtslisten über Word. Über Springen ® Grafik ® Grafik an WORD an aktivieren Sie zunächst den Druckmodus. Anschließend wählen Sie über Springen ® Grafik ® Grafik... aus dem Dialogfenster die zu druckende Grafik aus.

Wenn Sie eine Grafik am Bildschirm lediglich anzeigen möchten, deaktivieren Sie den Druckmodus über Springen ® Grafik ® Drucken Grafik aus. Anschließend wählen Sie über Springen ® Grafik ® Grafik... aus dem Dialogfenster die gewünschte Grafik aus.

Siehe auch:

Grafik an WORD an/aus [Seite 274] Drucken über Word [Seite 230]

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SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucklayout

Drucklayout

Verwendung

Mit Hilfe des Drucklayouts können Sie den Ausdruck einer Berichtsliste individuell gestalten. Dabei können Sie einen Ausdruck sowohl inhaltlich variieren, z.B. über feinste Auflösung und Merkmale sortieren, als auch nach Bedarf formatieren, z.B. per Seitenumbruch sowie mit Unterstrichen und Leerzeilen. Die Einstellungen des Drucklayouts sind nur für die Massendruckfunktionen relevant. Die einstellbaren Parameter unterteilen sich in:

· ·

Parameter, die für das Drucken der Berichte sowohl in Form der Aufrißliste als auch der Detailiste gelten und Parameter, die ausschließlich das Drucken der Aufrißliste beeinflussen.

Aktivitäten

Sie können Einstellungen zum Drucklayout eines Berichts bei der Formulardefinition, bei der Berichtsdefinition und auf der Berichtsliste vornehmen:

·

Bereits bei der Formulardefinition können Sie über den Menüpunkt Zusätze ® Aufrißliste Druck für Berichte, die ein Formular verwenden, die Auswahl der Zeilen und Spalten und deren Sortierung für den Druck festlegen. Schließlich können Sie die für den Druck gepflegte Aufrißliste zur Überprüfung anzeigen lassen. Bei der Berichtsdefinition nehmen Sie die Einstellungen unter dem Menüpunkt Zusätze ® Drucklayout oder auf den Registerkarten Ausgabeart und Optionen vor. Wenn Sie die Druckeinstellungen jedoch nachträglich verändern möchten, können Sie dies auf der Berichtsliste unter dem Menüpunkt Bericht ® Drucklayout.

· ·

Diese Einstellungen sind nur für die Massendruckfunktionen (Bericht ® Drucken ® Massendruck Aufrißliste bzw. Detailliste) relevant.

Drucklayout ® Aufriß- und Detailliste

Die hier aufgeführten Funktionen beeinflussen sowohl das Druckresultat der Aufrißliste als auch das der Detailliste.

Massendruck Einstellungen

Unter Massendruck Einstellungen erscheint ein Dialogfenster, das die wichtigsten Einstellungen für Inhalt und Umfang des Ausdrucks enthält:

· · · ·

Merkmale sortieren feinste Auflösung Seitenumbruch Summe ausblenden.

Beachten Sie, daß die Einstellungen für die Sortierung der Merkmale, den Seitenumbruch und die feinste Auflösung nicht unabhängig voneinander vorgenommen werden können. So kann beispielsweise der Seitenumbruch nur auf solchen Merkmalen gesetzt werden, die in der

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucklayout

SAP AG

Auswertungshierarchie oberhalb des Merkmals liegen, das aktuell die feinste Auflösung trägt. Aus diesem Grund kann auch bei gesetztem Seitenumbruch und feinster Auflösung die Merkmalssortierung nicht beliebig geändert werden, da sonst möglicherweise die Einstellungen für den Seitenumbruch und die feinste Auflösung unzulässig wären.

·

Über Merkmale sortieren können Sie festlegen, in welcher Reihenfolge die Merkmale für den Druck sortiert sein sollen. Die Sortierung für die Druckausgabe kann dabei von der Merkmalsreihenfolge auf dem Bildschirm (Navigieren ® Merkmale sortieren) abweichen. Durch eine Umsortierung der Merkmale für den Druck ändert sich die Reihenfolge der Merkmale in der Berichtsdefinition nicht.

Die Reihenfolge der Merkmale in einem Bericht hängt davon ab, worüber Sie berichten möchten. Interessieren Sie sich z.B. vorwiegend für die Kennzahlen der einzelnen Verkaufsorganisationen eines Buchungskreises, erhält das Merkmal Buchungskreis die Position 1 und das Merkmal Verkaufsorganisation die 2. Möchten Sie dagegen die Kennzahlen aller Buchungskreise je Verkaufsorganisation sehen, ist Verkaufsorganisation das Merkmal 1 und Buchungskreis Merkmal 2.

... KoKrs VKOrg 0001 0002 0003 0004 . .

... 1000 KZ1 BuKrs KZ2 0010 KZ3

... KoKrs BuKrs 0010 0011 0012 0013 . .

... 1000 KZ1 VKOrg 0001 KZ2 KZ3

Merkmale, die im Formular definiert wurden, sind von der Sortierung ausgeschlossen und deshalb bei der Positionseingabe inaktiv (wie z.B. das Merkmal Kostenrechnungskreis in der Grafik).

Durch eine Umsortierung der Merkmale für den Druck ändert sich die Reihenfolge der Merkmale in der Berichtsdefinition nicht. Die Bildschirmdarstellung des Berichts unterscheidet sich in diesem Fall von der Druckausgabe.

·

Über feinste Auflösung können Sie angeben, bis zu welchem Merkmal der Bericht beim Drucken aufgerissen werden soll. Die nachfolgenden Merkmale werden nicht aufgerissen, sondern verdichtet. Dadurch, daß nicht nach diesen Merkmalen aufgelöst wird, wird das Druckvolumen unter Umständen erheblich verringert.

Soll nur das erste Merkmal aufgelöst werden, so muß bei Seitenumbruch die Option `Kein Seitenumbruch' gewählt werden.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucklayout

·

Über Seitenumbruch können Sie die Merkmalsebene festlegen, auf der ein Seitenumbruch erfolgen soll. Dieser durch den Eintrag fest vorgegebene Seitenumbruch ist unabhängig von dem automatisch gesetzten Seitenumbruch, der sich lediglich nach der Blattlänge richtet. Der Seitenumbruch dient dazu, den Druck Ihres Berichts übersichtlicher zu strukturieren. Enthält z.B. ein Bericht die drei Merkmale Kostenrechnungskreis, Buchungskreis und Verkaufsorganisation, können Sie auf der Ebene Buchungskreis einen Seitenumbruch einstellen. Dies hat zur Folge, daß pro Buchungskreis ein Blattwechsel erfolgt (Siehe auch: Beispiel: Massendruck Aufrißliste [Seite 227]).

Es ist empfehlenswert, den Seitenumbruch so weit oben wie möglich zu setzen, um das Druckvolumen zu reduzieren.

·

Summenzeilen können mit oder ohne Bedingung ausgeblendet werden. Die bedingte Summenzeilenausblendung hat zur Folge, daß die Summenzeilen des angegebenen Merkmals nur dann unterdrückt werden, wenn die gleiche Summe nachfolgend als nächsthöhere Summe wieder erscheinen würde, d.h. wenn das Ergebnis zweier aufeinanderfolgender Summenzeilen das gleiche ist. Unbedingte Summenzeilenausblendung bedeutet, daß die Summenzeilen des ausgewählten Merkmals grundsätzlich nicht aufgeführt werden.

Sonstige Einstellungen

Unter Sonstige Einstellungen können Sie weitere Einstellungen vornehmen, die das Drucklayout bestimmen.

·

Sie können wählen, ob Berichtsparameter, Kopfzeilen, Fußzeilen und Titelseite mit ausgedruckt werden. Kopf- und Fußzeilen sowie die Titelseite können Sie unter dem gleichen Menü selbst pflegen. Eine Kopfzeile erscheint auf jedem gedruckten Blatt, während die Fußzeile vor jedem eingestellten Seitenumbruch gedruckt wird. Diese Einstellungen gelten für Massendruck und Berichtslistendruck gleichermaßen.

·

Mit Summenzeilen oben bzw. unten legen Sie fest, wo die Summe einer Zahlenkolonne gedruckt wird. Bei Hierarchielisten bestimmt dies gleichzeitig, ob Hierarchien aufsteigend (Summenzeile unten) oder absteigend (Summenzeile oben) sortiert werden. Mit Anordnung einzeilig bzw. mehrzeilig legen Sie fest, wie gedruckt wird, wenn mehr Spalten definiert sind, als nebeneinander auf dem Ausdruck Platz haben.

­ Druck einzeilig

·

Wird ein Bericht einzeilig gedruckt, werden jeweils soviele Spalten zusammengefaßt, wie nebeneinander auf einem Blatt Platz finden. Die restlichen Spalten werden auf weiteren Seiten gedruckt. Die Darstellung aller Kennzahlen einer Zeile (in der Grafik z.B. der Merkmalswert Verkaufsorganisation 0001) erstreckt sich somit auf mehrere Blätter.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucklayout

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... KoKrs VKOrg 0001 0002 . ....

... 1000 BuKrs KZ7 454,00 0,00 . . BuKrs KZ4 390,00 101,00 . . BuKrs KZ1 0010 KZ2 1.119,00 399,00 . . KZ3 110,00 500,00 . . 0010 KZ5 0,00 761,00 . . KZ6 1.001,00 1.900,00 . . 0010 KZ8 896,00 45,00 . . KZ9 2.920,00 1.100,00 . .

... KoKrs

1000

VKOrg 0001 0002 . . .. . 1000

... KoKrs VKOrg 0001 0002 . .

­

250,00 456,00 . .

Druck mehrzeilig

Besteht ein Bericht aus mehr Spalten, als auf einem Blatt Platz finden, können Sie zwischen einzeiliger oder mehrzeiliger Druckeinstellung wählen. Standardmäßig wird ein Bericht mehrzeilig gedruckt. Beim mehrzeiligen Druck werden alle Spalten (in der Grafik die Kennzahlen KZ 1 bis KZ 9), anstatt nebeneinander in einer Zeile, in mehrere Zeilen untereinander umgebrochen. Damit wird erreicht, daß sämtliche Spalten auf einem Blatt ausgedruckt werden können. Diese Einstellung eignet sich z.B. dafür, viele Kennzahlen eines Merkmalswerts auf einen Blick miteinander zu vergleichen.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucklayout

... KoKrs

... 1000 BuKrs KZ1 KZ4 KZ7 KZ2 KZ5 KZ8 0010 KZ3 KZ6 KZ9

VKOrg 0001 250,00 390,00 454,00 456,00 101,00 0,00 . . 1.119,00 110,00 0,00 1.001,00 896,00 2.929,00 399,00 500,00 761,00 1.900,00 45,00 1.100,00 . . . .

0002

Mehrzeiliges Drucken ist in der Regel übersichtlicher und deshalb grundsätzlich zu empfehlen. Beachten Sie jedoch, daß bei mehrzeiligem Druck der Bereich mit den Spaltenüberschriften zunehmend größer wird, d.h. immer mehr Zeilen auf der Druckseite einnimmt, so daß der freie verfügbare Platz zum Drucken der Zahlen immer geringer wird. Diese Situation wird unter Umständen noch verschärft, wenn Sie eigendefinierte Kopfzeilen verwenden.

Um zu verhindern, daß im Extremfall der Kopfbereich bereits die gesamte Druckseite belegt, wird oberhalb einer Grenze von sechs Druckzeilen für Spaltenüberschriften automatisch auf einzeiligen Druck umgestellt.

·

Mit Formatanzeige können Sie die Zeile mit dem Zahlenformat für den Ausdruck einoder ausblenden. Das Zahlenformat gibt an, auf welche Größe sich die Zahlen der Berichtsliste beziehen. Die Darstellung besteht im allgemeinen aus einem Skalierungsfaktor (Zahl) und einer Einheit (Beträge, Mengen, etc.), z.B. Darstellung in 1000 USD. Mit Alle Hierarchieknoten auflösen werden alle Hierarchieknoten in aufgerissenem Zustand gedruckt. Kreuzen Sie dieses Feld nicht an, dann werden nur alle Endknoten der Hierarchie in aufgerissenem Zustand gedruckt bzw. alle Knoten auf der Hierarchiestufe, die dem gewählten Expandierungsgrad der Hierarchie entspricht. Welche Hierarchieknoten im aufgerissenen Zustand gedruckt werden können, bestimmen Sie also auch durch den eingestellten Expandierungsgrad der Hierarchie über Navigieren ® Hierarchie.

·

Zahlenformat und Summenzeilen können unter dem Menü Einstellungen für die Online-Anzeige separat gepflegt werden.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucklayout

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Kopf- und Fußzeilen können unter dem Menü Einstellungen separat ein- und ausgeschaltet werden.

Drucklayout ® Aufrißliste

Die hier aufgeführten Funktionen sind, aufgrund des vorgegebenen Layouts, für den Druck der Detailliste nicht sinnvoll. Aus diesem Grund werden die Funktionen lediglich für den Druck der Aufrißliste angeboten.

· Druckansicht ermöglicht Ihnen, die Auswirkungen der Druckaufbereitung sofort am Bildschirm zu kontrollieren, ohne den Bericht jedes Mal drucken zu müssen. Dabei erscheinen zu Anfang die Berichtsparameter, die Sie bei dieser Gelegenheit nochmals überprüfen können. Summenzeilen

·

Mit dieser Funktion können Sie Unterstriche und Leerzeilen vor oder nach Summenzeilen einfügen. Für den Unterstrich müssen Sie ein Muster angeben, d.h. das Zeichen, mit dem der Unterstrich dargestellt werden soll. Sie müssen auch die Anzahl der gewünschten Leerzeilen angeben (maximal 9). Mit Reihenfolge legen Sie fest, ob der Unterstrich jeweils vor oder nach der Leerzeile erscheinen soll. In diesem Dialogfenster können Sie weiterhin die Farbe und deren Intensität auswählen. Es stehen sieben Farben jeweils in zwei Intensitäten zur Verfügung. Alle diese Einstellungen können Sie pro Merkmal angeben.

Drucklayout ® Aufrißliste Spaltenbreite

Mit diesen Funktionen können Sie wählen, wie die Spaltenbreite für den Ausdruck der Aufrißliste festgelegt wird.

·

Mit optimale Spaltenbreite wird vom System die geeignete Spaltenbreite dynamisch gesetzt. Die optimale Spaltenbreite bestimmt sich aus der Fenstergröße und der Größe der Zahlen, die in die verschiedenen Spalten eingehen. Sie können die Spaltenbreite also durch Änderung der Fenstergröße beeinflussen. Über gesetzte Spaltenbreite wird die von Ihnen pro Spaltenart (z.B. Mengen- oder Betragsspalten) unter Spaltenbreite setzen eingegebene Spaltenbreite gesetzt. Haben Sie keine Spaltenbreite gesetzt, so wird die Defaultbreite `10' genommen.

Auf Default setzen bewirkt, daß alle Spalten auf die Defaultbreite gesetzt werden.

·

·

Siehe auch:

Beispiel: Massendruck Aufrißliste [Seite 227] Drucken [Seite 221] Einstellen der Druckparameter [Seite 244]

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucken von Berichten mit Merkmalshierarchien

Drucken von Berichten mit Merkmalshierarchien

Beim Drucken von Berichten als Aufrißliste oder Detailliste sind einige Besonderheiten zu beachten, wenn für eines oder mehrere Merkmale Hierarchien selektiert wurden. Im einzelnen sind folgende Aspekte wichtig für das Drucken von Berichten mit Merkmalshierarchien:

· · ·

der Expansionsgrad der Hierarchie die Hierarchiedarstellung die Sortierung der Hierarchieliste

Expansionsgrad der Hierarchie

Bei der Datenaufbereitung für das Drucken wird jede Zeile einer Aufrißliste oberhalb des Merkmals, das die feinste Auflösung trägt, in jedem Fall weiter aufgerissen (Siehe auch: Beispiel: Massendruck Aufrißliste [Seite 227]). Dies gilt nicht analog beim Drucken von Hierarchielisten. Bei der Verwendung einer Hierarchie ist beim Drucken zunächst zu berücksichtigen, daß die Hierarchie bis zu der unter Navigieren ® Hierarchie gesetzten Hierarchiestufe expandiert wird. Die Zeilen der Hierarchie, die nach dem folgenden Merkmal aufgerissen werden, sind:

· ·

grundsätzlich alle Endknoten, also Knoten, unter denen nur Werte und keine weiteren Knoten stehen und alle Knoten, die auf der untersten Hierarchiestufe liegen, d.h. auf der unter Navigieren ® Hierarchie gesetzten Hierarchiestufe.

Alle sonstigen Knoten werden nicht aufgerissen. Die in der folgenden Grafik dargestellte Hierarchie ist bis zur untersten Stufe expandiert (Stufe 3: Kundenuntergruppe 1). Bei den Knoten Alle Kunden und Kundengruppe A handelt es sich weder um Endknoten noch um Knoten der untersten Stufe. Beim Druck werden diese Knoten deshalb nicht nach dem folgenden Merkmal aufgerissen.

Aufrißlogik einer Hierarchieliste

Drilldown

- Alle Kunden

Kunde 1 Kunde 2 Kundengruppe A Kunde 3 Kundenuntergruppe 1

-

+

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucken von Berichten mit Merkmalshierarchien

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Hierarchiedarstellung

Bei der Druckausgabe von Hierarchielisten erfolgt die Darstellung der Hierarchien grundsätzlich in der Sterndarstellung. Die Angabe der jeweiligen Hierarchiestufe wird mit Sternen dargestellt. Je mehr Sterne vor einer Zeile stehen, desto höher ist die Stufe angesiedelt. In der nachfolgenden Grafik Sterndarstellung einer Hierarchie aufsteigend sortiert sind die obersten Stufen mit zwei Sternen und die direkt darunter liegenden Stufen mit einem Stern gekennzeichnet. Die untersten Ebenen weisen grundsätzlich kein Sternsymbol auf. Bei mehr als 3 Sternen wird jeweils nur ein Stern ausgedruckt und die tatsächliche Stufe als Zahl vorangestellt.

Sortieren der Hierarchieliste

Ferner ist zu beachten, daß beim Drucken eines Berichts alle Hierarchien, die für die Druckausgabe relevant sind, in einheitlicher Weise sortiert werden. In der Sterndarstellung kann bezüglich der Hierarchiedarstellung aufsteigend oder absteigend sortiert werden. In aufsteigender Sortierung sind die Knoten höherer Ebenen den Knoten niedriger Ebenen vorangestellt. In absteigender Sortierung sind die Knoten niedrigerer Ebenen vorangestellt. Sterndarstellung einer Hierarchie aufsteigend sortiert

Kostenart > > > > > + > ** * 400001 400004 400005 * 431000 439000 * ** Gesamtkosten Materialkosten Rohmaterial Fertigerzeugnisse Halberzeugnisse Personalkosten Löhne Gehälter Kalk. Abschreibungen Sonstige Kosten Wert 120.963,00 109.563,00 700,00 1.100,00 107.763,00 10.300,00 3.000,00 7.300,00 1.100,00 27.520,00

Sterndarstellung einer Hierarchie absteigend sortiert

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April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucken von Berichten mit Merkmalshierarchien

Kostenart

Wert

400001 400004 400005

Rohmaterial Fertigerzeugnisse Halberzeugnisse Materialkosten

700,00 1.100,00 107.763,00 109.563,00 3.000,00 7.300,00 10.300,00 1.100,00 120.963,00 27.520,00

431000 439000

Löhne Gehälter Personalkosten Kalk. Abschreibungen Gesamtkosten Sonstige Kosten

April 2001

241

Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucken im Hintergrund über Varianten

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Drucken im Hintergrund über Varianten

Verwendung

Um zu lange Laufzeiten im Online-Betrieb zu vermeiden bzw. um das Drucken von Berichten periodisch einzuplanen, können Sie Berichte im Hintergrund ausdrucken. Das Drucken von Berichten im Hintergrund erfolgt über Varianten und Variantengruppen.

Die Varianten und Variantengruppen unter Release 4.0 ersetzen die Variablengruppen früherer Releases. Die Details der Umsetzung von Release 3.x auf 4.0 entnehmen Sie bitte den Release-Informationen im System. In den Applikationen Ergebnis- und Marktsegmentrechnung (CO-PA) und Executive Information System (EC-EIS) erfolgt das Drucken im Hintergrund über die Programme RKEBATCH bzw. RKCBATCH.

Voraussetzungen

Bevor Sie Berichte im Hintergrund drucken können, müssen Sie Varianten anlegen und diese Varianten zu Variantengruppen zusammenfassen. Eine ausführliche Dokumentation hierzu finden Sie im Abschnitt Varianten und Variantengruppen anlegen [Seite 111].

Funktionsumfang

Für das Drucken von Berichten im Hintergrund müssen Sie zunächst Variantengruppen definieren. Variantengruppen sind nötig, um mehrere Variablenkombinationen im Hintergrund gleichzeitig verarbeiten zu können. Sie bilden für die Auswertung eine logische Klammer um die auszuwertenden Berichte.

Wenn Sie das Programm RKEBATCH bzw. RKCBATCH mit den gleichen Parametern regelmäßig einplanen möchten, können Sie direkt vom Bild `Variablengruppen pflegen' aus Ihre Eingaben als Variante sichern über Springen ® Varianten ® als Variante sichern.

Berichte im Hintergrund drucken - sofort und als Job

Sie können den Druck eines Berichts im Hintergrund entweder sofort starten oder im Hintergrund einplanen. Wählen Sie Informationssystem oder Recherche ® Berichtsdaten ® Variantengr. einpl.

·

Um einen Bericht sofort im Hintergrund zu drucken, wählen Sie Ausführen ® Starttermin und in dem dann angezeigten Dialogfenster Sofort. Speichern Sie anschließend Ihre Eingaben. Um einen Bericht im Hintergrund als Job einzuplanen, gehen Sie so vor: 1. Wählen Sie Ausführen ® Starttermin und und legen den gewünschten Termin fest. Falls Sie den Druck periodisch wiederholen möchten, wählen Sie Job periodisch ausführen. Speichern Sie anschließend Ihre Eingaben.

·

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April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Drucken im Hintergrund über Varianten

2. Wählen Sie Steps. Markieren Sie den gewünschten Job in der Liste und wählen Sie Ändern. 3. Wählen Sie ABAP-Programm. Wählen Sie eine Variante aus der Variantenliste aus. 4. Wählen Sie Druckangaben. Geben Sie die notwendigen Druckangaben ein (siehe dazu Einstellen der Druckparameter [Seite 244]). Sichern Sie Ihre Eingaben. 5. Sichern Sie Ihre Eingaben. Wählen Sie Zurück. Über System ® Dienste ® Jobs ® Job-Übersicht können Sie den Bearbeitungsstatus des Jobs überprüfen.

Eine ausführliche Dokumentation zur Hintergrundverarbeitung finden Sie unter Hilfe ® R/3-Bibliothek ® BC (Basis) ® Computing Center Management System ® BC Computing Center Management System bzw. unter Hilfe ® Hilfe zur Anwendung.

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Einstellen der Druckparameter

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Einstellen der Druckparameter

Druckparameter

Beim Drucken werden Sie bei jedem Ausdruck zur Eingabe bzw. Bestätigung der Druckparameter aufgefordert. In dem Druckparameterdialog bestimmen Sie Ausgabegerät, Namen und Titel des Spoolauftrags sowie die Druckaufbereitungsart mit der die Ausgabe erfolgt. Als Vorschlagswert für den Drucker wird der unter den Benutzerfestwerten (System ® Benutzervorgaben ® Benutzerfestwerte) gepflegte Drucker angezeigt. Die Vorschlagswerte für den Namen und den Titel des Spoolauftrags sind der Berichtsname sowie der Berichtstext - ergänzt um die Art des angeforderten Ausdrucks (z.B. Massendruck Aufrißliste).

Vorschlagswerte für das Ausgabeformat

Die Vorschlagswerte für das Ausgabeformat ergeben sich aus der Spaltenzahl und der Aufbereitungsart. Das Druckprogramm ermittelt zunächst einen Vorschlagswert für die Spaltenzahl. Dies ist entweder die aktuelle Breite des Berichts oder

·

für den Fall, daß für einen Bericht Kopf- bzw. Fußzeilen angelegt sind, gilt die unter Drucklayout ® Aufriß- und Detailliste ® Kopf- bzw. Fußzeilen pflegen - Bearbeiten ® Seitenbreite eingestellte Seitenbreite. Es muß jedoch immer eine Mindestbreite von 85 eingehalten werden. Wird in der Kopf- bzw. Fußzeile eine Seitenbreite von 85 gesetzt, so wird vom Druckprogramm ein Vorschlagswert (analog zum Druck ohne Kopf-/ Fußzeile) gesetzt.

·

Bei Berichten ohne Kopf- bzw. Fußzeilen gilt entweder die Mindestbreite von 85 oder die aktuelle Fensterbreite.

Von den für den selektierten Drucker passenden Aufbereitungsarten wird nun automatisch der erste zur Spaltenzahl passende Vorschlag ausgewählt. Als Vorschlagswert für die Zeilenzahl wird die maximale Zeilenzahl dieser Aufbereitungsart angeboten.

Beachten Sie, daß für die Seitengröße, die bei der Druckausgabe zugrunde gelegt wird, die Werte für die Zeilen und Spalten maßgeblich sind und nicht die Werte der Aufbereitungsart.

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April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispielausdruck

Beispielausdruck

Der folgende Beispiel wurde mit der Funktion Drucken ® Massendruck Aufrißliste erstellt.

Berichtsdefinition

Die Berichtsdefinition enthält die

· ·

Merkmale: Sales Office (Verkaufsorganisation), Customer Group (Kundengruppe) und Industry (Branche) und die Kennzahlen Absatzmenge (Invoice Quantity) und Umsatz (Revenue).

Druckeinstellungen

Folgende Einstellungen werden unter dem Menüpunkt Drucklayout vorgenommen:

·

Die Reihenfolge der Merkmalssortierung für den Ausdruck: 1. Verkaufsorganisation 2. Kundengruppe 3. Branche

· ·

Die Feinste Auflösung ist für das Merkmal Branche gesetzt Es wird kein Seitenumbruch eingestellt.

Es wird folglich ein vollständiger Bericht ausgedruckt, dadurch, daß bis zum untersten Merkmal aufgerissen werden soll.

Der Ausdruck

Die Grundliste zeigt als Aufrißliste die Werte der einzelnen Verkaufsorganisationen verdichtet über alle Kundengruppen und Branchen. Die einzelnen Verkaufsorganisationen sind:

·

Office North US, Office South US, Office East US, Office West US, Office Canada und Not assigned. industrial customers, trading companies und Not assigned.

Zu den einzelnen Kundengruppen gehören z.B.:

·

Die Liste beginnt mit dem Aufriß der ersten Verkaufsorganisation Office North US nach der Kundengruppe Industrial customers. Es werden die Werte der einzelnen Branchen untereinander aufgelistet: Chemical industry, High Tech, Manufacturing, usw. bis zur Summe der Kundengruppe Industrial customers, die mit einem Stern gekennzeichnet ist. Es folgt der Aufriß der ersten Verkaufsorganisation Office North US nach der folgenden Kundengruppe Trading companies. Es werden wieder die Werte der einzelnen Branchen untereinander aufgelistet: Chemical industry, High Tech, Trade bis zur Summe der Kundengruppe Trading companies, die mit einem Stern gekennzeichnet ist. Schließlich werden die restlichen nicht zugeordneten Kundengruppen unter Not assigned zusammengefaßt aufgeführt.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispielausdruck

SAP AG

Mit der Summenzeile der ersten Verkaufsorganisation Office North US, die mit zwei Sternen gekennzeichnet ist, ist der Aufriß dieser Verkaufsorganisation beendet. Es folgen die Aufrisse nach den nächsten Verkaufsorganisationen Office South US, Office East US, Office West US, Office Canada und Not assigned jeweils nach den einzelnen Kundengruppen. Zu jeder Kundengruppe werden die Werte der einzelnen Branchen untereinander aufgelistet. Schließlich wird die Summe aller Verkaufsorganisationen, mit drei Sternen gekennzeichnet, ausgewiesen.

Sales office ** Industry CHEM Chemical Industry 12,000 HITE High Tech 8.416,000 MBAU Manufacturing 4.916,000 MEDI Media Industry 2,000 TRAD Trade 1.235,000 # Not assigned 4.742,000 * 01 Industrial customers CHEM Chemical industry 4.742,000 HITE High Tech 6.069,000 TRAD Trade 7,000 * # * ** 02 Trading companies 10.818,000 Not assigned 0,000 Not assigned 0,000 0001 Office North US 25.409,000 CHEM Chemical industry 4,000 ENER Energy research 6.049,000 MBAU Manufacturing 1.326,000 4.917.492,00 19.364.676,00 36.800,00 81.222.912,66 24,66 24,66 33.910.580,00 53.830,00 19.271.264,00 47.312.308,00 14.519,000 14.585.486,00 69.700,00 4.607.864,00 6.720,00 15.092.464,00 27.393.240,00 Customer group * Inv. Qty Revenue 143.320,00

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April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispielausdruck

TRAD Trade 4.843,000 # Not assigned 0,000 * 01 Industrial customers HITE High Tech 6.105,000 MBAU Manufacturing 2.470,000 TRAD Trade 3.930,000 * ** 02 Trading companies 12.505,000 0002 Office South US 24.727,000 MBAU Manufacturing 80,000 * 01 Industrial customers MBAU Manufacturing 24,000 TRAD Trade 102,000 * 02 Trading companies 126,000 TRAD Trade 61,000 # * ** Not assigned 8,000 Not assigned 69,000 0003 Office East US 275,000 HITE High Tech 25,000 * 01 Industrial customers TRAD Trade 0,000 * ** Not assigned 0,000 0004 Office West US 25,000 MBAU Manufacturing 0,000

14.998.692,00 12.378,00 39.330.038,00 12.222,000 18.021.071,50 8.750.216,00 12.446.964,00 39.218.251,50 78.548.289,50 813.077,06 813.077,06 80,000 204.230,79 1.008.938,49 1.213.169,28 308.758,70 63.230,79 371.989,49 2.398.235,83 76.937,46 76.937,46 25,000 84.584,62 84.584,62 161.522,08 0,00

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispielausdruck

* 01 Industrial customers ** 1010 Office Canada 0,000 ENER Energy research 3,000 # Not assigned 0,000 * 01 Industrial customers HITE High Tech 0,000 TRAD Trade 0,000 * 02 Trading companies 0,000 CHEM Chemical industry 11,000 MBAU Manufacturing 0,000 TRAD Trade 20,000 # * ** Not assigned 144,000 Not assigned 175,000 Not assigned 178,000 *** Result 50.614,000

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0,00 0,000 0,00 21.901,1036.378,0058.279,103,000 45.000,00420,0087.200,00134.339,73 0,00 553.846,15 312.770,00 1.000.955,88 855.476,78 163.186.436,85

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April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Druckeinstellungen

Druckeinstellungen

Dieser Abschnitt faßt die Einstellungen zusammen, mit deren Hilfe Sie festlegen, wie die Berichtsliste ausgedruckt werden soll. Sie umfaßt folgende Funktionen (in alphabetischer Anordnung): Druck einzeilig/mehrzeilig [Seite 250] Druckansicht [Seite 251] Fußzeilen pflegen [Seite 253] Kopfzeilen pflegen [Seite 254] Leerzeilen [Seite 255] Massendruck Einstellungen [Seite 256] Optimale/Gesetzte Spaltenbreite [Seite 257] Sonstige Einstellungen [Seite 258] Spaltenbreite auf Default setzen [Seite 261] Spaltenbreite setzen [Seite 262] SAP Titelseite an/aus [Seite 263] Titelseite pflegen [Seite 264] Unterstrich [Seite 265] Zahlenformat (Druck) [Seite 266] Eine ausführliche Dokumentation zumThema Drucken finden Sie im Abschnitt Drucken [Seite 221].

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Druck einzeilig/mehrzeilig

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Druck einzeilig/mehrzeilig

Druck einzeilig

Der Druck erfolgt einzeilig. Passen nicht alle Spalten der Aufrißliste auf eine Seite, so wird der Bericht zunächst für die erste Gruppe von Spalten in sämtlichen Aufrißstufen gedruckt, danach für die zweite Gruppe usw..

Druck mehrzeilig

Alle Spalten der Aufrißliste werden mit dieser Funktion nebeneinander auf eine Seite gedruckt; falls dazu eine Zeile nicht ausreicht, wird mehrzeilig gedruckt.

250

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Druckansicht

Druckansicht

Diese Funktion zeigt an, wie die Aufrißliste gedruckt wird.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Formatanzeige an/aus

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Formatanzeige an/aus

Funktionsumfang

Mit dieser Funktion können Sie die Darstellungszeile mit dem Zahlenformat für die BildschirmAnzeige und für den Ausdruck ein- oder ausblenden. Das Zahlenformat gibt an, auf welche Größe sich die Zahlen der Berichtsliste beziehen. Die Darstellung besteht im allgemeinen aus dem Produkt aus einem Skalierungsfaktor und einer Einheit. Der Faktor ist dabei immer eine Zahl. Die Einheit kann sich auf Beträge, Mengen, Preise und sonstige Werte beziehen.

Wird der Umsatz in '1000 DM' dargestellt und erscheint in der Spalte 'Umsatz' die Zahl 123, so bedeutet dies, daß der Umsatz 123.000 DM beträgt. In diesem Beispiel ist der Faktor '1000' und die Einheit 'DM'. Auf der Detailliste kann jede Zelle eine eigene Darstellung haben; deshalb können diese Angaben nicht ständig angezeigt werden. Nach Betätigung dieser Funktion wird in allen Zellen die Darstellung eingeblendet. Diese Anzeige verschwindet wieder automatisch, falls Sie eine beliebige Funktion oder die Datenfreigabe benutzen.

Aktivitäten

Sie können dies für die Bildschirm-Anzeige (über Einstellungen ® Formatanzeige an/aus) und für den Ausdruck der Aufrißliste (über Bericht ® Drucklayout ® Aufriß- und Detailliste ® Sonstige Einstellungen) unabhängig voneinander einstellen.

252

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Fußzeilen pflegen

Fußzeilen pflegen

Mit dieser Funktion legen Sie für den vorliegenden Bericht eine eigene Fußzeile an. Diese wird beim Berichtsdruck verwendet.

Fußzeilen an/aus

Mit dieser Funktion legen Sie fest, ob die für den Druck des Berichts angelegte Fußzeile auch online angezeigt wird.

April 2001

253

Allgemeines Recherchebuch (CA) Kopfzeilen pflegen

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Kopfzeilen pflegen

Mit dieser Funktion legen Sie für den vorliegenden Bericht eine eigene Kopfzeile an. Diese wird beim Berichtsdruck verwendet.

Kopfzeilen an/aus

Mit dieser Funktion legen Sie fest, ob die für den Druck des Berichts angelegte Kopfzeile auch online angezeigt wird.

254

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Leerzeilen

Leerzeilen

Mit dieser Funktion können Sie eine oder mehrere Leerzeilen vor oder nach einer Summenzeile Ihres Berichtsausdrucks einfügen. Sie erhalten ein Dialogfenster, in dem Sie angeben können, wie viele Leerzeilen Sie für jede einzelne Summenzeile des Berichts einfügen wollen, und ob diese vor oder nach der Summenzeile soll(en).

April 2001

255

Allgemeines Recherchebuch (CA) Massendruck Einstellungen

SAP AG

Massendruck Einstellungen

Diese Einstellungen sind maßgeblich für das Druckvolumen beim Drucken mit den Funktionen Drucken ® Massendruck Aufrißliste/ Detailliste.

· · · ·

Über Merkmale Sortieren legen Sie fest, in welcher Reihenfolge die Merkmale im Ausdruck erscheinen. Von dieser Einstellung ist die feinste Auflösung abhängig. Über feinste Auflösung können Sie festlegen, bis zu welcher Stufe der Bericht beim Ausdruck aufgerissen werden soll. Mit Seitenumbruch bestimmen Sie, auf welcher Merkmalsstufe ein Blattwechsel erfolgen soll. Bei Summenzeile bedingt ausblenden wird die Summenzeile unter der Bedingung ausgeblendet, daß die Summe für das gewählte Merkmal als einziger Term in die Summe des darüberliegenden Merkmals eingeht. Bei Summenzeile unbedingt ausblenden wird die Summenzeile für das gewählte Merkmal immer ausgeblendet.

Es ist sehr wichtig, diese Einstellungen über Bericht ® Drucklayout ® Aufrißliste ® Druckansicht zu überprüfen, bevor Sie drucken. Dadurch können Sie das Druckvolumen steuern. Die Arbeitsweise der Druckfunktion Massendruck Aufrißliste und die Bedeutung einiger im Drucklayout einstellbarer Parameter wird im Beispiel: Massendruck Aufrißliste [Seite 227] verdeutlicht.

256

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Optimale/Gesetzte Spaltenbreite

Optimale/Gesetzte Spaltenbreite

Mit dieser Funktion können Sie wählen, wie die Spaltenbreite für den Ausdruck der Aufrißliste festgelegt wird.

·

Mit optimale Spaltenbreite wird vom System die geeignete Spaltenbreite dynamisch gesetzt. Die optimale Spaltenbreite bestimmt sich aus der Fenstergröße und der Größe der Zahlen, die in die verschiedenen Spalten eingehen. Sie können die Spaltenbreite also durch Änderung der Fenstergröße beeinflussen. Über gesetzte Spaltenbreite wird die von Ihnen pro Spaltenart (z.B. Mengen- oder Betragsspalten) unter Spaltenbreite setzen eingegebene Spaltenbreite gesetzt. Haben Sie keine Spaltenbreite gesetzt, so wird die Defaultbreite `10' genommen.

·

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Sonstige Einstellungen

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Sonstige Einstellungen

Unter Sonstige Einstellungen können Sie weitere Einstellungen vornehmen, die das Drucklayout für den Massendruck bestimmen.

·

Sie können wählen, ob Berichtsparameter, Kopfzeilen, Fußzeilen und Titelseite mit ausgedruckt werden. Kopf- und Fußzeilen sowie die Titelseite können Sie unter dem gleichen Menü selbst pflegen. Mit Summenzeile oben bzw. unten legen Sie fest, wo die Summe einer Zahlenkolonne gedruckt wird. Bei Hierarchielisten bestimmt dies gleichzeitig, ob Hierarchien aufsteigend (Summenzeile unten) oder absteigend (Summenzeile oben) sortiert werden. Mit Anordnung einzeilig bzw. mehrzeilig legen Sie fest, wie gedruckt wird, wenn mehr Spalten definiert sind, als nebeneinander auf dem Ausdruck Platz haben. Beim mehrzeiligen Druck werden alle Spalten anstatt nebeneinander in einer Zeile, in mehrere Zeilen untereinander umgebrochen. Damit wird erreicht, daß sämtliche Spalten auf einem Blatt ausgedruckt werden können. Diese Einstellung eignet sich z.B. dafür, wenn man viele Kennzahlen eines Merkmalswerts auf einem Blick miteinander vergleichen möchte. Mehrzeiliges Drucken ist in der Regel übersichtlicher und deshalb grundsätzlich zu empfehlen. Wird ein Bericht einzeilig gedruckt, werden jeweils so viele Spalten zusammengefaßt, wie nebeneinander auf einem Blatt Platz finden. Die restlichen Spalten werden auf weiteren Seiten gedruckt. Die Darstellung aller Kennzahlen einer Zeile erstreckt sich somit auf mehrere Blätter.

·

·

· ·

Mit Formatanzeige wird das im gleichen Menü gepflegte Zahlenformat, d.h. die Skalierung und Dezimaldarstellung, für den Druck aktiviert. Mit Alle Hierarchieknoten auflösen werden alle Hierarchieknoten in aufgerissenem Zustand gedruckt. Kreuzen Sie das Feld nicht an, dann werden nur alle Endknoten der Hierarchie in aufgerissenem Zustand gedruckt bzw. alle Knoten auf der Hierarchiestufe, die dem Expandierungsgrad der Hierarchie entspricht.

Welche Hierarchieknoten im aufgerissenen Zustand gedruckt werden können bestimmen Sie also auch durch den eingestellten Expansionsgrad der Hierarchie über Navigieren ® Hierarchie.

258

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Spalte(n) Ein/Aus

Spalte(n) Ein/Aus

Diese Funktion dient dazu, Spalten auf der Berichtsliste ein- bzw. auszublenden. Es ist zu beachten, daß die Funktion cursorabhängig ist. Wenn Sie einen Bericht mit Spaltenblöcken haben (zweizeilige Spaltenüberschriften), legen Sie mit Hilfe der Cursorposition fest, ob Sie einzelne Spalten oder ganze Spaltenblöcke ein- bzw. ausschalten.

Ihr Bericht zeigt mehrere Regionen, die sich jeweils in mehrere Geschäftsjahre aufteilen. Steht der Cursor auf einer Region, also auf einem Spaltenblock, so werden Ihnen im folgenden Dialogfenster alle Spaltenblöcke zur Auswahl angeboten. Die mit einem `X' ausgewählten Spaltenblöcke werden auf der Berichtsliste eingeblendet. Steht der Cursor dagegen auf einer einzelnen Spalte, also auf einem Geschäftsjahr, werden Ihnen im Dialogfenster alle Spalten zur Auswahl angeboten.

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Spalten sortieren

SAP AG

Spalten sortieren

Mit dieser Funktion können Sie die Anordnung der Spalten in der Aufrißliste ändern. Dazu positionieren Sie den Cursor auf eine der Spaltenüberschriften. Es ist zu beachten, daß diese Funktion cursorabhängig ist. Wenn Sie einen Bericht mit Spaltenblöcken haben (zweizeilige Spaltenüberschriften), legen Sie mit Hilfe der Cursorposition fest, ob Sie einzelne Spalten oder ganze Spaltenblöcke umsortieren möchten.

Ihr Bericht zeigt mehrere Regionen, die sich jeweils in mehrere Geschäftsjahre aufteilen. Steht der Cursor auf einer Region, also auf einem Spaltenblock, so werden im folgenden Dialogfenster alle Spaltenblöcke aufgeführt. Mit Ziffern können Sie die Reihenfolge, in der die Spaltenblöcke auf der Berichtsliste erscheinen, festlegen. Steht der Cursor dagegen auf einer einzelnen Spalte, also auf einem Geschäftsjahr, werden im Dialogfenster alle Spalten aufgeführt. Haben Sie zuvor eine Spalte bzw. einen Spaltenblock mit der Funktion Spalten Ein/Aus ausgeschaltet, werden sie beim Sortieren nicht mit angeboten.

260

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Spaltenbreite auf Default setzen

Spaltenbreite auf Default setzen

Mit dieser Funktion können Sie wählen, wie die Spaltenbreite für den Ausdruck der Aufrißliste festgelegt wird. Auf Default setzen bewirkt, daß Sie alle Spalten auf die Defaultbreite `10' setzen. Siehe auch Optimale/Gesetzte Spaltenbreite [Seite 257].

April 2001

261

Allgemeines Recherchebuch (CA) Spaltenbreite setzen

SAP AG

Spaltenbreite setzen

Mit dieser Funktion können Sie die Spaltenbreite für den Ausdruck der Aufrißliste individuell festlegen. Mit der Funktion Optimale/Gesetzte legen Sie fest, ob die individuell gesetzte Spaltenbreite für Ihren Ausdruck zieht oder die vom System vorgegebene optimale Spaltenbreite. Siehe auch Optimale/Gesetzte Spaltenbreite [Seite 257].

262

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) SAP Titelseite an/aus

SAP Titelseite an/aus

Mit dieser Funktion bestimmen Sie, ob beim Ausdruck Ihres Berichts die SAP-Titelseite als erste Seite ausgedruckt wird. Auf der SAP-Titelseite sind alle Berichtsparameter angegeben. Ist für Ihren Bericht eine andere Titelseite definiert worden, so wird immer diese Titelseite gedruckt, unabhängig davon, ob Sie diese Funktion ausgewählt haben. Eine Titelseite legen Sie mit der Funktion Titelseite pflegen [Seite 264] an.

April 2001

263

Allgemeines Recherchebuch (CA) Titelseite pflegen

SAP AG

Titelseite pflegen

Mit dieser Funktion legen Sie für den vorliegenden Bericht ein eigenes Titelblatt an. Dieses wird beim Berichtsdruck als erste Seite mit ausgedruckt.

Ob die Titelseite ausgedruckt wird oder nicht, können Sie auf der Berichtsliste des ausgeführten Berichts festlegen. Wählen Sie Bericht ® Drucklayout ® Aufriß- und Detailliste ® Sonstige Einstellungen. Es erscheint ein Dialogfenster, wo Sie die entsprechende Einstellung vornehmen können.

264

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Unterstrich

Unterstrich

Hiermit können Sie für den Berichtsdruck einen Unterstrich vor oder nach einer Summenzeile einfügen. Sie erhalten ein Dialogfenster, in dem Sie angeben können, für welches Merkmal Sie Unterstriche setzen wollen, und ob diese vor oder nach der Summenzeile sollen. Im Eingabefeld `Muster' tragen Sie das Zeichen ein, mit dem der Unterstrich abgebildet werden soll.

Siehe auch:

Summenzeile [Seite 200]

April 2001

265

Allgemeines Recherchebuch (CA) Zahlenformat (Druck)

SAP AG

Zahlenformat (Druck)

Das Zahlenformat besteht aus einem Skalierungsfaktor (Anzeige in 10 DM, 100 DM, usw.) und der Anzahl Dezimalstellen. Detail- und Aufrißliste werden bzgl. Zahlenformat gleich behandelt, d.h. jede dieser beiden Listen kann separat eingestellt werden. Verschiedenen Zahlenformate können auch für den Ausdruck Ihrer Berichtsliste (Drucklayout ® Aufriß- und Detailliste ® Zahlenformat Druck) und für die Bildschirmausgabe (Einstellungen ® Zahlenformat) eingestellt werden. Die Funktion Darstellung Vorzeichen ermöglicht es, ein negatives Vorzeichen nachgestellt, vorangestellt oder in Klammern darzustellen. Das Konzept, wie miteinander konkurrierende Einstellungsinformationen behandelt werden folgt dem Prinzip, daß die zeitlich zuletzt gemachte Einstellung gilt.

266

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Exportieren

Exportieren

Sie können Berichtslisten exportieren. Je nach Applikation und Art der Einstellungen auf der Berichtsliste erhalten Sie ein Dialogfenster, aus dem Sie die gewünschte Exportfunktion auswählen können. Falls auf der Liste nur eine Funktion möglich ist, entfällt das Dialogfenster und die entsprechende Funktion wird sofort aufgerufen. Welche Funktionen in welcher Situation genau angeboten werden, wird im folgenden beschrieben.

·

Bericht an XXL übergeben [Seite 269] Diese Funktion ist auf Detail- und Anteilslisten (Liste mit prozentualen Anteilen) nicht aktiv.

·

Seite an XXL übergeben [Seite 271] Diese Funktion ist auf Detaillisten und Hierarchielisten (Liste mit hierarchischer Merkmalsdarstellung) nicht aktiv.

· ·

Sichern in Datei [Seite 272] Diese Funktion steht sowohl auf der Aufriß- als auch auf der Detailliste zur Verfügung. Übergabe an Word [Seite 273] Diese Funktion ist unter folgenden Voraussetzungen aktiv: ­ Als Windowsystem des Präsentationsservers wird entweder OS/2-PresentationManager, DOS-Windows, 32-Bit Frontend unter Windows-NT, Windows 32bit oder Windows 95 eingesetzt. Microsoft Word ist auf dem Präsentationsserver vorhanden und in den Pfad aufgenommen worden. Sie setzen Microsoft Word in den Versionen 6, 7 oder 8 ein.

­ ­

·

Übernahme ins Berichtsheft [Seite 275] Diese Funktion wird nur im SAP-EIS angeboten. Auf inhomogen expandierten Hierarchielisten wird diese Funktion nicht angeboten. Falls eine solche Situation vorliegt, sollten Sie entweder die Hierarchie homogen expandieren (über Navigieren ® Hierarchie ® Expandieren bis Stufe) oder auf eine Liste ohne hierarchische Darstellung wechseln.

·

HTML-Export Diese Funktion erreichen Sie über einen separaten Menübefehl (Bericht ® HTMLExport), und sie steht nur für die Ausgabeart [Seite 34] "Grafischer Bericht" zur Verfügung. Beim HTML-Export wird für jeden Ausgabebereich eines grafischen Berichts eine HTML-Datei erzeugt. Diese Dateien werden gemeinsam in einem von Ihnen anzugebenden Verzeichnis auf Ihrer lokalen Festplatte gespeichert. Sie können diese Dateien dazu verwenden, um die Berichtsausgabe auf beliebigen Rechnern mit Hilfe eines Web-Browsers anzuzeigen. Eine Verbindung zu einem SAP-System ist hierbei nicht erforderlich.

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Exportieren

SAP AG

Exportoptionen

Sie haben grundsätzlich drei verschiedene Möglichkeiten, die Berichtsliste zu exportieren: als Text, als Daten zur Weiterverarbeitung in einer Tabellenkalkulation oder als Bericht in ein Berichtsheft im SAP-EIS.

·

Exportieren als Text Wählen Sie Sichern in Datei, wenn Sie die Berichtsliste im Rich Text Format oder ASCIIFormat abspeichern möchten. Wählen Sie Übergabe an Word, wenn Sie Word direkt aufrufen möchten oder Zusatzeinstellungen, z.B. zum Drucken, vornehmen möchten.

·

Exportieren als Daten für eine Tabellenkalkulation Wählen Sie Sichern in Datei wenn Sie die Berichtsliste als Tabelle mit allen Spalten einer Seite oder nur den am Bildschirm angezeigten Spalten exportieren möchten. Wählen Sie auf der Aufrißliste Bericht oder Seite an XXL übergeben, so steht Ihnen mit XXL ein spezielles Format zur Datenübergabe an eine Tabellenkalkulation zur Verfügung. Das XXL-Format hat folgende Vorteile: ­ ­ Auch die Merkmale werden exportiert, d.h. in der Tabellenkalkulation können Sie in den Daten navigieren.

Alle Datensätze des Berichts können exportiert werden. Alle anderen Exportfunktionen sind seitenbezogen, d.h. sie exportieren nur, was am Bildschirm angezeigt wird und wohin man blättern kann.

·

Übernahme ins Berichtsheft im SAP-EIS Wählen Sie Sichern Daten, wenn Sie den Bericht mit den Daten, die Sie auf dem Bildschirm haben, sichern möchten. Wählen Sie Sichern Definition, wenn Sie nur die Definition des Berichts sichern möchten, später aber die Daten zu dem Bericht wieder neu selektieren wollen.

Bei allen Exportoptionen ist zu beachten, daß die Berichtsliste so exportiert wird, wie es den von Ihnen gewählten Einstellungen entspricht und wie sie am Bildschirm angezeigt wird. Wählen Sie also vor dem Exportieren eine geeignete Darstellung des Zahlenformats (insbesondere für Vorzeichen und Dezimaltrennzeichen) und der Merkmalswerte (Bezeichnung bzw. Schlüssel) aus.

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April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht an XXL übergeben

Bericht an XXL übergeben

Mit dieser Funktion wird ein Bericht im XXL-Format (einem speziellen Format zur Datenübergabe an eine Tabellenkalkulation) exportiert. Dies bedeutet, daß alle ausgewählten Merkmale des Berichts in der Tabellenkalkulation zur Verfügung stehen. So ist es möglich, in der Tabellenkalkulation einen Drilldown durchzuführen. Dadurch unterscheidet sich diese Funktion von jener, die Sie mit Seite an XXL übergeben [Seite 271] aufrufen können.

Beachten Sie bitte, daß die Aufrißliste bei der Übergabe eines Berichts an XXL aus maximal 16.384 Zeilen bzw. 256 Spalten bestehen darf. Die genaue Formel für die von der Anwendung übergebenen Daten lautet: 26 + Anzahl Datenspalten + 5 * ( 1 + Anzahl Merkmale) < 256 Da bei dieser Funktion alle Spalten der Berichtsliste übergeben werden, gehen auch alle Spalten in die Formel ein (und nicht nur die aktuell angezeigten Spalten). Beachten Sie dabei auch, daß pro übergebene Spalte eine zusätzliche Spalte für die Einheit mit übergeben wird.

Voraussetzungen

Die Übergabe an XXL ist nur unter folgenden Bedingungen möglich:

· ·

Sie befinden sich innerhalb des Berichtes auf einer Aufrißliste. Auf der Detailliste ist die Funktion aus technischen Gründen nicht möglich. Sie haben die Berichtsanzeige auf absolut eingestellt (Einstellungen ® Prozentual/Absolut). Die Übergabe an XXL ist deaktiviert, sobald Sie auf prozentual umstellen. Bei den Performance-Einstellungen des Berichts wurde die Einstellung 'Daten vollständig lesen' gewählt. Berichte, deren Daten bei jedem Navigationsschritt dynamisch nachgeladen werden, können nicht an XXL übergeben werden.

·

Vorgehensweise

1. Über ein Dialogfenster haben Sie die Möglichkeit, die Merkmale auszuwählen, die Sie übergeben wollen. Es ist zu empfehlen, die Voreinstellung `Alle Merkmale' zu verwenden. Eine Teilmenge von Merkmalen sollten Sie nur dann auswählen, wenn die Berichtsliste zu groß ist, um von Ihrer Tabellenkalkulation verarbeitet werden zu können.

Falls Sie auf einem Merkmal eine hierarchische Darstellung verwenden, sollten Sie beachten, daß es nicht möglich ist, hierarchische Listen innerhalb von XXL in der gleichen Form abzubilden wie auf der Liste. Aus diesem Grund wird keinerlei Hierarchieinformation an XXL übergeben. Die Daten werden so übergeben, als ob keine hierarchische Gliederung dieser Daten vorhanden wäre. 2. Wählen Sie eine Bearbeitungsart. Wenn Sie ein Betriebssystem verwenden, in dem kein Tabellenkalkulationsprogramm gestartet werden kann, ist die Übergabe an XXL trotzdem möglich. Sie haben dann die Möglichkeit, das XXL-Objekt im SAPoffice bzw. in einer PCDatei abzulegen.

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Bericht an XXL übergeben

SAP AG

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April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Seite an XXL übergeben

Seite an XXL übergeben

Mit dieser Funktion wird die aktuelle Seite Ihrer Berichtsliste an den Excel List Viewer (XXL) übergeben. Als aktuelle Seite wird jene Liste verstanden, die Sie durch Blättern (nach oben und unten bzw. seitlich) erreichen können. Wenn Sie im Excel List Viewer dagegen die Möglichkeit haben möchten, einen Drilldown durchzuführen, so benutzen Sie bitte die Funktion Bericht an XXL übergeben [Seite 269].

Beachten Sie bitte, daß die Aufrißliste bei der Übergabe eines Berichts bzw. einer Seite an XXL aus maximal 16.384 Zeilen bzw. 256 Spalten bestehen darf. Die genaue Formel für die von der Anwendung übergebenen Daten lautet: 26 + Anzahl Datenspalten + 5 * ( 1 + Anzahl Merkmale) < 256 Da bei dieser Funktion alle Spalten der Berichtsliste übergeben werden, gehen auch alle Spalten in die Formel ein (und nicht nur die aktuell angezeigten Spalten). Beachten Sie dabei auch, daß pro übergebene Spalte eine zusätzliche Spalte für die Einheit mit übergeben wird.

Voraussetzungen

Die Übergabe einer Seite an XXL ist aktiv, wenn:

· ·

Sie sich innerhalb des Berichtes auf einer Aufrißliste befinden. Die Funktion ist aus technischen Gründen auf der Detailliste nicht möglich. Sie sich innerhalb des Berichtes nicht auf einer Hierarchieliste befinden. Da bei hierarchischen Listen in XXL keine Darstellung möglich ist, die der Darstellung in der Liste entspricht, wird die Funktion auf diesen Listen nicht unterstützt.

Vorgehensweise

Wählen Sie eine Bearbeitungsart. Wenn Sie ein Betriebssystem verwenden, in dem kein Tabellenkalkulationsprogramm gestartet werden kann, ist die Übergabe an XXL trotzdem möglich. Sie haben dann die Möglichkeit, das XXL-Objekt im SAPoffice bzw. in einer PC-Datei abzulegen.

April 2001

271

Allgemeines Recherchebuch (CA) Sichern in Datei

SAP AG

Sichern in Datei

Mit dieser Funktion exportieren Sie die Berichtsliste auf Ihren Präsentationsserver (i.d.R. der lokale Rechner) oder auf den Applikationsserver. Es stehen die folgenden Ausgabeformate zur Verfügung:

· · ·

Tabelle (Datei mit der Extension.dat)

Sie haben die Auswahl zwischen allen und den angezeigten Spalten.

Text (ASCII-Datei mit der Extension.txt)

Sie haben die Auswahl zwischen allen und den angezeigten Spalten.

Rich Text Format (mit der Extension.rtf)

Das RTF-Format steht nur beim Exportieren auf den Präsentationsserver zur Verfügung. Sie können die angezeigten Spalten exportieren.

Die Auswahl alle Spalten sollten Sie nur dann treffen, wenn Ihre PC-Applikation die Zahl der Spalten auch verarbeiten kann.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie ein Ausgabeformat. 2. Wählen Sie aus, welche Teilobjekte der Berichtsliste (wie z.B. den Listenkopf) Sie exportieren möchten. Je nach Exportformat stehen unterschiedliche Teilobjekte zur Auswahl. 3. Geben Sie Dateinamen und Pfad der Ausgabedatei ein.

Sie können einen Vorschlagswert für den Standardpfad der Ausgabedatei hinterlegen. Wählen Sie System ® Benutzervorgaben ® Benutzerparameter, und tragen Sie unter der Parameter-ID "DLF" die gewünschte Voreinstellung ein. 4. Bestimmen Sie, ob ein undefinierter Wert auf der Berichtsliste als Zahl Null oder als Text (z.B. "Division durch Null") ausgegeben werden soll. 5. Sichern Sie die Datei auf dem Präsentationsserver, so können Sie zusätzlich festlegen, ob und wie Sie direkt nach dem Export mit den exportierten Daten in einer PCApplikation arbeiten möchten.

272

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Übergabe an Word

Übergabe an Word

Mit dieser Funktion wird die aktuell angezeigte Seite an Microsoft Word für Windows übergeben.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie Winword direkt aufrufen, um eine Berichtsliste als Datei in ein beliebiges Verzeichnis zu übergeben und nach Bedarf auszudrucken. 2. Wählen Sie Word mit Zusatzeinstellungen aufrufen, um die Berichtsliste an Word zu übergeben, damit zu arbeiten und sie nach Bedarf auszudrucken. Dabei können neben der Berichtsliste zusätzliche Informationen an Word übergeben und ausgedruckt werden (z.B. kann ein Word-Makro verwendet werden oder ein eigenes Deckblatt mit übergeben werden.) 3. Wählen Sie, auf welche Art Sie die exportierte Datei drucken möchten. Sie haben die Möglichkeit, die Seite mit den Standardeinstellungen an Word zu übergeben (Drucken nicht interaktiv) oder während des Druckprozesses auch interaktiv anzugeben, unter welchem Namen und in welchem Pfad die Datei abgelegt werden soll (Drucken interaktiv). Sie können aber auch mit dem Schalter `Nur drucken' die Seite direkt ausdrucken, ohne daß eine Datei abgelegt wird.

Bei der Funktion Nur Drucken wird die Berichtsliste vor dem Drucken vorübergehend in eine Datei geschrieben. Da nach dem Druckvorgang alle Dateien wieder gelöscht werden, müssen Sie sicherstellen, daß in dem Verzeichnis, das Sie für das Drucken verwenden, keine weiteren Dateien mit den Namenserweiterungen *.txt, *.rtf, *.ini, *.doc, *.wmf, *.tmp und *.log existieren.

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Grafik an Word an/aus

SAP AG

Grafik an Word an/aus

Mit dieser Funktion haben Sie die Möglichkeit, eine Grafik für den Druck an Microsoft Word für Windows zu übergeben. Nach Auswahl dieser Funktion erscheint beim nächsten Aufruf einer Grafik ein Dialogfenster, in dem Sie einige Einstellungen vornehmen können. Siehe dazu den entsprechenden Abschnitt unter Drucken [Seite 221]. Danach wird die Grafik angezeigt und gleichzeitig auf Ihren lokalen PC heruntergeladen. Das Grafikfenster wird nach Beendigung des Downloads automatisch geschlossen.

274

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Übernahme ins Berichtsheft

Übernahme ins Berichtsheft

Voraussetzungen

Diese Funktion wird nur im SAP-EIS angeboten. Mit dieser Funktion können Sie einen Bericht in das Berichtsheft übernehmen. Wenn Sie sich auf einer Liste befinden, in der die Funktion Übernahme ins Berichtsheft nicht aktiv ist, so ist dies eine Liste, die nicht als Startbild für die Übernahme erlaubt ist. Dieser Fall tritt nur im Zusammenhang mit inhomogen expandierten hierarchischen Aufrißlisten auf. Sie finden ein gültiges Startbild, indem Sie entweder auf eine Detailliste, einen nichthierarchischen Aufriß oder (mit Expandieren bis Stufe...) auf eine homogen expandierte Hierarchieliste gehen.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie einen Namen, eine Benutzergruppe und eine Berichtsklasse. 2. Legen Sie fest, ob Sie ein Einzelbild oder eine Bildfolge ins Berichtsheft übernehmen wollen. Falls Sie eine Bildfolge aufzeichnen, werden die nachfolgenden Bilder so lange abgespeichert, bis Sie erneut Übernahme ins Berichtsheft wählen. Sie erhalten dann ein weiteres Dialogfenster, in dem Sie entscheiden können, ob die Aufzeichnung der Bildfolge beendet wird. In der Bildfolge können Sie dann über Blättertasten die Bildfolge vor- und zurückblättern.

Beachten Sie bitte, daß der Bericht mit dieser Funktion zunächst einer Benutzergruppe zugeordnet wird. Im Berichtsheft besteht unter Bericht ändern die Möglichkeit, den gleichen Bericht weiteren Benutzergruppen zur Verfügung zu stellen. Es ist also nicht erforderlich, die gleiche Bildfolge mehrfach zu übernehmen. 3. Wählen Sie aus, ob Sie nur die Definition des Berichts oder auch die Berichtsdaten sichern möchten. Wenn Sie den Bericht als Daten-Bericht abspeichern, wird ein Dokument genau mit den Daten, die Sie auf dem Bildschirm haben, angelegt. Wenn Sie dagegen einen Definitionsbericht abspeichern, wird nur abgespeichert, welche Funktionen Sie aufrufen. Die Daten zu solch einem Bericht können also immer wieder neu selektiert werden.

Änderungen beim Formular, bei Kennzahlen oder Variablen werden nach Möglichkeit berücksichtigt. Eventuell kann eine Änderung (z.B. Löschen von Zeilen und Spalten im Formular) jedoch dazu führen, daß der Bericht nicht mehr ausgeführt werden kann.

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Senden

SAP AG

Senden

Mit dieser Funktion können Sie die aktuelle Seite Ihrer Berichtsliste über SAPmail an ein oder mehrere Empfänger versenden. Als Empfänger kommen z.B. Benutzer des gleichen SAPSystems, anderer SAP-Systeme und Benutzer von Fremdsystemen in Frage. Das Dokument können Sie auch per Internet und Fax verschicken. Die aktuelle Seite Ihrer Berichtsliste sowie die Berichtsparameter werden automatisch als Anlage erzeugt und stehen damit zum Versenden bereit. Sie können auch eine Notiz verfassen und den Empfängern zur Information mit schicken. Nach dem Versenden kann der Empfänger über das Menü Büro und die Funktion Eingang auf das Dokument zugreifen. Insbesondere ist zu beachten, daß der Empfänger über Bearbeiten ® Verarbeiten in die Transaktion gelangen kann, von der aus das Dokument versandt wurde und so weitere Informationen erhalten kann.

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April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Grafik

Grafik

Über das Grafik-Symbol bzw. über den Menüpunkt Springen ® Grafik können Sie zu einer Berichtsliste eine Grafik anzeigen und drucken. Sie können zwischen mehreren möglichen Grafiktypen wählen. Je nachdem, wo der Cursor beim Aufruf der Funktion positioniert ist, bezieht sich die Grafik auf die Werte einer Zeile oder auf die Werte einer Spalte, eines Spaltenblocks oder auf den gesamten Datenbestand der Berichtsliste. Die jeweils verfügbaren Grafiktypen werden in einem Dialogfenster angeboten. Ist nur ein Grafiktyp möglich, wird die Grafik direkt aufgerufen. Die folgenden Grafiktypen sind möglich:

·

Zeilenbezogene Grafiken

­ ­

·

2D-Grafik Zeile Liniendiagramm Zeile 2D-Grafik Spalte Liniendiagramm Spalte 3D-Grafik Liniendiagramm alle Spalten/Zeilen 3D-Grafik Liniendiagramm alle Spalten/Zeilen Portfoliografik

Spaltenbezogene Grafiken

­ ­

·

Spaltenblockbezogene Grafiken

­ ­

·

Grafiken, die sich auf den gesamten Datenbestand beziehen

­ ­ ­

· · ·

Beachten Sie bitte die folgenden Ausnahmen beim Angebot an Grafiktypen: Da eine Grafik für eine einzelne Zeile oder Spalte nicht sinnvoll ist, werden die zeilenund spaltenbezogenen Grafiktypen dafür nicht angeboten. Die Portfoliografik wird auf der Detailliste nicht angeboten. Auf einer Hierarchieliste werden nur die zeilenbezogenen Grafiktypen angeboten.

Für den Fall, daß Sie mit Hilfe der Funktion Hierarchie ® Stufe setzen genau eine Stufe einer Hierarchie betrachten, sind je nach Cursorposition alle Grafiktypen, wie auf einer Aufrißliste ohne Hierarchie, verfügbar.

Präsentationsgrafik

Als Präsentationsgrafik stehen die 2D-Grafik und die 3D-Grafik zur Verfügung.

2D-Grafik

Die 2D-Grafik ist eine einfache zweidimensionale Darstellung von Werten z.B. in Form von Balken, Säulen oder Torten. Die 2D-Grafik ist eine zeilen- oder spaltenbezogene Grafik.

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Grafik

SAP AG

Je nach Grafiktyp werden Texte oft aus Platzmangel nicht angezeigt. Im Grafiktyp `horizontale Balken' lassen sich Texte gut darstellen.

3D-Grafik

Die 3D-Grafik ist eine komplexe grafische Darstellung, die aus einer 2D- und einer 3D-Grafik besteht und sich auf einen Spaltenblock oder den gesamten Datenbestand bezieht. Sie können in der Grafik Ansichten wechseln, z.B. Übersicht aller Spalten und Zeilen, Ansicht aller Spalten einer bestimmten Zeile, Blättern durch Spalten oder Zeilen usw.

1,5

1,0

0,5 0

Nettoerlös

Nettoerlös * Nettoerlös Ist Plan

Sparte

DEM(Mio.)

1,5

1,0

Abweichung

0,5

0

Ist

Plan

Abweichung

Im linken oberen Bereich der Grafik finden Sie eine 3D-Grafik. Auf dem unteren Rand dieser Grafik können Sie mit einem Einfachklick das Auswertungsobjekt Ihrer Wahl markieren. Die Markierung bestimmt dann die Auswertung in der 2D-Grafik, die unten rechts dargestellt ist. Links unten befindet sich eine Auflistung aller (maximal 30) Ausprägungen einer Dimension. Auch hier können Sie per Einfachklick ein Auswertungsobjekt auswählen, das dadurch in der 3DGrafik automatisch markiert wird und in der 2D-Grafik ausgewertet wird.

Blätterfunktionen für Präsentationsgrafik

Sowohl in der 2D-Grafik als auch in der 3D-Grafik stehen am rechten Bildrand Blätterfunktionen zur Verfügung. Diese Funktionen, maximal acht Stück, erscheinen dynamisch, d.h. sie werden nur in den Situationen angeboten, in denen die einzelne Funktion sinnvoll bzw. möglich ist. Wenn Sie eine zeilen- oder spaltenbezogene 2D-Grafik oder eine spaltenblockbezogene 3DGrafik gewählt haben und Sie bspw. die nächste Zeile, Spalte bzw. den nächsten Spaltenblock Ihrer Berichtsliste grafisch auswerten möchten, können Sie dies vom Grafikmodus aus über die Funktionen Erste, Vorige, Nächste und Letzte Zeile/Spalte/Spaltenblock. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden pro 2D- bzw. 3D-Grafik jeweils nur maximal 30 Ausprägungen einer Dimension angezeigt. Wenn eine Berichtsliste mehr als 30 Ausprägungen

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April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Grafik

hat, können Sie diese in der Grafik über die Tasten Erste, Vorige, Nächste und Letzte Seite anzeigen. Damit blättern Sie grafisch in mehreren aufeinanderfolgenden Bildern durch die ausgewählten Ausprägungen. Dies entspricht einem vertikalen Blättern in der Berichtsliste. In der 3D-Grafik können Sie über die Drucktasten am oberen Bildrand oder das Menü Springen zwischen verschiedenen Grafikdarstellungen wechseln. Mit 2D- und 3D-Darstellung bewirken Sie die vergrößerte Darstellung des 2D- bzw. 3D-Diagramms aus der Übersicht. Die Ansicht Gruppen zeigt mehrere 2D-Grafiken nebeneinander.

Grafikeinstellungen für Präsentationsgrafik

Sie können im Grafikmodus über das Menü Einstellungen verschiedene Grafikeinstellungen vornehmen. Aus technischen Gründen lassen sich interaktiv vorgenommene Grafikeinstellungen nur für Präsentationsgrafiken sichern (Einstellungen ® Einstellungen sichern). Beim Sichern der Einstellungen werden alle interaktiv vorgenommenen Grafikeinstellungen, mit Ausnahme der Fenstergröße und -position, berücksichtigt. Die gesicherte Einstellung wird berichtsspezifisch bei allen weiteren Aufrufen desselben Grafiktyps wieder verwendet. Die Einstellung für Fenstergröße und -position von Grafiken erfolgt über System ® Benutzervorgaben ® Benutzerparameter. Das Fenster wird im Defaultfall in die Mitte des Bildschirms positioniert. Es nimmt in X- und Y-Richtung 100 % des Bildschirms ein. Diese Einstellungen können Sie folgendermaßen ändern:

· · ·

WIP: Fensterposition, Werte 1 - 9 WIX: Fenstergröße in X-Richtung, Werte < 100 (% der Bildschirmbreite) WIY: Fenstergröße in Y-Richtung, Werte < 100 (% der Bildschirmhöhe)

Wenn Sie über Benutzerparameter Einstellungen vornehmen, werden diese für alle Berichte und Grafiktypen berücksichtigt.

Liniendiagramm

Das Liniendiagramm (auch Statistikgrafik genannt) ist eine zweidimensionale Darstellung von statistischen Größen in Kurvenform. Dieser Grafiktyp eignet sich zum einen für die Darstellung von vielen Zahlenwerten. Zum anderen können Sie mit dem Liniendiagramm Zeitdarstellungen über eine spezielle X-Achse abbilden, z.B. für die grafische Darstellung von Aktienkursen.

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Grafik

SAP AG

3000.0

Aktienvergleich

2000.0 x x x x

x x x x

x x x

1000.0 x x

x x x

x x

x Aktie A Aktie B

0.0 96' JAN 96' FEB 96' MAR

04 11 18 25

96' APR

96' MAI

96' JUN

03 10 17 24

01 08 15 22 29 05 12 19 26

01 08 15 22 29 06 13 20 27

Portfoliografik

Eine Portfoliografik ist eine grafische Darstellung mit der sich mehrdimensionale Auswertungsobjekte abbilden lassen. Zwei Dimensionen der Auswertungsobjekte dienen zur Positionierung in einem XY-Koordinatensystem. Die Darstellung eines Objekts geschieht häufig als Kreis, kann aber auch als Quadrat dargestellt werden. Neben den XY-Koordinaten kann der Radius bzw. die Seitenlänge eines Objekts die dritte Dimension einer Auswertung darstellen und ein Tortendiagramm bzw. Balkendiagramm innerhalb eines Objekts die vierte. Weiterhin können die grafischen Objekte mit Pfeilen versehen werden, um z.B. einen Trend zu veranschaulichen. Bei Aufruf der Funktion erhalten Sie zunächst ein Dialogfenster, in dem Sie verschiedene Einstellungen vornehmen können. Hier können Sie bspw. angeben, welche Spalte Ihrer Berichtsliste für welche Dimension in der Grafik verwendet werden soll. Für nähere Informationen zu den einzelnen Eingabefeldern siehe die Online-Hilfe (F1-Taste).

280

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Grafik

Umsatz absolut Mio. DEM

Portfolio - Sparten

4

sonstige Getränke Getreideprodukte

3

Gemüse Fertigmenüs

2

Obstsäfte

Obst Milchprodukte

1

Gewürze

25

50

75

100

% Wachstum der letzten 12 Monate

Für eine ausführliche Dokumentation über die verschiedenen Grafiktypen, Grafikeinstellungen und wie z.B. Grafiken versendet und exportiert werden, siehe BC - SAP-Grafik: Benutzeranleitung [Extern].

Drucken von Grafiken

Sie können alle Arten von Grafiken drucken. Das Drucken einer Grafik erfolgt vom Grafikfenster aus über Grafik ® Drucken. Wenn Sie eine Grafik vor dem Ausdruck verändern möchten, wählen Sie im Anwendungsmenü zunächst Springen ® Grafik ® Grafik an WORD an, um den Druckmodus zu aktivieren und dann Springen ® Grafik ® Grafik...(bzw. das entsprechende Symbol), um den Grafiktyp zu wählen, den Sie drucken möchten. Die Eingaben im folgenden Dialogfenster erfolgen wie bei Bericht ® Drucken ® Übergabe an WORD. Damit können Sie die Grafik an Microsoft Word für Windows übergeben, damit verändern und anschließend ausdrucken. Siehe dazu Drucken [Seite 221].

Wenn Sie eine Grafik am Bildschirm wieder anzeigen möchten, deaktivieren Sie den Druckmodus über Springen ® Grafik ® Grafik an WORD aus. Anschließend wählen Sie über Springen ® Grafik ® Grafik... (bzw. über das entsprechende Symbol) aus dem Dialogfenster die gewünschte Grafik aus.

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Performance optimieren

SAP AG

Performance optimieren

Verwendung

Wenn ein Bericht ausgeführt wird, werden die Bewegungsdatensätze gelesen und soweit verdichtet, daß der Anwender über die bei der Berichtsdefinition ausgewählten freien Merkmale beliebig navigieren kann. Weitere Verdichtungen über die freien Merkmale finden während der Sitzung statt, um die Listen aufzubauen. Diese Daten werden im Hauptspeicher gehalten und können unter Umständen zu einem größeren Datenvolumen und langen Antwortzeiten führen. Um 100.000 Sätze der Länge 500 Byte von der Platte zu lesen, benötigt das System eine typische Zeit von ca. 3 Minuten. Oft sind die Datenmengen viel größer. Das bedeutet, daß die Online-Ausführung von Berichten in vielen Fällen zu lange dauert. Im folgenden werden einige Möglichkeiten erläutert, um optimale Antwortzeiten im Berichtswesen herbeizuführen.

Bericht online ausführen

Um einen Bericht, der seine Daten aus der Bewegungsdatenbank liest, mit einer angemessenen Antwortzeit aufzurufen, sollten möglichst wenige Daten gelesen werden. In der Regel ist es sinnvoll, Berichte mit bis zu 20.000 Sätzen online auszuführen. Bei speziellen Tuningmaßnahmen kann diese Zahl höher liegen, indem beispielsweise der Datenbankpuffer vergrößert wird und weniger Zugriffe auf die Platte notwendig sind. Durch das Anlegen spezieller Indizes können Sie ebenfalls viel gewinnen. Die Tuningmaßnahmen hängen im Detail stark vom Datenbanksystem und vom Betriebssystem ab.

Bericht im Hintergrund ausführen und Daten sichern

Sie haben die Möglichkeit, einen Bericht im Hintergrund auszuführen und die im Hauptspeicher gehaltenen Daten abzuspeichern. Diese Daten werden dann gesicherte Daten genannt. Diese Methode hat den Vorteil, daß der Endanwender das Lesen der Bewegungsdaten nicht abwarten muß. Der Bericht kann im Hintergrund eingeplant werden, und der Endanwender erhält automatisch die Daten der letzten Sicherung. Die gesicherten Daten sind auch in genau dem Detaillierungsgrad, den der Endanwender benötigt. Ein Bericht mit gesicherten Daten läßt sich viel schneller aufrufen als ein Bericht, der online ausgeführt wird, da der Datenbankserver wenig belastet wird. Der Nachteil dieses Verfahrens ist, daß Sie für jede Variablenkombination eine Variante anlegen müssen. Dies kann umständlich sein, wenn viele verschiedene Variablenkombinationen benötigt werden. Die Varianten können allerdings zu einer Variantengruppe zusammengefaßt und gemeinsam im Hintergrund ausgeführt werden. Außerdem ist es wichtig, sich darüber klar zu sein, daß ein Bericht mit gesicherten Daten u.U. eben nicht die aktuellsten Daten des R/3-Systems enthält. Grundsätzlich läßt sich jedoch festhalten: Bei umfangreichen und komplexen Berichten sind gesicherte Daten ein sinnvolles Mittel zur Verbesserung der Antwortzeiten.

Merkmalshierarchien vermeiden

Das System R/3 bietet die Möglichkeit, Merkmalswerte hierarchisch zu organisieren, um in der Realität bestehende inhaltliche Abhängigkeiten zu verdeutlichen. Systemintern geschieht dies über die Pflege einer separaten Tabelle, auf die zusätzlich zur eigentlichen Merkmalstabelle zugegriffen werden muß. Diese zusätzlichen Datenbankzugriffe können sich negativ auf die Berichtsperformance auswirken. Sie sollten daher abwägen, ob der Nutzen von Merkmalshierarchien die Einbuße an Performance im Berichtswesen aufwiegt.

282

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Performance optimieren

Verdichtungsebenen

Die zu lesende Datenmenge und damit die Antwortzeit eines Berichts kann reduziert werden, indem zusätzlich verdichtete Fassungen des Datenbestandes gehalten werden. Diese verdichteten Datenbestände werden als Verdichtungsebenen bezeichnet. Sie können sowohl die Anzahl der benötigten Ebenen als auch den jeweiligen Detaillierungsgrad bestimmen. Dieses Verfahren hat nicht nur den Vorteil, daß die aus Verdichtungsebenen gelesenen Daten schnell aufrufbar sind, sondern auch, daß die Daten im Vergleich zu den Sicherungsdaten immer aktuell sind. Die Daten werden immer zeitgleich mit Veränderungen in der Bewegungsdatenbank des Aspektes fortgeschrieben. Nachteil dieses Verfahrens ist, daß mit zunehmender Anzahl von Verdichtungsebenen die Datenübernahme langsamer wird. Die Verwendung von Verdichtungsebenen ist grundsätzlich sinnvoll, wenn die Daten von mehreren Berichten benötigt werden. Da nicht jede Verdichtungsebene eine Verbesserung der Antwortzeit gegenüber einem online ausgeführten Bericht herbeiführen kann, gibt es Richtlinien, nach denen Sie Verdichtungsebenen definieren sollten.

Bericht-Bericht-Schnittstelle verwenden

Mit der Bericht-Bericht-Schnittstelle können Sie mehrere einzelne Berichte, mit jeweils einer begrenzten Anzahl von Merkmalen, bausteinweise miteinander verknüpfen, um von hoch aggregierten Objekten bis ins Detail oder zu andersartigen Objekten navigieren zu können. Um optimale Antwortzeiten zu erreichen, fangen Sie mit einem hoch verdichteten Bericht an. In diesem Bericht sollen nur wenig freie Merkmale aufgenommen werden. Um detailliertere Informationen zu bekommen, rufen Sie über die Bericht-Bericht-Schnittstelle (Anschluß-)Berichte auf, die zusätzliche Merkmale enthalten, mit denen die Objekte detaillierter beschrieben werden. Diese Anschlußberichte werden in der Regel gute Antwortzeiten besitzen, da nur eine kleine und sehr genau beschriebene Datenmenge selektiert werden muß.

Diese Verfahren schließen sich in vielen Fällen nicht gegenseitig aus. Ein besseres Ergebnis ist oft mit einer Kombination der Methoden zu erreichen, z.B.

· ·

gesicherte Daten für einen umfangreichen komplexen Bericht, aber eine Verdichtungsebene für einen Bericht über hoch aggregierte Daten ein Bericht mit verdichteten Daten, der einen Online-Bericht per Bericht-BerichtSchnittstelle aufruft. Sehen Sie hierzu das Beispiel: Performance optimieren [Seite 288].

Siehe auch:

Berichtsdaten über Variante im Hintergrund sichern [Seite 220] Verdichtungsebenen [Seite 284] Überblick: Bericht-Bericht-Schnittstelle [Seite 78]

April 2001

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Verdichtungsebenen

SAP AG

Verdichtungsebenen

Definition

Eine Verdichtungsebene speichert Bewegungsdaten redundant in einer komprimierten Form. In den Bewegungsdaten werden einzelne Objekte durch eine Menge von Merkmalen beschrieben. Verdichten bedeutet, daß ausgewählte Merkmale weggelassen werden. Objekte aus dem originären Datenbestand, die sich nicht mehr unterscheiden, nachdem Merkmale weggelassen wurden, werden in der Verdichtungsebene zu einem Objekt zusammengefaßt. Die so aggregierten Daten stehen allen Berichten zur Verfügung. Die Verdichtung ermöglicht dem Berichtswesen einen schnellen Lesezugriff auf die Daten.

Verwendung

In der Praxis werden häufig Berichte benötigt, in denen der Endanwender von einer hoch aggregierten Ebene bis zu einer für ihn betriebswirtschaftlich interessanten Detaillierungsstufe navigieren kann. Die ausgewählten Berichtsdaten werden im Hauptspeicher gehalten und können unter Umständen zu einem größeren Datenvolumen und langen Antwortzeiten führen. Es gibt verschiedene Alternativen, die Antwortzeiten eines Berichts zu verbessern. Diese werden im Abschnitt Performance optimieren [Seite 282] behandelt. In diesem Abschnitt wird die Alternative der Verdichtungsebenen erläutert und die Richtlinien, nach denen Sie Verdichtungsebenen definieren sollten, erklärt. Wie Sie Verdichtungsebenen anlegen und aufbauen, lesen Sie im Customizing. Das folgende einfache Beispiel zeigt, wie Bewegungsdatensätze auf der Datenbank verdichtet werden können, um die Lesezeit im Bericht zu verbessern.

Mitarbeiter xxx auf Kostenstelle 100 im Buchungskreis 1000 hat 50 Überstunden geleistet Mitarbeiter yyy auf Kostenstelle 100 im Buchungskreis 1000 hat 30 Überstunden geleistet Mitarbeiter zzz auf Kostenstelle 200 im Buchungskreis 1000 hat 20 Überstunden geleistet Wenn diese Bewegungsdaten so übertragen werden, werden drei Sätze in der Bewegungsdatentabelle geschrieben:

Mitarbeiter Kostenstelle Buchungskreis Überstunden

xxx yyy zzz

100 100 200

1000 1000 1000

50 30 20

In der Praxis werden im Berichtswesen nur verhältnismäßig wenige Analysepfade verwendet, sodaß Sie für das obige Beispiel eine Verdichtungsebene definieren könnten.

284

April 2001

SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Verdichtungsebenen

Eine Verdichtungsebene wird auf Kostenstellenebene gebildet, d.h. es wird über das Merkmal Mitarbeiter verdichtet. Für diese Verdichtung fallen diese Sätze zusammen und es bleibt die folgende Struktur:

Kostenstelle Buchungskreis Überstunden

100 200

1000 1000

80 20

In diesem Fall könnte man die Verdichtungsebene noch höher setzen, indem sie auf Buchungskreisebene gebildet wird.

Buchungskreis Überstunden

1000

100

Je mehr Merkmale verdichtet werden, desto höher ist der Komprimierungsgrad der Daten und desto eingeschränkter ist die Verwendung der Ebene. Sie müssen zwischen der verkürzten Antwortzeit aufgrund der Verdichtung und dem möglichen Einsatz der Ebene im Berichtswesen abwägen. Sehr stark verdichtete Daten werden Ihnen keinen Vorteil bringen, wenn sie nur in wenigen Berichten verwendet werden können. Bei der Definition haben Sie die folgenden Möglichkeiten: 1. Merkmale, über die verdichtet wird Die Kennzahlwerte werden über ein Merkmal verdichtet. Im Bericht können Sie anschließend das Merkmal nicht mehr auswerten. 2. Freie Merkmale Die Kennzahlwerte können nicht über das Merkmal verdichtet werden. Im Bericht können Sie anschließend beliebige Merkmalswerte auswerten. 3. Feste Merkmale Die Kennzahlwerte werden nur für einen bestimmten Merkmalswert gehalten. Im Bericht können Sie anschließend nur diesen Merkmalswert auswerten. Je nachdem, wie Sie ein Merkmal in Ihrem Bericht spezifiziert haben, entscheiden Sie, ob ein Merkmal verdichtet, mit einem festen Wert versehen oder freigelassen werden sollte. Sie definieren die Verdichtungsebenen im Customizing. Damit die Verdichtungsebenen von Berichten verwendet werden können, müssen die Ebenen mit Daten versorgt werden. Sie planen dazu einen Job zum Aufbau der Verdichtungsebenen in der Hintergrundverarbeitung ein. Erst dann können die Ebenen von Berichten verwendet werden. Nachdem die Ebenen aufgebaut worden sind, werden die Daten immer zeitgleich mit Veränderungen in der Bewegungsdatenbank vom System fortgeschrieben. Die verdichteten Daten sind daher stets so aktuell wie die Bewegungsdaten. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Customizing. Beim Ausführen eines Berichtes prüft das System, ob es für den Bericht gesicherte Daten gibt. Falls Daten schon gesichert wurden, werden diese angezeigt. Falls keine Daten für den Bericht gesichert wurden, aber eine passende Verdichtungsebene existiert, werden die Daten der Verdichtungsebene aufgerufen. Wenn es weder gesicherte noch Daten aus einer passenden Verdichtungsebene gibt, werden die Daten neu selektiert.

April 2001

285

Allgemeines Recherchebuch (CA) Verdichtungsebenen

SAP AG

Wann benutze ich Verdichtungsebenen?

Falls die Antwortzeiten der Berichte in Ihrem System nicht zufriedenstellend sind, sollten Sie sich überlegen, ob Sie Verdichtungsebenen definieren. Bevor Sie sich für Verdichtungsebenen entscheiden, sollten Sie sich über die anderen Möglichkeiten zur Verbessung der Antwortzeiten informieren. Lesen Sie hierzu den Abschnitt Performance optimieren [Seite 282] [Extern].

Richtlinien zur Erstellung einer Verdichtungsebene

Bei der Definition einer Verdichtungsebene gibt es oft mehrere mögliche Kombinationen von Merkmalen. Da nicht jede Verdichtungsebene eine Verbesserung der Antwortzeiten gegenüber einem online ausgeführten Bericht herbeiführen kann, gibt es Richtlinien, nach denen Sie Ihre Verdichtungsebenen definieren sollten. Um einen optimalen Verdichtungseffekt zu erreichen, müssen Sie für jede Verdichtungsebene den gewünschten Bericht analysieren, die betroffenen Stamm- und Bewegungsdaten ermitteln und unter den folgenden Möglichkeiten abwägen: 1. Eine Verdichtungsebene soll im Vergleich zur Anzahl der Sätze in den Bewegungsdaten möglichst wenig Sätze enthalten. Schätzen Sie die Anzahl der zu lesenden Sätze auf der Datenbank und die Anzahl der Sätze in Ihrer geplanten Verdichtungsebene. Mindestens der Faktor 10 sollte erreicht werden. Verdichtungsebenen sollen ­ falls möglich ­ über Merkmale mit vielen Werten verdichtet werden. Ein hoher Verdichtungseffekt wird erreicht, wenn Sie z.B. über die Merkmale "Artikel" und "Kunde" verdichten, da diese Merkmale typischerweise viele Werte haben. Falls Ihre Verdichtungsebene viele Sätze enthält, muß der entsprechende Bericht so definiert sein, daß er nicht mehr als 10.000 bis 20.000 Sätze aus der Verdichtungsebene lesen muß. 2. Es sollten möglichst wenig Verdichtungsebenen existieren. Da die Verdichtungsebenen automatisch aktualisiert werden, führt jede Änderung in den Bewegungsdaten zu einem Update in allen Verdichtungsebenen. Das bedeutet, daß die Änderung eines Bewegungsdatensatzes mehrere Schreibvorgänge der Datenbank verursacht. Wenn es viele Verdichtungsebenen gibt, führt dies zu einer Beeinträchtigung der Performance bei der Datenübernahme. Wenn Sie einen Vorschlag für eine Verdichtungsebene erzeugen, sollten Sie den Vorschlag manuell überarbeiten. Sie sollten auch überprüfen, ob eine ähnliche Verdichtungsebene schon existiert. Diese Informationen finden Sie bei der Pflege der Verdichtungsebenen im Übersichts- und Detailbild. Es ist sinnvoll, diese Daten gelegentlich für alle Verdichtungsebenen zu überprüfen, da z.B. die Anzahl der Zugriffe Ihnen bei der Entscheidung helfen kann, ob eine Ebene noch benötigt wird. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Customizing. 3. Abhängige Merkmale sollen in eine Verdichtungsebene immer mit aufgenommen werden. In vielen Fällen besteht eine Abhängigkeit zwischen mehreren Merkmalen. Wenn z.B. aus der Artikelnummer über die Anreicherung die Artikelgruppe gefüllt wird, dann ist die Artikelgruppe vom Artikel abhängig. Das Datenvolumen in der Verdichtungsebene wird durch die Hinzunahme der Artikelgruppe nicht vergrößert und führt nicht zu einer Verschlechterung der Performance. Der Vorteil ist, daß die Verdichtungsebene auch von Berichten verwendet werden kann, die diese abhängigen Merkmale enthalten.

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SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Verdichtungsebenen

Die Abhängigkeit zwischen zwei Merkmalen entsteht in den meisten Fällen durch Anreicherung oder wird von Vorsystemen bereits mitgegeben, z.B. ein im Kundenstamm hinterlegter Vertreter zum Kunden. Wie Sie Verdichtungsebenen anlegen und aufbauen, ist im Customizing ausführlich beschrieben. Ein Beispiel zur Definition einer Verdichtungsebene finden Sie im Abschnitt Beispiel: Performance optimieren [Seite 288].

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Beispiel: Performance optimieren

SAP AG

Beispiel: Performance optimieren

Gegeben seien die folgenden Merkmale:

· · · · ·

10 Artikelhauptgruppen (je 10 Artikelgruppen) 100 Artikelgruppen (je 10 Artikel) 1000 Artikel 100 Kundengruppen (je 10 Kunden) 1000 Kunden

In diesem Beispiel ist die Artikelhauptgruppe von der Artikelgruppe abhängig und die Artikelgruppe von dem Artikel abhängig. Weiterhin ist die Kundengruppe von dem Kunden abhängig. Zwischen anderen Merkmalen besteht keine Abhängigkeit. Jeder Kunde kauft jeden Artikel. Daraus ergeben sich eine Million Sätze (1000 Artikel * 1000 Kunden) in der Bewegungsdatenbank. Sie möchten in Ihrem Bericht von der Liste der Artikelhauptgruppen über die Merkmale Artikelgruppe, Artikel, Kundengruppe bis zum Kunden navigieren. Wenn Sie hierfür einen Bericht mit allen Merkmalen definieren, würde dies bei Online-Ausführung des Berichtes zu langen Antwortzeiten führen, weil die Daten auf der tiefsten Detaillierungsebene in den Speicher geladen werden. Sie können dies wie folgt lösen: 1. Sie definieren den ersten Bericht über die freien Merkmale Artikelhauptgruppe, Artikelgruppe und Artikel. 2. Anschließend definieren Sie den zweiten Bericht über alle fünf Merkmale, wobei die Merkmale Artikelhauptgruppe, Artikelgruppe und Artikel als Mußvariablen definiert werden. Sie definieren die Merkmale Kundengruppe und Kunden als freie Merkmale. 3. Sie verknüpfen die Berichte über die Bericht-Bericht-Schnittstelle. 4. Sie legen zum ersten Bericht eine Verdichtungsebene mit den Merkmalen Artikelhauptgruppe, Artikelgruppe und Artikel an. Wenn Sie den ersten Bericht ausführen, werden 1000 Sätze aus der Verdichtungsebene gelesen, da die Artikelgruppe und Artikelhauptgruppe vom Artikel abhängen und es 1000 Artikel gibt. Für die Navigation bis zum Kunden navigieren Sie im ersten Bericht bis zu einem Artikel. Rufen Sie dann über die Bericht-Bericht-Schnittstelle den zweiten Bericht auf. Da die drei Mußvariablen vom ersten Bericht übernommen werden, müssen maximal 1000 Sätze aus der Bewegungsdatenbank gelesen werden. Sie können jetzt für diesen Artikel bis zum Kunden navigieren. Im Vergleich zu einem einzigen Bericht mit allen Merkmalen, bei dem eine Million Sätze gelesen werden, werden in diesem Fall nur zweimal 1000 Sätze gelesen, sodaß die Berichte online ausgeführt werden können.

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SAP AG

Allgemeines Recherchebuch (CA) Reorganisation und Umsetzung

Reorganisation und Umsetzung

Verwendung

Reorganisation (d.h., Löschen größerer Mengen von Berichten, Formularen und Berichtsdaten) und Umsetzung von Berichten sind Funktionen, die Sie normalerweise nur einsetzen, wenn Veränderungen in Ihrem Unternehmen dies erfordern. Reorganisation etwa kann erforderlich sein, wenn das Berichtswesen in Ihrem Unternehmen neu strukturiert wird und eine größere Anzahl von bisher erzeugten Berichten nicht mehr benötigt wird. Eine Umsetzung von Berichten ist stets dann erforderlich, wenn Ihr SAP-System auf einen neuen Release-Stand gebracht wurde und Sie die vorhandenen Berichte auch unter dem neuen Release weiterverwenden wollen.

Funktionsumfang

Reorganisation

Bei den Funktionen Berichtsdaten reorganisieren, Berichte reorganisieren, Formulare reorganisieren und Variantengruppen reorganisieren spezifizieren Sie mit Hilfe eines Selektionsbildes jeweils eine Vielzahl an Berichtsdaten, Berichten, Formularen bzw. Einzelpostenlayouts, um diese anschließend aus einer Übersichtsliste heraus zu löschen. Ein Formular wird nur dann gelöscht, falls es in keinem Bericht mehr verwendet wird. Applikationsspezifische Informationen zur Reorganisation finden Sie entweder im Abschnitt Informationssystem der jeweiligen Dokumentation oder im Customizing.

Umsetzung

Durch funktionale Erweiterungen kann es bei Releasewechseln notwendig sein, daß die internen Strukturen von bereits definierten Berichten umgesetzt werden, damit Sie diese Berichte weiterhin verwenden können. Sobald Sie einen Bericht erstmals nach einem Releasewechsel wieder ausführen, erfolgt eine automatische Umsetzung. Schlägt diese automatische Umsetzung fehl, können Sie diese manuell wiederholen. Näheres hierzu lesen Sie bitte im Customizing oder im entsprechenden Abschnitt in Ihrer applikationsspezifischen Dokumentation.

Bei der Umsetzung eines Berichts wird nur die Berichtsdefinition technisch an den neuen Releasestand angepaßt; die Berichtsdaten werden bei der Umsetzung gelöscht. Beim erstmaligen Ausführen des Berichts im neuen Release werden die Berichtsdaten dann neu selektiert.

Umsetzen aller Berichte

Sie können als Administrator die Umsetzung aller Berichte als Hintergrundjob zentral einplanen. Hierfür steht der Report RKD_REGENERATE_ALL_REPORTS zur Verfügung, der mittels des Monitors (z.B. Transaktion KEMO in CO-PA, Transaktion KCW0 in EC-EIS, über Springen -> Alle Berichte gen.) oder direkt über den ABAP-Editor (Transaktion SE38) aufgerufen werden kann.

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Allgemeines Recherchebuch (CA) Reorganisation und Umsetzung

SAP AG

Die Umsetzung aller Berichte muß als Hintergrundjob eingeplant werden, da diese Funktion in der Regel sehr zeitaufwendig ist.

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Information

Allgemeines Recherchebuch (CA)

290 pages

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