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Programm

Frühjahr 2011

Niggli

Niggli Verlag für ARCHITEK TUR

DE SIG N T YPOG R AFIE KUNST

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ARCHITEKTUR

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ARCHITEKTUR

Annette Menting

schulz & schulz. Architektur 1992­2012 Transformation ­ Systeme ­ Motive

Das Leipziger Architekturbüro schulz & schulz hat in den letzten zwanzig Jahren auf Basis erfolgreicher Wettbewerbe ein breites Spektrum von verschiedenen öffentlichen Bauaufgaben realisiert ­ bis hin zu einer Kirche in Leipzig und einem Museum auf der Darmstädter Mathildenhöhe. Die Monografie stellt in drei mal drei Kapiteln ausgewählte Projekte mit thematischen Essays, Fotos und detaillierten Plänen ausführlich vor; unter den Rubriken «Transformationen», «Systeme» und «Motive» werden das Bauen im Bestand, strukturelle Konzepte aus Systemen und Elementen sowie das Verhältnis von Architektur und Atmosphäre behandelt. Neben einem kommentierten Verzeichnis zu Bauten und Entwürfen gibt ein einleitender Essay Einblick in die Arbeitsweise und den konsequenten Weg zu einer Architektur, in der sich die «Prägnanz des Selbstverständlichen» widerspiegelt ­ sowohl beim frühen urbanen Ergänzungsbau als auch beim jüngsten Entwurf eines grossstädtischen Hochhauses. Die einzelnen Projekte sind u. a. die Neue Nikolaischule Leipzig, die Sonderlabore Universität Leipzig, die Bundeshandelsakademie und Handelsschule Feldkirch, das Forschungszentrum Technische Universität Berlin, das Wolkenlabor des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung Leipzig, die Staatliche Realschule Memmingen sowie die Propsteikirche St. Trinitatis Leipzig.

ca. 200 Seiten, ca. 220 Abbildungen 22,5 x 29 cm Hardcover, deutsch Euro 54.­ (D), 55.50 (A) CHF 78.­ ISBN 978-3-7212-0774-3 M Ä R Z 2 011

Ausstellung Vom 13. Mai bis 25. Juni 2011 findet in der Architektur Galerie Berlin eine thematische Ausstellung über das Werk von schulz & schulz statt.

schulz & schulz Architekten wurde 1992 gegründet und hat seinen Sitz in Leipzig. Ansgar Schulz studierte Architektur in Aachen und Madrid. Benedikt Schulz studierte Architektur in Aachen und in Asunción, Paraguay. Beide Brüder sind seit 1990 Mitglied bei Schalke 04 und seit 2002 Mitglied des Bundes Deutscher Architekten BDA. Gemeinsam haben sie seit 2010 eine Vertretungsprofessur für Baukonstruktion an der Technischen Universität Dortmund inne. Annette Menting war nach ihrem Architekturstudium in Berlin mehrere Jahre als Architektin tätig. In ihrer Forschung zur Moderne promovierte sie über das Werk Paul Baumgartens und verfasste eine Monografie zum Gesamtwerk von Max Taut. Seit 2000 ist sie Professorin für Baugeschichte und Baukultur in Leipzig.

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ARCHITEKTUR

Amt für Hochbauten der Stadt Zürich/ Hubertus Adam (Hrsg.)

Christian Kerez: Schulhaus Leutschenbach

ca. 80 Seiten über 70 Abbildungen und Pläne ca. 16,5 x 22,5 cm, Broschur ca. Euro 22.50 (D), 23.10 (A) CHF 32.­ ISBN 978-3-7212-0781-1 F R Ü H J A H R 2 011

Das 2009 eröffnete Schulhaus Leutschenbach von Christian Kerez zählt zu den spektakulärsten Bauten der Schweizer Gegenwartsarchitektur: Das Raumprogramm ist hier zu einem kompakten Baukörper im neu entstandenen Andreasparks verdichtet. Ungewöhnlich ist nicht nur die Stapelung sämtlicher Räume, sondern auch die Anordnung der Funktionsbereiche. Einen stützenfreien, in seinen Abmessungen vorgegebenen Raum mit den übrigen Geschossen zu überbauen, hätte Probleme bei der Lastabtragung erzeugt, daher entschieden sich Architekt und Tragwerksplaner ­ das Projekt wurde seit der Wettbewerbsphase von Joseph Schwartz begleitet ­ zu der umgekehrten Lösung. Den statischen Kern des Gebäudes bildet das vierte Obergeschoss mit seiner Fachwerkkonstruktion, dessen Last über sechs Stützen in die Betonbox des Untergeschosses eingeleitet wird. Wie auf einem Tisch steht die Sporthalle darüber, zugleich aber sind die drei Schulgeschosse als Stahlgerüstkonstruktion von dieser Ebene abgehängt. So ergibt sich eine Rhythmisierung und funktionale Differenzierung: Die Erdgeschoss- und Eingangsebene mit Mensa und Schülerklub wird von dem Block der drei Klassen-ebenen, das vierte Obergeschoss mit Multifunktionshalle, Bibliothek und Mediathek von der annähernd gleich proportionierten Box der Sporthalle überfangen. Die Publikation dokumentiert und kommentiert die architektonische, räumliche, statische und pädagogische Konzeption des Gebäudes mit Fotos von Walter Mair, Texten von Hubertus Adam und Miklos Gimes und Zeichnungen.

Christian Kerez, geb. 1962 in Maracaibo, Venezuela, studierte Architektur an der ETH Zürich. Von 1991 bis 1993 Mitarbeit im Büro von Rudolf Fontana. Nach zahlreichen Publikationen als Architekturfotograf eröffnete er 1993 ein eigenes Büro in Zürich. Seit 2001 als Gast- und später Assistenzprofessor für Design und Architektur an der ETH tätig. 1999 erhielt Christian Kerez den Eidgenössischen Preis für freie Kunst.

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ARCHITEKTUR INNENARCHITEKTUR

Irmgard Frank

Raumdenken | Thinking Space

200 Seiten, 100 Abbildungen Format 22,5 x 27 cm Hardcover, deutsch/englisch Euro 48.­ (D), 49.30 (A) CHF 68.­ ISBN 978-3-7212-0768-2 LIEFERBAR

«Architektur in all ihren Dimensionen kann nur durch das Im-Raum-Sein mittels unserer Sinne erfahren werden. Wir orientieren uns visuell und akustisch im Raum, verschaffen uns mit diesen Fernsinnen einen ersten Raumeindruck. Gleichzeitig erhalten wir durch diese Sinne bereits Informationen über haptische und olfaktorische Eigenschaften des Raumes und seiner Ausgestaltung. Indem wir uns in den Räumen aufhalten, uns durch diese bewegen, sind wir kontinuierlich mit neuen Sinneseindrücken konfrontiert.» Raum und Raumwahrnehmung sind für Irmgard Frank als Architektin und Professorin für Raumgestaltung seit über zwanzig Jahren zentrale Themen. In ihrer Arbeit werden die Begriffe Raum, Atmosphäre, Licht und Materialität immer wieder neu fokussiert und interpretiert. Mit dieser Publikation trägt Irmgard Frank zur Intensivierung der Raumdiskussion bei, indem sie ausgewählte eigene Werke, Textbeiträge aus verschiedenen Disziplinen und Blickwinkeln und thematisch gefasste Bildstrecken zueinander in Beziehung setzt. Die Synthese von Dokumentation, Reflexion und bildlich-sinnlich vermittelten atmosphärischen Qualitäten kann auch als konsequente Übertragung von Irmgard Franks Arbeit an Raum und Raumwahrnehmung in das Medium Buch gelesen werden. Textbeiträge von Robert Temel, Klaus Neundlinger, Franziska Hederer und Gabriele Reiterer, Buchgestaltung von Walter Bohatsch.

Irmgard Frank, geb. 1953 in Wien, studierte Innenarchitektur und Industrieentwurf sowie Architektur an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Seit 1992 Befugnis als Architektin mit Kanzleisitz in Wien. Lehrtätigkeit an der ETH Zürich, an der Universität für angewandte Kunst in Wien und an der Kunstuniversität Linz. Seit 1998 Ordinaria für Raumkunst und Entwerfen an der Technischen Universität Graz. Forschungsschwerpunkte Raumwahrnehmung und Raumimagination als Parameter in der Architektur, Licht als Gestaltungselement und immaterielle Komponenten in der Wahrnehmung von Raum.

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ARCHITEKTUR

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ARCHITEKTUR

Architekturforum Biel (Hrsg.)

Max Schlup

ca. 160 Seiten, mehr als 100 Abbildungen ca. 19,5 x 28 cm deutsch/französisch ca. Euro 48.­ (D), 49.30 (A), CHF 68.­ ISBN 978-3-7212-0786-6 J U N I 2 011

Max Schlup gehört seit dem wirtschaftlichen Aufschwung der Sechzigerjahre zu den prägenden Architekten Biels. Eines von Max Schlups frühen und zugleich bekanntesten Werken ist das Bieler Kongresshaus mit Hallenschwimmbad. Es ist bis heute das Symbol der modernen Stadt Biel, das weit über ihre Grenzen hinaus strahlt. In der Folge sind ausgezeichnete Bauten wie die Grosssporthalle der Eidgenössischen Sportschule Magglingen und das Gymnasium auf dem Bieler Strandboden entstanden. Trotz der Präsenz der Arbeiten von Max Schlup, ihrem Vorbildcharakter und der hohen Qualität über eine Schaffensperiode von mehr als vierzig Jahren, gibt es neben den für seine Generation üblichen knappen Artikeln in der Fachpresse keine Publikationen. Dabei löst die kompromisslos moderne Architektur von Max Schlup noch heute Diskussionen und Auseinandersetzungen aus. Diese zeigen sich im alltäglichen Gebrauch der Schulen, Sportstätten, Verwaltungs- und Kulturgebäude. Besonders aber treten die konträren Wahrnehmungen und Meinungen bei den Sanierungen hervor. Hier zeigt sich die ungebrochene Aktualität eines Werks, das im Zentrum einer Stadt steht, die beständig auf der Suche nach ihrer Zukunft ist. Diese erste Buchpublikation über Max Schlup soll die herausragende Qualität seiner Bauten verdeutlichen und interessierten Personen zugänglich machen.

Max Schlup, geboren 1917 in Langnau (BE), studierte von 1933 ­ 1939 Architektur am Technikum Biel. Nach diversen Anstellungen, zum Teil im Ausland, eröffnete er 1948 sein eigenes Architekturbüro in Biel. Er leistete in der sogenannten Schule von Solothurn (mit Alfons Berth, Hans Zaugg, Franz Füeg, Fritz Holler) einen wichtigen Beitrag zur Schweizer Nachkriegsarchitektur.

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ARCHITEKTUR

Katharina Stehrenberger/ ZHAW Zentrum Konstruktives Entwerfen (Hrsg.)

Bauten in Kunststein ­ Ein kritisches Inventar

ca. 100 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Pläne 21 x 27 cm, Broschur deutsch Euro 26.50 (D), 27.20 (A) CHF 38.­ ISBN 978-3-7212-0785-9 F E B R U A R 2 011

Der Forschungsschwerpunkt «Konstruktion und Ausdruck» in der Gebäudehülle setzt sich zum Ziel, den kausalen Zusammenhang dieses Begriffspaares offenzulegen und nachvollziehbar zu machen ­ nicht zuletzt mit der Absicht, die derzeit einseitig geführte Diskussion bezüglich Fassadenauf bauten neu zu beleben. In der vorliegenden Publikation werden die vielfältigen gestalterischen und konstruktiven Mög lichkeiten im Umgang mit dem Baustoff Kunststein aufgezeigt. Dies geschieht anhand von acht bemerkenswerten Bauten der jüngeren und älteren Architekturgeschichte der Schweiz, deren systematische Analyse sowohl Konstanten als auch Neuerungen in der Ent wick lung der Bautechnik sichtbar macht. Mittels isometrischer Aussenwandschnitte werden diese Zusammenhänge untersucht und dargestellt. Thematisch gegliederte Texte und ausgewähltes Bild- und Planmaterial ergänzen die eigens für diese Publikation hergestellten Zeichnungen und machen die Bauten untereinander vergleichbar. Die Konstruktiven Betrachtungen leiten ein einführender Essay von Dr. Christoph Wieser ein, der das Thema in den historischen und aktuellen Kontext stellt und Einblick in die komplexe Materie gewährt. Anhand ausführlicher Beschriebe von Bauten von Althammer Hochuli Architekten, von Ballmoos Krucker, Diener & Diener, giuliani.hönger, Hans Hofmann, Honegger et Dumas, Morger & Degelo, Kerez und Steiger Hubacher wird das Thema von der Autorin exemplarisch besprochen. Ein umfangreicher fotografischer Beitrag von Heinrich Helfenstein macht den Baustoff und seine Beziehung zur Konstruktion erfahrbar.

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ARCHITEKTUR

Christoph Mäckler/Wolfgang Sonne ­ Deutsches Institut für Stadtbaukunst (Hrsg.)

Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt

Zehn Grundsätze zur Stadtbaukunst heute

In Deutschland entstehen kaum Stadtquartiere, die wie die sogenannten Altbauquartiere von einem Grossteil der Bevölkerung als alltagstauglich, wertvoll und schön empfunden werden. Dies geschieht trotz der seit einer Generation weit verbreiteten Kritik an den funktionstrennenden, verkehrszentrierten und stadtauflösenden Planungsmodellen der Avantgardemoderne und einer historisch beispiellos umfangreichen Planungsgesetzgebung mit Bürgerbeteiligung. Um die Ursachen für dieses Defizit herauszuarbeiten und eine Planungs- und Baukultur zu befördern, die in Zukunft die Erhaltung, Verbesserung und Errichtung von städtischen Quartieren mit einer hohen Gestalt- und Lebensqualität ermöglicht, haben sich in Düsseldorf Vertreter aus den Fachdisziplinen, Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Kulturleben, Medien und Öffentlichkeit getroffen und zehn Grundsätze zur Stadtbaukunst diskutiert. Das Deutsche Institut für Stadtbaukunst führte zu den einzelnen Themenbereichen Fachkonferenzen durch und erarbeitete konkrete Massnahmenkataloge in Expertengruppen, um Veränderungen in der Stadtentwicklungspraxis Deutschlands zu bewirken. Tagungsband mit rund sechzig Referaten und Texten zu den Themen:

1. Stadttheorie. Komplexität statt Reduktion

ca. 200 Seiten, illustriert 21 x 25 cm, Broschur deutsch Euro 40.­ (D), 41.10 (A) CHF 58.­ ISBN 978-3-7212-0778-1 F E B R U A R 2 011

(Werner Oechslin, Harald Bodenschatz, Walter Siebel, Roland Stimpel, Thomas Will)

2. Stadtgesellschaft. Stadtquartier statt Wohnsiedlung und Gewerbepark

(Dieter Bartetzko, Klaus Schäfer, Meinolf Kühn, Engelbert Lütke Daldrup, Gerhard Matzig, Wolfgang Roters)

3. Stadtpolitik. Stadtbürger als Gestalter statt anonymer Immobilienwirtschaft

(Hans Stimmann, Klaus Theo Brenner, Hubertus Adam, Klaus Fehlemann, Andreas Feldtkeller, Franz Pesch)

4. Stadtbild. Städtebau statt Fachplanung

(Dankwart Guratzsch, Rob Krier, Karlheinz Stierle, Heinz Nagler, Burkhard Spinnen, Ludger Wilde)

5. Stadtverkehr. Stadtstraßen statt Autoschneisen

(Hermann Knoflacher, Arno Lederer, Harald Heinz)

6. Stadtarchitektur. Gebautes Ensemble statt individualistischer Eventarchitektur

(Fritz Neumeyer, Christian Illies, Peter Cachola Schmal, Matthias Hahn, Bernd Reiff, Susanne Ritter)

7. Stadtökonomie. Einzelhandel statt Ketten

(Wulf Daseking, Folkert Kiepe, Gerd Merkle, Hartmut Miksch, Rolf Pangels)

8. Stadtgeschichte. Langfristige Stadtkultur statt kurzfristiger Funktionserfüllung

(Vittorio Magnago Lampugnani, Jan Pieper, Markus Harzenetter, Udo Mainzer, Bernhard Schneider)

9. Stadtidentität. Denkmalpflege statt Branding

(Jürg Sulzer, Ulrike Wendland, Michael Marten, Julius Mihm, Christoph Mohr)

10. Städtische Umwelt. Nachhaltig bauen statt schnell verpacken

(Boris Palmer, Hans Kollhoff, Franz-Peter Boden, Harald Kegler, Holger Rescher, Dagmar Tille)

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ARCHITEKTUR LANDSCHAFTSARCHITEK TUR

Hubertus Adam (Hrsg.)

«Immer schon grün»

Die Sportanlage Heerenschürli und das Quartier Schwamendingen

120 Seiten, ca. 70 Abbildungen 21 x 28 cm Schweizer Klappenbroschur mit eingelegtem Planheft (48 Seiten) deutsch/englisch Euro 22.50 (D), 23.10 (A) CHF 32.­ ISBN 978-3-7212-0776-7 F R Ü H J A H R 2 011

Ganz im Nordosten von Zürich, im Stadtteil Schwamendingen, ist eine Masstäbe setzende Sportanlage neu entstanden: das Heerenschürli. Die ausgedehnte Anlage umfasst Rasen- und Kunstrasenfelder, ein Baseballfeld, ein Garderobengebäude mit Restaurant, einen Werkhof sowie eine Skateranlage. Ziel war es aber nicht nur, den sich ändernden Bedürfnissen des Breitensports Rechnung zu tragen, sondern auch, die Sportanlage als landschaftsarchitektonische Herausforderung zu verstehen: Ein öffentliches Wegesystem verbindet die umliegenden Wohnquartiere mit den angrenzenden Landschaftsräumen. Realisiert wurde das neue Heerenschürli nach Entwürfen des Teams Topotek 1 Landschaftsarchitekten (Berlin) und Dürig AG Architekten (Zürich). Die Idee einer künstlichen Natur, wie sie für Sportanlagen typisch ist, bestimmt das Projekt. Das Grundrisslayout der abgerundeten Sportfelder wird durch sechs Meter hohe Ballfangzäune in die Dreidimensionalität übertragen und somit zum Erkennungszeichen der neuen Anlage. Eine doppelte Gitterstruktur spannt sich über die Sequenz der Pfosten. Drei unterschiedliche, artifizielle Grüntöne lassen Moiré-Effekte entstehen; die Interferenzen zwischen den künstlichen Grüntönen, welche auch in den Hochbauten aufgegriffen werden, sowie den Farben des Kunstund Naturrasens sind prägend für die Wahrnehmung des neuen Heerenschürli. Dazu treten die Platanenreihen des die Anlage erschliessenden Achsenkreuzes und wenige andere Materialien. Mit der Gestaltung der Landschaft korrelieren die Hochbauten ­ Architektur und Landschaft bilden eine untrennbare Einheit. Das neue Heerenschürli wurde im August 2010 eröffnet.

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ARCHITEKTUR

Katja Marek

Rekonstruktionsboom

ca. 128 Seiten, ca. 30 Abbildungen ca. 15 x 21 cm, Broschur, deutsch ca. Euro 26.50 (D), 27.20 (A) CHF 38.­ ISBN 978-3-7212-0782-8 J U N I 2 011

Die Gründe für eine historische Rekonstruktion sind jeweils stadtspezifisch, dennoch gibt es Faktoren, die immer eine Rolle spielen: Imageplanungen, Finanzierungsmöglichkeiten und das Engagement von Bürgerinitiativen. Doch was bedeutet das für unser Geschichtsverständnis, unsere Identität und unsere künftigen Stadtbilder? Die Frauenkirche in Dresden, Altstadt und Römerberg in Frankfurt am Main sowie das Stadtschloss in Berlin dienen hier als Untersuchungsbasis für gegenwärtige Tendenzen in der Rekonstruktion. Wie wirkt sich der «Dresden-Effekt» einer erfolgreich wiederaufgebauten Frauenkirche auf Rekonstruktionswünsche in anderen Städten aus, wie liefert er Bürgerinitiativen Argumente und welchen politischen Wirren sieht er sich gegenüber? Handelt es sich um eine Geschichtsbedürftigkeit, die sich innerhalb bestimmter Generationen im Rekonstruktionsbestreben ausdrückt, und wie funktioniert vor diesem Hintergrund kulturelles Erinnern? Sind Rekonstruktionen notwendig, um Identität zu erzeugen? Sind es spezifische Identitäten, nach denen gesucht wird, oder wird hier ein sich wandelndes Geschichtsbewusstsein reflektiert? Was bedeuten diese Rekonstruktionen für unsere anderen Denkmäler? Wie gehen wir mit Zeitzeugen aus momentan nicht «angesagten» Epochen um? Welche Wertbestätigung von Objekten oder dem kollektiven Gedächtnis streben wir an, und wie ist dies von verschiedenen Generationen und Interessensgruppen abhängig? Diese Fragen versucht die vorliegende Publikation mittels historischer Rekonstruktionen im Zetrum deutscher Städte und deren Auswirkungen auf unsere Kulturgesellschaft zu beantworten.

Katja Marek, Dr. phil., geb. 1982, Studium der Kunstgeschichte und Germanistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Promotion in Kunstgeschichte in Kassel. Seit 2005 ist Katja Marek Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Kassel im Fachgebiet Architekturgeschichte und seit 2009 als freie Kunsthistorikerin tätig. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Identitätsproblematik und Rekonstruktion historischer Situationen.

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ARCHITEKTUR

edition archithese 7 Froelich & Hsu Architekten Oberstufenzentrum Buechenwald Gossau

Die Architekten Froelich & Hsu aus Zürich haben 2004 den von der Stadt Gossau international ausgeschriebenen Architekturwettbewerb gewonnen. Seither ist in enger Zusammenarbeit mit dem Hochbauamt Gossau das nun realisierte Projekt ausgearbeitet worden. Ein Areal, zwei Schulen ­ Die Idee des Oberstufenzentrums gründet im Wesentlichen im architektonischen Anspruch, die beiden auf dem Areal befi ndlichen Bildungsinstitutionen ­ trotz betrieblicher Unabhängigkeit ­ als Ganzes zu lesen. Der Neubau übernimmt Geschosshöhen und Geometrie des Bestandes. Die doppelt geknickte Form definiert zwei neue, ganz unterschiedliche Aussenräume: talseitig einen grünen, hexagonalen Hofraum und bergseitig ­ situationsbedingt ein Geschoss höher ­ den befestigten, leicht gefassten Pausenplatz. Während die neue Situation beiden Institutionen Eigenständigkeit gewährt, partizipieren sie gleichzeitig zusammen an der grünen Mitte und bilden gemeinsam ein neues architektonisches Ensemble. Das Oberstufenzentrum Buechenwald ist das erste für den Minergiestandard zertifizierte Schulhaus in Gossau. Wo möglich, wurden erneuerbare Energien eingesetzt.

ca. 48 Seiten, ca. 25 Abbildungen 16,5 x 22 cm, Broschur deutsch Euro 22.50 (D), 23.10 (A) CHF 32.­ ISBN 978-3-7212-0783-5 M A I 2 011

Adrian Froelich, geb. 1962 in Brugg, studierte von 1983­1989 Architektur an der ETH Zürich und arbeitete anschliessend u. a. im Architekturbüro Burkhalter Sumi, Zürich, und bei John Keenen und Terence Riley in New York City. Martin Hsu, geb. 1961 in Houston, USA, absolvierte seine Schulausbildung in der Schweiz. Anschliessend Architekturstudium an der ETH Zürich und an der Polytechnic of North London. Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros, u. a. bei Theo Hotz in Zürich und Herzog & de Meuron in Basel. Von 1993­1994 war er Assistent an der ETH Zürich bei J. L. Mateo. Seit 1994 betreiben sie ihr gemeinsames Büro Froelich & Hsu Architekten in Zürich.

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ARCHITEKTUR

Hochbau- und Planungsamt des Kantons Basel-Stadt (Hrsg.)

edition archithese 8 Hermann Baur Sachlichkeit in Beton ­ Die Allgemeine Gewerbeschule in Basel

Hermann Baur (1894­1980) gehört zu den bedeutendsten Architekten der Schweizer Vor- und Nachkriegsmoderne. Die Bauten der Allgemeinen Gewerbeschule und der Schule für Gestaltung in Basel repräsentieren in seinem Werk die Gewichtigkeit öffentlicher Bauten. Darüber hinaus sind sie Zeugnisse einer Sachlichkeit in Beton und der Integration von Kunst und Architektur. Anlass zu dieser Publikation gab der Abschluss der Renovierungsarbeiten an der beachtlichen Gebäudegruppe, die eine neue Sicht auf diesen Schweizer Architekturklassiker ermöglicht und provoziert. Der Herausgeber, das Hochbau- und Planungsamt des Kantons Basel-Stadt, unterstreicht damit die Wichtigkeit der nach neuen energetischen Erkenntissen durchgeführten Instandsetzung der sensibel gestalteten, denkmalwürdigen Sichtbetonfassaden. Aufsätze über die Bedeutung des Gewerbeschulhausbaus, die Integration der Künste speziell bei Hermann Baur und denkmalpflegerische Aspekte ergänzen die Publikation. Mit Texten von Helmut Federle, Rebekka Brandenberger, Sonja Hildebrand und Gabriele Delkser.

ca. 60 Seiten, illustriert 16,5 x 22 cm, Broschur deutsch/englisch Euro 22.50 (D), 23.10 (A) CHF 32.­ ISBN 978-3-7212-0784-2 M A I 2 011

Hermann Baur (1894­1980) hospitierte nach einer Lehre beim Basler Baumeister Rudolf Linder an der ETH Zürich bei Karl Moser und Hans Bernoulli. 1927 machte er sich in Basel mit einem eigenen Büro selbstständig. Von 1938 bis 1944 war Baur Präsident des Bundes Schweizer Architekten (BSA). Er wird zu den bedeutendsten Schweizer Kirchenbauarchitekten im 20. Jahrhundert gezählt.

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ARCHITEKTUR

Hochschule Liechtenstein / Peter Staub (Hrsg.)

In Konversation mit: Andreas Bründler, Tony Fretton, Sulan Kolatan, CJ Lim, Günter Nitschke, André Schmidt

«In Konversation mit:» ist eine Sammlung von Diskussionen mit Persönlichkeiten aus den Bereichen Architektur, Raumentwicklung, Landschaftsarchitektur und Architekturgeschichte. Als Grundlage für die Interviews dient stets eine Vorlesungsreihe am Institut für Architektur und Raumentwicklung der Hochschule Liechtenstein. In diesem ersten Band geben Andreas Bründler (Buchner Bründler Architekten, Basel), Tony Fretton (London), Sulan Kolatan (KolMac Ltd, New York), CJ Lim (Studio 8, London), Günter Nitschke (Tokyo) und André Schmidt (ex OMA, Beijing) Einblicke in ihr Schaffen und Denken und nehmen Stellung zu kritischen Fragen und aktuellen Diskussionspunkten aus Architektur und Lehre. Themen wie «Handwerk» oder «Bauen in Asien» stehen hierbei im Zentrum der Diskussion. Mit einer Einführung von Peter Staub.

ca. 200 Seiten, über 50 Abbildungen ca. 16 x 21 cm deutsch/englisch Euro 34.­ (D), 35.­ (A) CHF 48.­ ISBN 978-3-7212-0793-4 F R Ü H J A H R 2 011

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ARCHITEKTUR

Internationale Zeitschrift und Schriftenreihe für Architektur International thematic review for architecture

Offizielles Organ des Verbandes freierwerbender Schweizer Architekten FSAI

22,5 x 29,5 cm, deutsch, englisch und französisch Euro 18.­ (D) / 18.50 (A) / CHF 28.­ Abonnementpreise Inland: Jahresabo CHF 148.­ / Jahresabo Studenten CHF 115.­ Abonnementpreise Ausland: Jahresabo Euro 98.­, CHF 159.­ Jahresabo Studenten Euro 78.­, CHF 124.­

Heft 1/Februar 2011 Swiss Performance

Nun schon zum elften Mal: der Rückblick auf die Architektur des Vorjahrs. archithese zeigt gleich einem Architekturjahrbuch gelungene und diskussionswürdige Bauten, die in der Schweiz entstanden sind oder von Schweizer Architekten im Ausland realisiert wurden. In der Rubrik «Swiss Unlimited» sind unkonventionelle Projekte versammelt. ISBN 978-3-7212-0787-3

Jubiläumsheft der archithese

Heft 2/April 2011 Architekturkritik

Architektur hat, nicht zuletzt durch das Phänomen der Stararchitektur, auch bekannt als starchitecture, in den letzten zwei Dekaden verstärkte Aufmerksamkeit seitens der Öffentlichkeit erfahren. Das zeigt sich nicht nur in der Fachpresse, sondern auch in den Tageszeitungen. archithese wird in diesem Jahr vierzig Jahre alt ­ Anlass dafür, die Frage nach der Bedeutung der Architekturkritik zu stellen. ISBN 978-3-7212-0788-0

Heft 3/Juni 2011 Dichte

Wenn Nachhaltigkeit das Ziel ist, so ist Verdichtung unabdingbar. Als Gegenmodell zur wuchernden Suburbia geht es darum, den urbanen Charakter der Städte zu stärken. Das Füllen von Baulücken, die Erschliessung von Landressourcen und eine höhere Ausnützung sind wichtige Instrumente. Inbesondere in Zürich, aber auch in anderen mitteleuropäischen Städten prägt das Postulat der Dichte die Stadtplanung. ISBN 978-3-7212-0789-7

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DESIGN

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DESIGN

Ulrich Bachmann (Hrsg.)

Farbe und Licht

Materialien zur Farb-Licht-Lehre

Farbe und Licht gehören zusammen. Und doch gibt es kaum eine Farbenlehre, welche die gegenseitige komplexe Abhängigkeit von Farbe und Licht in einem direkten und sinnlichen Zugang thematisiert. Die multimediale Publikation Farbe und Licht, bestehend aus Buch und DVD, setzt hier an und verknüpft in praktischen Beispielen und theoretischen Aufarbeitungen die Wechselwirkungen zwischen materiellen Farben und Licht sowie zwischen dynamischen Lichtsituationen in räumlichen und virtuellen Kontexten. Die Materialien im Buch werden durch interaktive Tools erweitert, die zum unmittelbaren kreativen und experimentellen Umgang mit Phänomenen von Farbe und Licht anregen. Umfangreiche Foto- und Videodokumentationen von Experimenten anhand von Rauminstallationen oder Modellen und ein Farb-Licht-Kompendium bieten Lehrenden, Studierenden und allen an Farbe Interessierten vielseitige Anregungen für die gestalterische Praxis.

ca. 180 Seiten, zahlreiche Abbildungen 21 x 28 cm, Hardcover mit DVD deutsch / englisch Euro 62.­ (D), 63.70 (A) CHF 88.­ ISBN 978-3-7212-0779-8 Subskriptionspreis bis einschliesslich 10. Juni 2011: Euro 48.­ (D), 49.30 (A) CHF 68.­ J U N I 2 011

Ulrich Bachmann, geb. 1943 in Zürich, Studium der Vermittlung von Gestaltung und Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK (vormals Kunstgewerbeschule Zürich) und der Universität Zürich. Ab 1971 freie künstlerische Tätigkeit und diverse Lehraufträge. Seit 2002 Professor an der ZHdK mit Lehr- und Forschungsaufträgen, Schwerpunkt Farbe/Licht. 2009 Gründung und Leitung des Farb-Licht Zentrums (FLZ) ZHdK.

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DESIGN

Stauffenegger + Stutz (Hrsg.)

Stauffenegger + Stutz. Visuelle Gestaltung | Visual Design

Stauffenegger + Stutz, ist ein Schweizer Gestaltungsbüro für Konzeption, Gestaltung und Planung in den Bereichen Ausstellungsdesign/Szenografie, Public Design, Grafi kdesign, Signaletik und Webdesign. Die Neugestaltung des Bundesplatzes in Bern mit dem Wasserspiel oder der Ausstellungspavillon für die Städte Basel, Genf, Zürich an der Weltausstellung in Shanghai zählen ebenso zu Ihren Werken wie das Design der neuen Tram- und Buswartehallen der Basler Verkehrsbetriebe oder das Corporate Design des Anne Frank-Fonds. Die Publikation gliedert das breite gestalterische Aufgabengebiet des Büros in die fünf Bereiche Ausstellungsdesign/Szenografie, Public Design, Grafi kdesign, Signaletik und Webdesign. Das weite Feld der visuellen Gestaltung wird für die Betrachter übersichtlich dargelegt und mit rund dreissig unterschiedlichsten Projekten illustriert. Der Entwurfsprozess wird mit Skizzen, Visualisierungen, Plänen und Bildern ausführlich dargestellt und bietet einen Einblick in die Entwurfsmethodik des Büros. Die Projektbeschreibungen sind von den jeweiligen Auftraggebern verfasst und mit den Projektdaten ergänzt. Ulrike Jehle-Schulte Strathaus, Gründungsdirektorin des Schweizerischen Architekturmuseums und Autorin der Einleitung des Buches beschreibt die Arbeiten des Büros mit folgenden Worten: «Ob es sich um die Gestaltung des Bundesplatzes in Bern, eine Dauerausstellung oder einen Pavillon für Shanghai handelt ­ ob es ein Plakat oder Buch zu entwerfen gilt: Immer bleiben sie ihrer Grundhaltung treu, die nicht zwischen hoher und Alltagskultur unterscheidet. Es geht ihnen um die jeweils angemessene Antwort auf die Bedürfnisse ihrer Auftraggeber.»

112 Seiten, zahlreiche Abbildungen 18 x 29 cm Hardcover, deutsch/englisch Euro 34.­ (D), 35.­ (A) CHF 48.­ ISBN 978-3-7212-0773-6 LIEFERBAR

Christian Stauffenegger (*1966) und Ruedi Stutz (*1964) absolvierten ihre achtjährige Ausbildung an der Schule für Gestaltung in Basel. Direkt nach dem Studium zum Visuellen Gestalter HFG/ FH, welches sie mit einer gemeinsamen Diplomarbeit 1990 abschlossen, gründeten sie das Büro Stauffenegger + Stutz in Basel. Während ihrer zwanzigjährigen Tätigkeit konnten sie für ihre Kunden aus Kultur und Wirtschaft sehr unterschiedliche Designprojekte im In- und Ausland realisieren.

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DESIGN

Moritz Zwimpfer

Niggli Farbkalender 2012

366 Tage ­ 366 Farben

Moritz Zwimpfer ist der Alchimist der Farben. Jedem Tag dieses Kalenders gibt er seinen eigenen Farbton; jeder soll eine eigene Emotion, einen eigenen Klang auslösen. Gut gehütet ist das Geheimnis, wie diese Farben gemischt und gedruckt werden ­ zum Leidwesen aller, die uns nach den Farbwerten fragen, kann diese Frage nicht einfach mit CMYK-Werten beantwortet werden. Die leuchtenden Farben und feinen Nuancen sind das Ergebnis eines «alchimistischen Prozesses» (sowie einer Sonderleistung des Druckers), wie uns Moritz Zwimpfer verrät. Der Farbkalender ist ein Liebhaber- und Kultobjekt ­ zum siebten Mal schon verzaubert er uns mit seinen bunten Tagen. Im Anhang findet sich eine Kalenderübersicht für 2012/2013 sowie leere Seiten für Notizen.

380 Seiten, 12 x 15,5 cm Spiralbindung deutsch/englisch ca. Euro 24.90 (D), 25.60 (A) CHF 38.­ ISBN 978-3-7212-0790-3 J U N I 2 011

Moritz Zwimpfer ist Grafikdesigner in Basel und war viele Jahre Dozent für Farbe und Grafikdesign an der Schule für Gestaltung in Basel und der Fachhochschule beider Basel. Mit der Lehrtätigkeit verbunden sind viele Workshops und Vorträge im In- und Ausland über Farbe und Methodik im Designunterricht. Als Autor hat sich Moritz Zwimpfer mit verschiedenen Aspekten der visuellen Wahrnehmung befasst. Im Niggli Verlag sind diverse Publikationen von ihm erschienen.

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DESIGN DESIGNTHEORIE

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DESIGN DESIGNTHEORIE

Andreas Koop

Die Macht der Schrift.

Das Potenzial von Designforschung

Schrift ist mehr als ein ästhetisches Phänomen ­ sie ist zugleich eine Aussage. Sie kann programmatisch sein, revolutionär, restaurativ, oder auch ein Machtsymbol darstellen. Faszinierend und unerwartet ist dabei, wie stark verschiedene Traditionsstränge wirksam werden können. Dies zeigen auch die sechs detailliert dargestellten historischen Herrscher und ihr Umgang mit Schrift eindrucksvoll. Analytisch, komparativ und experimentell, an vielen Beispielen veranschaulicht, wird unter anderem die Rhetorik der Schrift und das Zeremoniell der Typografie untersucht. Diesem umfassenden Teil über «die Macht der Schrift» geht ein einführendes Kapitel über die sich derzeit konstituierende Designforschung voraus. Kompakt und übersichtlich werden hier ihre Ansätze und Methoden vorgestellt, die Chancen und Potenziale aufgezeigen. Ausserdem wird eine Reihe von Projekten einiger Protagonisten dieser Disziplin exemplarisch dargestellt.

240 Seiten zahlreiche Abbildungen (duplex) ca. 19,5 x 25 cm Hardcover, deutsch Euro 40.­ (D), 41.10 (A) CHF 58.­ ISBN 978-3-7212-0780-4 A P R I L 2 011

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DESIGN

Béatrice Gysin (Hrsg.)

Wozu Zeichnen?

Qualität und Wirkung der materialisierten Geste durch die Hand

Wozu zeichnen? Und wozu zeichnen mit der Hand? Was steckt hinter dieser Tätigkeit, worin liegt ihr Sinn? In einer Zeit der inflatorischen Bilderflut, der pausenlosen visuellen Aufregung und Ablenkung im öffentlichen und privaten Raum mag diese Frage seltsam anmuten. Wozu noch diese einfache Sinnestätigkeit, wenn wir doch heute über Arbeitswerkzeuge verfügen, die Effi zienz fördern, die es erlauben, in kurzer Zeit Varianten zum unmittelbaren Vergleich zu generieren, Werkzeuge, die ein überraschendes Experimentierfeld elektronisch erzeugter Bilder ermöglichen? Was bewegt Kinder, Jugendliche, Erwachsene dazu, mit Leidenschaft zu zeichnen, die zeichnerische Tätigkeit gar ins Zentrum des Berufsalltags zu stellen? Was macht die materialisierte Geste durch die Hand so kostbar? Wozu zeichnen? ist ein Buch zum Lesen, Schauen und zeichnerisch Reflektieren. Mit Beiträgen von Barbara Bader, Susanne Bieri, Hans Saner, Lisa Schmuckli, Willi Stadelmann u. v. a.

232 Seiten, ca. 250 Abbildungen 24 x 29,5 cm, Broschur deutsch Euro 40.­ (D), 41.10 (A) CHF 58.­ ISBN 978-3-7212-0769-9 LIEFERBAR

Béatrice Gysin, in Zürich geboren, lebt und arbeitet in Biel. Vorkurs an der Kunstgewerbeschule Zürich ­ heute HdKZ. Erstausbildung in Grafikdesign, später in Farbgestaltung für Architektur. Beginn der künstlerischen Arbeit während eines Auslandaufenthalts von 1969­1975 in Paris. Tätigkeit als Dozentin an der Hochschule der Künste in Bern und an der Schule für Gestaltung in Biel. Atelierstipendium in der Cité des Arts in Paris 1999/2000. 2005 Frauenkunstpreis, 2008 eine Monografische Publikation des Kantons Bern.

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TYPOGRAFIE

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Jenna Gesse

Leerzeichen für Applaus

Gestalter sein. Eine Momentaufnahme

Leerzeichen für Applaus ist eine sprachliche und typografische Auseinandersetzung mit dem Leben angehender Gestalter. In Gedicht- und Prosaform beschreiben Jenna Gesses Texte den Alltag und die Gedanken eines Gestaltungsstudenten im Jahr 2010, entstanden durch Selbstreflexion, Beobachtungen und Gespräche mit Ähnlich- und Andersdenkenden. Der inhaltlichen Tonalität folgen die typografischen Mittel. Flattersatz-Krisen wechseln mit hochauflösenden Freundschaften ­ die visuelle Wirkung der Texte lebt von der subtilen Inszenierung, die sehr gezielt mit dem «Gestalter-Auge» und typografischem Verständnis spielt. Das äussere, klassische Erscheinungsbild wird gebrochen durch zehn unterschiedliche Farbschnitte, die sich an dem weitverbreiteten Prinzip des Customizing «gleiche Form, gleicher Inhalt, aber individuelle Farbgebung» orientieren. So entstand ein Buchobjekt der kollektiven Gedankengänge, des Kopfschüttelns, der Hingabe und Irritationen. Eine Momentaufnahme im Gestalter-Dasein.

96 Seiten, 11,5 x 18,5 cm Leinenband 10 verschiedene Farbschnitte deutsch Euro 26.50 (D), 27.20 (A) CHF 38.­ ISBN 978-3-7212-0771-2

«Dieses Buch ist klein, fein, mutig, witzig, irritierend, klug, überraschend, smart und in sich eine wunderbare Reflektion des Prozesses, eben ein Buch zu gestalten ­ und ein großartiges, rundum gelungenes dazu.» HD Schellnack

Ausgezeichnet mit dem red dot design award und in der Kategorie Zukunft beim Wettbewerb Gute Gestaltung 11 des Deutschen Designer Clubs DDC.

Auch im 10er-Pack mit allen Farbschnittvarianten lieferbar. Euro 265.­ (D), 272.­ (A), CHF 380.­ ISBN 978-3-7212-0791-0

un s e r e Nacht _ erleuchten sechs Äpfel _ unsere Worte schluckt der Teppich _ unsere Werkzeuge gehören uns gar nicht _ wir essen Bananen und fühlen uns schul dig.

LIEFERBAR

Isabell steht auf

Jenna Gesse (*1984) absolvierte nach ihrer Ausbildung zur gestaltungstechnischen Assistentin ab 2004 das Studium Grafik und Kommunikationsdesign an der FH Bielefeld. Seit 2006 wohnt und arbeitet sie im Künstler- und Atelierhaus Artists Unlimited.

Cocktailschirmchen Analverkehr und ouse und hat 186 Freunde

ansonsten weiß ich nichts über sie

DESIGNER GRAFIKER

klingt nach Zirkel klingt nach Glastisch

KÜNSTLER

klingt nach Beziehungsstress Gestalter klingt nach nichts. Das bin ich.

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KUNST

Secession Wien/ CAC Brétigny (Hrsg.)

The Death of the Audience. Ver Sacrum

Anlässlich der Ausstellung The Death of the Audience. Ver Sacrum, die 2009 in der Wiener Secession zu sehen war und welche die Emanzipation von der festgelegten Betrachterrolle der Museumsbesucher forderte, erscheint nun der gleichnamige Katalog. Die aussergewöhnliche und sehr erfolgreiche Ausstellung ­ kuratiert von Pierre Bal-Blanc, Direktor des Centre d'Art Contemporain (CAC) in Brétigny ­ zeigte Werke von zwischen 1960 und 1980 aktiven Künstlern und erhielt grosse Resonanz sowohl bei den BesucherInnen als auch beim Fachpublikum und den Medien: Sie wurde von artforum und Frieze unter den zehn besten Ausstellungen des Jahres gereiht. Das Buch ist kein klassischer Ausstellungskatalog, sondern als weiterführendes Recherche- und Analysewerkzeug zu verstehen. Bisher in dieser Übersetzung unveröffentlichte Texte beleuchten die in der Ausstellung evozierten Fragestellungen von anderen Standpunkten ausgehend. Des Weiteren werden zahlreiche noch nicht veröffentlichte Reproduktionen ausgewählter Arbeiten mit kontextualisierenden Ausstellungsansichten und Referenzabbildungen in Spannung gesetzt. Die Publikation bezieht sich zudem auf das Magazin Ver Sacrum (von Gustav Klimt für die Secession herausgegeben): Format und Idee des einheitlichen Erscheinungsbildes werden von den Grafi kern VIER5 aufgegriffen und neu interpretiert. Mit Werken von Bernard Bazile, Robert Breer, Edouardo Costa, Odile Duboc, Anna Halprin, Lawrence Halprin, Grzegorz Kowalski, David Lamelas, David Medalla, Hans Walter Müller, Walter Pfeiffer, Isidoro Valcàrcel Medina, Franz Erhard Walther, Lois & Franziska Weinberger, Cornelius Cardew, Michel Journiac, Yves Klein, Pierre Klossowski, John Latham, Piero Manzoni und Texten von András Pálffy, Pierre Bal-Blanc, Isidoro Valcarcel Medina, Gianni Pettena, Terre Thaemlitz, Philippe le Moal, Dean Inkster u.a.

ca. 200 Seiten, ca. 150 Farbabbildungen 27,8 x 28,8 cm, Broschur deutsch/englisch Euro 34.­ (D), 35.­ (A) CHF 48.­ ISBN 978-3-7212-0769-9 F E B R U A R 2 011

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BACK LIS T

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Wichtige Backlist-Titel

Max Dudler ­ Kontinuität/Continuity

692 Seiten, über 650 Abbildungen und Pläne, 25.5 x 24 x 7 cm 7 Broschuren im Schuber, deutsch/englisch Euro 124.­ (D), 127.50 (A) CHF 178.­ ISBN 978-3-7212-0751-4

Niggli

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Mise en scène

Holzer Kobler Architekturen

Holzer Kobler Architekturen Mise en scène

256 Seiten, 250 Abbildungen, 23 x 29 cm Hardcover, deutsch/englisch Euro 54.­ (D), 55.50 (A)

Mise en scène

CHF 78.­ ISBN 978-3-7212-0755-2

Dietmar Eberle/Marie Antoinette Glaser (Hrsg.)

Wohnen ­ Im Wechselspiel zwischen öffentlich und privat

236 Seiten, 76 Abbildungen, 18 x 27 cm Broschur, deutsch Euro 40.­ (D), 41.10 (A) CHF 58.­ ISBN 978-3-7212-0708-8

Rahel Lämmler/Michael Wagner (Hrsg.)

Ulrich Müther. Shell Structures in Mecklenburg-Western Pomerania

120 Seiten, 81 Abbildungen 13,5 x 17 cm, Broschur mit Klappen, englisch Euro 22.50 (D), 23.10 (A) CHF 32.­ ISBN 978-3-7212-0747-7 Zeitgleich erscheint die 3., leicht überarbeitete deutsche Auflage. ISBN 978-3-7212-662-3

Jakob Gebert, Carmen Luippold (Hrsg.)

KasBaH Experimentelle Architektur

448 Seiten, 274 Abbildungen, 16 x 16 cm japanische Broschur mit aufgesetzten Deckeln, deutsch Euro 49.­ (D), 50.40 (A) CHF 78.­ ISBN 978-3-7212-0688-3

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BACK LIS T

Hubertus Adam (Hrsg.)

Wo ist Zuhause, Mama? Patrick Gmür Architekten 1990 ­ 2009

388 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 19,5 x 26 cm 11 Broschüren im Schuber, deutsch Euro 54.­ (D), 55.50 (A) CHF 78.­ ISBN 978-3-7212-0709-5

Klaus Leuschel (Hrsg.)

Swissness

248 Seiten, 172 Abbildungen 21 x 15 cm, Leinenband mit Banderole deutsch/englisch Euro 36.­ (D), 37.­ (A) CHF 58.­ ISBN 978-3-7212-0716-3

Jürg Nänni

Visuelle Wahrnehmung Eine interaktive Entdeckungsreise in unser Sehsystem

2. Auflage, 244 Seiten, über 300 Abbildungen, 30 x 28 cm Hardcover mit CD-Rom und Stereobrille, deutsch/englisch Euro (D) 54.­, 55.50 (A) CHF 88.­ ISBN 978-3-7212-0618-0

Gerhard Heufler/Creative Industries Styria (Hrsg.)

Design Impulse

360 Seiten, über 1000 Abbildungen 30,5 x 23 cm, Hardcover, deutsch/englisch Euro 58.­ (D), 59.60 (A) CHF 78.­ ISBN 978-3-7212-0748-4

Moritz Zwimpfer

Sonne auf der Haut Über die individuelle Wahrnehmung von Farben

88 Seiten, 15,5 x 15,5 cm Broschur mit Klappen, deutsch Euro (D) 20.­, 20.60 (A) CHF 32.­ ISBN 978-3-7212-0728-6

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BACK LIS T

Damien und Claire Gautier

Gestaltung, Typografie etc. Ein Handbuch

272 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 23 x 31 cm Hardcover, deutsch Euro 54.­ (D), 55,50 (A) CHF 88­ ISBN 978-3-7212-0668-5

Hendrik Weber

Kursiv Was die Typografie unterscheidet

128 Seiten, über 100 Abbildungen 16 x 23,5 cm, Schweizer Broschur mit Klappen, deutsch Euro 29.­ (D), 29.80 (A) CHF 42.­ ISBN 978-3-7212-0736-1

Johannes M. Hedinger/Marcus Gossolt/CentrePasquArt Biel (Hrsg.)

La réalité dépasse la fiction Lexikon zur zeitgenössischen Kunst von Com&Com

628 Seiten, 566 Abbildungen, 17 x 23,5 cm Leinenband, deutsch Euro 48.­ (D), 49.30 (A) CHF 68.­ ISBN 978-3-7212-0734-7

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