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Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München

DRG-Entgelttarif für Krankenhäuser im Anwendungsbereich des KHEntgG Unterrichtung des Patienten gem. § 8 KHEntgG

Das RoMed Klinikum Rosenheim berechnet ab 01. Januar 2012 folgende Entgelte: 1. Fallpauschalen (DRGs) gem. § 7 Abs. 1 Ziff. 1 KHEntgG

Das Entgelt für die allgemeinen voll- und teilstationären Leistungen des Krankenhauses richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben des KHG sowie des KHEntgG in der jeweils gültigen Fassung. Danach werden allgemeine Krankenhausleistungen überwiegend über diagnoseorientierte Fallpauschalen (sog. Diagnosis Related Groups - DRG -) abgerechnet. Entsprechend der DRG-Systematik bemisst sich das konkrete Entgelt nach den individuellen Umständen des Krankheitsfalls. Die Zuweisung zu einer DRG erfolgt über verschiedene Parameter. Die wichtigsten sind hierbei die Hauptdiagnose sowie gegebenenfalls durchgeführte Prozeduren (Operationen, aufwändige diagnostische oder therapeutische Leistungen). Eventuell vorhandene Nebendiagnosen können zudem die Schweregradeinstufung beeinflussen. Für die Festlegung der Diagnosen beziehungsweise Prozeduren stehen Kataloge mit circa 13.000 Diagnosen (ICD-10-GM Version 2012) und circa 28.000 Prozeduren (OPS Version 2012) zur Verfügung. Neben den bisher genannten können auch andere Faktoren wie z. B. das Alter oder die Entlassungsart Auswirkung auf die Zuweisung einer DRG haben. Die genauen Definitionen der einzelnen DRGs sind im jeweils aktuell gültigen DRGKlassifikationssystem (DRG-Definitionshandbuch) festgelegt. Das DRG-Definitionshandbuch beschreibt die DRGs einerseits alphanumerisch, andererseits mittels textlichen Definitionen. Ergänzend finden sich hier auch Tabellen von zugehörigen Diagnosen oder Prozeduren. Die jeweilige DRG ist mit einem entsprechenden Relativgewicht bewertet, welches im Rahmen der DRG-Systempflege jährlich variieren kann. Diesem Relativgewicht ist ein in Euro ausgedrückter Basisfallwert (festgesetzter Wert einer Bezugsleistung) zugeordnet. Der derzeit gültige Basisfallwert liegt bei 3.036,02 und unterliegt jährlichen Veränderungen. Aus der Multiplikation von Relativgewicht und Basisfallwert ergibt sich der Preis für den Behandlungsfall. Beispiel (Basisfallwert hypothetisch): Beispiel: DRG DRG-Definition Relativgewicht B79Z Schädelfrakturen 0,608 DRG DRG-Definition Relativgewicht Implantation, Wechsel oder 3,380 I04Z

Entfernung einer Endoproth. am Kniegelenk mit komplizierender Diagn. oder Arthrodese

Basisfallwert 2.982,60 Basisfallwert 2.982,60

Entgelt 1.813,42 Entgelt 10.081,19

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Welche DRG bei Ihrem Krankheitsbild letztlich für die Abrechnung heranzuziehen ist, lässt sich nicht vorhersagen. Hierfür kommt es darauf an, welche Diagnose(n) am Ende des stationären Aufenthaltes gestellt und welche diagnostischen beziehungsweise therapeutischen Leistungen im Fortgang des Behandlungsgeschehens konkret erbracht werden. Für das Jahr 2012 werden die bundeseinheitlichen Fallpauschalen durch die Anlage 1 der DRG-Entgeltkatalogverordnung 2012 (DRG-EKV 2012) vorgegeben.

2.

Über- und Unterschreiten der Grenzverweildauer bzw. der mittleren Verweildauer der Fallpauschale (DRG) gem. § 1 Abs. 2 und 3 sowie § 3 Abs. 1 und 2 FPV 2012

Der nach der oben beschriebenen DRG-Systematik zu ermittelnde Preis setzt voraus, dass DRG-spezifische Grenzen für die Verweildauer im Krankenhaus nicht über- oder unterschritten werden. Bei Über- oder Unterschreiten dieser Verweildauern werden gesetzlich vorgegebene Zu- oder Abschläge fällig. Die näheren Einzelheiten und das Berechnungsverfahren hierzu regelt die Vereinbarung zum Fallpauschalensystem für Krankenhäuser für das Jahr 2012 (FPV 2012).

3.

Zusatzentgelte nach den Zusatzentgeltekatalogen gem. § 5 FPV 2012

Gem. § 17b Abs. 1 S. 12 KHG können die für die Entwicklung und Pflege des deutschen DRG-Systems zuständigen Selbstverwaltungspartner auf der Bundesebene (Spitzenverband Bund der Krankenkassen, PKV-Verband und Deutsche Krankenhausgesellschaft) Zusatzentgelte für Leistungen, Leistungskomplexe oder Arzneimittel vereinbaren. Dies gilt auch für die Höhe der Entgelte. Für das Jahr 2012 werden die bundeseinheitlichen Zusatzentgelte durch die Anlage 2 in Verbindung mit der Anlage 5 der DRG-EKV 2012 vorgegeben. Daneben können für die in Anlage 4 in Verbindung mit Anlage 6 der DRG-EKV 2012 genannten Zusatzentgelte krankenhausindividuelle Zusatzentgelte nach § 6 Abs. 1 KHEntgG vereinbart werden. Diese Zusatzentgelte können zusätzlich zu den DRGFallpauschalen oder den Entgelten nach § 6 Abs. 1 KHEntgG abgerechnet werden. Können für die Leistungen nach Anlage 4 bzw. 6 DRG-EKV 2012 auf Grund einer fehlenden Vereinbarung noch keine krankenhausindividuellen Zusatzentgelte abgerechnet werden, sind für jedes Zusatzentgelt 600,00 abzurechnen. Wurden in der Budgetvereinbarung für das Jahr 2012 für Leistungen nach Anlage 4 bzw. 6 DRG-EKV 2012 keine krankenhausindividuellen Zusatzentgelte vereinbart, sind im Einzelfall auf der Grundlage von § 8 Abs. 1 S. 3 KHEntgG für jedes Zusatzentgelt 600,00 abzurechnen.

Das Klinikum Rosenheim berechnet folgende Zusatzentgelte:

ZE 2012-01 ZE 2012-03A Beckenimplantate ECMO/PECLA Abrechn. pro Fall Abrechn. pro Fall 3.120,00 5.800,00

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ZE 2012-03B ZE 2012-03C ZE 2012-22A ZE 2012-25A ZE 2012-25B ZE 2012-27

ECMO/PECLA ECMO/PECLA IABP Modulare Endoprothesen Hüftgelenk Modulare Endoprothesen Kniegelenk Behandlung von Blutern mit Blutgerinnungsfaktoren Selbstexpandierende Prothesen am Gastrointestinaltrakt: Ösophagus Selbstexpandierende Prothesen am Gastrointestinaltrakt: Gallengang Microaxial-Blutpumpe Dibotermin Alfa 12 mg bis < 24 mg Dibotermin Alfa 24 mg bis < 36 mg Dibotermin Alfa 36 mg und mehr Stentgraft-Prothesen bei Aortenaneurysmen, perkutan-transluminal Stent nichtmed.freisetzend Stentgraft-Prothesen bei Aortenaneurysmen, perkutan-transluminal Stent: gecovert, nichtmed.freisetzend

Abrechn. pro Fall Abrechn. pro Fall Abrechn. pro Fall Abrechn. pro Fall Abrechn. pro Fall Abrechn. pro Fall in Höhe der angefallenen Sachkost. Abrechn. pro Fall Abrechn. pro Fall Abrechn. pro Fall Abrechn. pro Fall Abrechn. pro Fall Abrechn. pro Fall Abrechn. pro Fall

6.780,00 8.260,00 732,00 1.100,00 2.500,00

ZE 2012-54B ZE 2012-54K ZE 2012-62 ZE 2012-63A ZE 2012-63B ZE 2012-63C ZE 2012-67A

995,00 950,00 3.519,00 3.510,00 7.021,00 10.531,00 653,00

ZE 2012-67M

Abrechn. pro Fall

8.000,00

4.

Sonstige Entgelte für Leistungen gem. § 7 FPV 2012

Für die Vergütung von Leistungen, die noch nicht von den DRG-Fallpauschalen und Zusatzentgelten sachgerecht vergütet werden, hat das Krankenhaus gem. § 6 Abs. 1 KHEntgG mit den zuständigen Kostenträgern folgende tages- bzw fallbezogene krankenhausindividuelle Entgelte vereinbart: B61B Akute Erkrankungen und Verletzungen Abrechnung pro Tag 395,00 des Rückenmarks außer bei Transplantation E76A B76A D01A Tuberkulose, mehr als 14 Belegungstage Abrechnung pro Tag Anfälle, mehr als 1 Beleg.tag, mit komplexer Diagnostik und Therapie Kochleaimplantation bilateral Abrechnung pro Tag Abrechn. pro Fall Abrechnung pro Tag 297,00 365,00 48.700,00 400,00

Palliativmedizin (Besondere Einrichtung)

Teilstationäre Leistungen (Leistungen nach Anlage 3b FPV 2012 und sonstige teilstationäre Leistungen) Teilstationäre Onkologie Teilstationäre Behandlung Pädiatrie Teilstationäre Schmerztherapie Teilstationäres Schlaflabor (First-Night-Effekt)

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Abrechnung pro Tag Abrechnung pro Tag Abrechnung pro Tag Abrechnung pro Fall

450,00 291,00 300,00 365,00

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Teilstationäres Schlaflabor (Polysomnographische Kontrolle oder Optimierung einer Maskentherapie oder Maskentherapieeinleitung) Teilstationäres Schlaflabor (Diagnostik und Maskenersteinstellung, 2 Nächte) Teilstationäres Schlaflabor (Diagnostik und Maskenersteinstellung, 1 Nacht - ,,Splitnacht") Teilstationäres Schlaflabor (Kontrolluntersuchung)

Abrechnung pro Fall

385,00

Abrechnung pro Fall Abrechnung pro Fall Abrechnung pro Fall

670,00 447,00 90,00 385,00 385,00

Teilstationäres Schlaflabor (Sauerstofftitrationsnacht mit Abrechnung pro Fall Kapnographie) Teilstationäres Schlaflabor (Maskenanpassung mit Abbruch und Umstellung auf Sauerstofftitration mit Kapnographie) Teilstationäres Schlaflabor (Diagnostiknacht und primäre Sauerstofftitrationsnacht mit Kapnographie) Abrechnung pro Fall

Abrechnung pro Fall

670,00 670,00

Teilstationäres Schlaflabor (Kombinierte DiagnostikAbrechnung pro Fall /Maskennacht und Sauerstofftitration mit Kapnographie)

Können für die Leistungen nach Anlage 3a DRG-EKV 2012 auf Grund einer fehlenden Vereinbarung noch keine krankenhausindividuellen Entgelte abgerechnet werden, sind für jeden Belegungstag 600,00 abzurechnen. Können für die Leistungen nach Anlage 3b DRG-EKV 2012 auf Grund einer fehlenden Vereinbarung noch keine krankenhausindividuellen Entgelte abgerechnet werden, sind für jeden Belegungstag 300,00 abzurechnen. Wurden in der Budgetvereinbarung für das Jahr 2012 für Leistungen nach Anlage 3a DRG-EKV 2012 keine Entgelte vereinbart, sind im Einzelfall auf der Grundlage von § 8 Abs. 1 S. 3 KHEntgG für jeden Belegungstag 450,00 abzurechnen.

5.

Zusatzentgelte für spezialisierte Leistungen gem. § 7 Abs. 1 Ziff. 3 KHEntgG Keine Entgelte Zu- und Abschläge gem. § 7 Abs. 1 Ziff. 4 KHEntgG a) Gem. § 17 a KHG berechnet das Krankenhaus einen Zuschlag je voll- und teilstationärem Fall zur Finanzierung von Ausbildungskosten. Der Ausbildungszuschlag beträgt gegenwärtig: 65,66 b) Ferner berechnet das Krankenhaus gem. § 17b Abs. 1 Satz 4 und 6 KHG folgende Zuschläge / Abschläge: Zuschlag für die medizinisch notwendige Aufnahme von Begleitpersonen in Höhe von 45,- pro Tag Zuschlag für das Onkologische Zentrum nach § 5 Abs. 1 bis 3 KHEntgG für jeden abzurechnenden voll- und teilstationären Krankenhausfall in Höhe von 14,37

6.

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7.

Entgelte für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden gem. § 7 Abs. 1 Ziff. 6 KHEntgG Für die Vergütung von neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, die noch nicht mit den DRG-Fallpauschalen und bundeseinheitlich festgelegten Zusatzentgelten sachgerecht vergütet werden können und die nicht gem. § 137 c SGB V von der Finanzierung ausgeschlossen sind, rechnet das Krankenhaus gem. § 6 Abs. 2 KHEntgG folgende zeitlich befristete fallbezogene Entgelte oder Zusatzentgelte in EURO ab:

Catumaxomab 1µg Dasatinib 1mg Medikamentenbeschichteter Ballonkatheter, nicht koronar Genous-Stent (Antikörperbeschichteter Koronarstent) Drug-eluting stent femoro-popliteal Micafungin 1 mg nab-Paclitaxel bzw. Albumin-Paclitaxel pro mg Nilotinib 1 mg Pazopanib pro mg Gecoverte Stent-Grafts m. bioaktiver Oberfläche, periphere Gefäße Vinflunin pro mg Eltrombopag je mg Everolimus je mg

Mifamurtid je mg Plerixafor je mg Romiplostim je µg Temozolomid je mg Ereignisrekorder, implantierbar, gemeinsam mit Ablation Molekulares Monitoring Resttumorlast 1. Sitzung Molekulares Monitoring Resttumorlast 2. Sitzung

50,00 1,27 1.000,00 615,00 800,00 4,00 3,36 0,21 0,16 1.900,00 5,23 1,54 12,82 732,18 233,42 2,69 2,94 1.800,00 2.120,00 370,00

8.

Qualitätssicherungszu- und abschläge nach § 7 Abs. 1 Ziff. 7 KHEntgG Qualitätssicherungszuschlag entsprechend der zweiten Ergänzungsvereinbarung zur Qualitätssicherung in Höhe von 0,90 Zuschläge zur Finanzierung von Selbstverwaltungsaufgaben a) DRG-Systemzuschlag nach § 17b Abs. 5 KHG für jeden abzurechnenden vollund teilstationären Krankenhausfall in Höhe von 1,14 b) Zuschlag für die Finanzierung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen nach § 139 a i.V.m. § 139 c SGB V und für die Finanzierung des Gemeinsamen Bundesausschusses nach § 91 i.V.m. § 139 c SGB V für jeden abzurechnenden Krankenhausfall in Höhe von 0,93

9.

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10.

Weitere Zu- und Abschläge

a) Zuschlag für die Qualitätssicherung für Schlaganfallpatienten bei Erstbehandlung der Basis DRGs B 69, B 70 und B83 in Höhe von 3,10 b) Zuschlag für das Telemedizinische Pilotprojekt zur integrierten Schlaganfallversorgung (TEMPiS) in Höhe von 250,00

11.

Entgelte für vor- und nachstationäre Behandlungen gem. § 115a SGB V

Gem. § 115a SGB V berechnet das Krankenhaus für vor- und nachstationäre Behandlungen folgende Entgelte, soweit diese nicht bereits mit der Fallpauschale abgegolten sind: a) vorstationäre Behandlung - Innere Medizin - Pädiatrie - Neonatologie - Allgemeine Chirurgie - Unfallchirurgie - Urologie - Orthopädie - Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Neurologie - Intensivmedizin - Kinderchirurgie (Beleg) - Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (Beleg) - Augenheilkunde (Beleg) - Zahn- und Kieferheilkunde (Beleg) b) nachstationäre Behandlung - Innere Medizin - Pädiatrie - Neonatologie - Allgemeine Chirurgie - Unfallchirurgie - Urologie - Orthopädie - Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Neurologie - Intensivmedizin - Kinderchirurgie (Beleg) - Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (Beleg) - Augenheilkunde (Beleg) - Zahn- und Kieferheilkunde (Beleg)

147,25 94,08 51,64 100,72 82,32 103,28 133,96 119,13 114,02 104,30 61,36 78,74 68,51 64,42

53,69 37,84 23,01 17,90 21,47 41,93 20,96 22,50 40,90 36,81 24,54 37,84 38,86 23,52

Zusätzlich zu den Pauschalen für vor- oder nachstationäre Behandlung können Leistungen mit medizinisch technischen Großgeräten (Computer-Tomographie-Geräte ­ CT, MagnetResonanz-Geräte ­ MR, Linksherzkatheter-Messplätze ­ LHM, Hochvolttherapie-Geräte, Positronen-Emissions-Tomographie-Geräte ­ PET) nach entsprechenden DKG-NT-Ziffern abgerechnet werden. Gem. § 8 Abs. 2 S. 3 Nr. 3 KHEntgG ist eine vorstationäre Behandlung neben einer Fallpauschale (DRG) nicht gesondert abrechenbar. Eine nachstationäre Behandlung kann zusätzlich zur Fallpauschale (DRG) berechnet werden, soweit die Summe aus den stationären Belegungstagen und den vor- und nachstationären Behandlungstagen die Grenzverweildauer der Fallpauschale (DRG) übersteigt.

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12.

Entgelte für sonstige Leistungen a) Für Leistungen im Zusammenhang mit dem stationären Aufenthalt aus Anlass einer Begutachtung berechnen das Krankenhaus sowie der liquidationsberechtigte Arzt ein Entgelt nach Aufwand. b) Für die Vornahme der Leichenschau und die Ausstellung einer Todesbescheinigung berechnet das Krankenhaus 10,50

13.

Zuzahlungen Als Eigenbeteiligung zieht das Krankenhaus vom gesetzlich versicherten Patienten von Beginn der vollstationären Krankenhausbehandlung an ­ innerhalb eines Kalenderjahres für höchstens 28 Tage ­ eine Zuzahlung ein (§ 39 Abs. 4 SGB V). Der Zuzahlungsbetrag beträgt zurzeit 10,00 je Kalendertag (§ 61 Satz 2 SGB V). Dieser Betrag wird vom Krankenhaus nach § 43 b Abs. 3 SGB V im Auftrage der gesetzlichen Krankenkassen beim Patienten eingefordert. Wiederaufnahme und Rückverlegung Im Falle der Wiederaufnahme in dasselbe Krankenhaus gem. § 2 FPV 2012 oder der Rückverlegung gem. § 3 Abs. 3 FPV 2012 werden die Falldaten der Krankenhausaufenthalte nach Maßgabe des § 2 Abs. 4 FPV 2012 zusammengefasst und abgerechnet. Belegärzte, Beleghebammen, Belegentbindungspfleger Mit den Entgelten nach Nr. 1 ­ 11 sind nicht abgegolten: a) die ärztlichen Leistungen von Belegärzten in Belegkrankenhäusern und Belegabteilungen sowie die von ihnen veranlassten Leistungen von Ärzten und ärztlich geleiteten Einrichtungen außerhalb des Krankenhauses; b) die Leistungen von Beleghebammen bzw. Belegentbindungspflegern. Diese Leistungen werden von dem Belegarzt bzw. der Beleghebamme / dem Belegentbindungspfleger gesondert berechnet.

14.

15.

16.

Entgelte für Wahlleistungen Die außerhalb der allgemeinen Krankenhausleistungen in Anspruch genommenen Wahlleistungen werden gesondert berechnet (§ 17 KHEntgG): a) Ärztliche Leistungen Bei der Inanspruchnahme der Wahlleistung "ärztliche Leistungen" kann die Wahl nicht auf einzelne liquidationsberechtigte Ärzte des Krankenhauses beschränkt werden (§ 17 Abs. 3 KHEntgG). Eine Vereinbarung über wahlärztliche Leistungen erstreckt sich auf alle an der Behandlung des Patienten beteiligten angestellten oder beamteten Ärzte des Krankenhauses, soweit diese zur gesonderten Berechnung ihrer Leistungen im Rahmen der vollstationären und teilstationären sowie einer vor- und nachstationären Behandlung (§ 115a SGB V) berechtigt sind, einschließlich der von diesen Ärzten veranlassten Leistungen von Ärzten und ärztlich geleiteten Einrichtungen außerhalb des Krankenhauses. Dies gilt auch, soweit das Krankenhaus selbst wahlärztliche Leistungen berechnet. Für die Berechnung wahlärztlicher Leistungen finden die Vorschriften der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in der jeweils gültigen Fassung Anwendung. Nach § 6a GOÄ erfolgt bei vollstationären, teilstationären sowie vor- und nachstationären wahlärztlichen/ privatärztlichen Leistungen eine Minderung der Gebühren einschließlich der darauf entfallenden Zuschläge um 25 %; bei Leistungen und Zuschlägen von Belegärzten und anderen niedergelassenen Ärzten um 15 %. Das Arzthonorar wird in der Regel gesondert von den jeweils liquidationsberechtigten Krankenhausärzten geltend gemacht, sofern nicht die Verwaltung des Klinikums oder eine externe Abrechnungsstelle für den liquidationsberechtigten Arzt tätig wird.

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Die gesondert berechenbaren ärztlichen Leistungen werden, auch soweit sie vom Krankenhaus berechnet werden, vom nachfolgend aufgeführten Wahlarzt der Fachabteilung oder der ärztlich geleiteten Einrichtungen persönlich oder unter der Aufsicht des Wahlarztes nach fachlicher Weisung von einem nachgeordneten Arzt der Abteilung bzw. des Instituts ( § 4 Abs. 2 Satz 1 GOÄ/ GOZ) oder von dem ständigen ärztlichen Vertreter ( § 4 Abs. 2 Satz 3 GOÄ/ GOZ) erbracht. Die Auflistung der Wahlärzte und deren ständige ärztliche Vertreter befindet sich im Anhang zu diesem Entgelttarif. b) Unterkunft Die Gesamtkosten für die Unterbringung werden aus den Kosten pro Berechnungstag gebildet. Berechnungstag in diesem Sinne ist der Tag der Aufnahme zuzüglich jedes weiteren Aufenthaltstages. Der Tag der Entlassung bzw. Verlegung wird bei der Berechnung nicht berücksichtigt. Begleitperson · Für die Unterbringung und Verpflegung einer Begleitperson, welche aus medizinischen Gründen nicht erforderlich ist (Wahlleistung), werden 45,00 pro Tag berechnet. · Die Unterbringung und Verpflegung einer Begleitperson von Kindern bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres (maßgebend Aufnahmetag) erfolgt kostenfrei Unterbringung in einem 1-Bett-Zimmer: · Unterbringung in einem 1-Bett-Zimmer 98,92 Zuschlag je Berechnungstag. · Eine Reservierung bzw. das Freihalten eines 1-Bett-Zimmers ist nach Vereinbarung kostenpflichtig. Für einen Zeitraum von maximal vier Tagen besteht die Möglichkeit der Reservierung bzw. des Freihaltens des gebuchten 1-Bett-Zimmers für den Fall, dass das Zimmer vorübergehend nicht genutzt werden kann. Während der Zeit der Reservierung / des Freihaltens, in welcher das Zimmer nicht anderweitig belegt wird, berechnet das Krankenhaus einen um 25 % geminderten Zimmerpreis. Unterbringung in einem 2-Bett-Zimmer: · Unterbringung in einem 2-Bett-Zimmer 49,76 Zuschlag je Berechnungstag c) Telefon:

inklusive Flatrate, Grundgebühr: Gesprächsgebühren für Auslands-MobilTelefonate: 2,00 je Berechnungstag; 0,10 je Einheit 2,00 pro Kalendertag

d) Fernsehen:

neues System, Fernseher am Bett: bisheriges System, Wandgerät:

1,50 pro Kalendertag 10,00 je Aufenthalt [In den Wahlleistungen 1- bzw. 2Bettzimmer ist diese Leistung bereits enthalten.]

e) Internetzugang:

sofern technisch vorhanden

Inkrafttreten Dieser DRG-Entgelttarif tritt am 01.01.2012 in Kraft. Gleichzeitig wird der DRG-Entgelttarif vom 01.11.2011 aufgehoben. Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, sollten Sie zu Einzelheiten noch ergänzende Fragen haben, stehen Ihnen die Mitarbeiter unseres Krankenhauses hierfür gerne zur Verfügung. Gleichzeitig können Sie beim Medizincontrolling auch jederzeit Einsicht in das DRGKlassifikationssystem mit den zugehörigen Kostengewichten sowie die zugehörigen Abrechnungsregeln nehmen. Alle relevanten Dokumente sowie weiterführende Informationen finden Sie auch auf der offiziellen Homepage des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) [www.g-drg.de]

Insgesamt kann die Vergütung der allgemeinen Krankenhausleistungen und der Wahlleistungen eine nicht unerhebliche finanzielle Belastung bedeuten. Dies gilt insbesondere für Selbstzahler. Prüfen Sie bitte, ob Sie in vollem Umfang für eine Krankenhausbehandlung versichert sind.

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Entgelttarif 2012.01.01

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