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Montageanleitung für Zughakenkupplung

(Symbolbilder) Begriffe:

Anbaurahmen (1): Dieser besteht unter anderem aus Grundplatte (4) und Frontplatte (5) und stellt den starren Teil dieser Kupplung dar. Der Anbaurahmen wird mittels Befestigungsschrauben mit dem Getriebe des Schleppers verbunden und trägt im wesentlichen die Anhängelast. Schwenkrahmen (2): Dieser ist am vorderen Ende des Anbaurahmens (1) mit 2 Bolzen gelagert und kann mit Hilfe der Aufzugstangen (7) angehoben und abgesenkt werden. Klinken (3): Sind auf einer Welle gelagert und nehmen die Stützlast auf. Die Bolzen und Klinken (3) sind die Verbindungselemente zwischen Anbaurahmen (1) und Schwenkrahmen (2). Die vollständige Schließstellung wird durch eine Verriegelungsanzeige ersichtlich. Gleitschlitten (10): Nimmt den Zughaken (12) bzw. das Zugpendel auf und wird mit einem doppelwirkenden Hydraulikzylinder aus- bzw. eingefahren.

Verriegelungsbolzen (13): Die federbelasteten Verriegelungsbolzen (13) müssen im Fahrbetrieb komplett im Gleitschlitten eingerastet sein, dies wird durch eine Verriegelungsanzeige (11) für den Bediener sichtbar dargestellt. Zapfwellenschutz (6): Diese Sicherheitseinrichtung muss montiert werden. Ohne Zapfwellenschutz darf der Hitch nicht betrieben werden. Bolzen (8) für Aufzugstangen: Mit diesem Bolzen werden die Aufzugstangen (7) mit den Hubarmen des Schleppers verbunden. Bowdenzugschutz (9):

Schraubverbindungen (falls nicht anders angegeben): Alle Befestigungsschrauben müssen eine Mindestgüte von 8.8 haben, meist wird Güte 10.9 verbaut. Es sind vorzugsweise korrosionsgeschützte Schrauben zu verwenden. Anziehdrehmomente: M16 ­ 8.8 mit 195 Nm M16 ­ 10.9 mit 285 Nm für Regelgewinde M18 ­ 8.8 mit 280 Nm M18 ­ 10.9 mit 390 Nm M20 ­ 8.8 mit 395 Nm M20 ­ 10.9 mit 550 Nm

Montage: Falls für die Zugänglichkeit zu den Schraubstellen erforderlich :

1. Demontage des Schwenkrahmens (2): Demontage durch Entfernen der beiden Lagerbolzen, dazu die Zughakenkupplung unverspannt auf eine geeignete Fläche auflegen, Schraube bzw. Spannstift entfernen, Bolzen und Schwenkrahmen (2) demontieren. Vorsicht beim entfernen der Bolzen, da der Anbaurahmen (1) etwas nach unten kippen kann.

Nicht erforderlich ist die Demontage, wenn die Bohrungen für die Schrauben in der Grundplatte (5) zugänglich sind. In diesem Fall kann die Zughakenkupplung im gelieferten Zustand montiert werden.

2. Anschrauben des Anbaurahmens (1) am Schleppergetriebe: Um eine einfache Montage der Zughakenkupplung zu ermöglichen erweist sich ein fahrbarer Heber als hilfreich. Den Anbaurahmen (1) kippsicher auf den Heber legen und anschließend die Bohrungen der Zughakenkupplung mit dem Getriebebohrbild ausrichten. Zusätzliche Bohrungen sind herstellungsbedingt. a) Schrauben der Grundplatte (4) an der Getriebeunterseite nur handfest anschrauben. Muss verschiebbar bleiben, wenn die hinteren Schrauben festgezogen werden

b) Die Schrauben der Frontplatte (5) einschrauben und mit Drehmoment über Kreuz anziehen.

c) Die unteren Schrauben des Anbaurahmens mit Drehmoment über Kreuz anziehen.

3. Einbau des Schwenkrahmens (2):

4. Hydraulikschlauch- und Betätigungsseilzug ­ Verlegung: Herstellerangaben der Zugmaschine beachten ­ generell gilt: Großzügige Schlaufen, Achtung auf scharfe Kanten und Scheuermöglichkeit, Leichtgängigkeit des Seilzugs testen. Sowohl Seilzug als auch Hydraulikschläuche mittels Kabelbinder und eventuell Beilage positionieren und sichern.

Bowdenzug mit Handhebel anschließen: den bereits am Anbaurahmen (Klinke 3) montierten Bowdenzug in die Kabine führen. Schlepperseitig vorgesehene Durchführungen benutzen, am besten im Bereich des Heckfensters. Längseinstellung des Bowdenzugs ist so vorzunehmen, dass die Klinken (3) entriegeln können. Hydraulikschläuche: Herstellerangaben beachten, welche Ventile belegt werden sollen. Falls eine Steckergarage vorgesehen ist, kontrollieren Sie ob ein Anstecken möglich ist.

5. Montage - Zapfwellenschutz (6): Zapfwellenschutz an der Anbaukonsole (1) bzw. am Getriebe montieren.

6. Bowdenzugschutz (9): Im Bowdenzugschutz ist der Gegenhalter für den Seilzug integriert, so einstellen, dass die Klinken einwandfrei entriegeln können

7. Aufzugstangen (7) am Schwenkteil (2) einhängen und mit Splint/Spannstift und Scheibe sichern. Zur Demontage Hubstange in Horizontallage schwenken.

8. Den Schwenkrahmen (2) soweit anheben, dass er am Anbaurahmen anschlägt. Hubwerk in oberste Position fahren, Hubstangen einhängen und so verstellen, bis sie mit dem Bolzen (8) spielfrei auf Zug montiert werden können. (14)

Die Aufzugstangen (7) besitzen ein Gewinde und können daher durch Drehen der Lasche richtig positioniert werden. Bolzen (8) + Scheibe an Hubarmen montieren und mit Splint sichern. ! Achtung: beide Seiten gleichmäßig einstellen ! Funktionskontrolle durchführen! Schwenkteil schließen ­ muss leichtgängig sein. !!!Beim Schließen von Hand Quetschgefahr beachten!!! Das Hubwerk in oberste Position fahren, dabei muss die Klinke ca. 3-4mm Luft zum Bolzen haben, um einwandfrei zu entriegeln. 9. Einsatz der Scharmüller K80 Einrichtung: Hitch absenken und Gleitschlitten (10) demontieren ­ Bolzen von unten ausschieben. Verschleißplatte (14) demontieren und Niederhalter (15) von unten anschrauben. Kugelschlitten einschieben, Stufenbolzen von oben durch Kolbenstangenauge einfügen. Hubwerk in oberste Position fahren. Einstellen des Niederhalters: Niederhalter mit Einstellschraube (17) bis zum Anschlag eindrehen. Zugöse auf Kugel positionieren und den Schwenkrahmen (2) in Verriegelungsposition bringen ­ d. h. Hubwerk in oberster Stellung, und Nachlassen. Verriegelungsbolzen in Gleitschlitten eingerastet (Verriegelungsanzeige zeigt geschlossen). Niederhalter auf ca. 1mm Spiel einstellen. Hubwerk in oberste Stellung bringen, prüfen, ob durch Seilzugbetätigung die Klinken einwandfrei ausrasten und der Hitch abgesenkt werden kann. Beim neuerlichen Anheben müssen die Klinken sauber verriegeln. (17)

10. Die Verwendung mit Hitchhaken und eigenem Gleitschlitten: Hitch absenken und Kugelschlitten demontieren, Bolzen von unten ausschieben, Niederhalter (15) demontieren und Verschleißplatte (14) anschrauben (2xM12 durch M16 Gewindebohrungen), Hitchhaken mit Schlitten einschieben und mit Stufenbolzen durch Kolbenstangenauge befestigen. Hubwerk in oberste Position fahren, dabei auf Freigang der Hakenspitze zum Niederhalter achten. Eventuell muss die Verschleißplatte verschoben werden.

Betriebsanleitung: Ankuppeln: Hubwerk in oberste Position fahren, Seilzug betätigen (Klinken werden entriegelt)bis Hubwerk ca. 1/3 abgesenkt ist. Hitchhaken/Zugpendel/Kugel in Position unter Zugöse bringen, anheben bis diese erfasst ist und Gleitschlitten einziehen. Hubwerk in oberste Position bringen, leicht absenken ­ Verriegelungsanzeige beachten ­ Klinken und Verriegelungsbolzen müssen jetzt eingerastet sein. Abkuppeln: Hubwerk in oberste Position fahren, Seilzug betätigen (Klinken werden entriegelt)bis Hubwerk ca. 1/3 abgesenkt ist. Hubwerk absenken bis Hitchhaken/Kugel frei ist. Im Fahrbetrieb Hitch schließen! Verschleißplatte (16) nur mit drehbaren Zugösen verwenden, da bei starren Zugösen die Schwenkwinkel axial und vertikal unzulässig eingeschränkt werden. Die Verschleißplatte reduziert auch den Höhenschlag. Beachten Sie die Lastwerte der Einrichtung: Sie sind am Typschild abzulesen. Bitte vergleichen Sie die Lastwerte des Schleppers und der Einrichtung. Die jeweils geringeren Werte sind maßgeblich. Nur genormte Zugösen DIN 9678/ ISO 5692-1 verwenden, vergewissern Sie sich, dass die Zugösen ein Typschild tragen und für die erforderlichen Lasten ausgelegt sind. Nur fachgerecht montierte Einrichtungen funktionieren auch einwandfrei. Die Mechaniken brauchen ein gewisses Maß an Wartung ­ Reinigung und Schmierung, weiters ist eine Überprüfung bei jedem Werkstattbesuch der gesamten Einrichtung, mindestens aber 1x jährlich erforderlich. Hierbei soll neben einem Funktionstest besonders auf den Zustand der Verschleißteile geachtet werden.

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