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HIT Studie ­ Hochintensives Intervalltraining bei Nachwuchs Ski Alpin Athleten Bei Ski Alpin Athleten müssen neben technisch-koordinativen Fähigkeiten insbesondere die konditionellen Fähigkeiten Kraft und Schnelligkeit aber auch die Ausdauer auf einem hohen Niveau ausgebildet sein. Da das skispezifische Training auch während der Sommermonate bedeutend und sehr belastend ist (Höhe, Intensität), beschränkt sich im modernen Skirennsport die für einen effektiven Aufbau der Konditionsfaktoren zur Verfügung stehende Zeit auf wenige Wochen. Vor allem bei den Juniorenkategorien (15 ­ 19 Jährige) fordern Rahmentrainingspläne eine starke Verbesserung von Kraft und Ausdauer. Dies stellt hohe Anforderungen an eine effektive Organisation des Trainingsprozesses. Leistungsdiagnostische Tests zeigen, dass es ab dem Alter von 14 ­ 15 Jahren bei weiblichen Skiathletinnen zu einer Abflachung in der Entwicklung der Ausdauerleistungsfähigkeit kommt. Obwohl bekannt ist, dass Ausdauertraining die Entwicklung der Kraftfähigkeiten hemmend beeinflussen kann, werden heute alle Konditionsfaktoren meistens parallel trainiert (,,mixed training"). Alternativ könnten die Konditionsfaktoren auch in Blöcken getrennt aufgebaut werden (,,block training"). Für den Ausdauerblock bieten sich so genannte kurzzeitige Schock-Mikrozyklen oder Intensitätsblöcke an. Dabei wird während 7 ­ 14 Tagen das Ausdauertraining mit Hochintensiven Intervall Trainings (HIT) stark intensiviert. Eine wissenschaftliche Untersuchung an gut trainierten Fussballern, erste Praxiserfahrungen mit Elite Langläufern sowie ein eigenes Fallbeispiel zeigen, dass mit Intensitätsblöcken die Ausdauerleistungsfähigkeit in kurzer Zeit stark verbessert und stagnierende Athleten ihre V'O2max weiter entwickeln können. Bis heute sind aber die ursächlichen Mechanismen, welche diese Anpassungen erklären, nicht bekannt. Im vorliegenden Projekt untersuchen wir deshalb mit 20 weiblichen Alpin Skiathleten die Auswirkungen eines Ausdauer-Intensitätsblocks, nachdem diese in einer ersten 6-wöchigen Trainingsphase entweder nach der ,,mixed training" oder ,,block training" Methode trainiert haben. Unsere Fragestellungen lauten: 1. Wie stark kann die Ausdauerleistungsfähigkeit durch einen 14-tägigen Intensitätsblock bei Alpin Skiathleten verbessert werden? 2. Welche Anpassungen (muskulär, kardial, hämatologisch) sind die Grundlage der funktionellen Verbesserungen? 3. Stellt die Organisation des Ausdauer- und Krafttrainings in Blöcke eine effektivere Methode zur Verbesserung beider Fähigkeiten dar? Mit etablierten leistungsdiagnostischen Verfahren sollen die Effekte auf die Ausdauer- und Kraftfähigkeiten überprüft werden. Durch muskuläre, hämatologische und kardiologische Messungen untersuchen wir die ursächlichen Anpassungsmechanismen im Körper. Die praktische Relevanz der Arbeit liegt in der Erarbeitung und Umsetzung effektiver Trainingsprotokolle zur Steigerung der Ausdauerleistungsfähigkeit in technisch orientierten Sportarten. Der Nutzen geht dabei weit über die Sportart Ski Alpin hinaus. Den wissenschaftlichen Nutzen sehen wir in der erstmaligen Untersuchung der peripheren und kardiologischen Anpassungsmechanismen nach kurzzeitigen intensiven Ausdauerblöcken.

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