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Rezeptiver Sport Sport und Zuschauer

Foto: REGIERUNGonline / Bergmann

Literaturauswahl:

BEYER, T. (2006). Determinanten der Sportrezeption. Wiesbaden. GABLER, H. (1998), Zuschauen im Sport - Sportzuschauer. In STRAUß, B. (Hrsg.), Zuschauer (S. 113-138). Göttingen. KÖNIG, T. (2002). Fankultur. Münster. MESSING, M. / LAMES, M. (1996) Zur Sozialfigur des Sportzuschauers. Mainz. RIEDL, L. (2006). Spitzensport und Publikum. Schorndorf. STOLLENWERK, H. J. (1996) Sport, Zuschauer, Medien. Aachen. Voigt, D. (1992). Sportsoziologie - Soziologie des Sports. Frankfurt/M. Kap. 9. STRAUß, B. (2002). Zuschauer und Mediensport. In Schwier, J. (Hrsg.) Mediensport (S. 151-171). Hohengehren. WEIß, O. (1999). Einführung in die Sportsoziologie. Wien. Kap. 8 u. 9. www.fanforschung.de

Gliederung

1. Einordnung des Sportzuschauer in die Rollenstruktur des Sports 2. Sekundär direkte Teilnahme am Sport 2.1 Merkmale von Zuschauern 2.2 Faktorengruppen zur Erklärung aktiven Zusehens 2.3 Zur Soziodemographie von Sportzuschauern 2.4 Der Sportzuschauer aus systemtheoretischer Sicht 2.5 Fans als Sondergruppe der Sportzuschauer 3.Sekundär indirekte Teilnahme am Sport 3.1 Gründe für sekundär indirekte Teilnahme 3.2 Problemfelder der Massenkommunikationsforschung ­ Anwendung auf den Sport

1. Einordnung des Sportzuschauer in die Rollenstruktur des Sports

Teilnahme am Sport

Primär Spieler, Athlet Sekundär ,,Sportkonsumenten" oder rezeptiv Sportinteressierte

Sekundär direkt Zuschauer beim Sportereignis anwesend

Sekundär indirekt Zuschauer nimmt mittels der Medien am Sport teil

Hauptelemente des Sports (nach KENYON)

2. Sekundär direkte Teilnahme am Sport

Sportzuschauer (als Zuschauer von Leistungen in sportrelevanten Kontexten) sind in der Regel Personen, bei denen 1. die Absicht zum Zuschauen eines bestimmten Ereignisses schon länger besteht und 2. die bei einer Sportveranstaltung (bei der das Zuschauen von Seiten des Akteurs bzw. Veranstalters gewollt ist) anwesend sind bzw. die Veranstaltung via eines visuellen Mediums wie dem Fernsehen verfolgen.

2.1 Merkmale von Zuschauern

Zuschauer sind Beobachter, die (1) während des Ereignisses, das sie beobachten, nicht immanenter Bestandteil des beobachteten Geschehens sind und in diesem Sinne inaktiv bleiben, (2) im wesentlichen aus personinternen Gründen und nicht aus personexternen Gründen beobachten und (3) relevante Kosten für das Beobachten aufwenden müssen (vgl. Strauß & Jürgensen, 1998).

Merkmale Zuschauer (1)

Unter Inaktivität (1) wird verstanden, dass Zuschauer nicht direkt in das Geschehen, das sie beobachten, eingreifen. Sportzuschauer können z.B. aktiv in dem Sinne sein, dass sie jubeln und sich bewegen. Sie sind aber nicht die Akteure des Geschehens selbst.

Merkmale Zuschauer (2)

Im wesentlichen personinterne Gründe(2) heißt, dass die Gründe für das Beobachten überwiegend beim Beobachter selbst zu finden sind. Beobachten findet aus Lustgewinn, Lerninteressen, Gründen der Selbstdarstellung, zur Stimmungsregulation etc. statt. Liegen überwiegend personexterne Gründe vor, handelt es sich bei Beobachtern nicht um Zuschauer. Personextern sind häufiger berufliche Gründe: Schiedsrichter eines sportlichen Wettkampfs, Sportjournalisten, Wissenschaftler usw. sind keine Zuschauer, sondern Beobachter. Es gibt Überschneidungen zwischen personinternen und -externen Gründen, die eine Abgrenzung zwischen Zuschauern und Nichtzuschauern erschweren. Entscheidend für die Einstufung als Zuschauer sind die dominierenden Gründe des Beobachtens.

Merkmale Zuschauer (3)

Unter relevante Kosten (3) ist zu verstehen, dass Zuschauer für ihr Zuschauen ,,bezahlen" müssen. Dabei sind unter ,,Kosten" der Einsatz materieller wie auch immaterieller Güter zu verstehen, etwa der Eintritt bei einer Sportveranstaltung, die Zeit, die für das Zuschauen aufgebracht werden muss usw. Diese Kosten müssen relevant sein: Sie müssen von dem Beobachter im Prinzip auch als solche bemerkbar sein. Alle drei Aspekte (Inaktivität, im wesentlichen personinterne Gründe, relevante Kosten) zusammengenommen machen aus einem Beobachter einen Zuschauer.

2.2 Faktorengruppen zur Erklärung aktiven Zusehens

Ökonomische Faktoren

Demografische Faktoren

Bedeutungsinhalt von Sportereignissen

Motive

Attribute von Sportereignissen

Wetterbedingte u. infrastrukturelle Faktoren

Soziologische Ansätze: Bedeutungsinhalte von Sportereignissen (Schauspiel, Ritual); sozialstrukturelle Faktoren (Schicht, Alter, Geschlecht); Motive (z.B. Identitätssuche) Psychologische Ansätze: Motive (sozial- und tiefenpsychologische Ansätze) Betriebswirtschaftliche / volkswirtschaftliche Ansätze: Dienstleistungsattribute von Sportveranstaltungen; demographische Faktoren (Größe des Einzugsgebietes); infrastrukturelle und wetterbedingte Faktoren

nach Lucerna, 1997

2.3 Zur Soziodemographie von Sportzuschauern

a) Geschlecht meist analog zu Geschlechterrelation der Aktiven bzw. der Vereinsmitglieder wenigste Frauen (3-15%) bei Fußball und Motorsport Handball 30 % Frauen im Publikum Volleyball, Beachvolleyball 41 - 55% Frauen Tennisturniere ca. 40% weibliches Publikum Leichtathletik ca. 1/3 Frauen, bei Tanzveranstaltungen Frauen dominierend

Soziodemographische Struktur von Sportzuschauern

b) Alter im Durchschnitt Ende Zwanzig, jedoch starke Differenzen zwischen Sportarten jüngstes Publikum bei Basketball (knapp 21 J.), ältestes bei Galopprennen (41 J. - ein Viertel davon älter als 55 J.) Tennis Anfang bis Mitte 30 Fußball Mitte / Ende Zwanzig

Soziodemographische Struktur von Sportzuschauern

c) Soziale Schicht

Ausbildung: Basketball-, Tennis-, Volleyballveranstaltungen niedrige schulische Abschlüsse in Minderheit Fußball, Eishockey, Handball niedrige Schulabschlüsse stärker vertreten; am stärksten jedoch bei ,,tierischen Aktiven" Berufe: Basketball, z.T. auch Fußball hoher Anteil noch in Ausbildung; ansonsten durchweg Angestellte als am stärksten vertretene Berufsgruppe, Arbeiter nur gering vertreten

(nach Stollenwerk: Sport - Zuschauer - Medien)

Wechselverhältnisse zwischen Sportereignissen und Rezipienten

Leistungsniveau Ort/ Zeit Angebot Individual- vs. Mannschaftssportart Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer...

Zuschauerhandeln u. -anzahl Veranstaltungsmerkmale

Anreizwert Bedürfnislage Nachfrage Alter Interessenstruktur

Anforderungen an Rezipienten Handlungspotential

Rezipientenmerkmale Schicht Geschlecht Sportengagement nach Messing/ Lames, 1996

2.4 Erklärungsebenen des Zuschauerverhaltens

(vier Subsysteme und physische Umgebung, nach PARSONS)

Organisches System Personales System Soziales System

(Normen, Rollen)

Kulturelles System

(Werte, Symbole)

(physiologische (Motive, Abläufe) Einstellungen)

Physische Umgebung

Optimales Erre- Durch Identifik., gungsniveau Projektion: Erleben von durch Kontakt, Spannung Identität, Entspannung

Ansehen, Macht

Zuschauerrolle

Symbole u. Rituale als Ausdruck von Werten: Gleichh.,Leistg, Solidarität, ,,Gut + Böse"

Stadion mit Architektur Einrichtung Infrastruktur Wetter

Zeitlich begrenzte Angleichung durch Affekte u. Ideologie

MASSE

Ausblenden personaler und sozialer Besonderheiten

Orientierungen von Sportzuschauern

Ergebnisorientierung Wunsch, Erfolg der eigenen Mannschaft zu erleben soziale Orientierung Suche nach Gemeinschaft, zwischenmenschlichen Kontakten Sachorientierung ,,schönen" sportlichen Wettkampf, gute Leistungen sehen Erlebnisorientierung Spannung, Spektakel, Abwechslung, Zerstreuung

(vgl. MESSING / LAMES, 1996)

Zur Erklärungsebene Soziales System (nach VOIGT)

Rollenselbstgestaltung Rollenselbstgestaltung Allgemeine Allgemeine Sozialisation Sozialisation

--Alter Alter --Geschlecht Geschlecht --Schicht Schicht --... ...

ZUSCHAUERZUSCHAUERROLLE ROLLE

Wechselseitige Wechselseitige Erwartungen: Erwartungen:

Sportbezogene Sportbezogene Sozialisation Sozialisation

--Frühere SportFrühere Sportrollen rollen --Heutige SportHeutige Sportrollen rollen Normen- und Normen- und Rollenstruktur Rollenstruktur des Sportereign.: des Sportereign.: Formalisierte InterFormalisierte Interaktionsmuster aktionsmuster Spiel-SchauspielSpiel-SchauspielRelation... Relation...

Außersportliche Außersportliche Normen- und Normen- und Rollenstruktur Rollenstruktur Arbeit Arbeit Familie Familie Politik Politik ... ...

Andere Zuschauer Andere Zuschauer Sportler Sportler Schiedsrichter Schiedsrichter Funktionäre Funktionäre Polizisten Polizisten Journalisten Journalisten Trainer Trainer

Charakteristika der Zuschauerrolle im Sport

Soziale Rolle = Summe (Bündel) der Erwartungen und Ansprüche, die eine Gruppe, ein Teilbereich der Gesellschaft oder die Gesellschaft an das Verhalten und das äußere Erscheinungsbild des Inhabers einer sozialen Position richtet und die dessen Rechte und Pflichten festlegen. Zuschauerrolle ist: stark situativ geprägt durch geringe Normendichte charakterisiert zeitlich begrenzt Zugang zur Rolle kaum festgelegt (Eintrittsgeld, Beachtung der Bestimmungen) besitzt große Handlungsfreiräume, die vom Zuschauer gestaltet werden können

Besonderheit: Zuschauermasse

- von besonderer Bedeutung für unkontrollierte Entladung von Affekten ist das Entstehen von Zuschauermassen - durch zeitlich begrenztes Ausblenden von personalen und sozialen Besonderheiten im Handlungssystem Zuschauer - organisches System und Teile des kulturellen Systems werden verhaltensbestimmend extrem hohes Erregungsniveau in Verbindung mit ideologisch gefärbten Bewertungen von GUT und BÖSE, verstärkt z.T. durch Architektur

Subsysteme stehen in einem Verhältnis hierarchischer Bedingtheit und Kontrolle

- bestimmte physische Umwelt ist Voraussetzung, damit Sport stattfinden und Zuschauer sich versammeln können - Sportarchitektur beeinflusst z. B. durch ringförmige Anordnung Zuschaueremotionen - im organischen System ablaufende physiologische Prozesse bedingen Motive und Einstellungen auf der Persönlichkeitsebene - diese sind Grundlage der Zuschauerrolle, ohne die spezifische Werte des Sports (Fairness z.B. ) nicht demonstriert werden könnten - umgekehrt kontrollieren gesamtgesellschaftliche und sportspezifische Werte das Rollenverhalten der Zuschauer (Veränderungen in Gewalttoleranz -Gladiatoren) - veränderte Rollenerwartungen kontrollieren ihrerseits Motive und Einstellungen und wirken auf das organische System (Bremsen oder Verstärken von Erregungen)

Zuschauerhandeln als aktive Teilnahme am Sport

Zuschauer wird zu ,,Aktivisten des Spiels", der sich vom nur ,,zuschauenden Zuschauer" z.B. im Theater unterscheidet

je mehr Zuschauer sich mit Wettkampfgeschehen und seinen Akteuren identifiziert, desto mehr steigt Element der Spannung, erweitert durch Unsicherheit der sportlichen Leistung und Ungewissheit des Ausganges außergewöhnliche Spannung durch Momente des Risikos und Gefahr eines Unfalls oder einer Verletzung, auch aggressivem Verhalten von Akteuren oder Mitzuschauern Diskutierbarkeit des Gesehenen - Einfachheit der sportlichen Abläufe erlaubt dem Beobachter ,,Expertenurteil" Zuschauer können Abläufe beeinflussen: Athleten motivieren oder verunsichern; Schiedsrichter beeindrucken... Anwesenheit bzw. Fernbleiben von Zuschauern wirkt auf die Situation des jeweiligen Vereines, Verbandes bzw. Sportveranstalters (besonders ökonomisch)

Deutsches Publikum erhält Fairplay-Trophäe

Stellvertretend für das deutsche Sportpublikum hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Fairplay-Trophäe des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) in Empfang genommen. Mit dem seit 1965 vergebenen Preis wurden die deutschen Besucher der vier Weltmeisterschaften im Jahre 2006 in Deutschland im Fußball, Reiten, Tischtennis und Hockey gewürdigt. "Ich bedanke mich für diesen Preis. Die Besucher haben dazu beigetragen, dass es ein unvergessliches Jahr wurde", sagte Merkel. "Die Großveranstaltungen und das Publikum haben dafür gesorgt, dass die Welt nun ein anderes Bild von Deutschland hat."

Quelle: http://www.1asport.de/ (10.12.07)

2.5 Fans als Sondergruppe der Sportzuschauer

Es gibt Teilgruppen, deren Rollenhandeln als Zuschauer über das eigentliche Ereignis hinausgeht = FANS Fankultur als eigenständige Kulturform, Subkultur, die nicht in der Hochkultur vertreten ist

Fans im Sport

begeistern sich für eine Sportart (z.B. Fußballfans), einen Sportverein oder einzelne Sportler. Bei Sportvereinen nennt man Fans, die Wettkämpfe ihrer Mannschaft besuchen, auch Schlachtenbummler. Sie sorgen in der eigenen Spielstätte für den Heimvorteil und begleiten ihre Mannschaft zu Auswärtsspielen. Viele Fans zeigen ihre Zugehörigkeit zu ,,ihrer" Mannschaft durch das Tragen von Trikots, Schals, Mützen oder anderer Kleidungsstücke mit dem Namen oder Logo der Mannschaft. Sie sind ihrem Verein auch dann noch treu, wenn die sportlichen Leistungen ihrer Mannschaft schlecht sind. Durch Fangesänge kommunizieren sie mit der Mannschaft und anderen Zuschauern. Weitere Botschaften gibt es durch Transparente, Fahnen und Schals.

FAN als Sonderrolle unter den Zuschauerrollen

- seine Position ist stärker verfestigt, z.B. über Dauerkarten, Zugehörigkeit auch nach Niederlage, Abstieg - größere Normendichte aus Erwartungen anderer Fans (akzeptierter Fußball-FAN braucht ,,Stadion-ABITUR") - Wirkung auf Spieler: Zusammengehörigkeitsgefühl, erhöhte Erregung, (meist ) leistungsmotivierend - Identifikation mit bevorzugter Mannschaft prägt Teil des Alltags, teilweise Politik-, Familien-, Religionsersatz Fans auf der Suche nach ,,Sinngebern", Identitätsstiftung

Aktivität von Fußballfans

(Roose, Schäfer 2006)

Partizipation von Fußballfans

(Roose, Schäfer 2006)

,,Stadion-Abitur"

4. Lieder auswendig beherrschen (40-50) 3. Kurzgesang (z.B. Spielernamen auf Melodie) 2. Rhythmen beherrschen ( z.T. mit Text) 1. Primärreaktion Lärminstrumente (Rasseln, Hupen...)

Suche nach Sinngebern, Identifikationsmöglichkeiten: Fan-Dasein als ,,quasi-religiöses Handeln"

1. Spieltage als Festtage - schaffen zeitliche Struktur der

Fanbiographie

2. Spieltage schaffen räumliche Struktur,

Stadien als eigens dafür geschaffene Orte, Heimstadion als ,,geweihter Ort"

3. Sportler-Idole als populäre ,,Heilige"

Verehrung und Bedürfnis nach Nähe; Berührungsrituale ,,Wohnen mit den Göttern", Besitz von Symbolen, Spielerkleidung...

4. Rituelle Handlungen und magische Gegenstände

Gesänge, um ,,Götter" um Unterstützung anzurufen besonderes, nichtalltägliches Gewand (Fankutte) Gesichtsbemalung (,,Maske") Fanschals werden gespannt (Symbol verbunden mit rhythmischen und tänzerischen Elementen) Narkotika (in unserer Kultur: Alkohol), Zustand höchster Verzückung, Rausch wird erreicht (nach Becker / Pilz: Die Welt der Fans)

3. Sekundär indirekte Teilnahme

3.1 Gründe für sekundär indirekte Teilnahme

Begrenzungen für sekundär direkte Teilnahme:

Zahl direkter Zuschauer durch Größe der Sportstätte und ausreichende Sichtbarkeit limitiert Sportereignis existiert nur in unmittelbarer Gegenwart zunehmende Zahl paralleler Sportereignisse steigende Zuschauerzahl potenziert Aufwand für Überwindung der Entfernung zur Sportstätte finanzielle Belastung .....

Überwindung durch sekundär indirekte Teilnahme:

Nachricht erreicht Vielfaches der Personenzahl direkter Teilnahme - weltweite Teilhabe möglich Informationsübermittlung erfolgt schneller und weniger aufwendig als Transport der interessierten Personen zum Ereignis Berichte sind vom Ereignis abgehobene Informationen, die in verschiedener Form bewahrt und weiter verarbeitet werden können .....

Frohe Weihnachten

und einen guten Start ins Neue Jahr!

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DF V 11 Sport und Zuschauer

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