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DOSSIER

Erwachsene mit Behinderungen

Herausgegeben von Annemarie Kummer Wyss Luzern: Edition SZH/CSPS, 2005 (Bestell-Nr. D 81)

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Literaturhinweise Affolter F. (1974). Leistungsprofile wahrnehmungsgestörter Kinder. Pädiat. FortbildK. Praxis, Nr. 40, S. 169185. Affolter F. (1975). Autistische und intermodal geschädigte Kinder. Longitudinale Beobachtungen bei einer Gruppe intermodal geschädigter Kinder. Ordo Humanus, Separatdruck. Affolter, F. (1987). Wahrnehmung, Wirklichkeit und Sprache. Villingen-Schwenningen: Neckar-Verlag. Affolter, F. & Bischofberger, W. (1993). Die Organisation der Wahrnehmung, Aspekte der Entwicklung und des Abbaus. In F. Affolter & W. Bischofberger (Hrsg.), Wenn die Organisation des zentralen Nervensystems zerfällt ­ und es an gespürter Information mangelt (S. 24­55). Villingen-Schwenningen: Neckar-Verlag. Affolter, F. & Bischofberger, W. (1996). Gespürte Interaktion im Alltag. In: B. Lipp & W. Schlaegel (Hrsg.), Wege von Anfang an (S. 77­99). Villingen-Schwenningen: Neckar-Verlag. Affolter, F. & Bischofberger, W. (1998). Outcome of daily life nonverbal interaction in two severly learning impaired children with different intervention programs: a longitudinal study. Poster session presented at the 15th Biennal meetings of International Society of Behavioural Development (ISSBD), Bern. Affolter F. & Bischofberger W. (2000). Nonverbal Perceptual and Cognitive Processes in Children with Language Disorders: Toward a New Framework for Clinical Intervention. Mahtaw, N.J.: Lawrence Erlbaum Associates. Baeriswyl-Rouiller, I. (1991). Die Situation autistischer Menschen: Ergebnisse einer Untersuchung der Schweizerischen Informations- und Dokumentationsstelle für Autismusfragen. Unter teilw. Mitarbeit von Andrea Burgener Woeffray und in Zusammenarbeit mit dem Verein der Eltern autistischer Kinder und weiterer am Autismus Interessierter. Bern: Haupt. Ehwald, W. & Hofer, A. (2001). Das Affolter-Modell. In A. Fröhlich, N. Heinen & W. Lamers (Hrsg.), Schwere Behinderung in Praxis und Theorie ­ ein Blick zurück nach vorn. Texte zur Körper- und Mehrfachbehindertenpädagogik (S. 83-99). Düsseldorf: Verlag «selbstbestimmtes lernen». Elternberichte. (2004). Lebensbilder erwachsener Menschen mit Autismus. Zeitschrift für Autismusfragen, Nr. 5, S. 12-15. Fischer, L. & Peschke, V. (2000). Gedächtnis ­ Wiedergabeleistungen von Patienten nach a) Geschehnissen unter verbaler Anleitung, b) Geschehnissen unter taktiler Anleitung. In B. Lipp et al. (Hrsg.), Gefangen im eigenen Körper (S. 172­174). Villingen-Schwenningen: Neckar-Verlag. Jacobs, R. (2005). Does «Touch Educate Vision». Paper presented at the Workshop Visual Learning and Brain Plasticity, 7.-9. April, University of Minnesota. Kanner, L. (1943). Autistic disturbances of affective contact. Nerv. Child, Nr. 2, S. 217-250. Merabet, L. (2005). Can the Blind Learn to «See» Again? Paper presented at the workshop Visual Learning and Brain Plasticity. 7.-9. April, University of Minnesota). Mesibov, G.B., Schopler, E. & Sloan, J.L. (1983). Service development for adolescents and adults in North Carolina's TEACCH program. In E. Schopler & G.B. Mesibov (Hrsg.), Autism in adolescents and adults (S. 411-432). New York: Plenum Press. Nothdurft, U. & Cordes, H. (1998). Hof Meyerweide ­ Leben und Arbeiten nach natürlichen Rhythmen in einer Hofgemeinschaft auf dem Lande. In Bundesverband Hilfe für das autistische Kind (Hrsg.), Mit Autismus leben ­ Kommunikation und Kooperation (S. 322­326). 9. Bundestagung des Bundesverbandes 27.2.-1.3.1998 in Magdeburg. Vereinigung zur Förderung autistischer Menschen e.V.: Hamburg. Piaget, J. (1970). Piaget's theory. In P.H. Mussen (Hrsg.), Carmichaels Manual of child psychology. New York: John Wiley & Sons Inc. Steinhausen, H.-Ch. (2004). Leben mit Autismus in der Schweiz. Bern: Huber. Sur, M. (2005). Plasticity and Dynamic of Visual Cortex Networks. Paper presented at the Workshop Visual Learning and Brain Plasticity, 7.-9. April, University of Minnesota. Trares, M. & Strathoff, S. (2000). Fortschritte von nonverbalen Interaktionen in Alltagsgeschehnissen bei hirngeschädigten Patienten nach geführten Interaktionen ­ eine Langzeitstudie. In B. Lipp et al. (Hrsg.), Gefangen im eigenen Körper (S. 180-189). Villingen-Schwenningen: Neckar-Verlag. Van Bourgondien, M.E. & Elgar, S. (1990). The relationship between existing residential services and the needs of autistic adults. Journal of autism and developmental disorders, Vol. 20 (No. 3), S. 299­308. Van Bourgondien, M.E., Reichle, N.C. & Schopler, E. (2003). Effects of a model treatment approach on adults with autism. Journal of autism and developmental disorders, Vol. 33 (No. 2), S. 131­140. WHO (2004). Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit. DIMDI: Köln.

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Übersicht Bewohner TANDEM In den Tabellen sind Bewohner aufgeführt, die zurzeit in TANDEM leben: 1-13, und Bewohner, die aufgrund ihrer Fortschritte umplatziert wurden (mit Erfolg / ohne Erfolg, nicht wieder aufgenommen): 14-19. Nicht aufgeführt sind Bewohner, die aus andern Gründen TANDEM verlassen haben. Tabelle 1: Personen mit intermodaler Wahrnehmungsstörung Person 1 2 3 4 14 5 15 Jahrgang 1969 1968 1969 1968 1971 1974 1973 Eintritt 1988 1988 1988 1988 1990 1995/ 2002 1996 Übertritt aus WG-Schule* WG-Schule WG-Schule Andere Institution WG-Schule Andere Institution Andere Institution Austritt Austritt mit Erfolg

1990 1999 2000

+ -

* Sonderschule für Kinder mit Wahrnehmungsstörungen, St. Gallen Tabelle 2: Personen mit taktil-kinaesthetischer Wahrnehmungsstörung Person 16 7 17 18 6 8 19 Jahrgang 1971 1974 1974 1974 1973 1982 1968 Eintritt 1988 1992 1992 1993 1991/ 2003 1999 2001 Übertritt aus WG-Schule WG-Schule WG-Schule WG-Schule WG-Schule WG-Schule Andere Institution Austritt 1996 1996 2000 2002 2003 Austritt mit Erfolg + + + +

Tabelle 3: Personen mit taktil-kinaesthetischer und intermodaler Wahrnehmungsstörung Person 9 10 11 12 13 Jahrgang 1970 1972 1976 1981 1983 Eintritt 1990 1992 1998 1999 2001 Austritt Andere Institution WG-Schule Andere Institution Andere Institution WG-Schule Austritt mit Erfolg

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xxx.2 Problem mässig ausgeprägt xxx.3 erheblich ausgeprägt xxx.4 voll ausgeprägt tritt auf, sobald kein Angebot von aussen kommt und dauert bis ein Angebot von aussen kommt tritt auf, sobald kein Angebot von aussen kommt, kann z.T. unterbrochen werden tritt auf, sobald kein Angebot von aussen kommt und dauert bis ein Angebot von aussen kommt tritt 1-3 x täglich auf tritt auf, sobald kein Angebot von aussen kommt und dauert bis ein Angebot von aussen kommt, steigert sich in der Intensität deutlich tritt auf, sobald kein Angebot von aussen kommt, kann nicht unterbrochen werden tritt auf, sobald kein Angebot von aussen kommt und dauert bis ein Angebot von aussen kommt, steigert sich in der Intensität deutlich tritt täglich über 3 x auf tritt auf, sobald kein Angebot von aussen kommt, kann unterbrochen werden tritt alle 2-3 Tage auf geht auf andere Person hin und beginnt, kann verbal unterbrochen werden geht auf andere Person hin und beginnt, kann nicht verbal unterbrochen werden

Einschätzung der Aktivitäten nach Ausprägung des Problems

Aktivitäten (Hauptbegriffe mit Unterbegriffen) xxx.0 xxx.1 Problem Problem leicht a) Selbst- und ausgeprägt Fremdregulation des nicht vorhanden Verhaltens

Allgemeines Verhalten * tritt nicht auf tritt alle paar Tage auf tritt täglich auf, Stereotypien verschwindet von selbst

Tics (Nägel abbeissen, tritt nicht auf tritt alle paar Tage auf verbraucht Unmengen WC-Papier, ständiges Wasser trinken)

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motorische Unruhe

tritt nicht auf tritt alle paar Tage auf tritt täglich auf, verschwindet von selbst

tritt nicht auf tritt alle 2-3 Wochen auf

Unangemessene emotionale Spannung (jammern, weinen, schreien) ununterbrochenes Sprechen

tritt nicht auf tritt auf, wenn Person geht auf andere Person angesprochen wird hin und beginnt

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Tritt täglich auf, dauert kurz oder kann von aussen schnell unterbrochen Tritt täglich auf, dauert kurz, hört von selber auf, von starker Verletzungsauswirkung Braucht längere Zeit (weniger als eine Stunde) um einzuschlafen Erwacht mehr als einmal pro Nacht, schläft nach kurzer Zeit wieder ein schläft nach längerer Zeit (weniger als eine Stunde) wieder ein, gelingt ohne Hilfe Braucht über eine Stunde Braucht über eine Stunde Schläft ohne Medikamentierung um einzuschlafen, gelingt um einzuschlafen, nicht ein ohne Hilfe braucht dazu Hilfe (in Form von Ritualen etc.) Braucht über eine Stunde Schläft ohne Medikamentierung um wieder einzuschlafen, nicht braucht dazu Hilfe (in Form von Ritualen etc.) Kann bei Tisch mit Essen Nur xxx.3 nicht stoppen, isst in unbeaufsichtigten Momenten Esswaren Täglich in hoher Dosis, über weniger als 3 Monate

Selbst- und fremdverletzendes Verhalten Tritt täglich auf und steigert sich in der Stärke, kann nur mit grossem Aufwand von aussen unterbrochen werden Tritt täglich auf und steigert sich in der Stärke, kann nur mit grossem Aufwand von aussen unterbrochen werden

tritt nicht auf Tritt alle paar Tage auf Tritt täglich auf, dauert a) Selbst- und kurz, hört von selber auf fremdverletzendes Verhalten als Reaktion auf ein Ereignis

b) Selbstverletzendes Verhalten ohne einen von aussen ersichtlichen Grund

tritt nicht auf Tritt alle paar Tage auf Tritt täglich auf, dauert kurz, hört von selber auf, von geringfügiger Verletzungsauswirkung

Tag- und Nachtrhythmus beeinträchtigt

Einschlafprobleme

Tritt nicht auf

Durchschlafprobleme

Tritt nicht auf

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Steuerung des Essverhaltens

Steuerung des Essverhaltens beeinträchtigt

Keine Beobachtung

Kann bei Tisch bei Kann bei Tisch bei gewissen Speisen mit gewissen Speisen mit Essen nicht stoppen Essen nicht stoppen, isst in unbeaufsichtigten Momenten Esswaren Medikamentierung in Form von Sedativa, Antidepressiva oder Schlafmittel In Abständen von 2-3 Täglich in leichter Dosis, Benötigt Medikamente Keine Wochen, in leichter über weniger als 3 zur Selbstregulation Dosis Monate

Täglich in leichter oder hoher Dosis, über mehr als 3 Monate

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xxx.1 Problem leicht ausgeprägt zwischen zwei Zeigt keine Gegenständen mit spontane GewohnheitsInteraktion charakter, z.B. dreht nach WC-Gang Wasserhahn auf Weitermachen einer Keine Ausführung geführt begonnenen Aktion zwischen mehreren Gegenständen mit Gewohnheitscharakter, z.B. öffnet den Kühlschrank und holt Apfel heraus / in weniger als 5 Situationen/ vertraute Situation Weitermachen einer geführt begonnenen Aktion und Beginn der nächsten Aktion xxx.2 Problem mässig ausgeprägt xxx.3 erheblich ausgeprägt xxx.4 voll ausgeprägt Weitermachen einer Weitermachen einer Keine Ausführung geführt begonnenen Aktion geführt begonnenen und Beginn der nächsten Aktion Aktion Starre Muster bei Tagesrhythmus und innerhalb vereinzelter Alltagsgeschehnisse Starre Muster bei Keine Flexibilität Tagesrhythmus und innerhalb vieler Alltagsgeschehnisse

xxx.0 Problem nicht b) Verständnis- und Ausführungsleistungen vorhanden Alltagsgeschehnisse ausführen zwischen mehreren spontan begonnene Gegenständen mit Alltagsgeschehnisse übergeordneten Ziel / unvertraute Situation

Alltagsgeschehnisse, die aufgrund eines Impulses von Betreuer ausgeführt werden a) in vertrauter Umgebung

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Alltagsgeschehnisse, die aufgrund eines Impulses von Betreuer ausgeführt werden a) in unvertrauter Umgebung

Umstellverhalten im Alltag

zwischen mehreren Gegenständen mit Gewohnheitscharakter/ in mehr als 5 verschiedenen Situationen/ vertraute Situation Führt zwei Führt mehrere zusammenhängende zusammenhängende Aktionen aufgrund einer Aktionen aufgrund verbalen Aufforderung einer verbalen Aufforderung aus, wenn aus, wenn notwendige notwendige Gegen- Gegenstände bereitliegen, stände bereitliegen, z.B. Apfel in Stücke z.B. Apfel aus einer schneiden und in eine Schüssel legen Verpackung nehmen, Apfel in Stücke schneiden und in eine Schüssel legen Führt zwei Führt mehrere zusammenhängende zusammenhängende Aktionen aufgrund einer Aktionen aufgrund verbalen Aufforderung einer verbalen Aufforderung aus, wenn aus, wenn notwendige notwendige Gegen- Gegenstände bereitliegen, stände bereitliegen, z.B. Apfel in Stücke z.B. Apfel aus einer schneiden und in eine Schüssel legen Verpackung nehmen, Apfel in Stücke schneiden und in eine Schüssel legen Hohe Flexibilität Starre Muster bei Tagesrhythmus

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Kann mit anderer Person im Rahmen von Alltagsgeschehnissen an gleichem Ziel arbeiten Zeigt Erwartung im Bezug auf Aktivität einer anderen Person Nimmt an Gruppensituationen teil und berücksichtigt Regeln Kann über kurze Zeit an Gruppensituationen teilnehmen, solange Person aktiv sein kann Holt Betreuer, um Keine Hinweise eigenes Problem zu lösen Berührt erwähnten Berührt erwähnten Gegenstand im gewohnten Gegenstand in 5 - 10 Rahmen Situationen Zeigt Aufmerksamkeit beim Erzählen eigener zurückliegender und zukünftiger Ereignisse Bis zu 100 verschiedene Wörter Dreht Kopf/Augen in Richtung des erwähnten Gegenstandes Zeigt Aufmerksamkeit beim Zeigt Erzählen eigener Aufmerksamkeit, für zurückliegender Ereignisse Darstellungen einfacher Handlungen Bis zu 10 verschiedene Bis zu 3 Wörter verschiedene Wörter Zweiwortsätze Erste Erste KonsonantKonsonantenverbindungen/ VokalEinige Laute korrekt Verbindungen Keine verbalen Äusserungen Mehrwortsätze Keine verbalen Äusserungen Keine verbalen Äusserungen Mehrwortsätze mit Berücksichtigung einiger grammatikalische Regeln Konsonantenverbindungen gleicher Artikulationsstellen korrekt/ Mehrheit der Laute korrekt

Teilnahme an Gruppensituation Händigt Gegenstand Teilnahme an an andere Person Gruppensituationen: aus, bezogen auf a) mit vorwiegend Ziel der anderen geschehnishaftem Person Charakter

Holt Betreuer, um Kann nur alleine eigenes Problem zu bzw. mit Betreuer lösen arbeiten

Nimmt an Teilnahme an Gruppensituationen Gruppensituationen: teil und kommuniziert b) mit vorwiegend mit andern Personen kommunikativen Charakter Vorsprachliche und sprachliche Leistungen Generalisiertes Signalverständnis Schemata

Keine Reaktion auf Aufforderung Zeigt kein Sprachverständnis

Sprachverständnis

Zeigt Verständnis für Ereignisse, die andere Personen betreffen

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Sprachproduktion mit kommunikativem Charakter a) Wortschatz

Angepasster Wortschatz

Korrekte Grammatik

Sprachproduktion mit kommunikativem Charakter: b) Grammatik Sprachproduktion mit kommunikativem Charakter: c) Artikulation

Korrekte Artikulation

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